SV Germania Fritzlar findet Lösungen gegen Bayer II

Torreicher Heimabschluss für den SV Germania Fritzlar in der 3. Liga West: Die Domstädterinnen besiegten die Reserve des TSV Bayer Leverkusen mit 32:27 (17:15) und benötigen damit nur noch einen Punkt im letzten Saisonspiel, um sich die Vize-Meisterschaft zu sichern.

Mit Zug zum Tor: Die treffsichere Fritzlarerin Bibiana Huck (am Ball) lässt hier Leverkusens Lilli Matilda Holste stehen und erzielt eines ihrer acht Tore. © Pressebilder Hahn

Der Titel geht hingegen an den HSV Solingen-Gräfrath, dem dank eines 32:22-Heimsiegs gegen BV Garrel der Spitzenplatz nicht mehr zu nehmen ist. Was für die Gastgeberinnen allerdings nicht mehr überraschend kam und dadurch kein Druck bei den Germania-Spielerinnen zu spüren war. Im Gegenteil: Nach einer zerfahrenen Anfangsphase (8:10, 16.), in der die beste Liga-Abwehr die Germania-Offensive vor große Probleme gestellt hatte, entwickelte das Cojocar-Team angeführt durch die stark aufspielende Regisseurin Esther Meyfarth (7 Tore) jede Menge Spielfreude.

Meyfarth war es, die mit drei Toren hintereinander ihren Mitspielerinnen das Signal zu mehr Durchsetzungswillen gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste gab. „Daraufhin haben wir gute Lösungen im Rückraum gefunden und viele freie Würfe kreiert. Das war super heute“, lobte Lucky Cojocar. Der Germania-Coach wechselte seine Sieben immer wieder durch.

Was dem Angriffsspiel jedoch nicht schadete. Neben der technisch versierten Bibiana Huck, die sich sowohl per Siebenmeter und auf Rechtsaußen gewohnt treffsicher zeigte, glänzte auch Vilte Duknauskaite. Im letzten Heimauftritt setzte sich die linke Rückraumspielerin mit präzisen Abschlüssen in Szene.

Auf der Gegenseite dezimierte sich das Bayer-Team mit einigen überflüssigen Zeitstrafen mehrfach selbst. Gab sich jedoch trotz zweimaliger zweifacher Unterzahl nicht geschlagen. Sondern verkürzte stattdessen durch Jule Polsz und Dana Gruner noch einmal auf einen Vier-Tore-Rückstand (21:25, 47.). Näher heran rückten die Gäste allerdings nicht mehr, weil einerseits die eingewechselte Torhüterin Vanessa Maier mit zwölf Paraden und einem gehaltenen Siebenmeter viele Chancen zum Anschluss zunichtemachte.

Und andererseits ihre Vorderleute nach einer unkonzentrierten Verschnaufpause zurück zu ihrem Kombinationsspiel fanden. Was TSV-Trainer Assina Müller fair anerkannte: „Sie haben verdient gewonnen. Uns fiel es schwer, ein Mittel gegen ihre Positionswechsel zu finden.“

Fritzlar: Gürbig (1.-15., 1P./ 9 G.), Maier (12/12), Dietrich 1, Holeczy, Bittdorf, Huck 8/2, Ahrend 2/2, Puntschuh 1, Lorenz 2, Meyfarth 7, Duknauskaite 6, Dreyer 2, Kiwa 1, Krüger 2.

Leverkusen II: Humpert (31.-50., 4 P./ 11G.), Fahnenbruck (6 P./ 21G.), Veit 3, Gruner 2/1, Sold, Tesche, Holste 3, Schneiders 1, Cormann, Thomaier 6/2, Müller 3, Hinkelmann 4, Polsz 1, Thiwissen 3.

SR: Schönfelder/Wulf. Zuschauer: 220.

Siebenmeter: 4/4:5:3. Zeitstrafen: 4:10-Minuten.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn