Den Handballerinnen des SV Germania Fritzlar geht eine Menge Spaß verloren: Mit Kapitänin Lorena Lorenz und Partykönigin Vilte Duknauskaite verliert der Drittligist im Sommer zwei im Team besonders bewährte Kräfte.

Zwei gehen, zwei bleiben: Vilte Duknauskaite (Nummer 18) und Lorena Lorenz (14) stehen am Sonntag gegen Bayer II vor ihrem letzten Heimspiel. Melina Horn (ganz links) und Esther Meyfarth laufen auch kommende Saison für Fritzlar auf. © Richard Kasiewicz

Dementsprechend sollen beide mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen II am Sonntag (17 Uhr, Sporthalle KHS) verabschiedet werden.

„Lollo ist das Herz der Mannschaft. Sie war immer dabei – auch als sie verletzt oder schwanger war“, sagt SVG-Coach Lucky Cojocar mit Blick auf Lorenz, die er bereits vor acht Jahren in Kleenheim trainierte. Und betont ebenso Duknauskaites sportlichen Wert, „weil Vilte uns einige Spiele allein gewonnen hat und im Mittelblock mit Esther Meyfarth eine Bank ist.“

Allein, das Duo reicht im Verbund mit den starken Torhüterinnen Vanessa Maier und Lea Gürbig wohl diesmal nicht, um die beste Abwehr der Liga zu stellen. Bislang 472 Gegentreffer ergeben einen Schnitt von 23,6 pro Partie. Denn auf deren 431 bei einem Spiel weniger kommt Leverkusen II – macht durchschnittlich 22,7 und somit Bestwert. Der Bundesliga-Nachwuchs reist als Team der Stunde an, hat acht der jüngsten neun Partien gewonnen. Die einzige Niederlage in 2019? Das 26:27 im Wiederholungsspiel gegen Fritzlar.

„Da macht sich Leverkusens gute Jugendarbeit bezahlt. Technisch ist das eine Augenweide und wir müssen ihre Kombinationen unterbinden“, betont Cojocar. Wohlwissend, dass ein Sieg auch notwendig ist, um den zweiten Platz zu festigen, nachdem durch die ebenso klare wie verdiente 29:34-Niederlage in Aldekerk die Meisterschaft an Solingen-Gräfrath vergeben scheint.

Personal tritt Fritzlar bis auf Melina Horn, die wegen Kniebeschwerden in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann, in Bestbesetzung an. Und ist neben der bundesliga-erprobten Rechtsaußen Jule Polsz, Linksaußen Dana Gruner, Spielmacherin Sophia Cormann vor allem vor den beiden Halben Mareike Thomaier und Lilli Holste gewarnt. Zwei wurfgewaltige Rückraum-Talente, denen sich die Abwehrspezialistinnen Lorenz und Duknauskaite zum Abschied besonders intensiv widmen dürften.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Richard Kasiewicz