„Wir sind der Favorit“, sagt Lazar Constantin Cojocar, Trainer der Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar, vor der Partie gegen den Tabellenneunten HV Chemnitz (So. 17 Uhr, König-Heinrich-Sporthalle). Und geht trotzdem nicht ohne Probleme in die Partie.

Nach der durchwachsenen Offensiv-Darbietung in Halle stand bei der Germania in dieser Woche vor allem das Wurftraining im Vordergrund. Aber auch an den Auslösehandlungen und den Sperren der beiden Kreisläuferinnen Lorena Lorenz und Luisa Krüger wurde gearbeitet, um seinem Team mehr taktische Möglichkeiten im Angriff an die Hand zu geben. Dort liegt die Verantwortung gerade in kritischen Situationen häufig noch allein bei Spielmacherin Esther Lieber, die gegen Chemnitz mit einem Magen-Darm-Infekt auszufallen droht.

Soll für mehr Druck aus dem Fritzlarer Rückraum sorgen: Janina Dreyer (l.), hier im (handfesten) Zweikampf mit Saskia Puhr (TSG Ketsch II).© Pressebilder Hahn

Gerade deshalb müssen im Rückraum mit Janina Dreyer und der wiedergenesenen Maria Kiwa nun andere Spielerinnen in die Bresche springen. Auch Anamaria Puda, die inzwischen fest zum Drittliga-Team der Domstädterinnen gehört, wird ihre Einsatzzeiten bekommen. Genauso wie die talentierte Hannah Berk

Chemnitz gewann nur eines seiner letzten fünf Spiele, hat aber dennoch ein komfortables Polster von fünf Punkten auf den ersten Abstiegsrang. Die Gäste setzen in der Defensive auf eine kompakte 6:0-Formation, aus der sie bei Ballgewinnen zügig in den Gegenstoß umschalten.

Für Treffer aus der zweiten Reihe ist vor allem die 1,84m große Polin Paulina Momot, die vor der Saison vom Zweitligisten Füchse Berlin zum HVC wechselte, gut. Aber auch die Halblinke Laura Amtsberg sorgt aus der Distanz für Torgefahr. „Sie fackelt nicht lange. Da müssen wir gut verschieben und schnell auf den Beinen sein“, fordert Cojocar. Dazu gilt es die erfahrene Kreisläuferin Stefanie Pruß in Schach zu halten, die bereits für Sachsen-Zwickau in der 2. Liga spielte.

Eine besondere Aufgabe wartet in der Defensive zudem auf Linksaußen Lena Dietrich, die es mit Katarzyna Skoczynska zu tun bekommt. „Sie hat einen guten Wurf, ihr dürfen wir nur ganz wenig Raum geben“, sagt Cojocar.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn