Abwehr und Maier furios bei Fritzlars 27:19 gegen Ketsch II

„Das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich Spielmacherin Esther Lieber. Und auch Lucky Cojocar, Trainer der Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar, war mit dem Auftritt seiner Mannschaft beim 27:19 (13:9)-Erfolg über die TSG Ketsch II vollkommen zufrieden.

Die Domstädterinnen bleiben damit ungeschlagen Tabellenführer. „Das war ein Start-Ziel-Sieg. Wir haben die Partie dominiert“, freute sich der Rumäne. Allein zu Beginn verlief die Begegnung ausgeglichen, weil die Germania vor allem mit einigen Pfostentreffern Pech hatte. Bis zum 8:9 (21.) durch Linkshänderin Cara Reuthal hielten die Gäste noch mit, doch dann zogen die Domstädterinnen bis zur Pause auf 13:9 davon. „Wir haben uns in die Partie reingekämpft“, sagte Lieber.

Hiergeblieben: Fritzlars Maria Kiwa (links) lässt in dieser Szene Rebecca Berg von der TSG Ketsch aussteigen. Drei Treffer trug die Rückraumspielerin zum 27:19-Erfolg ihrer Mannschaft bei. © Pressebilder hahn

Dazu ließen Lorena Lorenz, Xenia Ahrend und Co. besonders in der Defensive kaum eine Chance zu und drängten die TSG häufig ins Zeitspiel. „Daraus hätten wir noch mehr Kapitel schlagen müssen“, merkte SVG-Coach Cojocar an. Dank der starken Defensive überbrückten die Nordhessinnen auch Schwächephasen. „Die Abwehr ist unsere große Sicherheit“, sagte Lieber. Dazu erwischte Vanessa Maier im Tor einmal mehr einen Sahnetag. Bei 19 Paraden kassierte die 26-Jährige nur 16 Gegentore.

Aber auch in der Offensive war Fritzlar kaum zu bremsen und strahlte von allen Positionen Torgefahr aus. So zeichneten sich Maria Kiwa und Janina Dreyer als Torschützen aus. Für Bibiana Huck kam auf Rechtsaußen Kathleen Nepolsky zu ihrem Heimdebüt, ein Treffer blieb der 33-Jährigen aber verwehrt. Einmal allerdings war die Außen nur regelwidrig zu stoppen. Den fälligen Siebenmeter verwertete Xenia Ahrend zum 18:12 (40.).

Ketsch hingegen versuchte alles, stellte von einer 6:0-Formation auf eine 4:2-Variante um. Vergeblich. „Wir hatten immer die richtige Antwort parat“, konnte sich Trainer Cojocar freuen. Als Dreyer mit einem Doppelschlag auf 21:14 (45.) erhöhte, war die Partie entschieden. Bis auf 23:18 (51.) kamen die Gäste, bei denen die Halblinke Verena Oßwald mit sieben Toren am erfolgreichsten war, noch heran. Mehr war aber nicht drin. Xenia Ahrend sorgte mit drei Treffern in Folge für den 27:19-Endstand.

Fritzlar: Maier (1.-60., 19 Paraden/16 Gegentore), Gürbig (bei drei 7m, 0/3) – Dietrich 3, Huck 2, Ahrend 6/3, Lorenz 2, Nepolsky, Lieber 6/3, Dreyer 4, Grothnes, Kiwa 3, Krüger 1.

Ketsch II: Rüttinger (1.-41., 5/17), Wiethoff (41.-60., 5/10) – Goudarzi 1, Puhr 2, Büssecker, Oßwald 7, Reuthal 5/5, Bühl 1, Berg 1, Novichikhina, Vay 2.

SR: Oesker/Ramcke. Zuschauer: 120. Siebenmeter: 6/8:5/7. Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Der Gegner Schreibt:

Die Niederlage beim Tabellenführer SC Germania Fritzlar in der 3. Liga Ost fiel mit 27:19 ein wenig zu eindeutig aus, aber der Erfolg der „Domstädter“ ging in Ordnung.

Lediglich in den ersten zehn Minuten hielten unsere Junior-Bären das Spiel ausgeglichen. Danach baute Fritzlar in der Offensive immer mehr Druck auf, dem die Bären-Abwehr trotz aller Gegenwehr nicht mehr standhalten konnte. Beim Stand von 6:2 nahm ADRIAN FULADDJUSCH eine Auszeit und stellte die Abwehr geschickt um. In Folge kämpfte sich das junge Team wieder heran. Spätestens nach dem Anschlusstreffer von CARA REUTHAL zum 8:9 wurden die Gastgeberinnen doch etwas nervös und nahmen ihrerseits eine Auszeit. Auch danach hatten unsere Bären gute Chancen, aber einige Fehlwürfe und einfache Fehler führten zum 13:9 Pausenstand.

In der zweiten Spielhälfte nahmen die Germanen an Fahrt auf und erhöhten permanent den Druck. Ketsch stellte gleich mehrfach das System in der Defensive um, gewann dadurch auch einige Bälle, aber die Würfe fanden nicht ihr Ziel oder wurden zur Beute der sehr starken Torhüterin des Tabellenführers. Einige Minuten vor dem Schlusspfiff war der Widerstand unserer Junior-Bären gebrochen und Fritzlar erzielte noch einige einfache Tore.

Die Junior-Bären spielten mit
Katrin Rüttinger und Johanna Wiethoff im Tor, Sara Goudarzi 1, Saskia Puhr 2, Pia Büßecker, Verena Osswald 7, Cara Reuthal 5/5, Ina Bühl 1, Rebecca Berg 1, Vavara Novichikhina, Lea Vay 2

Quelle /// (LINK) /// Wolfgang Schwan

Fritzlar steckt Krügers Ausfall weg und feiert souveränen 31:16-Erfolg

Trotz eines weiteren Ausfalls setzte der SV Germania Fritzlar seine Erfolgsserie in der 3. Handball-Liga auch gegen die TSG Ober-Eschbach fort.

Nein, dieses Rumpfteam kann nichts erschüttern. Auch ein neuerlicher Ausfall – der vierte – nicht. Ebenso wenig eine überragende Gäste-Torfrau, die in der Anfangsphase ihren Kasten zuzunageln drohte. All dem trotzte der SV Germania Fritzlar und feierte beim souveränen 31:16 (16:10) gegen die TSG Ober-Eschbach im sechsten Spiel den fünften Sieg und holte sich damit die Tabellenführung in der 3. Handball-Liga Ost zurück.

Nicht zu halten: SVG-Kreisläuferin Lorena Lorenz (l.) setzt sich gegen Lena Rosenberg durch und erzielt einen ihrer drei Treffer beim 31:16-Erfolg.© Pressebilder Hahn

„Jeder weiß, was zu tun ist und setzt das auch um“, beschreibt SVG-Trainer Cojocar das Erfolgsgeheimnis. So hatten seine Schützlinge auch auf die zähe Anfangsphase eine Antwort, als erst nach 12 Minuten durch Xenia Ahrend das erste Feldtor zum 4:3 gelang, nachdem ihnen zuvor Yvonne Petek einen Wurf nach dem anderen weg genommen hatte und nur bei Fritzlars Tempogegenstößen machtlos war.

Doch was die TSG-Torfrau konnte, konnte ihre Kollegin Vanessa Maier genauso. Gestützt auf eine kompakte Abwehr, die nun Beton anrührte, wurde dann auch die Handbremse im Positionsangriff gelockert. „Wir sind mehr in die Tiefe gegangen und haben unser Spiel breiter angelegt“, erklärte Lorena Lorenz den 7:0-Lauf zum 11:4 (21.), der erst von der zweiten Auszeit von Gästetrainer Grzelachowski unterbrochen wurde. Die Kreisläuferin, die nach ihrem Abschied eigentlich nur „im Notfall“ aushelfen wollte.

Genau der war durch das krankheitsbedingte Ausscheiden von Louisa Krüger eingetreten. Die junge Mutter spielte (60 Minuten lang) so als wäre sie nie weg gewesen. Eine Bank in der 6:0-Deckung, ein wertvolles Bindeglied in der zweiten Welle und ein steter Gefahrenherd am gegnerischen Kreis.

Nach dem 13:6 durch Esther Lieber (23.) ließen es die Gastgeberinnen etwas ruhiger und unkonzentrierter angehen. So verkürzte Ober-Eschbach zur Pause auf 16:10, ohne deshalb an den deutlichen Kräfteverhältnissen rütteln zu können.

Auch nach dem Wechsel nicht, als Schlussfrau Petek erneut glänzte. Weil auf die überragende SVG-Abwehr stets Verlass war und dem Gast ohne Ketia Kunelashvili (Heimaturlaub) die Durchschlagskraft aus dem Rückram fehlte. Lazar Constantin Cojocar war trotzdem unzufrieden, konnte sich mit dem reinen Verwalten des Vorsprungs nicht anfreunden. Und griff per Auszeit ein.

Die Folge: Vier Tore in Folge zum 25:13 (50.), wobei insbesondere Maria Kiwa auftaute. Und sich, wie von ihrem Coach gefordert, „etwas zutraute.“ Zwei sehenswerte Distanzwürfe nämlich, die unhaltbar für Petek im TSG-Tor einschlugen. Dann luchste die Rückraumspielerin auch noch Celine Gehrke den Ball ab, bediente Lorena Lorenz, die sich mit ihrem dritten Treffer zum 29:15 (58.) bedankte. Es wird wohl nicht der letzte Notfall gewesen sein.

HNA Online /// Ralf Ohm /// Foto: Hahn

Der Gegner Schriebt:

Der Tabellenführer erwies sich
als zu stark für unsere Pirates:

Mit 16:31 (10:16) unterlagen unsere „Pirates“ beim neuen Tabellenführer Germania Fritzlar. Bis zur 14. Minute konnte das Ober-Eschbacher Team in Nordhessen mithalten: Da stand es 4:4. Im Anschluss erzielten die Gastgeberinnen sieben Tore in Folge und zogen auf 11:4 davon. Anschließend nahm Trainer Christian Grzelachowski die zweite Auszeit. Danach kamen seine Schützlinge wieder besser ins Spiel und konnten den Rückstand bis zur Pause leicht verkürzen. Die zweite Halbzeit hatte einen ähnlichen Verlauf wie die erste. Eine Viertelstunde lang bis zum 20:13 für die Gastgeberinnen blieben unsere Mädels einigermaßen im Match. Dann war Fritzlar sechsmal hintereinander erfolgreich und beim Stand von 26:13 war die Partie längst entschieden (52. Minute).

Andrea Mertens (3), Greta Bucher (3), Rica Wäscher (3), Martina Pandza (3), Franziska Chmurski (2) und Lisa Lichtlein (2/2) trafen im Piratendress. Diese 16 Tore sind allerdings viel zu wenig. Christian Grzelachowski redete hinterher Klartext. Er sprach von einer „desolaten Angriffsleistung mit vielen Pass- und Fangfehlern und auch technischen Fehlern, die ein Topteam wie Fritzlar gnadenlos bestraft.“ Ein Lichtblick sei die junge Lena Rosenberg gewesen, die auf der Mittelposition Verantwortung übernommen hätte. „Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, aber nun ist die Zeit der Ausreden vorbei“, so der Coach. „Gegen Kleenheim ist von uns ein sportliches und charakterliches Statement gefragt.“ Er glaube an das Team, doch es müssten Taten folgen.

Quelle /// tsg-frauen.de /// (LINK)

Wesertal nach der Pause vorne zu harmlos

Fritzlar – Das Unterfangen des Frauenhandball-Landesligisten HSG Wesertal, den Spitzenreiter SV Germania Fritzlar II eventuell ins Stolpern zu bringen konnte nur ein wenig mehr als eine Halbzeit aufrecht erhalten werden.

Am Ende stand für die Wesertalerinnen eine deutliche 20:30 (14:16)-Niederlage.

„Es war ein temporeiches Spiel, in dem wir in der ersten Halbzeit gut im Spiel waren. Nach der Pause haben wir vorne zu statisch und drucklos gespielt“, bemängelte HSG-Trainer Jürgen Herbold die zu schwache Angriffsleistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Die Wesertalerinnen kamen gut in die Partie und führten mit 4:2. In dieser Phase ließen sie noch zwei Chancen aus. Eine kleine Schwächephase überstanden sie gut und glichen zum 8:8 aus.

Bis zur Pause führte Fritzlar II zumeist mit zwei oder drei Toren. Durch Siebenmeter von Tessa Herbold und Joana Leibecke kam die HSG auf 13:14 heran. Fritzlar legte danach zwei Treffer noch, doch schaffte Leibecke fünf Sekunden vor der Pause das wichtige 14:16.

In der zweiten Hälfte konnte zwar Ann-Sophie Przyludzki auf 15:17 verkürzen. Danach folgten jedoch acht torlose Minuten, die die Gastgeberinnen dazu nutzten, um auf 21:15 wegzuziehen. Diese übten viel Druck auf die HSG-Abwehr aus, während von den Gästen nur noch wenig nach vorne kam. Dazu hatten sie mit drei oder vier Pfostentreffern Pech. Es gelang noch einmal, auf 17:21 zu verkürzen, ehe die Domstädterinnen in der Schlussviertelstunde endgültig über 27:18 bis auf 30:20 wegzogen.

Tore Fritzlar II: Albus (8/5), Puda (7), Alter (6), Grothnes, Reimbold (je 3), Naumann (2/1), Küster (1).

Wesertal: Henze, Aßhauer – I. Riedel, Kaczor (1), Leibecke (4/2), Jakob, Herbold (2/1), Wessel (3), Martin (3), C. Przyludski, A.-S. Przyludzki (6), Keßeler (1), Kranz, Meth.

Spielstände: 2:4 (6.), 6:4 (10.), 8:8 (16.), 14:11 (25.), 14:13 (28.), 17:15 (31.), 21:15 (39.), 21:17 (44.), 27:18 (53.), 30:20 (60.).

HNA Online /// Michael Wepler /// Foto: Löschner

Xenia Ahrend und Vanessa Maier retten SV Germania Fritzlar späten Punkt

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben ihren ersten Punktverlust in der 3. Liga Ost hinnehmen müssen. Allerdings verbucht der Spitzenreiter das 19:19 (9:7) bei der HSG Kleenheim/Langgöns durchaus als Erfolg.

Denn in der packenden Schlussminute lief alles für die Gäste. 21 Sekunden vor dem Ende nahm SVG-Coach Lucky Cojocar an alter Wirkungsstätte eine Auszeit. Die fruchtete. Xenia Ahrend gelang mit einem Schlagwurf aus halbrechter Position das 19:19. Daraufhin nahmen auch die Gastgeberinnen noch eine Auszeit. Und kamen zum Abschluss. Zwei Sekunden vor der Sirene zog Katharina Weber aus sechs Metern ab und fand in der überragenden Torfrau Vanessa Maier ihren Meister.

Viel Widerstand: Fritzlars Maria Kiwa (l.) beißt sich hier an Kleenheims Kim Win kes die Zähne aus. © Jens Demarczyk

„Vanne hat ein perfektes Spiel abgeliefert“, lobte Cojocar den Rückhalt, der 60 Minuten zwischen den Pfosten ein Fels in der Brandung war. 16 teils spektakuläre Paraden gelangen. Mit dem Fuß, der Hand, von außen, aus der Nahwurfzone. Dank überragendem Stellungsspiel und mit guten Seitwärtsbewegungen war Maier zur Stelle. Auch der Mittelblock mit zunächst Esther Lieber und Maria Kiwa sowie später auch Janina Dreyer und Luisa Krüger wusste zu überzeugen.

In einem Kampfspiel, in dem sich die HSG auch ohne die verletzte Regisseurin Stina Karlsson nicht abschütteln ließ. „Wir haben es nicht geschafft, uns entscheidend abzusetzen. 18 Fehlwürfe und 14 technische Fehler waren zu viel“, wusste Handball-Lehrer Cojocar, der seinem Team indes kämpferisch die Note Eins mit Sternchen verlieh. Einfache Tore aus dem Rückraum fehlten den Gästen. Da traf Dreyer nur einmal und Maria Kiwa gar nicht. Auch Lieber (4) und Ahrend (2, zudem zwei Siebenmeter) können es besser.

Kleenheim verkraftet Nadelstiche gut

Selbst der Doppelschlag Liebers zum 9:7 (30.) gereichte nicht zur Besserung, weil Lisa-Marie Kneller und die starke Kreisläuferin Weber nach der Pause ausgleichen konnten (35.). Torfrau Maier, deren Gegenüber Rixa Hahn ebenfalls stark parierte, veredelte ihre gehaltenen Bälle durch Harpunen zu Tempogegenstößen. Diese wussten die formstarken Außen Lena Dietrich (2) und Anna Holeczy zu drei Treffern auszunutzen.

Nadelstiche, die jedoch bei Kleenheim kaum Wirkung zeigten. „Ich frage mich, warum solch ein starkes Team zuvor bereits fünf Punkte abgeben konnte“, zollte Cojocar der HSG Respekt. Und war froh, nicht verloren zu haben. Das verhinderten in erster Linie Xenia Ahrend und Vanessa Maier, die bis zum Schluss hellwach waren.

Fritzlar: Maier, Gürbig – Dietrich 3, Holeczy 3, Huck 2, Ahrend 4/2, Lieber 4, Dreyer 1, Kiwa, Krüger 2.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Jens Demarczyk

Der Gegner schriebt:

Spitzenreiter Punkt abgeknöpft

Eine hochdramatische Partie sahen 200 Zuschauer am Samstagabend in der Weidig-Sporthalle in Oberkleen, wo sich die HSG Kleenheim-Langgöns in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen mit dem bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer Germania Fritzlar duellierte. Und um ein Haar hätte es für die Gastgeberinnen nach Elena Schuchs Treffer für den doppelten Punktgewinn gereicht, doch Xenia Ahrend sicherte dem Team von Ex-SGK-Coach Lazar Cojocar in der Schlussminute noch das 19:19 (9:7)-Unentschieden. Dieser Gegentreffer änderte aber nichts am starken Gesamteindruck, den die Gastgeberinnen hinterlassen hatten.

Packendes Duell: Kim Winkes von der HSG Kleenheim-Langgöns (M.) holt beim 19:19-Unentschieden gegen Spitzenreiter Germania Fritzlar gegen Xenia Ahrend (l.) und Bibiana Huck einen Siebenmeter heraus.© ras

„Ich habe mich mit ›Lucky‹ nach dem Spiel unterhalten. Wir sind beide der Meinung, dass es ein gerechtes Remis war. Wir haben zwei extrem starke Abwehrreihen auf beiden Seiten gesehen mit exzellenten Torhüterinnen dahinter. Bei meiner Mannschaft hat mir sehr gut gefallen, wie sie mit den Rückschlägen – sei es personeller Natur oder denen während der 60 Minuten – umgegangen ist. Wir haben uns immer wieder zurückgekämpft“, war SGK-Coach Marc Langenbach stolz, dass sein Team dem Primus den ersten Punkt abgeknöpft hatte.

Dabei mussten die Kleenheimer schon vor dem Anpfiff die Hiobsbotschaft verdauen, dass Spielmacherin Stina Karlsson aufgrund einer Achillessehnenverletzung nicht eingesetzt werden konnte. Was sich im HSG-Angriffsspiel doch bemerkbar machte, allerdings kompensierten die Gastgeberinnen dies mit hingebungsvollem Abwehrspiel. Über die gesamte Dauer der ersten Hälfte agierten beiden Teams auf Augenhöhe (2:2, 6., 3:3, 10., 5:5, 15.), weil die Langenbach-Sieben nach Tanja Schorradts 7:6 aber sechs Minuten ohne Tor blieb, ging Fritzlar mit einer 9:7-Führung in die Kabinen.

Doch Kleenheim-Langgöns schlug schnell zurück (10:10, 36.) und ließ sich auch von einem neuerlichen Zwei-Tore-Rückstand (13:15, 46.) nicht schocken. Die Abwehr arbeitete fortan ebenso intensiv wie aggressiv, und wenn die SGK-Deckung doch einmal überwunden wurde, war eine bärenstarke Rixa Hahn zwischen den Pfosten zur Stelle, die über 60 Minuten toll hielt. So konnten die Kleebachtalerinnen beim 15:15 wieder ausgleichen (49.), bis in die absolute Schlussphase hinein stand die Partie auf des Messers Schneide. Lisa-Marie Kneller (57.) und Elena Schuch (59.) wandelten den 17:18-Rückstand in eine 19:18-Führung um, ehe Ahrend der Ausgleich gelang. Zwar bot sich Kleenheim-Langgöns in den Schlusssekunden noch ein letzter kurzer Angriff, ein weiterer Treffer wollte aber nicht mehr gelingen. So blieb es bei einer Punkteteilung, mit der alle Beteiligten am Ende gut leben konnten. „Sicherlich haben wir im Angriff noch Verbesserungspotential, dennoch bin ich stolz, wie andere Spielerinnen nach Stinas Ausfall Verantwortung übernommen haben. Einstellung und Moral waren zudem vorbildlich“, lobte Langenbach.

Kleenheim-Langgöns: Hahn, Buhlmann; Barnusch, Bachenheimer (2/2), Schuch (1), Rüspeler, Schorradt (2), vom Hagen (1), Fischer, Kiethe (3), Weber (5), Langenbach (1), Karlsson, Kneller (3), Winkes (1).

Fritzlar: Maier, Gürbig; Dietrich (3), Holeczy (3), Huck (2), Ahrend (4/2), Lieber (4), Dreyer (1), Kiwa, Krüger (2).

Im Stenogramm: SR: Müller/Notbohm (Arnsberg/Wahlsheide). – Zu.: 200. – Zeitstrafen: 4:8 Min. – Siebenmeter: 4/2:2/2.

Giessener Allgemeine /// (Link) /// Marc Steinert /// Foto: ras

Reimbold lässt Fritzlar jubeln

SV Germania Fritzlar II – TV Hersfeld 29:28 (13:14)

RR/RM/RL - 17.06.2000 - Im Verein seit 2019

Chantal Reimbold – RR/RM/RL – 17.06.2000 – Im Verein seit 2019

Herzschlagfinale in Fritzlar. Erst 15 Sekunden vor Schluss war es Chantal Reimbold, die mit ihrem siebten Treffer den Sieg der Domstädterinnen perfekt machte. Zuvor hatte das Team von Gunnar Kliesch große Probleme mit den Gästen. „Hersfeld hat das Spiel langsamer gemacht und immer wieder den Weg über der Eins-gegen-Eins gesucht“, gestand der SVG-Coach. Vor allem TV-Torjägerin Luisa Teichmann war nicht zu stoppen und erzielte elf Tore. Dagegen ließ der Gastgeber beste Möglichkeiten liegen. Als Hersfeld Mitte der zweiten Hälfte erstmals mit zwei Toren in Führung ging reagierte Kliesch: „Wir sind dann Risiko gegangen, haben auf 5:1 gestellt und das hat letztlich die endscheidende Wende gebracht:“ Auch, weil die zuvor schon mit zweimal zwei Minuten vorbestrafte Anamaria Puda ihren Job jedoch hervorragend erledigte.

Tore Fritzlar: Küster 3, Alter 4, Naumann 3, Reimbold 7, Stockschläder 1,
Albus 5/3, Puda 3, Werner 1, Bücker 2.

HNA-Print /// mm

Germania siegt souverän und bleibt Tabellenführer

Fritzlar – Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben ihre Siegesserie fortgesetzt. Mit 27:18 (15:9) gewann das Team von Trainer Lucky Cojocar gegen die Zweitliga-Reserve des SV Union Halle-Neustadt.

„Wir haben heute vieles richtig gemacht“, stellte SVG-Coach Cojocar zufrieden fest. Denn die Germania begann in der Offensive mit ordentlich Tempo, vor allem Esther Lieber und Xenia Ahrend stießen mutig in die Lücken und suchten selbst den Abschluss oder legten auf die beiden Außen Lena Dietrich und Bibiana Huck ab. Dazu machte auch Maria Kiwa ihre Sache im rechten Rückraum gut. Über 2:0 (3.) und 4:1 (8.) erspielten sich die Gastgeberinnen eine 7:2-Führung (13.).

Abgezogen: SVG-Rückraumspielerin Xenia Ahrend war kaum zu bremsen und trug sechs Treffer zum 27:18-Erfolg über Halle-Neustadt II bei. © Pressebilder Hahn

Dann leistete sich Fritzlar jedoch eine Schwächephase in der Offensive. „Wir haben unsere Linie etwas verloren“, monierte Cojocar. Bei den Gästen hingegen machte sich die Hereinnahme der Halblinken Julia Redder und von Kreisläuferin Tina Stehlik bemerkbar. Vor allem gegen die Distanzwürfe von Redder fand Fritzlar zunächst kein Mittel. Die Rückraumschützin verkürzte auf 7:8 (18.).

Den richtigen Impuls setzte Coach Cojocar. Denn er vertraute auf sein Bauchgefühl und schickte Vanessa Maier für die bis dato gut aufgelegte Lena Gürbig ins Tor. Und das mit Erfolg, denn Maier parierte prompt einen Strafwurf von Justine Schmitz. „Die beiden Torfrauen sind unser großes Plus“, lobte der SVG-Trainer das Duo. Jetzt nahm auch der Fritzlarer Angriff wieder an Fahrt auf. Anna Holeczy und Lena Dietrich sorgten jeweils mit einem Doppelschlag für die komfortable 15:9-Pausenführung.

Nach Wiederanpfiff ließen die Domstädterinnen keinen Zweifel mehr an ihrer Überlegenheit aufkommen. Ahrend und Meyfarth führten klug Regie, während vor allem Lena Dietrich auf Linksaußen immer wieder gekonnt in Szene gesetzt wurde. Als sie zum 24:15 (51.) traf, war die Partie entschieden.

„Der Ball lief, wir haben ordentlich Tempo gemacht und den richtigen Zeitpunkt zum Torwurf abgewartet“, sagte Cojocar. Und: „Das Spiel aber haben wir in der Abwehr gewonnen.“ Denn da war auf die 6:0-Deckung und das Torwartduo Maier/Gürbig verlass.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar stürmt nach 25:21 in Eddersheim die Tabellenspitze

Auch eine Verletzungsmisere kann die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar nicht stoppen. Im Spitzenspiel gegen die bisher ungeschlagene TSG Eddersheim gewann das Team von Trainer Lucky Cojocar 25:21 (10:11) und führt nun als einzig verlustpunktfreie Mannschaft die Tabelle an.

„Wir sind etwas verkrampft ins Spiel gegangen“, bekannte der Coach. Einzig beim 4:3 (5.) durch Esther Lieber lagen die Gastgeberinnen in Führung, ansonsten liefen die Domstädterinnen über 5:6 (11.) und 7:9 (19.) stets einem Rückstand hinterher, weil zu viele Chancen ungenutzt blieben.

Starke Vorstellung: Luisa Krüger feierte mit Germania Fritzlar den dritten Sieg in Serie. © Pressebilder Hahn

Dies änderte sich nach Wiederanpfiff. Bibiana Huck brachte die Germania beim 13:12 (38.) nach vorn, Luisa Krüger erhöhte auf 19:16 (43.). Lieber sorgte mit drei Treffern in Folge gar für einen 19:16-Vorsprung (48.). Und in der Defensive rührten die Gäste nun Beton an. Dietrich rückte in der Deckung auf Halb und schaltete TSG-Torjägerin Franziska Feick aus. „Sie hat in der Abwehr ein Bombenspiel gemacht“, lobte Cojocar die Linksaußen.

Eddersheims Halblinke Lilly König fand zudem kein Mittel gegen Luisa Krüger. Dazu steigerte sich Vanessa Maier im SVG-Tor. Und Xenia Ahrend sowie Lieber fanden immer wieder Lösungen gegen die 5:1- und 4:2-Abwehrvariante der Gastgeberinnen. Für Verschnaufpausen im Rückraum sorgte zudem Chantal Reimbold, die wie Nina Albus aus der SVG-Reserve mit nach Südhessen gereist war.

Huck und Krüger sichern Coup

Eng wurde es noch einmal, als Maria Kiwa nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah (52.) und Eddersheims Spielmacherin Hanna Özer auf 19:20 verkürzte (53.). Auch als die Germania durch Huck und Lieber zum 22:19 (55.) konterte, war der Sieg noch nicht sicher, weil Özer und Linda Brocke umgehend wieder den Anschluss herstellten (21:22, 56.).

Erst nach einer Auszeit von Coach Cojocar sicherten Huck und Krüger den Coup zum 25:21 (60.). „Die Mannschaft hat trotz der zahlreichen Ausfälle eine tolle Moral bewiesen und eine super Leistung gezeigt“, lobte der Handball-Lehrer.

