SV Germania Fritzlar kann sich beim Domstadt-Cup beweisen

Der 8. Domstadt-Cup steht an. Und damit erstklassiger Handball in der Sporthalle der Fritzlarer König-Heinrich-Schule.

Am Samstag und Sonntag präsentieren sich vier Erst- und drei Zweitligisten zusammen mit Drittligist SV Germania Fritzlar.

Können sich beim Domstadt-Cup beweisen: Die Fritzlarerinnen Maria Kiwa (am Ball) sowie (hinten von links) Luisa Krüger und Lena Dietrich. © Pressebilder Hahn

Der Modus

Gastgeber Fritzlar und Nachbar HSG Bad Wildungen eröffnen den Cup am Samstag um 11.30 Uhr und bekommen es in der Gruppe A noch mit dem hessischen Erstligisten HSG Bensheim/Auerbach sowie Zweitligist TV Beyeröhde zu tun. In der Gruppe B messen sich die Erstligisten Blomberg-Lippe und Mainz sowie die Zweitligisten TuS Lintfort und HC Rödertal. Ein Spiel dauert zwei Mal 20 Minuten. Am Sonntag ab 14.30 Uhr folgen die Platzierungsspiele.

Die Favoriten

Titelverteidiger BVB Dortmund, der im Vorjahr nach dem 20:18 im Finale gegen Bad Wildungen zum dritten Mal in Serie triumphierte, ist nicht am Start. Auch deshalb sind die Vipers ein heißer Kandidat für den Wanderpokal. Beim ersten Test gegen Zweitligist Kirchhof (34:17) zeigte das neuformierte Team von Trainer Tessa Bremmer bereits eine geschlossene Mannschaftsleistung. Eingespielter kommt der letztjährige Erstliga-Sechste Blomberg-Lippe daher. Die HSG hat sich mit Jennifer Murer (LC Brühl St. Gallen, Isabelle Jongenelen (VfL Oldenburg), und Merle Heidergott (SV Werder Bremen) verstärkt und baut weiter eigene Top-Talente wie Juniorennationalspielerin Ndidi Agwunedu ein.

Der Derby-Faktor

An den 12. März 2017 denken die Fans der Germania gern zurück. Da gewannen die Domstädterinnen das Derby in der 3. Liga Ost gegen Kirchhof mit 27:26. Anschließend stieg die SG 09 dennoch als Vize-Meister auf – und zwei der damaligen Akteurinnen wagen nun den Schritt ins Oberhaus: Christin Kühlborn und Dionne Visser nämlich, die sich bei den Flames aus Bensheim/Auerbach um die Ex-Viper Sarah van Gulik bei Trainerin Heike Ahlgrimm beweisen wollen. Ebenfalls erstklassig ist nun Torfrau Katarzyna Demianczuk, die von Kirchhof nach Mainz gewechselt ist. Dort baut Trainer Thomas Zeitz auf sein Aufstiegs-Team um die Ex-Viper Simona Cipaian, deren Mutter Mioara einst mit 40 Jahren noch Leistungsträgerin als Kreisläuferin in der Domstadt war.

Der Gastgeber

Fritzlar ist seit Dienstag wieder im Training. Coach Lucky Cojocar nutzt das Turnier demnach, um wieder in Wettkampfmodus zu kommen. Dabei fehlen allerdings vier Spielerinnen. Die Neuzugänge Jana Hoppe und Kathleen Nepolsky befinden sich im Aufbautraining. Mit ihnen plant Cojocar ab Mitte Oktober. Melina Horn (Kniebeschwerden) steht zwar im Mannschaftstraining, wird aber noch geschont. Zudem müssen sich die Fans der Domstädterinnen an einen neuen Namen gewöhnen. Spielmacherin Esther Meyfarth hat geheiratet und heißt nun Lieber. Da am Wochenende die kirchliche Trauung nebst Feierlichkeiten ansteht, verpasst Esther Lieber das Turnier.

Somit können sich im Rückraum Maria Kiwa, Xenia Ahrend und Janina Dreyer unterstützt von der talentierten Kreisläuferin Luisa Krüger beweisen. „Sie haben sich alle gut entwickelt, jetzt müssen sie den nächsten Schritt gehen“, betont Cojocar, der beim Cup ein neues Abwehrsystem testen möchte. Das Team verstärkt zudem Hannah Grothnes aus dem Kader der zweiten Mannschaft.

Der Spielplan:

Samstag, 11.30 Uhr: HSG Bad Wildungen Vipers – SV Germania Fritzlar, 12.30 Uhr: HSG Blomberg-Lippe – 1. FSV Mainz 05, 13.30 Uhr: HSG Bensheim/Auerbach – TV Beyeröhde, 14.30 Uhr: TuS Lintfort – HC Rödertal, 15.30 Uhr: TV Beyeröhde – HSG Bad Wildungen Vipers, 16.30 Uhr: HC Rödertal – HSG Blomberg-Lippe, 17.30 Uhr: SV Germania Fritzlar – HSG Bensheim/Auerbach, 18.30 Uhr: 1. FSV Mainz 05 – TuS Lintfort.

Sonntag, 10.30 Uhr: SV Germania Fritzlar – TV Beyeröhde, 11.30 Uhr: HSG Blomberg-Lippe – TuS Lintfort, 12.30 Uhr: HSG Bensheim/Auerbach – HSG Bad Wildungen Vipers, 13.30 Uhr FSV Mainz 05 – HC Rödertal. 14.30 Uhr: Spiel um Platz 7, 15.30 Uhr: Spiel um Platz 5, 16.30 Uhr: Spiel um Platz 3, 17.30 Uhr: Finale.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn