Der SV Germania Fritzlar verteidigt mit einem 20:16-Erfolg beim SV Union Halle-Neustadt II die Tabellenführung in der 3. Handball-Liga Ost.

Zum Schluss wurde es noch einmal eng. Denn da hatte die Zweitliga-Reserve des SV Union Halle-Neustadt gerade durch Linkshänderin Lisa Thieme auf 16:17 (55.) verkürzt. Doch Esther Lieber mit einem Doppelschlag und Maria Kiwa machten mit ihren Treffern alles klar und sicherten den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar den 20:16 (10:6)-Erfolg. Durch den zwölften Saisonsieg bleibt die Germania weiter an der Tabellenspitze.

Fritzlars Sieggarant: Esther Lieber zog im Angriff die Fäden und hielt die Deckung beim 20:16-Erfolg beim SV Union Halle-Neustadt II zusammen.© Pressebilder Hahn

„Halle hat gekämpft und uns alles abverlangt“, bekannte SVG-Coach Lazar Constantin Cojocar. Die Domstädterinnen erwischten den besseren Start und führten schnell mit 6:1 (12.). Vor allem Linksaußen Lena Dietrich war kaum zu stoppen und traf sowohl aus dem Positionsangriff als auch per Gegenstoß. Ihr Debüt im SVG-Trikot feierte Talent Hannah Berk, die in der ersten Halbzeit einen Kurzeinsatz hatte und einen Siebenmeter verwandelte. Auch Anna Holcezy gab nach langer Verletzungspause ihr Comeback.

Erst nach einer Auszeit von Union-Trainer Jan Henning Himborn fanden die Gastgeberinnen besser in die Partie. Beim 5:7 (21.) durch Justine Schmitz war Halle wieder dran waren. „Wir haben den Gegner durch einfache Fehler, durch Fehlpässe und schlechte Abschlüsse wiederaufgebaut“, haderte Cojocar.

Dennoch gab Fritzlar weiter die Richtung vor, weil die 6:0-Deckung sicher stand. Über 11:6 (32.) und 13:8 (40.) zogen die Gäste auf 15:11 (45.) davon.

Im Angriff zeigten die Fritzlarerinnen jedoch eine enttäuschende Leistung. „Im Angriff hat nichts funktioniert. Das kann nicht unser Anspruch sein“, ärgerte sich Cojocar. Vor allem aus dem Rückraum spielten die Domstädterinnen mit zu wenig Tempo, zu häufig lag die Verantwortung allein bei Spielmacherin Esther Lieber.

Anstatt sich vorentscheidend abzusetzen, ließ die Germania die Zweitliga-Reserve so wieder herankommen. Nach einer Zeitstrafe gegen Maria Kiwa verkürzte Halle durch Vanessa Dirks und Isabell Rössner auf 15:17 (53.), Thieme sorgte wenig später für den Anschluss. Weil die Domstädterinnen in den Schlussminuten aber wieder energisch verteidigten und im Angriff Lieber und Kiwa trafen, musste sich das Schlusslicht geschlagen geben.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn