„Wir befinden uns eindeutig im Umbruch“, erklärt Steffen Schmude vom Drittligisten SV Germania Fritzlar. Mit sechs Abgängen und fünf Neuzugängen liegt das Ziel des SV insbesondere in der Entwicklung der jungen Mannschaft, die einen Altersdurchschnitt von 23,3 Jahren hat. Auf einen angestrebten Tabellenplatz möchte sich der Verein nicht festlegen.

Was ist Ihr Wunsch bzw. Ihr Ziel für die Saison 2020/21 in der 3. Liga?

Steffen Schmude:
Am Wichtigsten ist für uns, dass wir verletzungsfrei und gesund die kommende Saison bestreiten können. Nachdem großen Verletzungspech in der zurückliegenden Saison und den ungewohnten Herausforderungen mit der Situation um Covid-19, möchten wir schnellstmöglich zur Normalität zurückkehren. Die Entwicklung unserer jungen Mannschaft steht dabei eindeutig im Vordergrund – ohne uns dabei auf eine genaue Platzierung orientieren zu wollen. Wir wollen uns als Mannschaft stetig weiterentwickeln und unseren Zuschauern einen attraktiven Handball bieten. Dazu werden wir in alle Spiele hoch motiviert, mit Selbstbewusstsein und dem notwendigen Siegeswillen gehen.

Kontinuität oder Umbruch: Wie setzt sich der Kader zusammen / welche Zu- und Abgänge gibt es?

Steffen Schmude:
Wir befinden uns eindeutig im Umbruch. Durch den Abgang von sehr verdienstvollen Leistungsträgerinnen, die über viele Jahre unserem Verein treu zur Seite standen, wird unser neu formiertes Team auch die notwendige Zeit benötigen, um ähnlich erfolgreich abzuschneiden wie in den letzten Jahren. Hier haben wir volles Vertrauen in die Arbeit unseres Trainers Lucky Cojocar. Gemeinsam mit dem Team um das Team wird er es schaffen, der Mannschaft, mit dem notwendigen Einfühlungsvermögen und seiner unbestrittenen fachlichen Kompetenz, das erforderliche Rüstzeug an die Hand zu geben.

Wie wird die Trainerposition besetzt sein?

Steffen Schmude:
Bewährtes sollte man nicht trennen. Auch in der kommenden Saison wird „Lucky“ Cojocar die sportliche Verantwortung für unser Team haben. Ihm zur Seite stehen werden Vanessa Maier als TW- Trainerin, Anne Reinbold als Physiotherapeutin, Dr. Christian Gröll als Mannschaftsarzt und Steffen Schmude als Betreuer und sportlicher Leiter des SV Germania Fritzlar.

Wie bewerten Sie die Staffeleinteilung?

Steffen Schmude:
Wir sind sehr zufrieden mit der Staffeleinteilung, hier gehören wir hin. Durch das Aufeinandertreffen mit alten Bekannten erwarten wir viele attraktive, spannende, aber auch sehr enge Spiele. Es sind Mannschaften wie Mainz Bretzenheim, Eddersheim, Gedern Nidda und Kleenheim die um die vorderen Plätze spielen werden. Dazu kommt Markranstädt und natürlich die Bundesligareserven aus Erfurt, Mainz und Halle die eine wichtige Rolle in der Endabrechnung einnehmen werden.

Mit welchen Auswirkungen der Corona-Krise auf die kommende Spielzeit rechnen Sie – sowohl sportlich betrachtet als auch darüber hinaus mit Blick auf Organisation, Fans und Umfeld?

Steffen Schmude:
Wir erleben gerade schwierige Zeiten. Es sind viele Bereich in unserer Gesellschaft, die hart betroffen sind, dazu zählen wir auch den Sport. Alle Vereine müssen hart kämpfen, Zuschauer sind nur begrenzt erlaubt, es wird nicht einfach. Wir, in Fritzlar, müssen stolz sein! Es sind sehr viele Sponsoren, die uns weiterhin in gewohnt zuverlässiger Manier unterstützen werden. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Der Vorstand hat die gesamte Vorbereitungszeit an einem eigenen Hygienenkonzept gearbeitet, um Spiele mit Zuschauern in Fritzlar zu ermöglichen. Wir hoffen, dass dies nun auch von den Entscheidungsträgern des Landkreises genehmigt wird. Wir haben im Verein in den zurückliegenden Monaten viel Arbeit investiert, um unseren Mannschaften die notwendigen Hallenzeiten und alternative Trainingsmöglichkeiten zu ermöglichen, so dass sich unsere Trainer*innen auf das Sportliche konzentrieren konnten.

Es war keine normale Vorbereitung möglich, aber wir haben uns angepasst. Die familiäre Atmosphäre bei uns in Fritzlar hat es uns erleichtert, eine gute Basis zu erschaffen, weiter leistungsorientierten Handball zu spielen. Es ist schön zu sehen, wie das Miteinander bei uns funktioniert, alle Beteiligten – Sponsoren, ehrenamtliche Helfer, Vorstand und Mannschaft – tragen dazu bei, dass in der Domstadt Fritzlar auch weiterhin Handball groß geschrieben wird.

Name Position
Paula Küllmer TW
Lea Gürbig TW
Lena Dietrich LA/RA
Anna Holeczy LA/RA
Hannah Berk RA/RR
Alena Breiding RL/RM/RR
Hannah Lüdge RL, RR, RA
Janina Dreyer RL/RR
Maria Kiwa RL/RR
Anamaria Puda RR/RL
Xenia Ahrend RM/RR/RL
Hannah Puntschuh KM
Luisa Krüger KM
Lucky Cojocar Tr.

Abgänge: Melina Horn, Esther Lieber, Bibiana Huck, Vanessa Maier, Lorena Lorenz (alle Karriereende), Kathleen Nepolsky (Plesse-Hardenberg)

Zugänge: Paula Küllmer, Alena Breiding (beide (SG 09 Kirchhof), Hannah Lüdge, (HSG Kleenheim), Hannah Berk, (mit Erwachsenenspierecht vom TV Hersfeld), Anamaria Puda (SV Germania Fritzlar II)

Quelle: https://www.handball-world.news