Fritzlar – Das Unterfangen des Frauenhandball-Landesligisten HSG Wesertal, den Spitzenreiter SV Germania Fritzlar II eventuell ins Stolpern zu bringen konnte nur ein wenig mehr als eine Halbzeit aufrecht erhalten werden.

Am Ende stand für die Wesertalerinnen eine deutliche 20:30 (14:16)-Niederlage.

„Es war ein temporeiches Spiel, in dem wir in der ersten Halbzeit gut im Spiel waren. Nach der Pause haben wir vorne zu statisch und drucklos gespielt“, bemängelte HSG-Trainer Jürgen Herbold die zu schwache Angriffsleistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Die Wesertalerinnen kamen gut in die Partie und führten mit 4:2. In dieser Phase ließen sie noch zwei Chancen aus. Eine kleine Schwächephase überstanden sie gut und glichen zum 8:8 aus.

Bis zur Pause führte Fritzlar II zumeist mit zwei oder drei Toren. Durch Siebenmeter von Tessa Herbold und Joana Leibecke kam die HSG auf 13:14 heran. Fritzlar legte danach zwei Treffer noch, doch schaffte Leibecke fünf Sekunden vor der Pause das wichtige 14:16.

In der zweiten Hälfte konnte zwar Ann-Sophie Przyludzki auf 15:17 verkürzen. Danach folgten jedoch acht torlose Minuten, die die Gastgeberinnen dazu nutzten, um auf 21:15 wegzuziehen. Diese übten viel Druck auf die HSG-Abwehr aus, während von den Gästen nur noch wenig nach vorne kam. Dazu hatten sie mit drei oder vier Pfostentreffern Pech. Es gelang noch einmal, auf 17:21 zu verkürzen, ehe die Domstädterinnen in der Schlussviertelstunde endgültig über 27:18 bis auf 30:20 wegzogen.

Tore Fritzlar II: Albus (8/5), Puda (7), Alter (6), Grothnes, Reimbold (je 3), Naumann (2/1), Küster (1).

Wesertal: Henze, Aßhauer – I. Riedel, Kaczor (1), Leibecke (4/2), Jakob, Herbold (2/1), Wessel (3), Martin (3), C. Przyludski, A.-S. Przyludzki (6), Keßeler (1), Kranz, Meth.

Spielstände: 2:4 (6.), 6:4 (10.), 8:8 (16.), 14:11 (25.), 14:13 (28.), 17:15 (31.), 21:15 (39.), 21:17 (44.), 27:18 (53.), 30:20 (60.).

HNA Online /// Michael Wepler /// Foto: Löschner