Der Favorit wankte, aber er fiel nicht. Und setzte sich schließlich erwartungsgemäß durch. Der TSV Wollrode lieferte im Derby der Handball-Landesliga Spitzenreiter SV Germania Fritzlar II einen harten Kampf, musste sich aber mit 33:36 (18:17) geschlagen geben.

„Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Sie hat bis zum Umfallen gekämpft. Am Ende waren Kleinigkeiten spielentscheidend“, lobte TSV-Trainerin Margret Schmidt ihr Team, das auf die etatmäßigen Spielmacherinnen Janina Friedrich (beruflich verhindert) und Laura Schmieling (krank) verzichten musste.

Blockversuch: Die Fritzlarerin Chantal Reinbold (l.) streckt sich in dieser Szene vergeblich gegen den Wurf von Wollrodes Anna Ködel, beobachtet von Fabienne Huy und Svenja Lachnit (r.). © Richard Kasiewicz

Auch Gäste-Trainer Gunnar Kliesch zollte den Gastgeberinnen seinen Respekt: „Wollrode hat stark gespielt. Vor allem das Spiel über Bianka Bartalos haben wir nie unter Kontrolle bekommen.“ Allerdings: Sein eigenes Team habe sich davon nicht aus dem Konzept bringen lassen und den Kampf angenommen.

Zeitstrafen als Knackpunkt

Besonders in einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, als die Gastgeberinnen beim 12:9 (17.) davon zu ziehen drohten, die SVG jedoch kühlen Kopf bewahrte und durch Hannah Grothnes kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 18:17 (30.) verkürzte. Diese hauchdünne Führung verteidigte Wollrode bis zur 43. Minute, ehe die Domstädterinnen die Partie durch einen Doppelschlag von Merle Bücker und einen Treffer von Marleen Krause zum 27:28 drehten. Knackpunkt der Partie: Zeitstrafen von Anna Ködel und Lena Klotzsche. Die nutzten die Gäste, um von 30:29 (50.) auf 34:31 (56.) wegzuziehen.

Zudem fand Torhüter-Routinier Katja Zeller nun ihren Rhythmus und hielt mehrere Bälle. Das war zu viel für die Blau-Weißen und die Germania rettete den Sieg über die Zeit. Durch diesen Erfolg fehlen Fritzlar II nur noch drei Punkte zur Meisterschaft.

HNA Online ///  Moritz Minhöfer /// Foto: Richard Kasiewicz