Landesliga Fritzlar II mit furioser Schlussphase zum Derbysieg
Fritzlar. Am Ende wurde es deutlich: Die Landesliga Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II besiegten den TSV Wollrode im Derby mit 31:26 (16:12).

Fritzlar erwischte den besseren Start und ging nach einem Gegenstoß von Hannah Grothnes mit 6:3 (13.) in Führung. Was Wollrodes Trainerin Margret Schmidt zu einer frühen Auszeit veranlasste. Die zeigte Wirkung: Gestützt auf die bärenstarke Dominique Sawyer im Tor (17 Paraden) kämpften sich die Blau-Weißen über 8:6 (17.) und 10:10 (21.) zurück in die Partie und Übernahmen durch Anna Ködels Tor zum 10:11 (25.) erstmals die Führung. Ein kurzes Vergnügen, denn die Germania glich durch Lena Alter postwendend aus. Kreisläuferin Alina Küster erhöhte vor der Pause auf 15:12. Nach Wiederanpfiff zogen die Gastgeber auf 19:13 (35.) davon, doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Linkshänderin Anna Ködel brachte den TSV im Alleingang wieder heran und verkürzte mit vier Treffern auf 23:21 (48.). Doch für mehr reichte es nicht.

Denn die Domstädterinnen hatten mit Torhüterin Nina Suchy (15 Paraden) und Linksaußen Maike Naumann zwei Sieggaraden. Beide waren erst in der zweiten Hälfte in die Partie gekommen. Und drückten der Schlussphase den Stempel auf – der Tabellenzweite zog Tor für Tor davon. „Wir haben uns von Wollrodes langsamen Spiels nicht verrückte machen lassen“, lobte SVG-Coach Gunnar Kliesch. Auf der Gegenseite ärgerte Trainerin Schmidt die schlechte Vorbereitung auf das Spiel:
„Wir haben schlecht trainiert, das hat man an unseren Fehlern gesehen.“ Diese nutzte Fritzlar für einfache Konter Tore. Und zum sechsten Sieg im siebten Spiel.

Fritzlar: Zeller, Suchy, Grothnes 6, Küster 2, Alter 2, Naumann 7, Reinbold 1, Albus 8/5, Bachmann 1, Puda 4, Stockschläder, Werner.

Wollrode: Sawyer, Fehr, Klaatz, Schmieling 3, Schneider 1, Klotzsche 5/4, Lachnit 5/2, Vaupel 1, Bartalos 3, Ködel 6, Friedrich 2, Huy, Schindler.

HNA Print /// Moritz Minhöfer /// 19.11.2019