SV Germania Fritzlar ist Vize-Meister nach Kantersieg

Das ist ein würdiger Abschluss: Mit 37:21 (18:9) haben die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar beim VfL Oldenburg II gewonnen. Dadurch ist das Team von Trainer Lucky Cojocar Vize-Meister der West-Staffel.

„Wir haben nochmal richtig auf die Tube gedrückt und eine ganz starke Leistung geboten“, lobte Coach Cojocar sein Team und auch die 20 mitgereisten Fans, „die ordentlich Krach gemacht haben.“ Da parallel Bayer Leverkusen II mit 24:27 gegen die HSG Blomberg-Lippe unterlag, stellt Fritzlar mit lediglich 520 Gegentoren erneut die beste Abwehr der Liga.

Nochmal bärenstark: Fritzlars Duknauskaite (hier am Ball gegen die Leverkusenerinnen Mareike Thomaier und Kim Hinkelmann) traf sechsmal in Oldenburg. © Pressebilder Hahn

Das ist auch ein Verdienst der glänzend aufgelegten Torhüterinnen. Vanessa Maier überzeugte in Oldenburg über 50 Minuten und parierte ebenso zwei Siebenmeter wie Lea Gürbig, die am Ende zwischen den Pfosten stand. Die gewohnte Paraderolle reichte Maier indes nicht aus. Denn der Treffer zum 26:14 (42.) in der einseitigen Partie gelang dem Rückhalt. Gnadenlos bestraften die Gäste das Risiko des VfL mit der siebten Feldspielerin und warfen in schöner Regelmäßigkeit ins leere Tor.

Über 6:1 (9.), 12:5 (23.) und 21:12 (36.) war spätestens nach einem 7:0-Lauf in acht Minuten zum 29:14 (45.) der Boden für den höchsten Saisonsieg bereitet. Ein einträchtiger Erfolg, denn neben Maier trugen sich zehn Feldspielerinnen in die Liste der Torschützinnen ein. Auch die erneut herausragende Halblinke Vilte Duknauskaite (6), Kreisläuferin Lorena Lorenz (3) und Nele Bittdorf (1), denen in ihrem letzten Einsatz für Fritzlar zusammen zehn Treffer gelangen.

„Ich konnte allen Spielanteile geben und wir hatten dennoch keinen Bruch im Spiel“, betont Cojocar, der etwa Luisa Krüger lange Zeit als Spielmacherin brachte. Das Top-Talent zeigte besonders an den Kreis kluge Pässe, die neben Lorenz auch Hannah Puntschuh (4) zu veredeln wusste. Vor 205 Zuschauern machte Fritzlar 60 Minuten Druck. Geschickt in die Nahtstellen zogen sich die Rückraumspielerinnen, so dass auch Janina Dreyer (5) und Maria Kiwa (4) nochmal Selbstvertrauen tankten. „Schade, dass jetzt Pause ist“, betonte Cojocar, der seiner Mannschaft bis Ende Mai freigegeben hat.

Fritzlar: Maier 1, Gürbig, Dietrich 2, Holeczy, Bittdorf 1, Huck 6/3, Ahrend 2, Puntschuh 4, Lorenz 3, Meyfarth 3, Duknauskaite 6, Dreyer 5, Kiwa 4, Krüger.

SR: Kassing/Wulf. Zuschauer: 205.

Siebenmeter: 7/3:3/3. Zeitstrafen: 4:8-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn