Das ist eine Vollkatastrophe für die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Xenia Ahrend hat sich beim 28:18 in Chemnitz einen Kreuzbandriss zugezogen. Somit ist die Allrounderin die vierte Spielerin, die wegen einer Knieverletzung in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann.

Mehr noch: Mit Esther Lieber, Maria Kiwa und Janina Dreyer stehen der Germania nur noch drei Rückraumspielerinnen und insgesamt nur acht Feldspielerinnen nach den Ausfällen von Melina Horn (sogar Karriereende), Hannah Puntschuh und Jana Hoppe zur Verfügung. Verstärkungen in der Winterpause, die mit einem Trainingslager vom 3. bis 5. Januar in der Domstadt endet, sind für das Team von Trainer Lucky Cojocar also zwingend erforderlich.

Saison gelaufen: Xenia Ahrend hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen.© Pressebilder Hahn

Fritzlars beste Torschützin

Ahrend spielt in ihrer fünften Saison seit ihrem Wechsel 2015 aus Baunatal ihre stärkste Serie. Die 24-Jährige ist mit 58/15-Treffern Siebte der Torjägerliste. In Chemnitz knickte sie nach ihrem Tor zum 27:17 (57.) kurz vor Schluss unglücklich ohne Einwirkung einer Gegenspielerin um, nachdem sie das Spiel verlagern wollte. „Ich war noch nie verletzt und hatte zunächst auch gar nicht so etwas Schlimmes befürchtet“, sagt die flexible Rückraum-Strategin, die auch am Kreis wirkungsvoll ist.

Xenia Ahrend hatte gerade ihren Vertrag bis 2021 verlängert. Dabei wollte sie eigentlich heute mit einer Freundin in den Skiurlaub fahren. Nun steht eine Operation bei Mannschaftsarzt Dr. Christian Gröll an.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn