Wunderbar mit Cojocar – so lautete die Schlagzeile unserer Zeitung am 29. Januar 2018. Das war nach dem 24:21 des SV Germania Fritzlar gegen die HSG Gedern/Nidda. Dem ersten Spiel unter der Regie des neuen Handball-Lehrers. Jetzt messen sich beide Teams in der 3. Liga Ost erneut zum Gipfeltreffen (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle).

Spielmacherin Esther Meyfarth (jetzt Lieber) sowie die Außen Bibiana Huck und Lena Dietrich waren damals mit zusammen 20 Treffern die Garanten für den Erfolg. Drei Asse, die erneut stechen sollen. Gegen ein Team, das nach einem lehrreichen Jahr mit immerhin sieben Siegen in der 2. Liga noch stärker einzuschätzen ist, zumal die Mannschaft komplett zusammen geblieben ist.

Hinein ins Vergnügen: Bibiana Huck und der SV Germania Fritzlar sind im Spitzenspiel gegen die HSG Gedern/Nidda gefordert. © Pressebilder Hahn

„Es spricht für Verein, Trainer und Team, dass niemand gegangen ist“, zollt SVG-Coach Lucky Cojocar den Wetterauern Respekt. Besonders bemerkenswert, dass die HSG Kristin Amos, die mit 194/87-Treffern Fünfte der Torjägerliste war, halten konnte. In dieser Runde kam die 21-Jährige aber kaum zum Zug, weil sie sich im Mai verletzte. Erst vor Kurzem erhielt sie von Spezialisten in Heidelberg einen Kahnbeinbruch als Diagnose und wird kommende Woche operiert. In Fritzlar zählt sie aber wohl noch zum Aufgebot.

HSG-Kader ist eingespielt und breit

„Wir mussten in dieser Saison lernen, dass wir nun oft der Favorit sind. Auch Fritzlar wollen wir alles abverlangen“, betont HSG-Trainer Christian Breiler, der bereits seit zehn Jahren im Amt ist und die Südhessinnen aus der Landesliga nach oben führte. Ein Großteil des Kaders stammt aus der Jugend der HSG Hungen/Lich, die einige Hessenmeisterschaften feierte. Darunter Emely Nau, die als einziger Neuzugang von der HSG Kleenheim/Langgöns verpflichtet wurde und nun auf Rechtsaußen und Halbrechts wirbelt.

Drei Siege in Serie feierte Gedern/Nidda zuletzt und hatte beim 25:26 in der 2. Runde des DHB-Pokals Erstligist Kurpfalz Bären auswärts am Rande einer Niederlage. „Der Generationswechsel ist im vollen Gange. Die Mädels müssen noch mehr Verantwortung nehmen und das tun sie auch“, betont Breiler. Und denkt dabei etwa an Hanna Rös, die im rechten Rückraum für die verletzte Stammkraft Johanna Becker in die Bresche gesprungen ist.

Kreisläuferin Krüger zurück

Größte Stärke der Gäste ist die Deckung um Abwehrchefin Leonie Nowak. Die 29-jährige Kreisläuferin reifte zuvor in Kleenheim auch unter SVG-Coach Cojocar. Der gleichwohl froh ist, dass er am Kreis wieder Top-Talent Luisa Krüger (nach Weisheitszahn-OP) dabei hat. Die 18-Jährige wurde von Lorena Lorenz zuletzt würdig vertreten. Geradezu wunderbar.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn