Positive Zeichen vor den Wochen der Wahrheit: Drittliga-Spitzenreiter SV Germania Fritzlar hat die Verträge mit Trainer Lucky Cojocar und mit den Leistungsträgerinnen Janina Dreyer und Bibiana Huck verlängert.

„Lucky holt das Beste aus unseren Möglichkeiten heraus“, lobt SVG-Teammanager Steffen Schmude. Wohlwissend darum, dass Fritzlar zwar derzeit mit einem halben Dutzend so viele Verletzte wie nie hat – aber eben auch einmalig viele Punkte. 21:5-Zähler sind etwa deutlich besser als zum vergleichbaren Zeitpunkt im Meisterjahr 2016 (16:10). Damit führt Fritzlar nebenbei die ewige Tabelle aller Drittligisten seit 2010 mit 312 Zählern vor dem VfL Oldenburg II (310) und 1. FC Köln (304) an.

Bleibt Germania Fritzlar erhalten: Trainer „Lucky“ Cojocar.© Pressebilder Hahn

Ziel für die kommende Runde ist erneut ein 14er-Kader. Da zuvor Lena Dietrich, Xenia Ahrend, Maria Kiwa, Lea Gürbig und Anna Holeczy unterschrieben, ist dank Dreyer und Huck die Hälfte fix. „Janina und Bibi sind Vorbilder und Gesichter des Vereins, die sich zudem stets weiterentwickeln“, lobt Cojocar, das Duo, das in der Domstadt in sein zehntes Jahr gehen wird. Dreyer etwa ist nicht mehr nur eine Abwehrspezialistin, sondern zeigt sich inzwischen treffsicher im Angriff. Und Siebenmeterexpertin Huck rückt von Rechtsaußen vermehrt in den Rückraum, wo die Personalnot am größten ist.

Umzug nach Gudensberg

Für den Rest der Runde sollen nach Bedarf Hannah Grothnes, Chantal Reimbold, Anamaria Puda, Paula Bachmann und Nina Albus aushelfen. Offen ist, wann Rechtsaußen Hannah Berk ihre ersten Einsätze fliegen kann. Eigentlich waren der Hit beim Tabellendritten HSG Gedern/Nidda (Sa. 18 Uhr) und das Spitzenspiel gegen die TSG Eddersheim (16. Februar, 17 Uhr) dafür vorgesehen. Nun aber wurde die 16-Jährige im Schlager der B-Jugend-Landesliga nach nur 20 Sekunden schwer am Kopf getroffen, was eine Rote Karte nach sich hatte – und zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Improvisieren muss die Germania zudem ab Anfang April. Dann beginnen in der Sporthalle der König-Heinrich-Schule Sanierungsmaßnahmen, die bis September dauern sollen. Verlegt wurde deshalb das letzte Heimspiel gegen den HV Chemnitz vom 26. April auf den 1. März. Zeitweise sollen zwei Drittel der Halle noch nutzbar sein. Ansonsten weicht das Cojocar-Team nach Gudensberg aus, wo auch die Vorbereitung auf die nächste Serie stattfindet.

Offen ist, ob dort auch der Domstadt-Cup ausgetragen wird. Festgelegt ist das Turnier für den 15. und 16. August. Mit der HSG Bad Wildungen, HSG Bensheim/Auerbach, FSV Mainz 05, TVB Wuppertal, HC Rödertal, TuS Lintfort und VfL Waiblingen haben sieben Erst- und Zweitligisten zugesagt. Foto: Hahn/nh

. Zum Hit nach Nidda setzt die Germania einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 14.30 Uhr vom Parkplatz der König-Heinrich-Schule. Anmeldungen an Steffen Schmude (Tel: 0173 / 9913571).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn