Sie sind zurück in der Spur. Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben bei der TS Herzogenaurach mit 21:17 (8:10) gewonnen. Allerdings schickte der Tabellenführer der 3. Liga Ost seinen Anhang durch ein Wechselbad der Gefühle.

Nach acht Minuten lag Fritzlar beim Vorletzten nämlich mit 0:4 zurück. Da war die Verunsicherung nach dem 16:24-Debakel gegen die HSG Gedern/Nidda spürbar. Technische Fehler waren nicht zu übersehen und im Angriff leistete sich die Germania die ersten von insgesamt 23 Fehlwürfen. Immerhin: Mit Xenia Ahrend, Luisa Krüger und Bibiana Huck bewies ein Trio Treffsicherheit, so dass der Spitzenreiter auf 3:4 verkürzen konnte (12.).

Starke Vorstellung: Esther Lieber überzeugte beim 21:17 Fritzlars in Herzogenaurach. © Pres sebilder Hahn

Einen Gegentreffer später hatte SVG-Coach Lucky Cojocar genug gesehen. „Ich habe den Mädels gesagt, sie sollen locker bleiben. Schließlich gibt es keinen Grund, die starken Ergebnisse zuvor infrage zu stellen.“ Gesagt getan. Fortan kam Fritzlar mit der 5:1-Deckung des Gegners besser zurecht. Und hatte Erfolg mit der eigenen 5:1-Abwehr und der gut aufgelegten Kreisläuferin Luisa Krüger auf der Spitze.

Maier wieder starker Rückhalt

Im Mittelblock wussten Esther Lieber und Janina Dreyer ebenso wie Torfrau Vanessa Maier zu überzeugen. Auf Maiers Zettel waren mit 18 erneut mehr Paraden als Gegentreffer. Dennoch lief das Cojocar-Team bis zur Pause einem Rückstand hinterher, weil besonders Kreisläuferin Kristin Lang erheblichen Widerstand leistete.

Angetrieben von den starken Regisseurinnen Lieber und Xenia Ahrend steigerte sich Fritzlar spielerisch. Teilweise gab Ahrend neben Krüger die zweite Kreisläuferin. Das sorgte für situative Überzahl und ebnete den Weg für gelungene Eins-gegen-Eins-Situationen. Mit dem Lohn, dass zunächst Lena Dietrich zum 10:10 (36.) und der überragenden Lieber zum 13:13 der Ausgleich gelangen (46.).

Nach einem Hattrick von Dietrich in nur 90 Sekunden zum 17:13 schienen die zwei Punkte klar (49.). Doch die Gäste fühlten sich zu sicher, gestatteten Herzogenaurach einen 4:0-Lauf zum 17:17 – um mit einem eigenen 4:0-Lauf doch noch einen Arbeitssieg feiern zu können.

Fritzlar: Maier, Gürbig – Dietrich 4, Holeczy, Huck 4, Ahrend 5, Nepolsky, Lieber 5/1, Dreyer 1, Kiwa, Krüger 2.

SR: Kranich/Künstner. Zuschauer: 150. Zeitstrafen: 4:4-Minuten. Siebenmeter: 2/4:1/2.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn