SV Germania Fritzlar bangt um Vanessa Maier und Janina Dreyer

Jetzt beginnt der Endspurt. Die heiße Phase im Kampf um die Meisterschaft der 3. Handball-Liga Ost der Frauen. Am Samstag (15 Uhr) gastiert Spitzenreiter SV Germania Fritzlar beim Tabellenvierten TSG Ketsch II.

Und kann im Vergleich zur Konkurrenz vorlegen. Denn während die Saison bis zum 26. April geplant ist, sind die Domstädterinnen eine Woche früher fertig und haben eine Partie mehr absolviert. Noch stehen die Vergleiche mit dem Tabellenvierten Ketsch, gegen TS Herzogenaurach (29. März), in Markranstädt (4. April) und in Ober-Eschbach (19. April) an. Bis dahin, nämlich bis zum 15. April, haben die Domstädterinnen Zeit, eine mögliche Lizenz für die 2. Bundesliga zu beantragen.

Einsatz fraglich: Wegen einer Mandelentzündung musste Vanessa Maier zuletzt kürzertreten. © Pressebilder Hahn

Rein sportlich ist die Sache klar: Siegt die Germania viermal, ist sie nach 2016 zum zweiten Mal Meister. „Ich will alle Spiele gewinnen. Wir schauen nur auf uns“, erklärt SVG-Coach Lucky Cojocar. Wohlwissend, dass er weiterhin improvisieren muss. Nachdem Kapitänin Esther Lieber nach einer Knieverletzung ihre Karriere vorzeitig beenden musste (wir berichteten), drohen auch Torfrau Vanessa Maier, die im Sommer ebenfalls aufhört, und Janina Dreyer erkrankt auszufallen.

Luisa Krüger fehlt

Möglicherweise ist für Luisa Krüger zudem die Serie gelaufen. Die Kreisläuferin hat sich am Sprunggelenk verletzt und konzentriert sich auf ihr Abitur. Auch deshalb winken den aufstrebenden Talenten Hannah Berk und Anamaria Puda mehr Spielanteile.

Deutlich mehr Möglichkeiten haben die Gastgeberinnen, die aus einem Pool von 25 Spielerinnen wählen – und nach Bedarf auf Kräfte aus dem Erstliga-Team zurückgreifen können. Das verdankt Ketsch einer besonderen Durchlässigkeit, weil Adrian Fuladdjusch bis zum Sommer beide Mannschaften trainiert. Taktisch baut Fuladdjusch auf eine 3:2:1-Deckung, so dass Fritzlar viel in Bewegung sein muss. „Auf unsere Übergänge kommt es an, denn Ketsch arbeitet auch mit Kreuzungen“, weiß Cojocar. Dessen Mannschaft sich bereits mit einem Remis vorzeitig einen der ersten drei Plätze sichern würde.

Fanbus nach Ketsch

Fritzlar setzt zum Spiel nach Ketsch einen Fanbus ein, der um 10 Uhr vom Parkplatz der König-Heinrich-Schule abfährt. Anmeldungen an Steffen Schmude Tel: 0173-9913571.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Im Hessenderby ist Kampf gefragt – Fritzlar muss Esther Lieber ersetzen

Im Hessenderby der 3. Liga Ost strehen die Handballerinnen des SVG Fritzlar vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen gegen die HSG Kleenheim-Langgöns (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle) Esther Lieber ersetzen.

Nein, eine besondere Begegnung ist die Partie zwischen den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar und der HSG Kleenheim-Langgöns (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle) für SVG-Trainer Lazar Constantin Cojocar nicht mehr. Und dies, obwohl der A-Lizenzinhaber von 2011 bis 2017 Trainer der Mittelhessinnen war und mit der HSG 2016 auch den Aufstieg in die 2. Liga feierte.„Das war eine schöne Zeit, aber von damals ist kaum noch eine Spielerin im Kader“, sagt Cojocar. Nur Rückraumspielerin Tanja Schorradt und Katharina Weber liefen noch unter dem heutigen Fritzlarer Coach auf. Weber droht für das Hessen-Derby mit muskulären Problemen auszufallen. Das wäre ein herber Rückschlag für die Gäste, weil sie sowohl im Angriff als auch im Innenblock der Kleenheimer 6:0-Deckung eine tragende Rolle einnimmt.

Soll statt Esther Lieber die Fäden im SVG-Angriff ziehen: Luisa Krüger (links).© Pressebilder Hahn

Aber auch ohne die Kreisläuferin hat die HSG reichlich Qualität im Kader. Kopf der Mannschaft ist die schwedische Spielmacherin Stina Karlsson, die schon für Metzingen in der Bundesliga spielte. Dazu kommt mit der beim Thüringer HC ausgebildeten Rechtsaußen Lisa-Marie Kiethe eine schnelle Flügelspielerin. Auch die eigene Jugend wird immer besser in das Drittliga-Team integriert. Vor allem die groß gewachsene Linkshänderin Celina Rüspeler sorgte im rechten Rückraum und als Weber-Vertretung im Innenblock zuletzt für Furore.

„Das wird ein Kampfspiel, indem die Abwehrreihen entscheiden werden“, prognostiziert SVG-Coach Cojocar. Schon im Hinspiel trennten sich beide Seiten 19:19. Dazu müssen die Domstädterinnen den Ausfall von Spielmacherin Esther Lieber kompensieren (Meniskusriss). „Sie war mein verlängerter Arm und der Kopf der Mannschaft. Sie ist nicht zu ersetzen“, sagt Fritzlars Trainer über die Regisseurin.

In die Bresche springen müssen erneut Janina Dreyer und Maria Kiwa. Auf Liebers Position im Angriff dürfte zunächst Luisa Krüger rücken. Denkbar wäre aber auch, dass Bibiana Huck in den rechten Rückraum wechselt und Kiwa auf die Mitte. Dann würde auf Rechtsaußen erneut Hannah Berk, die schon gegen Chemnitz einige starke Szenen hatte, wirbeln. In der Defensive könnten die junge Anamaria Puda oder Krüger Liebers Platz einnehmen. „Wir werden das Beste aus der Situation machen“, verspricht Cojocar trotz der angespannten Personal.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

SVG II Favorit im Nachbarduell beim TSV Wollrode

Es ist angerichtet: Am Samstag um 18 Uhr (Kreissporthalle Guxhagen) kommt es in der Handball-Landesliga der Frauen zum Derby zwischen dem TSV Wollrode und Spitzenreiter SV Germania Fritzlar II.

Kampf war Trumpf im Hinspiel: Hier kämpfen die Fritzlarerin Nina Albus (oben) und Helena Vaupel (TSV) um den Ball. Am Ende gewann der SVG II mit 31:26. Am Samstag gibt‘s ein Wiedersehen in Guxhagen.© Pressebilder Hahn

Wollrode

Das Team von Trainerin Margret Schmidt, das in der vorherigen Saison die stärkste Runde in der Vereinsgeschichte spielte, muss sich diese Serie etwas weiter hinten einordnen. Und ist dennoch nicht zu unterschätzen. Laura Schmieling und Janina Friedrich bilden ein kongeniales Rückraum-Duo, dazu kommt Bianka Bartalos eine wendige und gleichzeitig körperlich starke Kreisläuferin. Auf der rechten Seite sorgen Fabienne Huy und Linkshänderin Anna Ködel für Gefahr. In der Defensive überzeugt die 6:0-Deckung vor den starken Torfrauen Dominique Sawyer und Mareike Fehr. Zudem hat die Trainerin Coachin mit Helena Vaupel, Theresa Schneider, Svenja Lachnit und Lena Klotzsche spielstarke Alternativen.

Allerdings: Für das Nachbarduell ist Janina Friedrich (beruflich bedingt) fraglich. Mit der Meisterschaft hat das Schmidt-Team nichts mehr zu tun, kann aber noch Dritter werden. „Fritzlar ist ganz klar der Favorit, aber wir wollen uns natürlich so teuer wie möglich verkaufen“, sagt die Übungsleiterin.

Fritzlar

Die Drittliga-Reserve ist mit dem Ziel Aufstieg in die Saison gegangen und hat dieses bislang fast ohne Einbruch verfolgt. Einzig beim 33:34 gegen Dittershausenin der Hinrunde leistete sich die Mannschaft von Trainer Gunnar Kliesch einen Aussetzer, für den die Germania sich aber am letzten Wochenende mit einem 38:22 aber deutlich revanchierte.

Der größte Trumpf der Domstädterinnen ist ihr ungeheures Tempo. Hannah Grothnes sorgt auf der Mitte für mächtig Betrieb, dazu kommen im Rückraum mit Chantal Reimbold und Anamaria Puda zwei wurfstarke Halbspielerinnen, die durchLaura Stockschläder und Paula Bachmann gleichwertig ersetzt werden können. Stamm-Kreisläuferin Alina Küster fehlte zuletzt mit einem Fingerbruch, dafür sprang Winterneuzugang Laura Israel in die Bresche. Auch Außenpositionen und im Tor ist der Tabellenführer doppelt stark besetzt. Zur Meisterschaft fehlen der SVG nur noch drei Siege. Dennoch warnt Trainer Gunnar Kliesch vor dem Derby: „Wir müssen auf der Hut sein. Wollrode hat es im Hinspiel geschafft, unser Tempo mitzugehen.“

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SVG-Rückraumstrategin Esther Lieber braucht gegen Chemnitz Entlastung

„Wir sind der Favorit“, sagt Lazar Constantin Cojocar, Trainer der Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar, vor der Partie gegen den Tabellenneunten HV Chemnitz (So. 17 Uhr, König-Heinrich-Sporthalle). Und geht trotzdem nicht ohne Probleme in die Partie.

Nach der durchwachsenen Offensiv-Darbietung in Halle stand bei der Germania in dieser Woche vor allem das Wurftraining im Vordergrund. Aber auch an den Auslösehandlungen und den Sperren der beiden Kreisläuferinnen Lorena Lorenz und Luisa Krüger wurde gearbeitet, um seinem Team mehr taktische Möglichkeiten im Angriff an die Hand zu geben. Dort liegt die Verantwortung gerade in kritischen Situationen häufig noch allein bei Spielmacherin Esther Lieber, die gegen Chemnitz mit einem Magen-Darm-Infekt auszufallen droht.

Soll für mehr Druck aus dem Fritzlarer Rückraum sorgen: Janina Dreyer (l.), hier im (handfesten) Zweikampf mit Saskia Puhr (TSG Ketsch II).© Pressebilder Hahn

Gerade deshalb müssen im Rückraum mit Janina Dreyer und der wiedergenesenen Maria Kiwa nun andere Spielerinnen in die Bresche springen. Auch Anamaria Puda, die inzwischen fest zum Drittliga-Team der Domstädterinnen gehört, wird ihre Einsatzzeiten bekommen. Genauso wie die talentierte Hannah Berk

Chemnitz gewann nur eines seiner letzten fünf Spiele, hat aber dennoch ein komfortables Polster von fünf Punkten auf den ersten Abstiegsrang. Die Gäste setzen in der Defensive auf eine kompakte 6:0-Formation, aus der sie bei Ballgewinnen zügig in den Gegenstoß umschalten.

Für Treffer aus der zweiten Reihe ist vor allem die 1,84m große Polin Paulina Momot, die vor der Saison vom Zweitligisten Füchse Berlin zum HVC wechselte, gut. Aber auch die Halblinke Laura Amtsberg sorgt aus der Distanz für Torgefahr. „Sie fackelt nicht lange. Da müssen wir gut verschieben und schnell auf den Beinen sein“, fordert Cojocar. Dazu gilt es die erfahrene Kreisläuferin Stefanie Pruß in Schach zu halten, die bereits für Sachsen-Zwickau in der 2. Liga spielte.

Eine besondere Aufgabe wartet in der Defensive zudem auf Linksaußen Lena Dietrich, die es mit Katarzyna Skoczynska zu tun bekommt. „Sie hat einen guten Wurf, ihr dürfen wir nur ganz wenig Raum geben“, sagt Cojocar.

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Germania Fritzlar II sinnt gegen Dittershausen auf Revanche

Mit zwei Siegen kann der SV Germania Fritzlar II am Wochenende einen großen Schritt Richtung Meisterschaft in der Handball-Landesliga machen.

Verstärkung für den Spitzenreiter: Anamaria Puda (r.) kehrt ins Team der Germania zurück.© Pressebilder Hahn

SV Germania Fritzlar II – FT Fulda (Fr. 20 Uhr). In dem Nachholspiel sind die Domstädterinnen klarer Favorit. Zwar fehlen mit Spielmacherin Hannah Grothnes (Privat verhindert) und Kreisläuferin Alina Küster zwei wichtige Stammkräfte. Dafür ist mit Rückraumspielerin Anamaria Puda, die zuletzt in der Drittliga-Mannschaft zum Einsatz kam, eine Verstärkung im Rückraum wieder mit an Bord. Mit Torjägerin Hannah Bruhn (107 Tore) hat der Aufsteiger eine Ausnahmespielerin in seinen Reihen.

Fritzlar II – TSG Dittershausen (So. 14.15 Uhr). Mit der TSG haben die Domstädterinnen noch eine Rechnung zu begleichen. Die Dittershäuserinnen fügten dem Team von SVG-Trainer Gunnar Kliesch im Hinspiel die bislang einzige Saisonniederlage zu und siegten trotz zwischenzeitlicher Acht-Tore-Führung der Germania mit 33:32. „Wir dürfen einfach nicht den Fokus verlieren, egal wie es steht“, fordert Fritzlars Coach, der wieder auf Regisseurin Hannah Grothnes zurück greifen kann.

HSG Twistetal – TSV Wollrode (Sa. 19.15 Uhr). Mit einem Sieg gegen die HSG kann der TSV den fünften Platz festigen. Twistetal ist ein unangenehmer Gegner, der vor allem über eine kompakte Deckung zum Erfolg kommt. Also muss TSV-Angriff um Laura Schmieling und Svenja Lachnit in die Tiefe gehen, um Lücken auf den Halbpositionen zu reißen. Bei den Gastgeberinnen ist die wurfgewaltige Rückraumspielerin Janina Winkler nach ihrer Schwangerschaftspause wieder zurück und erzielte in ihren bislang vier Einsätzen bereits 24 Tore. Wollrodes 6:0-Deckung sollte verhindern, dass sie erneut zum Faktor wird.

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Mit Berk, Holeczy und Kiwa reist Germania Fritzlar zum Schlusslicht

Personell hat sich die Situation beim heimischen Handball-Drittligisten Germania Fritzlar vor dem Spiel in Halle-Neustadt etwas entspannt. Trotzdem warnt SVG-Trainer Cojocar davor, den Tabellenletzten zu unterschätzen.

Das Selbstvertrauen der Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar ist nach dem Sieg im Hit gegen Eddersheim groß. „Wir wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben“, sagt SVG-Trainer Lazar Constantin Cojocar. Allerdings: Bei der Zweitliga-Reserve des SV Union Halle Neustadt (So. 16 Uhr) erwartet die Domstädterinnen eine unangenehme Aufgabe.

Hofft auf ihren Einstand: Neuzugang Hannah Berk.© Richard Kasiewicz

Denn das Schlusslicht hat zwei der letzten vier Partien für sich entscheiden können und kann am Sonntag auf Unterstützung aus dem Zweitliga-Team hoffen. Mit Spielmacherin Vanessa Dirks, der Halblinken Lena Smolik, Rückraumspielerin Justine Schmitz und Linkshänderin Lisa Thieme verfügt das Team von Trainer Jan-Henning Himborn über starke Einzelspielerin. Dazu kommen die beiden torgefährlichen Kreisläuferinnen Toni Reppe und Tina Stehlick sowie die flinke Linksaußen Isabelle Rösner. Und mit Lara Lepschi eine Torhüterin, die es schon in den Zweitliga-Kader geschafft hat und aufgrund ihrer Leistungen von U20-Auswahltrainer Andre Fuhr zum Nationalmannschafts-Lehrgang einberufen wurde. Auch deshalb stellt SVG-Coach Cojocar klar: „Ich will von einer Favoritenrolle nichts wissen.“

Hannah Berk hofft auf Einstand

Als Schlüssel zum Erfolg soll den Gästen wie schon im vorausgegangenen Spitzenspiel die starke 6:0-Deckung mit Esther Lieber und Janina Dreyer im Mittelblock dienen, die im Verbund mit den beiden Torfrauen Vanessa Maier und Lena Gürbig ein nur schwer überwindliches Bollwerk bilden. Und in der Offensive hat zuletzt Anamaria Puda aus der SVG-Reserve für Entlastung gesorgt. „Wir dürfen uns nur wenig Fehler erlauben, müssen aggressiv zupacken und dürfen Halle nicht in den Gegenstoß kommen lassen“, fordert Cojocar.

Immerhin entspannt sich die personelle Situation bei der Germania. So hofft Top-Talent Hannah Berk, im Winter per Erwachsenenspielrecht vom TV Hersfeld gekommen, in Sachsen auf ihren ersten Pflichtspieleinsatz im SVG-Trikot. Und auch Maria Kiwa (Nasenbeinbruch) und Anna Holeczy (Ellenbogenverletzung) kehren in den Kader zurück.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Richard Kasiewicz

Gipfeltreffen der 3. Handball-Liga Ost in Fritzlar zwischen Germania und Eddersheim

SV Germania Fritzlar gegen TSG Eddersheim. Der neue Tabellenführer zu Gast bei seinem Vorgänger. Meister von 2016 gegen Meister von 2017. Abwehrspezialisten gegen die Torfabrik der Liga.

Das Spitzenspiel der 3. Handball-Liga Ost der Frauen (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle Fritzlar) verspricht jede Menge Spannung.

Volle Kraft voraus: Fritzlars Janina Dreyer entpuppt sich vermehrt auch als Torjägerin und wird mit ihrer Germania im Topspiel gegen Eddersheim gefordert.© Pressebilder Hahn

Ausgangslage

Fritzlar und Eddersheim sind die einzigen Vereine, die acht Spieltage vor Schluss aus eigener Kraft Meister werden können. Die TSG, weil sie sich nach Fritzlars 19:27-Niederlage in Nidda zwei Punkte Vorsprung erarbeitet hat und die Germania, weil sie nach dem 25:21 im Hinspiel mit einem weiteren Erfolg im direkten Vergleich die Nase vorn hätte. Bis Ende April können Meister und Vize-Meister eine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragen. Da es aus den vier dritten Ligen nur drei Aufsteiger gibt, drohen im Mai Relegationsspiele.

Personal

Eine Fritzlarer Elf stellt sich im Idealfall dem üppigen 14er Kader inklusive drei Torfrauen der TSG. Bis Mitte der Woche erkrankt pausierend, dürften Rechtsaußen Bibiana Huck und Kreisläuferin Lorena Lorenz mitwirken. Als neunte Feldspielerin stößt Hannah Berk hinzu. Die 16-Jährige, mit Erwachsenenspielrecht aus Bad Hersfeld verpflichtet, musste zehn Tage wegen einer Gehirnerschütterung nach einem bösen Foul im Spiel der B-Jugend pausieren. Jetzt naht das Debüt der Linkshänderin, die auf Außen und im Rückraum spielen kann. Und fit ist, weil sie montags am DHB-Stützpunkt in Bensheim, zweimal wöchentlich in der Domstadt und zweimal in der Kurstadt trainiert.

Neue Torjägerin

5, 5, 9, 7 – das sind keine Lottozahlen, das ist die Ausbeute von Janina Dreyer aus den vergangenen vier Spielen. Macht im Schnitt 6,5 Tore pro Partie, nachdem der Vize-Kapitänin in den ersten zehn Begegnungen durchschnittlich 1,9 gelangen. „Der eine oder andere Ball, der sonst an den Pfosten ging, ist momentan drin. Außerdem muss ich ja funktionieren, weil wir nicht mehr viele Alternativen haben“, betont die Rückraumspielerin, die in ihren neun Jahren in der Domstadt vor allem in der Abwehr glänzte. Und sich aufgrund des „besonderen Teamgeists“ gern noch mehr in den Dienst der Mannschaft stellt. Vorzeitige Vertragsverlängerung inklusive, womit erste Gedanken an ein vorzeitiges Karriereende aus privaten Gründen auf Eis gelegt sind.

Taktik

Fritzlar geht es ähnlich an wie im Hinspiel. Also mit dem Fokus auf der starken eigenen Deckung um die Kapitäninnen Esther Lieber und Dreyer im Mittelblock. „Wir müssen den Gegner frühzeitig stoppen, weil alle Rückraumspielerinnen Eddersheims ein starkes Eins gegen Eins haben“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Neben der aufstrebenden Spielmacherin Hanna Özer (110/57-Tore) können auch die erst 18-jährige Halblinke Lilly König (58/4) und die Halbrechte Franziska Feick (49/11) ein Spiel entscheiden. Das Trio profitiert von den klugen Sperren, die Kreisläuferin Lena Thoß stellt.

Gegner

Eddersheim, das mit einem Fanbus anreist, verzichtete 2017 wie Fritzlar ein Jahr zuvor aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg. „Jetzt ist es unser Bestreben, es machen zu wollen, auch wenn es ein Kraftakt wäre“, betont Tobias Fischer. Der 43-Jährige ist als TSG-Urgestein seit zehn Jahren für das Frauen-Team aus dem Main-Taunus-Kreis tätig, führte Eddersheim 2014 in die 3. Liga. Teile der Mannschaft trainierte er bereits in der Jugend und baut aktuell auf einen jungen Kader mit einem Schnitt von 21,5 Jahren.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Spitzenreiter Fritzlar will seinen Vorsprung ausbauen

Germania Fritzlar II kann als Tabellenführer der Handball-Landesliga mit einem Erfolg bei der HSG Wesertal einen weiteren Schritt Richtung Meisterschaft machen. Wollrode braucht gegen die TG Rotenburg zwei Punkte, um den Mittelfeldplatz zu festigen.

Janina Friedrich (TSV Wollrode).© Richard Kasiewicz

TSV Wollrode – TG Rotenburg (Sa. 18 Uhr). Im Hinspiel (28:31) war es vor allem der Rückraum mit der wurfgewaltigen Michelle Horn und Linkshänderin Yulia Makarova, der dem Team von Margreth Schmidt zu schaffen machte. Makarova ist mittlerweile in ihre ukrainische Heimat zurückgekehrt. Dafür ist Spielmacherin Anette Lusky dabei, die im ersten Vergleich noch verletzt fehlte. Und sehr zweikampfstark ist.

Also gilt es für die 6:0-Deckung der Gastgeberinnen, an die starke Leistung beim 40:26-Kantersieg gegen Dittershausen anzuknüpfen. Dabei überragten Janina Friedrich und Laura Schmieling im Mittelblock. Im Angriff (gegen eine Rotenburger 6:0-Deckung mit Horn als Abwehrchefin) soll das Spielfeld breit gemacht werden um somit Platz für Durchbrüche auf den Halbpositionen zu schaffen.

HSG Wesertal – SV Germania Fritzlar II (So. 17 Uhr). Mit einem Sieg kann der Tabellenführer den Vorsprung auf den Tabellenzweiten HSG Großenlüder/Hainzell sieben Spieltage vor Saisonende auf sechs Punkte ausbauen. Zudem hat die Germania den direkten Vergleich gegen die HSG gewonnen und benötigt so nur noch vier Siege, um den Aufstieg in die Oberliga perfekt zu machen.

Der erste soll gegen Wesertal her. Bei den Gastgeberinnen ragt Rückraumspielerin Joana Leibecke (82 Tore) heraus. Die hatte das Team von Trainer Gunnar Kliesch allerdings im Hinspiel perfekt im Griff und gestattete ihr nur zwei Feldtore zu. Auch diesmal soll wieder mit einer defensiven 6:0-Deckung Distanzwürfe erzwungen und die Anspiele an den Kreis unterbunden werden, so dass Katja Zeller oder Nina Suchy im Tor einfaches Spiel haben.

HNA Online /// mm /// Foto: Richard Kasiewicz

SV Germania Fritzlar ist im Spitzenspiel in Nidda auf Revanche aus

Spitzenspiel in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen. Tabellenführer SV Germania Fritzlar ist bei der drittplatzierten HSG Gedern/Nidda zu Gast (Sa. 18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda).

Das Hessenduell ist vor allem auch ein Vergleich des Improvisierens. Denn beide Teams plagen jeweils zumindest sechs Ausfälle. Mit den Rückraumspielerinnen Johanna Becker (Knie), Kristin Amos (Hand) und Stefanie Thiele (Fuß), Torhüterin Sandra Elisath (Schulter) sowie Rechtsaußen Christin Kraft (Knie) fehlen der HSG fünf Akteurinnen verletzt. Zusätzlich weilt Aimée Mitzkat für drei Monate in Neuseeland. Somit bleiben noch neun Feldspielerinnen und Anne Heß als einzige Torhüterin.

Sehen sich am Samstag wieder: Fritzlars Luisa Krüger (Mitte) und Leonie Nowack (links) sowie Hanna Rösner von der HSG Gedern/Nidda© Pressebilder Hahn

Fritzlar hat vier Punkte Vorsprung

„Wenn wir unter diesen Bedingungen den dritten Platz verteidigen, wären wir zufrieden. Wir sind leider nicht auf dem Niveau vom Herbst“, betont Gederns Trainer Christian Breiler. Also weit weg von der Gala-Form aus dem Hinspiel, als der letztjährige Zweitligist den Domstädterinnen beim 24:16 eine Lektion erteilte. Anschließend wurde die Euphorie durch das skandalöse 23:33 gegen die TSG Ketsch II, als die Kurpfalz Bären mit dem Erstliga-Kader antraten, und der Niederlage bei der TS Herzogenaurach merklich gedämpft.

Vier Punkte liegt die HSG somit hinter Fritzlar. Und die Gäste reisen mit einer Portion Extra-Motivation an. „Wir wollen eine Trotzreaktion auf das Hinspiel zeigen. Und fahren nicht nach Nidda, um einen Schönheitspreis gewinnen“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Klare Marschroute ist es, geduldiger anzugreifen und die Abschlüsse klüger zu suchen.

Sonderlob für Krüger

Spannend wird das Abschlusstraining, weil zuletzt auch Lorena Lorenz, Hannah Berk und Vanessa Maier angeschlagen fehlten. Da mit Janina Dreyer und Esther Lieber nur noch zwei gelernte Rückraumkräfte zur Verfügung stehen, sind die Spielmacherqualitäten von Kreisläuferin Luisa Krüger gefragt. „Luisa ist unsere Waffe. Sie geht gut Eins gegen Eins, kann die Bälle verteilen und steht stabil in der Deckung“, lobt Cojocar die 18-Jährige.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Trainer Cojocar bleibt an Bord bei der SVG Fritzlar – auch Dreyer und Huck verlängern Vertrag

Positive Zeichen vor den Wochen der Wahrheit: Drittliga-Spitzenreiter SV Germania Fritzlar hat die Verträge mit Trainer Lucky Cojocar und mit den Leistungsträgerinnen Janina Dreyer und Bibiana Huck verlängert.

„Lucky holt das Beste aus unseren Möglichkeiten heraus“, lobt SVG-Teammanager Steffen Schmude. Wohlwissend darum, dass Fritzlar zwar derzeit mit einem halben Dutzend so viele Verletzte wie nie hat – aber eben auch einmalig viele Punkte. 21:5-Zähler sind etwa deutlich besser als zum vergleichbaren Zeitpunkt im Meisterjahr 2016 (16:10). Damit führt Fritzlar nebenbei die ewige Tabelle aller Drittligisten seit 2010 mit 312 Zählern vor dem VfL Oldenburg II (310) und 1. FC Köln (304) an.

Bleibt Germania Fritzlar erhalten: Trainer „Lucky“ Cojocar.© Pressebilder Hahn

Ziel für die kommende Runde ist erneut ein 14er-Kader. Da zuvor Lena Dietrich, Xenia Ahrend, Maria Kiwa, Lea Gürbig und Anna Holeczy unterschrieben, ist dank Dreyer und Huck die Hälfte fix. „Janina und Bibi sind Vorbilder und Gesichter des Vereins, die sich zudem stets weiterentwickeln“, lobt Cojocar, das Duo, das in der Domstadt in sein zehntes Jahr gehen wird. Dreyer etwa ist nicht mehr nur eine Abwehrspezialistin, sondern zeigt sich inzwischen treffsicher im Angriff. Und Siebenmeterexpertin Huck rückt von Rechtsaußen vermehrt in den Rückraum, wo die Personalnot am größten ist.

Umzug nach Gudensberg

Für den Rest der Runde sollen nach Bedarf Hannah Grothnes, Chantal Reimbold, Anamaria Puda, Paula Bachmann und Nina Albus aushelfen. Offen ist, wann Rechtsaußen Hannah Berk ihre ersten Einsätze fliegen kann. Eigentlich waren der Hit beim Tabellendritten HSG Gedern/Nidda (Sa. 18 Uhr) und das Spitzenspiel gegen die TSG Eddersheim (16. Februar, 17 Uhr) dafür vorgesehen. Nun aber wurde die 16-Jährige im Schlager der B-Jugend-Landesliga nach nur 20 Sekunden schwer am Kopf getroffen, was eine Rote Karte nach sich hatte – und zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Improvisieren muss die Germania zudem ab Anfang April. Dann beginnen in der Sporthalle der König-Heinrich-Schule Sanierungsmaßnahmen, die bis September dauern sollen. Verlegt wurde deshalb das letzte Heimspiel gegen den HV Chemnitz vom 26. April auf den 1. März. Zeitweise sollen zwei Drittel der Halle noch nutzbar sein. Ansonsten weicht das Cojocar-Team nach Gudensberg aus, wo auch die Vorbereitung auf die nächste Serie stattfindet.

Offen ist, ob dort auch der Domstadt-Cup ausgetragen wird. Festgelegt ist das Turnier für den 15. und 16. August. Mit der HSG Bad Wildungen, HSG Bensheim/Auerbach, FSV Mainz 05, TVB Wuppertal, HC Rödertal, TuS Lintfort und VfL Waiblingen haben sieben Erst- und Zweitligisten zugesagt. Foto: Hahn/nh

. Zum Hit nach Nidda setzt die Germania einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 14.30 Uhr vom Parkplatz der König-Heinrich-Schule. Anmeldungen an Steffen Schmude (Tel: 0173 / 9913571).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Mit Esther Lieber sind für SV Germania Fritzlar zwei Punkte Pflicht

Das erste Heimspiel des Jahres steht an. Nach dem 31:26 in Nieder-Roden peilt Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar den dritten Sieg in Serie an. Gegner ist der Tabellenneunte Thüringer HC II (So. 17 Uhr, Sporthalle KHS-Schule).

Wieder am Ball: Regisseurin Esther Lieber, mit der die Germania den dritten Sieg in Serie anpeilt.© Pressebilder Hahn

„Das ist eine gute Ausbildungsmannschaft“, sagt SVG-Coach Lucky Cojocar respektvoll. Belegt dadurch, dass etwa Julia Redder vor der Saison zum SV Union Halle-Neustadt wechselte. Und für den Zweitliga-Spitzenreiter schon 32 Tore erzielte – mehr als die Ex-Kirchhöferin Danique Boonkamp (25).

Bereits das 30:26 im Hinspiel war keine niedrige Hürde. Denn der THC deckt flexibel mit mehreren Systemen, weiß aber besonders im Angriff zu überzeugen. 319 Treffer sind der drittbeste Wert der Liga – und besser als die Fritzlarer Ausbeute (305). Eine Top-Torjägerin wissen die Thüringerinnen zwar nicht in ihren Reihen, bauen aber mit der schnellen Rechtsaußen Michelle Breitbarth (55/31), der wurfgewaltigen Halblinken Arwen Rühl (49) und Spielmacherin Chiara Thorn (44) auf konstante Größen. Stark zu beachten ist daneben die flexible Rückraumspielerin, die zum deutschen U 18-Kader zählt.

Auf die Deckung kommt es an

Cojocar warnt vor dem Zusammenspiel mit Kreisläuferin Jolina Huhnstock, die viele Siebenmeter zieht. „Wir müssen in der 6:0-Deckung ganz stabil stehen und dürfen keine schnellen Tore zulassen“, betont der A-Lizenz-Inhaber. Umso wichtiger, dass Esther Lieber zurück ist. Die Strategin und Abwehrspezialistin hatte in Nieder-Roden erkrankt gefehlt. Ungleich höher war der Sieg der personell arg gebeutelten Domstädterinnen einzuschätzen.

Verletzt passen muss nun Anna Holeczy wegen einer Ellenbogenverletzung. Auch Hannah Berk ist noch nicht an Bord. Der Neuzugang greift zeitgleich im Spitzenspiel der B-Jugend-Landesliga für den TV Hersfeld gegen die JSG Dittershausen/Waldau/Wollrode an. Die Rechtsaußen, die ebenso im rechten Rückraum wirbeln kann, trainiert derzeit zweimal pro Woche in der Domstadt und zweimal bei ihrem Heimatverein.

Die ersten Einsätze in der dritten Liga werden es für die 16-Jährige, die mit Erwachsenen-Spielrecht verpflichtet wurde, in sich haben. Nach einem weiteren spielfreien Wochenende gilt es am 8. Februar beim Tabellendritten HSG Gedern/Nidda, der Fritzlar im Hinspiel beim 24:16 eine Lektion erteilte. Am 16. Februar gastiert Spitzenreiter TSG Eddersheim zum Gipfeltreffen bei der Germania.

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SV Germania Fritzlar II – HSG Lohfelden/Vollmarshausen

Der Tabellenführer bewies schon beim 33:17-Hinspielerfolg seine Stärke. Dem Tempo der Germania über die erste und zweite Welle hatte Lohfelden nichts entgegen zu setzten.

Über Hannah Grothnes, Lena Alter und Nina Albus sollte der SVG-Express, gestützt auf eine aggressive Deckung, auch diesmal ins Rollen kommen. Beim Aufsteiger stehen erst zwei Siege und ein Unentschieden bislang zu Buche. Dem werden nach der Saison aufgrund des nicht erfüllten Schiedsrichter-Solls auch noch drei Punkte abgezogen. Dabei hakte es vor allem im Angriffsspiel des Teams von Trainerin Dagmar Hoppe. Einzig Rückraumspielerin Jana Herbst strahlt mit 56 Toren Gefahr aus.

HNA Print /// 23.01.2020

Start in 2020 für Germania Fritzlar mit Hessen-Derby in Nieder-Roden

Die Rückrunde der 3. Liga Ost beginnt für die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar mit einem Derby. Am Samstag ist der Tabellenzweite aus der Domstadt bei der HSG Rodgau Nieder-Roden zu Gast (Sa. 19.30 Uhr).

„Wir können erst durchatmen, wenn wir nach dem Spiel im Bus sitzen“, sagt SVG-Coach Lucky Cojocar. Und warnt davor, den Tabellenzehnten zu unterschätzen. Wie leicht das geht und vor allem, dass der Aufsteiger nie aufgibt, erfuhren die Domstädterinnen im Hinspiel. Nach 39 Minuten führte Fritzlar damals mit 24:14, um gerade noch mit 31:27 zu gewinnen.

Sehen sich am Samstag wieder: Nieder-Rodens Laura Keller (im Hintergrund) und Fritzlars Kreisläuferin Luisa Krüger. © Pressebilder Hahn

Es gibt sogar Statistiken, in denen die Baggerseepiraten mehr zu bieten haben als die Germania. Zwar stellt Fritzlar mit 225 Gegentoren einmal mehr die mit Abstand beste Deckung der Liga, doch im Angriff liegt das Cojocar-Team nur im Mittelfeld. 274 Treffer sind etwa weniger als die Ausbeute der HSG (289).

Nieder-Roden mit Top-Rückraum

Besonders der Rückraum mit der zweitliga-erprobten Jana Heßler, der ehemaligen Jugend-Nationalspielerin Pia Magnago und Spielmacherin Laura Keller sucht seinesgleichen. Magnago (68/30) und Heßler (66/7) zählen zu den Top Fünf der Torjägerliste.

„Unser Mittelblock ist gefordert, zumal Nieder-Roden auch immer wieder den Kreis sucht“, betont Cojocar, der im Mittelblock mit Janina Dreyer und Esther Lieber beginnen dürfte. Auf Halb sind Maria Kiwa und Luisa Krüger gefragt. Das verbliebene Quartett für Rückraum und Kreis also. Als Fünfte im Bunde wurde Lorena Lorenz reaktiviert, die zunächst den Back-up gibt. Ab Februar eingeplant ist Neuzugang Hannah Berk. Die 16-Jährige, die mit Erwachsen-Spielrecht vom TV Hersfeld verpflichtet wurde, wird kommende Woche zum Training erwartet.

Da das Rumpf-Team ansonsten prima über den Winter gekommen ist, bleiben Bibiana Huck (rechts), die vermehrt im Rückraum eingebaut wird, und Lena Dietrich auf den Flügeln gesetzt. Im Tor baut Cojocar weiter auf die Qualitäten von Vanessa Maier und Lea Gürbig. So wie im Hinspiel, als beiden zusammen 23 Paraden gelangen. Was ein Pfund war, um die 24:14-Führung nicht noch zu verspielen.

Zum Spiel nach Nieder-Roden fährt ein Fan-Bus aus Fritzlar. Abfahrt ist um 15.15 Uhr vom Parkplatz der König-Heinrich-Schule. Anmeldungen bitte an Steffen Schmude (Tel: 0173 / 9913571).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Reaktiviert: Lorena Lorenz wieder fest beim SV Germania Fritzlar

Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar hat Zuwachs bekommen. Kreisläuferin Lorena Lorenz hilft bis Saisonende beim Tabellenzweiten der Ost-Staffel aus, nachdem sie ihre Karriere eigentlich im vergangenen Sommer beendet hatte.

„Das hilft uns ungemein. Sowohl ihre Erfahrung und Persönlichkeit, als auch als Alternative im Mittelblock“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Nach den Langzeitverletzungen von Melina Horn (sogar Karriereende), Hannah Puntschuh, Jana Hoppe und zuletzt Xenia Ahrend (alle Knie) standen Fritzlar nur noch drei Rückraumkräfte sowie Luisa Krüger als einzige Kreisläuferin zur Verfügung.

Reaktiviert: Lorena Lorenz hilft beim SV Germania Fritzlar bis zum Saisonende aus. © Pressebilder Hahn

Krüger bietet sich durch die Lorenz-Reaktivierung als Option für die Spielmacherposition an. Noch mehr Einsatzzeiten im Rückraum kommen auf Bibiana Huck zu. Die einzige Linkshänderin im Kader ist als sichere Siebenmeterschützin auf Außen eine Bank, reifte jedoch bis zur A-Jugend in Bad Wildungen in erster Linie auf halbrechts.

Samstag Spiel in Nieder-Roden
Deutlich besser sieht es auf den Flügeln aus. Anna Holeczy, deren Vertrag verlängert wurde, Lena Dietrich und die wiedergenesene Kathleen Nepolsky können als Rechtshänderinnen auf beiden Außenbahnen wirken. Mit einer Teambuildingmaßnahme zusammen mit Familien, Partnern und Freunden sind die Domstädterinnen nach der Winterspause wieder ins Training eingestiegen.

Bei den ersten Einheiten zur Vorbereitung auf die Partie bei der HSG Rodgau Nieder-Roden (Sa. 19.30 Uhr) legte A-Lizenz-Inhaber Cojocar den Fokus auf den Angriff. „Da muss ich mir jetzt etwas einfallen lassen“, sagte der Diplom-Sportlehrer mit Blick auf die Zeit ohne Allrounderin Ahrend (Kreuzbandriss).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar II zum Gipfeltreffen beim TSV Vellmar

Es ist angerichtet: Pünktlich zu Weihnachten kommt es in der Handball- Landesliga der Frauen zum mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen der beiden besten Teams der Liga. Die Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar tritt beim punktgleichen TSV Vellmar (Sa. 15.30 Uhr, Großsporthalle Vellmar) an.

Aktivposten: Hannah Grothnes trumpft beim SV Germania Fritzlar II als Spielmacherin auf. © Pressebilder Hahn

Wer gewinnt, überwintert auf dem ersten Platz. „Das ist das Spiel, auf das wir die ganze Saison hingearbeitet haben. Ich freue mich unglaublich darauf“, betont SVG-Coach Gunnar Kliesch, der sein Team top vorbereitet sieht. Vellmar überzeugt mit einer guten Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen. Dazu ist der TSV offensiv äußerst variabel. Vor allem der Rückraum mit Elisa Steiner, Leonie Homburg und der Ex-Kirchhoferin Selina Schneider ist überragend besetzt. Zudem stellen die körperlich überlegenen Vellmarerinnen eine starke 6:0-Deckung.

Dennoch ist Fritzlar auf Augenhöhe. Die Domstädterinnen haben sich gefunden und mit Hannah Grothnes eine agile Spielmacherin, die auch mit Tempogegenstößen für Entlastung sorgt. Neben ihr spielen mit Chantal Reimbold im rechten Rückraum und Ana-Maria Puda auf links zwei starke Schützinnen, die Grothnes gut in Szene zu setzen weiß. Dazu kommt mit Maike Naumann und Nina Albus eine treffsichere Achse auf Außen.

Geschwindigkeit ist Trumpf beim Kliesch-Team

Der Trumpf des Kliesch-Teams ist sein Tempospiel – über die erste und zweite Welle ist die Germania kaum zu stoppen. Entsprechend liegt hier auch der Schlüssel für den Fritzlarer Coach: „Wenn wir es schaffen, Vellmar unsere Geschwindigkeit aufzuzwingen, haben wir gute Chancen auf den Sieg.“

Noch mehr Brisanz resultiert aus der Tatsache, dass Kliesch lange für Vellmar tätig war – allerdings bei der Herrenmannschaft des TSV. Und Vellmars neuer Coach Sebastian Menche lernte letzte Saison bei Kliesch als Co-Trainer in Fritzlar. Beim TSV hat Menches zudem seine Freundin als Co-Trainerin an seiner Seite. Maxie Hauschild nämlich, die vergangene Runde noch unter Kliesch für die Germania II in der Oberliga am Ball war.

HNA Online /// mm /// Foto: Hahn

Halbzeitmeisterschaft ist für Germania Fritzlar noch drin

Die Tabellenführung hat der SV Germania Fritzlar in der 3. Frauenhandball-Liga Ost zwar verloren, aber bei einem Punkt Rückstand Aussichten auf ein erfreuliches Weihnachtsfest.

Damit die positive Stimmung innerhalb des Cojocar-Teams nicht einen weiteren Dämpfer erhält, soll nun die lange Auswärtsreise zum HV Chemnitz erfolgreich gestaltet werden (So. 16.30 Uhr).

Allerdings gilt der Tabellensiebte als heim- und kampfstark. Zwei Siege in Folge sorgen für zusätzliches Selbstbewusstsein. Beim 20:19-Auswärtserfolg in Herzogenaurach gelang HV-Kreisläuferin Stefanie Pruß drei Sekunden vor dem Schlusspfiff der Siegtreffer – in Unterzahl. Erneut offenbarte sich die kompakte 6:0-Abwehr, die bisher nur 213 Gegentreffer zuließ, als Prunkstück der Mannschaft.

Hoffnungsträgerin im Fritzlarer Angriff: Rückraumstrategin Xenia Ahrend. © Pressebilder Hahn

Germania kassierte weniger Tore

Nur die Germania kassierte nach zehn Spieltagen weniger Tore (207). Aufgrund der Abwehrstärke der Gastgeber lautet die Vorgabe von SVG-Trainer „Lucky“ Cojocar: „Wir müssen im Angriff breit und schnell spielen, um Lücken zu reißen. Egal ob in den Halbräumen oder auf Außen.“ Spielmacherin Esther Lieber und Rückraumstrategin Xenia Ahrend, die mit 58 Treffern zu den besten Torjägerinnen der Liga zählt, dürften die meiste Verantwortung tragen, um für ein bewegliches Kombinationsspiel zu sorgen.

Auch die Variante der „schnellen Mitte“ will Cojocar, der bis auf die Langzeitverletzten alle Spielerinnen an Bord hat, von seinen Schützlingen sehen. „Generell sollten wir uns auf allen Positionen im Vergleich zum letzten Spiel steigern“, erwartet der SVG-Coach eine Reaktion auf die ärgerliche 19:20-Heimniederlage gegen Markranstädt.

Stärken liegen in der Defensive

Weniger Sorgen macht er sich um seine kompakte Deckung vor der reaktionsschnellen Torhüterin Vanessa Maier. Besonders aufmerksam sollte der Mittelblock gegen die erfahrene Kreisläuferin Stefanie Pruß agieren. Außerdem sorgen die Außen Caroline Rosiak und KatarynaSkoczynska für Gefahr. Trotzdem: Die Stärken der Chemnitzerinnen liegen eindeutig in der Defensive. Weniger Tore als die Sander-Schützlinge (216) hat derzeit nur der Tabellenvorletzte TSG Ober Eschbach erzielt.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn

SVG-Trainer warnt vor angeschlagenem Gast

Schwalm-Eder. Die Drittliga Reserve des SV Germania Fritzlar steht in der Handball-Landesliga der Frauen beim Liga-Schlusslicht GSV Eintracht Baunatal in der Pflicht, vor dem Gipfeltreffen gegen Verfolger TSV Vellmar den Platz an der Tabellenspitze zu verteidigen.

SV Germania II – GSV Eintracht Baunatal (Sa. 16.00 Uhr). Die Gäste haben bislang eine Saison zum Vergessen hinter sich. Nachdem im Lauf der Hinrunde sieben Spielrinnen das Team aus Grund von Differenzen mit Trainerin Irina Penner verließen, folgt nun der nächste Nackenschlag. Gleich sechs Punkte bekommt die Eintracht aufgrund des nicht erfüllten Schiedsrichter-Solls abgezogen und rutscht damit auf den letzten Tabellenplatz. Trotzdem warnt SVG-Coach Gunnar Kliesch davor, das Penner-Team zu unterschätzen: „Mit Alina Penner und Katharina Koltschenko haben sie immer noch hohe Qualität im Rückraum.“ In seinem Angriff sollen Hannah Grothnes und Co. Die hohe Variabilität im Offensivspiel aus den letzten Spielen fortführen und im Umschaltspiel konsequent den Weg über die erste und zweite Welle suchen.

HNA-Print /// MM /// 12.12.2019

Vize-Meister gegen Vize-Meister: Germania Fritzlar erwartet Markranstädt

Das letzte Heimspiel des Jahres hat es in sich. Der Vergleich zweier amtierender Vize-Meister. Denn der letztjährige Zweite der 3. Liga West, SV Germania Fritzlar, hat sein Pendant aus der Ost-Staffel, den SC Markranstädt, zu Gast.

Im Spitzenspiel der 3. Handball-Liga Ost, in dem sich die Domstädterinnen nach einem guten 2019 angemessen von ihren Anhängern verabschieden wollen (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle). „Wir müssen vor allem die guten läuferischen Leistungen im Training auf die Platte bringen. Wer den längeren Atem hat, gewinnt“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar.

Zerreißprobe: Janina Dreyer wird mit Germania Fritzlar vom SC Markranstädt gefordert. © Pressebilder Hahn

Wohlwissend, dass beide kleine Kader gemein haben und sich äußerst wacker schlagen. Die Domstädterinnen müssen seit Saisonbeginn mit maximal einer Elf auskommen, Markranstädt hat überhaupt nur zwölf Kräfte im Kader. Wovon Natalie Olsen (Studium) weggebrochen ist und Eileen Kriegel (grippaler Infekt) fehlt.

Dieser Mini-Kader ist der Tatsache geschuldet, dass das Team im Sommer komplett auseinanderfiel. Mit Kreisläuferin Julia Pöschel und den Rückraumkräften Henriette Dreier sowie Julia Okon blieb nur ein Trio. Viel zu tun für den neuen Trainer Rüdiger Bones, der die 41-jährige Jurate Kiskyte reaktivierte und einen Talentschuppen aufbaute. Denn neben der Litauerin sind nur Torfrau Kristina Friedrich sowie Kreisläuferin Pöschel (beide 27) älter als 21.

Juwel Lara Seidel führt Torjägerliste an

Besonders interessant sind die jüngsten „Piranhas“. Die U 17-Nationalspielerinnen Caty Czeczine (Tor), Lara Seidel und Hanna Ferber-Rahnhöfer. Drei Hoffnungsträgerinnen, die mit Erwachsenen-Spielrecht vom neuen Partner HC Leipzig kamen. Als Juwel entpuppt sich die 16-Jährige Seidel, die mit 60/14-Treffern die Torjägerliste anführt. „Der Fokus ist bei uns auf einen gesunden Rhythmus mit schnellen Pässen gerichtet. Zu viel Tempo bedeutet indes zu viele Ballverluste“, skizziert A-Lizenz-Inhaber Bones, der vergangenen Saison Zweitligist Zwickau coachte.

Da verwundert es nicht, dass der SCM besonders im Positionsangriff glänzt. Neben Seidel etwa mit Dreier (51/7), die früh vom SVG-Mittelblock mit Esther Lieber und Janina Dreyer attackiert werden muss. Zumal die Gäste auch die Variante mit zwei Kreisläuferinnen drauf haben. „Das ist eine Mannschaft auf Augenhöhe. Respekt, dass es bei ihnen nach dem großen Umbruch so gut läuft“, betont Cojocar. Und erwartet von seinem Team, dass es seine (deutlich) größere Erfahrung ausspielt. Um sich einen Rivalen vom Hals zu halten, ehe in zwei Wochen beim HV Chemnitz das letzte Spiel des Jahres ansteht.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

HSG Twistetal – SV Germania Fritzlar II (Sa.30.11.19, 17 Uhr)

Frauen Landesliga Nord
HSG Twistetal – SV Germania Fritzlar II (Sa.30.11.19, 17 Uhr)

Die HSG ist zwar Sechster, hat aber bislang nur gegen die Kellerkinder gepunktet. Dabei zeichnete die Twistetalerinnen vor allem ihre Defensive. „Die sind sehr variabel in der Abwehr und decken gerade in ihrer engen Halle sehr offensiv“, weiß SVG-Coach Gunnar Kliesch. So versucht das Team von Trainerin Andrea Hartmann auf einfache Konter Tore durch Hanna Brida (24 Tore) und Judith Happe (37 Tore) zu kommen. Doch gerade hier haben die Domstädterinnen Stärken. Zudem hat der SVG mit Chantal Reimbold und Anamaria Puda im Rückraum klare Vorteile im Positionsangriff.

HNA Online /// MM /// 28.11.2019

SV Germania Fritzlar nach Total-Ausfall nun in Herzogenaurach gefordert

Es kann nur besser werden: Nach der fürchterlich schwachen Vorstellung beim 16:24 gegen die HSG Gedern/Nidda sind die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar als Spitzenreiter der Ost-Staffel bei der TS Herzogenaurach gefordert (So. 14.30 Uhr).

„Wenn wir Boxer oder Skispringer wären, hätte solch ein Kollektivausfall schwerere Folgen gehabt. Draufhauen bringt aber nichts und ich bin überzeugt, dass das Team wieder in der Spur ist“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Ruhig und sachlich hätten er und die Mannschaft die erste Saisonniederlage aufgearbeitet. Und wollen es in der Besetzung richten, die im Hessenduell bis auf Torfrau Vanessa Maier versagte.

Aufrichten ist angesagt: Janina Dreyer (am Ball gegen Bonn) muss mit Fritzlar eine Reaktion zeigen. © Pressebilder Hahn

Die Aufgabe bei der Turnerschaft im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt kommt da ebenso gelegen wie sie trügerisch ist. Zum einen ist Herzogenaurach Vorletzter und hat in vier Heimspielen nur einen Punkt geholt. Zudem trat Trainer Hans-Jürgen Kästl nach dem fünften Spieltag und Differenzen mit den Spielerinnen den Rückzug an. Seitdem hat der 33-jährige Co-Trainer Andreas Ottl die Chance, sich zu beweisen.

Herzogenaurach in Bestbesetzung

Zum anderen verfügt Herzogenaurach über einen talentierten 16er-Kader, hat also fünf Akteurinnen mehr zur Verfügung als die Germania, und ist in Bestbesetzung. Mit Stefanie Hopp (Fuß), Jana Lichtscheidel und Kristin Lang (beide Knie) sind drei Asse nach Verletzungen auf dem Weg zu alter Stärke. Also die zweitliga-erfahrene Spielmacherin (Hopp reifte von 2014 bis 2019 beim BSV Sachsen Zwickau), die abwehrstarke Kreisläuferin (Lang) und die mit 27 Jahren Erfahrenste im Team (Rückraumkraft Lichtscheidel).

Neben diesem Trio gilt es besonders auf Saskia Probst und Laura Brockschmidt zu achten. Rechtsaußen Probst steht als Gegenstoß-Spezialistin sinnbildlich für den „Powerhandball“, den die Franken auf ihrer Homepage versprechen. Brockschmidt zählt als Shooterin zu den stärksten Halblinken der Liga. „Im Positionsangriff haben sie viele Möglichkeiten. Sie sind besser als ihr Platz in der Tabelle“, warnt Cojocar. Und erwartet von seinem Team, dass es sich wieder so präsentiert, wie es eines Spitzenreiters würdig ist.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn