SV Germania Fritzlar startet mit Hessenderby gegen Baggerseepiraten

Der Saisonstart ist eine Premiere: Erstmals treffen die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar auf die der HSG Rodgau Nieder-Roden (So. 17 Uhr, Sporthalle KHS-Schule).

In Abwehr und Angriff gesetzt: Janina Dreyer (r., hier gegen Aldekerks Angelina Huppers) peilt mit der Germania den ersten Heimsieg an. © Pressebilder Hahn

Und damit im Hessenderby auf die Baggerseepiraten, die zum ersten Mal in der 3. Liga Ost am Start sind. „Nieder-Roden geht die Aufgabe locker an und hat keinen Druck. Dennoch gibt es kein Pardon und wir wollen als Favorit die zwei Punkte holen“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Deren vier Zähler sollen es schnell werden, denn nach der Partie beim Thüringer HC II (21. September) hat die Germania bis zum 13. Oktober (in Eddersheim) frei und möchte direkt vorne dabei sein.

Die Gäste sind als Vize-Meister mit zehn Minuspunkten nur deshalb aufgestiegen, weil die TSG Oberursel verzichtete. Mit Torjägerin Viktoria Ebert (Karriereende) muss die HSG eine Schlüsselspielerin ersetzen. Aufstiegstrainer Florian Lebherz nahm zudem aus beruflichen Gründen seinen Hut. Dafür ist Matthias Jünger als Coach zurück. Der 33-Jährige spielte selbst schon für Nieder-Roden und führte die Damen zuvor in die Oberliga.

Janina Dreyer mehr im Fokus

Von den vier Neuzugängen ist besonders Pia Magnago (HSG Bachgau) zu beachten. Als Motor der Mannschaft gilt Jana Heßler, die für Mainz 05 und die TSG Ober-Eschbach höherklassig spielte. Beide Rückraumspielerinnen haben vor allem im Positionsangriff ihre Stärken. Und werden somit zum ersten Härtetest für Fritzlars neue Abwehr. Nach dem Abgang von Vilte Duknauskaite (nach Böddiger) und Lorena Lorenz (Karriereende) sind nun Esther Lieber (ehemals Meyfarth) und Janina Dreyer im Mittelblock erste Wahl.

Als eine der dienstältesten Spielerinnen ist Dreyer, die 2011 von der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen kam, nun Vize-Kapitänin und auf Halblinks gesetzt. „Janina ist eine intelligente Spielerin. Für die Königsposition braucht sie aber mehr Killerinstinkt“, sagt Cojocar. Da neben Kathleen Nepolsky und Jana Hoppe (beide Aufbautraining) Melina Horn wegen eines Knorpelschadens länger ausfällt und erst am 24. September einen MRT-Termin hat, verbleibt Bibiana Huck als einzige Linkshänderin im Kader. Möglich, dass die Außen im Rückraum aushilft.

Daneben können sich Maria Kiwa, Xenia Ahrend und Luisa Krüger als flexible Kräfte beweisen. „Wir sind nicht viele, aber die, die wir haben, sind gut. Nieder-Roden ist fit auf den Beinen, deswegen muss unser Rückzugsverhalten wie eine Eins passen“, erklärt Cojocar.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn