Die zweite Meisterschaft in der 3. Liga Ost ist perfekt: Nach 2016 sind die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar erneut das Maß aller Dinge.

Die Erleichterung ist riesengroß. Das befreiende Gefühl, nicht mehr warten zu müssen, bis endlich eine Entscheidung fällt im Bezug auf die 3. Ligen. Denn es war schon eine arg kuriose Situation, dass die 1. und 2. Ligen der Frauen am 18. März abgebrochen wurden – und es fast fünf Wochen dauerte, ehe Klarheit herrscht, dass der SV Germania Fritzlar als Meister der 3. Liga Ost feststeht.

Grund zur Freude: Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar – hier nach dem Sieg gegen die TSG Eddersheim – sind Meister der 3. Liga Ost. © Pressebilder Hahn

„Das ist die gesündeste Lösung“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar mit Blick auf die Gesamtsituation. Und schiebt nach: „Die Mannschaft hat es sich durch einen unbändigen Willen verdient“. 29:7-Punkte und 458:384-Tore sind das Maß aller Dinge. Macht in Summe ein Quotient von 161,1, mit dem sich die Domstädterinnen den Platz an der Sonne vor der TSG Eddersheim (158,8/29:7-Zähler) und der HSG Gedern/Nidda (158,8/23:9) sicherten.

„Das ist die erfolgreichste Saison unserer Vereinsgeschichte. Wir können zwei Meisterschaften feiern“, frohlockt der Sportliche Leiter Steffen Schmude, nachdem sich die Reserve vorzeitig den ersten Platz in der Landesliga sicherte. Mit dem Unterschied, dass Fritzlar II den Sprung in die Oberliga wagt, während das finanzielle Risiko eines möglichen Aufstiegs in die 2. Liga (noch) zu groß ist und die Germania bereits vor drei Wochen erklärte, keine Lizenz dafür zu beantragen.

Domstadt-Cup noch nicht abgesagt

Sämtliche Feierlichkeiten liegen aufgrund des Kontaktverbots auf Eis. „Das holen wir umso mehr nach, wenn wir es dürfen“, betont Schmude. Und denkt dabei auch an die Verabschiedungen von Esther Lieber, Vanessa Maier und Lorena Lorenz, deren Karrieren nun beendet sind. Dennoch stehen die Kader weitgehend mit jeweils 13 Spielerinnen für beide Frauen-Teams und die neue A-Jugend. Noch nicht abgesagt ist indes der Domstadt-Cup, der für den 15./16. August geplant ist.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn