AKTUELLES SAISON 2026/2027

Vorschau auf kommendes Wochenende:

Samstag, 17.10.26 17:00 SV Germania Fritzlar II - SV Reichensachsen


Es kam wie erwartet: Vor 250 Fans lieferten sich die Regionalliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar und der HSG Baunatal einen offenen Schlagabtausch.

Trotz Halbzeitführung der Domstädterinnen hatten die VW-Städterinnen am Ende mit 24:22 (9:12) die Nase vorn. Für Fritzlar war es die zweite Derby-Heimniederlage in Folge gegen den nordhessischen Nachbarn.


Eine, die bei den Gastgeberinnen erst einmal sacken musste. „Wir geben in der ersten Halbzeit den Takt an, kommen aber nicht gut aus der Pause, spielen nicht diszipliniert genug und treffen vorne falsche Entscheidungen“, haderte Niklas Schmaler, Mannschaftsverantwortlicher im SVG-Team. Es war eine Begegnung, die insbesondere in der ersten Hälfte von starken Abwehrreihen dominiert wurde. Fritzlar ging im 6:0-Verbund konsequent auf die ballführende Spielerin raus, stoppte den Spielfluss der Gäste frühzeitig. Lohn der starken Abwehrarbeit: Baunatals Aufbaureihe, in der Letizia Trombello zu Beginn umknickte und nicht mehr weiterspielen konnte, kam überhaupt nicht zum Zug. Lediglich vier Tore über Außen gelangen dem Nachbarn bis zur 15. Minute. Aber auch die unbequeme 5:1-Deckung der Gäste machte es der Germania schwer. Zudem häuften sich Fehler im Spielaufbau auf beiden Seiten. Was die Kontrahenten weitgehend ungenutzt ließen, denn ausgeglichen blieb es bis zum 9:9 (26.). Erst durch die Hereinnahme der siebten Feldspielerin bei Baunatal gelang es den Gastgeberinnen, sich abzusetzen. Dank Torfrau Katarzyna Zwicker, die zweimal ins verwaiste HSG-Gehäuse traf, ehe Marleen Krause für eine Drei-Tore-Führung sorgte.


Doch mit Wiederanpfiff war Sand im SVG-Getriebe. Mit einem Doppelschlag von Paulina Kauffeld war Baunatal dran (35., 11:12) und lag in der Folge erstmals mit zwei Toren (47., 18:16) vorn. „Vorne sind wir zunächst nicht in die Tiefe gekommen. Wir haben es aber geschafft, uns in das Spiel hineinzubeißen, die Mannschaft hat einen Supercharakter gezeigt“, lobte HSG-Coach Arnd Kauffeld nach der Niederlage zuletzt gegen den TV Hüttenberg. Entscheidend: Bis Mitte der zweiten Hälfte gelangen seinem Team acht Treffer, der Germania hingegen nur vier. Trotz weiterhin starker Leistung von Zwicker, die auf 16 Paraden kam. „Wir machen zu viele Fehler, die uns den Sieg gekostet haben. Baunatal hat uns dagegen die Tore nicht geschenkt“, monierte die SVG-Torhüterin. Dazu ließ Fritzlars Angriff weiterhin die nötige Durchschlagskraft vermissen, Würfe gingen auch am Tor vorbei. Passend: Eine klare Chance vereitelte in der 58. Minute die Ex-Fritzlarerin Paula Küllmer im HSG-Gehäuse, sodass drei Treffer in Folge der Gäste in den letzten drei Minuten zum 24:21 das Spiel entschieden.
 
SVG: „Kasia“ Zwicker 2, Dominique Sawyer, Lina Veit – Xenia Ahrend 1, Alexa Schuldes 1, Marleen Krause 3, Liv Geldmacher, Anna Ködel 2, Sina Ulrich 1, Sarah Oschmann 1, Alicia Barth, Maren Kleinhenz 1, Joyce Hölscher 1, Antonia Icke 3, Anna-Maria Spielvogel 6/3, Bianka Bartalos.

Kasi Zwicker, mit zwei Toren und mehreren tollen Paraden,
konnte auch sie die Derbyniederlage nicht verhindern.

Fritzlar siegt dank Schlussspurt bei der TG Kastel

Der zweite Auswärtssieg in Folge gelang den Regionalliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Das Duell beim Aufsteiger TG Kastel entschieden die Domstädterinnen mit 33:25 (15:16) für sich. Nach einem ausgeglichenen Verlauf brachte ein furioser Zehn-Tore-Lauf die Entscheidung.


Bis dahin machten sich die favorisierten Gäste das Leben selbst schwer. „Vorne waren es zu viele einfache technische Fehler. Auch in der Abwehr, die uns aus dem Konzept gebracht haben“, erklärte SVG-Coach Milan Cermak. Zudem ließ sich sein Team mitunter von der Spielweise der Gastgeberinnen überraschen. Dinge, die angesprochen waren, aber dennoch nicht unterbunden werden konnten. Probleme bereitete Fritzlar vor allem Ezgi Fischer. Mit ihrem vierten Treffer sorgte die Rückraumlinke für die 7:6-Führung (11.). Auch das 9:8 (15.) ging auf ihr Konto, ehe Kastel auf 15:11 (24.) davonzog.


Erst dann gelang es den Gästen, ihre Abwehr zu stabilisieren. Was es Torfrau Katarzyna Zwicker leichter machte, die nun mit ihren Paraden Fritzlars erste und zweite Welle einleiten konnte. Maren Kleinhenz glich umgehend aus, traf zudem zur 20:19-Führung (37.). Mannschaftlich geschlossen ging es weiter. Beim 22:21 (41.) lagen die Südhessinnen letztmals vorn, bevor zwölf torlose Minuten folgten, in denen sie der Germania-Express überrollte. Bianka Bartalos (3) brachte ihn in Fahrt, Sarah Oschmann, Xenia Ahrend (2), Anna-Maria Spielvogel (3) sowie Anna Ködel setzten ihn bis zum 31:22 (54.) fort. Der bei der TG für Ernüchterung sorgte, während Fritzlar ungeschlagen in das Derby gegen die HSG Baunatal (Sa. 15 Uhr, Fritzlar) geht.



SVG: „Kasia“ Zwicker, Dominique Sawyer – Xenia Ahrend 6, Alexa Schuldes, Marleen Krause 1, 
Anna Ködel 4, Sina Ulrich 1/1, Sarah Oschmann 3, Alicia Barth 1, Maren Kleinhenz 5, Antonia Icke 1, 
Anna-Maria Spielvogel 8/2, Bianka Bartalos 3


Oberliga

Bätz verhilft Kirchhof zu Kantersieg

SG-Juniorteam erzielt 45 Tore bei Derbysieg gegen Fritzlar II – Mit einem Schnitt von mehr als 42 geworfenen Toren geht die SG 09 Kirchhof II aus den ersten drei Spielen in der Handball-Oberliga der Frauen. Auch im Derby gegen den SV Germania Fritzlar präsentierte sich die Mannschaft von Coach Martin Denk wieder in Torlaune, gewann am Ende deutlich mit 45:33 (19:17), hätte, so sah es zumindest der Trainer, auch gut und gerne 50 Treffer erzielen können.


Das dürfte in gewisser Hinsicht auch daran gelegen haben, dass die Gäste gerade einmal mit sieben Feldspielerinnen und zwei Torfrauen angereist waren, dass da gegen Ende der Partie die Kräfte ein wenig geschwunden waren. Vor dem Hintergrund war Fritzlars Trainer Pascal Böcher durchaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die in Hälfte eins nach 10:16-Rückstand bis zur Pause noch mal bis auf zwei Tore herangekommen war. „Wir hatten leider in beiden Halbzeiten eine Phase, in der wir sowohl in der Abwehr als auch im Angriff keinen richtigen Zugriff bekommen“, sagte Böcher.


Ähnlich fiel auch die Analyse seines Gegenübers ein, der gerade mit der Phase direkt vor dem Ertönen der Halbzeitsirene nicht ganz, mit den zweiten 30 Minuten aber umso mehr zufrieden war. „Da haben wir das gespielt, was wir können“, freute sich Denk. Dass vor allem die Vielzahl der Angriffe auch ein wenig zu Lasten der Abwehrarbeit ging, konnte er verkraften. Der Offensivdrang der jungen Mannschaft sei schlichtweg sehr groß und wer viele eigene Angriffe fahre, der lasse eben viele Angriffe des Gegners zu. In Summe sei das aber in Ordnung. In der Schlussphase hatte Denk sogar Gelegenheit, munter durchzuwechseln und allen Spielerinnen Einsatzzeit zu geben. Nun gehen beide Teams in eine zweiwöchige Herbstpause, am 17. Oktober geht es weiter.


SVG II: Esther Bin Amuri, Rebekka Engel – Lea Biebrach 1, Anamarija Mustapic 10/2, Lea Rohde 5, Florentine Blume 1, Madlen Selbmann 6, Marie Albus 8, Alina Eubel 2

Bianka Bartalos eröffnet Zehn-Tore-Lauf, © Foto: SV Germania Fritzlar


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"Ich bin froh in der Oberliga hier in Fritzlar mit Harz Handball zu spielen und dabei mein Abitur mit meinen Freunden zu absolvieren. Für die Förderung und Unterstützung des Vereins bin ich sehr dankbar." - Antonia Icke, 18 Jahre alt


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