Und schwupp ist die halbe Mannschaft weg: Nur sechs von zwölf Feldspielerinnen stehen den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar für das Spiel beim Thüringer HC II (So. 13 Uhr, Am Jahnsportpark, Arnstadt) zur Verfügung.

Denn nach den Langzeitverletzten Melina Horn (Knie), Jana Hoppe sowie Kathleen Nepolsky (beide Auftraining) müssen nun Luisa Krüger (Klassenfahrt), Anna Holeczy (beruflich verhindert) und Hannah Puntschuh passen. Die Kreisläuferin hat sich im Training ohne Fremdeinwirkung das Knie verdreht. Eine Diagnose wird kommende Woche nach einem MRT-Termin erwartet.

Hilft Fritzlar aus: Kreisläuferin Lorena Lorenz, die ihre Karriere eigentlich beendet hatte.© Pressebilder Hahn

Hilft Fritzlar aus: Kreisläuferin Lorena Lorenz, die ihre Karriere eigentlich beendet hatte.© Pressebilder Hahn

„Das ist für uns natürlich eine Katastrophe. Aber da jammern nie etwas nützt, fahren wir mit dem klaren Ziel zwei Punkte zum THC“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Und hat immerhin doch noch zwei Ersatzspielerinnen auftreiben können. Per Handy wurde direkt nach dem Training Lorena Lorenz reaktiviert. Die Kreisläuferin hatte im Sommer eigentlich ihre Karriere beendet, um mehr Zeit für Mann und Sohn zu haben. Zudem rückt die Ex-Kirchhoferin Hannah Grothnes aus dem Landesliga-Team auf.

Die Anfangsformationen bilden die flexible Xenia Ahrend am Kreis, Esther Lieber, Maria Kiwa und Janina Dreyer im Rückraum sowie die Außen Bibiana Huck und Lena Dietrich. Volle Auswahl bietet allein die Torhüterposition mit Vanessa Maier und Lea Gürbig. Verbunden mit der Mahnung an alle, ein zweites Borussia Dortmund zu vermeiden. Denn vergangene Serie verhinderten zwei Niederlagen gegen den BVB II die mögliche Meisterschaft.

Anschließend drei Wochen Pause

Fast identisch ist jetzt die Altersstruktur beim THC II, wo sich in erster Linie 17-Jährige beweisen. Ebenso wie Fritzlar (31:27 gegen Nieder-Roden) startete Thüringen mit einem Sieg. Durchaus eindrucksvoll mit 27:22 beim stark eingeschätzten TS Herzogenaurach.

„Thüringen wirft viele einfache Tore, zu 70 Prozent aus dem Rückraum. Zudem sind sie im Positionsangriff stark“, betont Cojocar, der vor der Rückraumachse mit Spielmacherin Chiara Thorn, der Halblinken Arwen Rühl sowie vor Shooterin Klara Schlegel warnt. Rücksicht nehmen muss das SVG-Rumpfteam, das von einem Fanbus begleitet wird, indes nicht. Denn anschließend hat Fritzlar drei Wochen Spielpause.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn