Der Ausflug nach Arnstadt hat sich gelohnt. Das Abenteuer Mini-Kader, mit dem die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar mit 30:26 (15:13) in der 3. Liga Ost beim Thüringer HC II gewannen

Und somit vor der dreiwöchigen Pause optimal mit zwei Siegen gestartet sind. „Das war phänomenal, wie die Mädels Charakter gezeigt haben“, lobte SVG-Coach Lucky Cojocar seine sieben verbliebenen Feldspielerinnen und die erneut starke Torfrau Vanessa Maier.

Treffsicher: Fritzlars Maria Kiwa. © Pressebilder Hahn

Denn als ob die Lage nicht schon ernst genug gewesen wäre, musste kurzfristig Esther Lieber wegen Fiebers passen. Somit begann die reaktivierte Lorena Lorenz am Kreis, und im Mittelblock hatten Janina Dreyer und Maria Kiwa 60 Minuten Schwerstarbeit zu leisten. Lediglich anfangs mit Kreisläuferin Jolina Huhnstock (3) und insgesamt mit der Halblinken Arwen Rühl (5) hatte Fritzlar seine Mühe.

Im Angriff lief der Ball beim SVG wie am Schnürchen. Xenia Ahrend, die angeschlagen war, machte laut Cojocar ein „Bombenspiel“. Auf der Mitte führte die 24-Jährige klug Regie, traf nach Belieben selbst und setzte ihre Mitspielerinnen klug in Szene. Über die erste Welle nutzten Bibiana Huck und Lena Dietrich ihre Chancen eiskalt. Auf Halbrechts kannte Maria Kiwa kein Erbarmen und überzeugte besonders durchsetzungsstark im Eins-gegen-Eins.

Lediglich beim 1:2 (4.) lagen die Gäste ein Mal in Rückstand. Dann ließ das Cojocar-Team direkt einen 8:1-Lauf zum 9:3 (12.) nach Treffern von Dreyer, Kiwa, Ahrend (2), Huck (2) und Dietrich (2) folgen. Die laufstarken Thüringerinnen leisteten mit ihrer robusten 6:0-Abwehr zwar Widerstand, waren jedoch den abgezockten Domstädterinnen unterlegen. Selbst, als Lorenz eine Minute nach ihrem Tor zum 25:20 (45.) ihre dritte Zeitstrafe und somit die Rote Karte kassierte, ließ Fritzlar – auch mit Unterstützung von Hannah Grothnes aus dem Landesliga-Kader – nichts anbrennen.

SVG: Maier, Gürbig – Ahrend 9/1, Dietrich 3, Dreyer 2, Grothnes, Huck 7/1, Kiwa 7, Lorenz 2.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn