Auch mit einem Rumpfkader ist der SV Germania Fritzlar in der 3. Handball-Liga noch ungeschlagen. Und will seine Erfolgsserie gegen die TSG Ober-Eschbach fortsetzen.

Man nehme: zwei überragende Torfrauen hinter einer eingespielten Deckung, dazu einen großen mannschaftlichen Zusammenhalt und einen Coach, der für sein hartes und effektives Training bekannt ist. Schon tritt da ein (Rumpf-) Team auf den Plan, das trotz des Verlustes von vier Spielerinnen nach fünf Partien in der 3. Handball-Liga Ost noch ungeschlagen ist und erst am vergangenen Spieltag ihren ersten Punkt abgab. Gemeint ist der SV Germania Fritzlar, der gegen die TSG Ober-Eschbach (So. 17 Uhr, Sporthalle der KHS) die Chance hat, sich die Tabellenführung zurück zu holen.

Ein Rückhalt der Extraklasse: Fritzlars starke Torfrauen Vanessa Maier (l.) und Lea Gürbig, die auch am Sonntag gegen die TSG Ober-Eschbach gef ordert sind.© Pressebilder Hahn

Kein leichtes Unterfangen, bekommen es die Gastgeber doch mit einem routinierten Gegner zu tun, der die zwischenzeitliche 24:40-Schlappe in Eddersheim verarbeitet hat und danach beim 29:29 in Halle-Neustadt „ohne Fünf“ einen Sechs-Tore-Rückstand aufholte. „Diese Reaktion macht Mut für die kommenden Spiele“, freute sich Trainer Grzelachowski.

In Fritzlar kann er wieder auf die Ex-Kirchhoferin Rica Wäscher und auf die ehemalige Domstädterin Franziska Chmurski zurückgreifen – zwei von insgesamt fünf starkien Rückraumspielerinnen (neben Wäscher und Chmurski noch Selin Gehrke, Andrea Mertens und der georgische Neuzugang aus der ersten französischen Liga, Ketia Kunelashvili), die der Germania zusammen mit Kreisläuferin Greta Bucher, einen Strich durch die Rechnung machen könnten.

Christian Grzelachowski, schon der dritte TSG-Trainer nach Alexander Adamski und Holger Hölzinger, der die Mannschaft in der Abstiegsrelegation der letzten Saison in der Klasse hielt, sieht seine Schützlinge zwar in der „Außenseiterrolle“, die aber kein Nachteil sein muss. Denn: „Wir können befreit aufspielen.“ Ähnliche Voraussetzungen wie am vierten Spieltag bei Gedern/Nidda, als die Mannschaft einen 22:20-Überraschungscoup landete.

Für SVG-Coach Cojocar ist klar, „dass wir wieder hundert Prozent gehen müssen, um erfolgreich zu sein“. Das heißt vor allem: viel laufen. In der Hoffnung auf Ballgewinne der Vorderleute von Vanessa Maier und Lea Gürbig, um über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren zu kommen.

Das würde den Fritzlarer Positionsangriff entlasten, der besonders unter den Ausfällen leidet. Der aber ebenfalls zusammen gerückt ist d.h. jeder hilft jedem und jeder kann fast jede Position spielen. Auch das ist Teil des bisherigen Erfolgsplans.

HNA Online /// Ralf Ohm /// Foto: Hahn