Fritzlar: Maier, Gürbig – Dietrich, Huck 4, Ahrend 10/3, Albus, Lieber 6, Reimbold, Dreyer 1, Kiwa, Krüger 4.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Landesliga Frauen

HSG Lohfelden/Vollmarshausen – SV Germania Fritzlar II 17:33 (9:19)

RR/RM/RL - 17.06.2000 - Im Verein seit 2019

Chantal Reimbold – RR/RM/RL – 17.06.2000 – Im Verein seit 2019

„Meine Mannschaft ist das Spiel von Beginn an sehr konzentriert angegangen und hat gerade defensiv hervorragend gearbeitet“, lobte Fritzlars-Coach Gunnar Kliesch sein Team. Durch die gute Abwehrarbeit erarbeiteten sich die Domstädterinnen viele Chancen aus der ersten und zweiten Welle, die vor allem Rechtsaußen Nina Albus (11) und Chantal Reinbold (9) zu nutzen wussten. Nach der Halbzeitpause fanden die Gastgeberinnen dann gar kein Mittel mehr und erzielten in zwanzig Minuten gerade einmal zwei Tore. Bis zur 50. Minute (31:11) ließ Kliesch seine Mannschaft durchspielen. Dann nutzte er die Schlussphase für einige Experimente und erlaubte den Gastgebern so noch etwas Ergebniskosmetik. „Wir hatten mit etwas mehr Gegenwehr gerechnet, aber wir haben das sehr ordentlich über die Bühne gebracht“, zeigte sich der SVG-Coach zufrieden mit dem Auftritt.

Tore SVG: Küster 1, Alter 3, Nauman 2, Reimbold 9, Stockschläder 4, Albus 11/5, Puda 3.

HNA-Print /// mm

Germania Fritzlars Rumpfteam siegt „phänomenal“ beim THC II

Der Ausflug nach Arnstadt hat sich gelohnt. Das Abenteuer Mini-Kader, mit dem die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar mit 30:26 (15:13) in der 3. Liga Ost beim Thüringer HC II gewannen

Und somit vor der dreiwöchigen Pause optimal mit zwei Siegen gestartet sind. „Das war phänomenal, wie die Mädels Charakter gezeigt haben“, lobte SVG-Coach Lucky Cojocar seine sieben verbliebenen Feldspielerinnen und die erneut starke Torfrau Vanessa Maier.

Treffsicher: Fritzlars Maria Kiwa. © Pressebilder Hahn

Denn als ob die Lage nicht schon ernst genug gewesen wäre, musste kurzfristig Esther Lieber wegen Fiebers passen. Somit begann die reaktivierte Lorena Lorenz am Kreis, und im Mittelblock hatten Janina Dreyer und Maria Kiwa 60 Minuten Schwerstarbeit zu leisten. Lediglich anfangs mit Kreisläuferin Jolina Huhnstock (3) und insgesamt mit der Halblinken Arwen Rühl (5) hatte Fritzlar seine Mühe.

Im Angriff lief der Ball beim SVG wie am Schnürchen. Xenia Ahrend, die angeschlagen war, machte laut Cojocar ein „Bombenspiel“. Auf der Mitte führte die 24-Jährige klug Regie, traf nach Belieben selbst und setzte ihre Mitspielerinnen klug in Szene. Über die erste Welle nutzten Bibiana Huck und Lena Dietrich ihre Chancen eiskalt. Auf Halbrechts kannte Maria Kiwa kein Erbarmen und überzeugte besonders durchsetzungsstark im Eins-gegen-Eins.

Lediglich beim 1:2 (4.) lagen die Gäste ein Mal in Rückstand. Dann ließ das Cojocar-Team direkt einen 8:1-Lauf zum 9:3 (12.) nach Treffern von Dreyer, Kiwa, Ahrend (2), Huck (2) und Dietrich (2) folgen. Die laufstarken Thüringerinnen leisteten mit ihrer robusten 6:0-Abwehr zwar Widerstand, waren jedoch den abgezockten Domstädterinnen unterlegen. Selbst, als Lorenz eine Minute nach ihrem Tor zum 25:20 (45.) ihre dritte Zeitstrafe und somit die Rote Karte kassierte, ließ Fritzlar – auch mit Unterstützung von Hannah Grothnes aus dem Landesliga-Kader – nichts anbrennen.

SVG: Maier, Gürbig – Ahrend 9/1, Dietrich 3, Dreyer 2, Grothnes, Huck 7/1, Kiwa 7, Lorenz 2.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Landesliga Frauen

SV Germania Fritzlar II – HSG Großenlüder/Hainzell 33:27 (18:11)

Fritzlar. Von Beginn an war der Oberliga-Absteiger voll in der Partie und machte den Gästen mit seinem Tempohandball das Leben schwer. „Wir haben sehr gut in der Deckung gestanden und sind dann konsequent in die erste und zweite Welle gegangen, lobte Germania-Trainer Gunnar Kliesch. Die Domstädterrinnen agierten aus einer defensiven 6:0-Abwehr heraus und unterbanden so vor allem das sonst so starke Zusammenspiel zwischen Spielmacherin Miriam Schmitt und Kreisläuferin Laura Hölzinger. So gelangen immer wieder Balleroberungen, die zu Tempogegenstößen und einfachen Toren von Hannah Grothnes und Merle Bücker genutzt wurden. Erst in den Schlussminuten musste das Kliesch-Team dem hohen Tempo etwas Tribut zollen und gestattete den Gästen etwas Ergebniskosmetik.

HNA-Print /// mm

SV Germania Fritzlar nach 24:14 nur 31:27 gegen Nieder-Roden

Lange sah es nach einem Kantersieg aus. Danach, dass die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar nicht nur zwei Punkte in der 3. Liga Ost gegen den HSG Rodgau Nieder-Roden holen würden. Sondern eben auch ihre Fans verzücken. Doch nach zwischenzeitlicher Zehn-Tore-Führung hieß es am Ende lediglich 31:27 (20:12).

„Wir haben den Gegner selbst aufgebaut. In der Abwehr waren wir plötzlich ständig einen Schritt zu spät und haben uns nicht mehr so gut bewegt“, sagte Handball-Lehrer Lucky Cojocar. Und hatte seinem Team die nächste Hausaufgabe direkt nach dem Abpfiff übermittelt: Auslaufen, Analysieren und erst danach zum Anhang gehen.

Am Ende viel Widerstand: Fritzlars Xenia Ahrend (Mitte) nimmt es hier mit Nieder-Rodens Christine Burgard (links) und Janina Hess auf. © Pressebilder Hahn

Zu unnötig war es schlichtweg, dass Nieder-Roden nach dem 24:14 (39.) noch zu einem 13:6-Lauf kommen konnte. Die Baggerseepiraten nahmen dabei ihr Herz in die Hand und legten mit Esther Lieber und Janina Dreyer in der vogelwilden Schlussphase zwei Fritzlarerinnen an die kurze Leine. Und wenn Xenia Ahrend (2) und Maria Kiwa nicht nachgelegt hätten, wäre wohl tatsächlich noch Spannung aufgekommen.

So blieb es beim dezenten Ärgern Nieder-Rodens, das im ersten Durchgang hoffnungslos unterlegen war. Da war nicht viel von der Aufstiegseuphorie zu sehen. Vielmehr lieferte sich die HSG mit den schwachen Schiedsrichtern Scheller/Walther ein Duell, wer mehr Fehler macht. In schöner Regelmäßigkeit kamen Pässe nicht an. Die Torfrauen Larissa Vogt (bis 14. Minute) und Juliane Neubauer (14. bis 30.) bekamen 25 Minuten nicht eine Hand an den Ball. Die erste Parade gelang dann Neubauer, die allerdings von Ahrend angeworfen wurde.

Auf der Gegenseite unterstrich Vanessa Maier ihre Ausnahmestellung in der 3. Liga. Allein ein Dutzend Paraden – und damit sechsmal so viele wie Vogt und Neubauer zusammen – gelangen ihr bis zur Pause. Veredelt durch einen mit Glück und Geschick gehaltenen Wurf von Jana Heßler. Der landete am Pfosten, ehe Maier blitzschnell erkannte, dass die Gäste ihre Torhüterin von der Platte genommen hatten, so dass Maier selbst das Tor zum 11:6 glückte (13.).

Ein Vorsprung, der Kollektiv erarbeitet wurde, weil Fritzlar bis dahin bereits von allen Positionen getroffen hatte. Vorzugsweise per Tempogegenstoß und erster Welle wurde die HSG in dieser Phase vom Domstadtexpresse überrannt. Über 15:8 (20., Kiwa) und 24:14 (39., Puntschuh) war der Weg zum Kantersieg geebnet. Warum die Germaninnen ihn nicht weiter gingen, müssen sie sich wohl selbst noch erklären.

Fritzlar: Maier 1 (18 Paraden/19 Gegentore), Gürbig (5/8) – Dietrich 4, Holeczy, Huck 6/1, Ahrend 5/1, Puntschuh 1, Lieber 2, Dreyer 2, Kiwa 6, Krüger 4.

Nieder-Roden: Vogt (0/14), Kretzschmer (6/9), Neubauer (2/8) – Burgard 1, Subay, Bretz 5, L. Keller 2, Gotta, Koss 4, Magnogo 4/2, K. Keller 3, Stöhrer, Göbel, Hess 1, Heßler 7/2.

SR: Scheller/Walther. Zuschauer: 160.

Siebenmeter: 2/2:5/4. Zeitstrafen: 4:4-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Landesliga Frauen

SV Germania Fritzlar II – HSG Großenlüder/Hainzell 33:27 (18:11)

Fritzlar. Von Beginn an war der Oberliga-Absteiger voll in der Partie und machte den Gästen mit seinem Tempohandball das Leben schwer. „Wir haben sehr gut in der Deckung gestanden und sind dann konsequent in die erste und zweite Welle gegangen, lobte Germania-Trainer Gunnar Kliesch. Die Domstädterrinnen agierten aus einer defensiven 6:0-Abwehr heraus und unterbanden so vor allem das sonst so starke Zusammenspiel zwischen Spielmacherin Miriam Schmitt und Kreisläuferin Laura Hölzinger. So gelangen immer wieder Balleroberungen, die zu Tempogegenstößen und einfachen Toren von Hannah Grothnes und Merle Bücker genutzt wurden. Erst in den Schlussminuten musste das Kliesch-Team dem hohen Tempo etwas Tribut zollen und gestattete den Gästen etwas Ergebniskosmetik.

HNA-Print /// 17.09.2019 /// Moritz Minhöfer

SVG Fritzlar II peilt Wiederaufstieg an

Schwalm-Eder. Sowohl der TSV Wollrode als auch Oberliga-Absteiger SV Germania Fritzlar II peilen in der kommenden Saison eine Top-Platzierung in der Handball-Landesliga der Frauen an. Nach dem Abstieg aus der Oberliga, der vor allem auf viel Verletzungspech zurückzuführen war, ist die Drittliga-Reserve des SVG überaus ehrgeizig. „Wir wollen einen Platz unter den ersten Drei,“ beschreibt SVG-Trainer Gunnar Kliesch das Saisonziel. Anders als im Vorjahr, als sich erst ein komplett neues Team zusammenfinden musste, ist die Germania diesmal eingespielt. Mit Laura Stockschläder Nr. 10 (Baunatal), Chantal Reinbold (Nr. 8) Auslandsaufenthalt und der erfahrenen Katja Zeller Nr. 81 (Comeback) wurde der Kader punktuell verstärkt. Zudem ließen auch die Leistungen in der Vorbereitung aufhorchen, in der die Oberliga-Teams der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen und der SG Kirchhof II geschlagen werden konnten. Dennoch will der Coach die Landesliga auf keinem Falle unterschätzen: “Wir müssen jedes Spiel voll fokussiert angehen.“ Umso mit seiner jungen Mannschaft den Wiederaufstieg zu schaffen.

HNA Print /// 11.08.2019 /// Moritz Minhöfer

23:29 im Test als Mutmacher für den SV Germania Fritzlar

Mit 23:29 (10:13) haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar ihr letztes Testspiel im Duell zweier Drittligisten gegen die SG Mainz-Bretzenheim verloren.

„Das Ergebnis ist zweitrangig. Wichtig war, wie wir mit müden Beinen auftreten und das war klasse“, lobte SVG-Coach Lucky Cojocar sein Rumpfteam. Denn nach dem Trainingslager in Thüringen mit vier Einheiten in der Halle sowie taktischen Schulungen und Teambuildingmaßnahmen wie Bogenschießen fehlten mit Bibiana Huck und Esther Lieber (früher Meyfarth) zwei Schlüsselspielerinen angeschlagen.

Wird immer flexibler: Fritzlars Luisa Krüger.© Pressebilder Hahn

Somit verblieben vor den Torfrauen Vanessa Maier und Lea Gürbig nur sechs Feldspielerinnen. Und die verlangten den „Ischn“ alles ab. Lediglich Kreisläuferin Michelle Chwalek (5 Treffer) war kaum zu bremsen. Bei den Gastgeberinnen sorgten Xenia Ahrend (6/1), Janina Dreyer (5), Maria Kiwa (5/1), Luisa Krüger (2/1), Hannah Puntschuh (2), Anna Holeczy (2) und Lena Dietrich (1) für die Tore.

Besonders zufrieden war Cojocar mit der Passqualität, der immer besser funktionierenden 5:1-Abwehr und mit der steigenden Flexibilität im Kader. Die erst 17-Jährige Krüger wirbelte diesmal nicht nur am Kreis und im Rückraum, sondern half auch auf Rechtsaußen.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar ist Vize-Meister nach Kantersieg

Das ist ein würdiger Abschluss: Mit 37:21 (18:9) haben die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar beim VfL Oldenburg II gewonnen. Dadurch ist das Team von Trainer Lucky Cojocar Vize-Meister der West-Staffel.

„Wir haben nochmal richtig auf die Tube gedrückt und eine ganz starke Leistung geboten“, lobte Coach Cojocar sein Team und auch die 20 mitgereisten Fans, „die ordentlich Krach gemacht haben.“ Da parallel Bayer Leverkusen II mit 24:27 gegen die HSG Blomberg-Lippe unterlag, stellt Fritzlar mit lediglich 520 Gegentoren erneut die beste Abwehr der Liga.

Nochmal bärenstark: Fritzlars Duknauskaite (hier am Ball gegen die Leverkusenerinnen Mareike Thomaier und Kim Hinkelmann) traf sechsmal in Oldenburg. © Pressebilder Hahn

Das ist auch ein Verdienst der glänzend aufgelegten Torhüterinnen. Vanessa Maier überzeugte in Oldenburg über 50 Minuten und parierte ebenso zwei Siebenmeter wie Lea Gürbig, die am Ende zwischen den Pfosten stand. Die gewohnte Paraderolle reichte Maier indes nicht aus. Denn der Treffer zum 26:14 (42.) in der einseitigen Partie gelang dem Rückhalt. Gnadenlos bestraften die Gäste das Risiko des VfL mit der siebten Feldspielerin und warfen in schöner Regelmäßigkeit ins leere Tor.

Über 6:1 (9.), 12:5 (23.) und 21:12 (36.) war spätestens nach einem 7:0-Lauf in acht Minuten zum 29:14 (45.) der Boden für den höchsten Saisonsieg bereitet. Ein einträchtiger Erfolg, denn neben Maier trugen sich zehn Feldspielerinnen in die Liste der Torschützinnen ein. Auch die erneut herausragende Halblinke Vilte Duknauskaite (6), Kreisläuferin Lorena Lorenz (3) und Nele Bittdorf (1), denen in ihrem letzten Einsatz für Fritzlar zusammen zehn Treffer gelangen.

„Ich konnte allen Spielanteile geben und wir hatten dennoch keinen Bruch im Spiel“, betont Cojocar, der etwa Luisa Krüger lange Zeit als Spielmacherin brachte. Das Top-Talent zeigte besonders an den Kreis kluge Pässe, die neben Lorenz auch Hannah Puntschuh (4) zu veredeln wusste. Vor 205 Zuschauern machte Fritzlar 60 Minuten Druck. Geschickt in die Nahtstellen zogen sich die Rückraumspielerinnen, so dass auch Janina Dreyer (5) und Maria Kiwa (4) nochmal Selbstvertrauen tankten. „Schade, dass jetzt Pause ist“, betonte Cojocar, der seiner Mannschaft bis Ende Mai freigegeben hat.

Fritzlar: Maier 1, Gürbig, Dietrich 2, Holeczy, Bittdorf 1, Huck 6/3, Ahrend 2, Puntschuh 4, Lorenz 3, Meyfarth 3, Duknauskaite 6, Dreyer 5, Kiwa 4, Krüger.

SR: Kassing/Wulf. Zuschauer: 205.

Siebenmeter: 7/3:3/3. Zeitstrafen: 4:8-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar findet Lösungen gegen Bayer II

Torreicher Heimabschluss für den SV Germania Fritzlar in der 3. Liga West: Die Domstädterinnen besiegten die Reserve des TSV Bayer Leverkusen mit 32:27 (17:15) und benötigen damit nur noch einen Punkt im letzten Saisonspiel, um sich die Vize-Meisterschaft zu sichern.

Mit Zug zum Tor: Die treffsichere Fritzlarerin Bibiana Huck (am Ball) lässt hier Leverkusens Lilli Matilda Holste stehen und erzielt eines ihrer acht Tore. © Pressebilder Hahn

Der Titel geht hingegen an den HSV Solingen-Gräfrath, dem dank eines 32:22-Heimsiegs gegen BV Garrel der Spitzenplatz nicht mehr zu nehmen ist. Was für die Gastgeberinnen allerdings nicht mehr überraschend kam und dadurch kein Druck bei den Germania-Spielerinnen zu spüren war. Im Gegenteil: Nach einer zerfahrenen Anfangsphase (8:10, 16.), in der die beste Liga-Abwehr die Germania-Offensive vor große Probleme gestellt hatte, entwickelte das Cojocar-Team angeführt durch die stark aufspielende Regisseurin Esther Meyfarth (7 Tore) jede Menge Spielfreude.

Meyfarth war es, die mit drei Toren hintereinander ihren Mitspielerinnen das Signal zu mehr Durchsetzungswillen gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste gab. „Daraufhin haben wir gute Lösungen im Rückraum gefunden und viele freie Würfe kreiert. Das war super heute“, lobte Lucky Cojocar. Der Germania-Coach wechselte seine Sieben immer wieder durch.

Was dem Angriffsspiel jedoch nicht schadete. Neben der technisch versierten Bibiana Huck, die sich sowohl per Siebenmeter und auf Rechtsaußen gewohnt treffsicher zeigte, glänzte auch Vilte Duknauskaite. Im letzten Heimauftritt setzte sich die linke Rückraumspielerin mit präzisen Abschlüssen in Szene.

Auf der Gegenseite dezimierte sich das Bayer-Team mit einigen überflüssigen Zeitstrafen mehrfach selbst. Gab sich jedoch trotz zweimaliger zweifacher Unterzahl nicht geschlagen. Sondern verkürzte stattdessen durch Jule Polsz und Dana Gruner noch einmal auf einen Vier-Tore-Rückstand (21:25, 47.). Näher heran rückten die Gäste allerdings nicht mehr, weil einerseits die eingewechselte Torhüterin Vanessa Maier mit zwölf Paraden und einem gehaltenen Siebenmeter viele Chancen zum Anschluss zunichtemachte.

Und andererseits ihre Vorderleute nach einer unkonzentrierten Verschnaufpause zurück zu ihrem Kombinationsspiel fanden. Was TSV-Trainer Assina Müller fair anerkannte: „Sie haben verdient gewonnen. Uns fiel es schwer, ein Mittel gegen ihre Positionswechsel zu finden.“

Fritzlar: Gürbig (1.-15., 1P./ 9 G.), Maier (12/12), Dietrich 1, Holeczy, Bittdorf, Huck 8/2, Ahrend 2/2, Puntschuh 1, Lorenz 2, Meyfarth 7, Duknauskaite 6, Dreyer 2, Kiwa 1, Krüger 2.

Leverkusen II: Humpert (31.-50., 4 P./ 11G.), Fahnenbruck (6 P./ 21G.), Veit 3, Gruner 2/1, Sold, Tesche, Holste 3, Schneiders 1, Cormann, Thomaier 6/2, Müller 3, Hinkelmann 4, Polsz 1, Thiwissen 3.

SR: Schönfelder/Wulf. Zuschauer: 220.

Siebenmeter: 4/4:5:3. Zeitstrafen: 4:10-Minuten.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn

Fritzlar II wahrt mit 28:27-Sieg Minimal-Chance auf den Klassenerhalt

Fritzlar – Die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II haben ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt gewahrt. Allerdings: Zufrieden war nach dem schwer erkämpften 28:27 (13:8)-Erfolg gegen Liga-Schlusslicht HSG Sulzbach/Leidersbach niemand.

„Das war heute das Duell zweier Abstiegskandidaten“, kritisierte SVG-Trainer Gunnar Kliesch den blutleeren Auftritt seines Teams und bemängelt: „Uns ist die fehlende Selbstsicherheit einfach anzusehen, es fehlen die Emotionen.“

Überragte in der ersten Hälfte: Fritzlars Torhüterin Nina Suchy wehrt in dieser Szene einen Siebenmeter von Sulzbachs Saskia Becker ab.© Pressebilder Hahn

Dabei wusste die Drittliga-Reserve zumindest in der ersten Hälfte streckenweise zu überzeugen. Die Abwehr um Maxie Hauschild und Nadine Frank stand kompakt gegen den Sulzbacher Rückraum mit Marie Grünewald und Maja Draca. Und wenn doch einmal ein Wurf auf das Fritzlarer Tor kam, war die gut aufgelegte Nina Suchy (55 Prozent gehaltene Bälle vor der Pause) zur Stelle. Ihre Paraden ermöglichten den Domstädterinnen reichlich Torchancen Chancen aus dem Gegenstoß, die Lena Alter sicher verwertete. Dazu zeigten sich im Positionsangriff Paula Bachmann und Maxie Hauschild treffsicher aus dem Rückraum. So erspielte sich Fritzlar bis zur Pause einen komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeberinnen nach und erhöhten durch Merle Bücker auf 17:11 (42.). Danach vergab das Kliesch-Team jedoch mehrere Großchancen und Sulzbach fand zurück ins Spiel. „Da war die Möglichkeit, die Tür zuzumachen, doch das haben wir verpasst“, ärgerte sich der Coach.

Maja Draca (10 Tore) war im linken Rückraum fortan nur noch durch Fouls zu bremsen und in der letzten Minuten verkürzte Sulzbach durch einen Strafwurf auf 28:27. Obwohl Maike Naumann im Gegenzug per Siebenmeter die Entscheidung verpasste, rettete Fritzlar den Sieg über die Zeit.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar muss den Aufstieg abhaken

Das Aufstiegsrennen in der 3. Liga West ist wohl entschieden: Während die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar mit 29:34 (15:14) beim TV Aldekerk verloren, hat der HSV Solingen-Gräfrath beim Tabellenvorletzten TSV Bonn (29:28) gewonnen.

Dadurch liegt der HSV zwei Spieltage vor Schluss drei Punkte vor den Domstädterinnen. „Unsere Niederlage ist verdient, weil wir in der zweiten Halbzeit keine Lösungen mehr gefunden haben. Für mich ist es ein Wunder, dass Aldekerk nicht mehr Punkte hat“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar, der dem Gegner nahe der niederländischen Grenze eine herausragende Leistung attestierte.

Auf der Gegenseite waren zwei Rückschläge zu viel für Fritzlar. Rückraumspielerin Melina Horn konnte kurzfristig wegen Kniebeschwerden nicht mitwirken. Und dann traf den SVG eine Rote Karte gegen Luisa Krüger ins Mark. Das Top-Talent kam beim Abschluss von Rechtsaußen Angelina Huppers einen Schritt zu spät und musste wegen einer unglücklichen Abwehraktion von der Platte (27.).

Keine Lösungen gegen 4:2-Abwehr

Bis dahin war’s über 6:3 (14.), 10:10 (23., Krüger) und 13:12 (27.) eine offene Partie. Zunächst steckte Fritzlar den Schock der Roten Karte gut weg. Und legte über 16:14 (31., Bibiana Huck) und 18:16 durch die gut aufgelegte Maria Kiwa (35.) sogar Führungen vor. Der entscheidende Schachzug zur Wende für den TVA war die Umstellung auf eine 4:2-Deckung. Kiwa und Spielmacherin Esther Meyfarth wurden an die kurze Leine gelegt. Krügers Ideen im Angriff im 4:4 gingen ihrer Mannschaft nun ebenso ab wie auf der Gegenseite eine mögliche Umstellung auf eine 5:1-Abwehr.

Und so nahm Fritzlars Unheil seinen Lauf. Die eigenen Angriffe verpufften, technische Fehler häuften sich und die Abwehr ließ sich düpieren, so dass Torfrau Vanessa Maier allein gelassen wurde. Über 23:19 (43.) und 29:22 (50.) machte Aldekerk kurzen Prozess.

Fritzlar: Maier, Gürbig – Dietrich 1, Bittdorf, Huck 5/1, Ahrend 6/3, Puntschuh, Lorenz 1, Meyfarth 1, Dukauskaite 5, Dreyer 3, Kiwa 5, Krüger 2, Grothnes.

SR: Baumann/Brömsen. Zuschauer: 123.

Siebenmeter: 7/6:4/4 Zeitstrafen: 4:6-Minuten. Rote Karte: Krüger (27., Foulspiel).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Fritzlar bleibt Spitzenreiter Solingen mit Kantersieg auf den Fersen

Fritzlar – Mit einem fein herausgespielten 32:21 (18:8)-Erfolg gegen den 1. FC Köln bleibt Germania Fritzlar Drittliga-Spitzenreiter Solingen auf den Fersen.

Einen Zehn-Tore-Sieg aus dem Hinspiel im zweiten Vergleich zu toppen – zumal wenn sich der Gegner zwischenzeitlich gefangen hat – ist eine Mammutaufgabe. Drittligist Germania Fritzlar bewältigte sie. Dank der überragenden Esther Meyfarth, die acht Sekunden vor Schluss mit ihrem fünften Tor den 32:21 (18:8)-Sieg gegen den 1. FC Köln perfekt machte, der das 25:15 im ersten Duell in den Schatten stellte. Wichtiger noch: Die SVG bleibt Spitzenreiter Solingen auf den Fersen, der sich beim 35:25 gegen den VfL Oldenburg ebenfalls keine Blöße gab.

In der Abwehr eine Bank und am Kreis eine sichere Vollstreckerin: Lorena Lorenz, die vier Treffer zum Fritzlarer Kantersieg beitrug.© Pressebilder Hahn

„Das war okay“, zeigte sich Trainer Cojocar zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. Besonders bis zum 26:13 (42.), als die Gäste in Gefahr liefen, aus der Halle gefegt zu werden. Von einem Spitzenteam, dass sich in der Defensive das Selbstvertrauen für die eigenen Angriffsaktionen holte, um die Rheinländerinnen noch vor der Pause nach allen Regeln der Handballkunst auseinander zu nehmen. „Unsere gute Abwehr hat uns vorne stärker gemacht“, erklärte Lorena Lorenz. Die 31-Jährige, die selbst im Mittelblock für einige Ballgewinne sorgte und postwendend in „Futter“ für die eigene erste und zweite Welle verwandelte: „Diese leichten Tore haben uns aufgebaut und den Gegner geschwächt.“

So wurde aus dem 3:3 (8.) ein 10:5 (20.), davon vier Tempogenstöße der Fritzlarerinnen, die sich spätestens nach Dreyers Treffer zum 13:6 (24.) in einen „kleinen Rausch“ (Lorenz) gespielt hatten. Auf einmal klappte alles: über Außen, von wo Lena Dietrich durch zwei Treffer auf 15:7 erhöhte. Per dritter Welle durch Maria Kiwa (17:8). Und, wunderbar freigespielt, aus dem Positionsangriff (Meyfarth zum 18:8). „Wir haben das Tempo hoch gehalten“, freute sich „Lucky“ Cojocar.

Erst Mitte der zweiten Halbzeit kam der Tabellenneunte zum Luftholen – und nutzte das zur Ergebniskosmetik, so dass Gästecoach Markus Pabst zumindest an dem Auftritt seiner Mannschaft nach dem Wechsel etwas Freude hatte: „Da haben wir aggressiver verteidigt und konsequenter abgeschlossen.“ Da glänzte dann auch die für die entnervte Julie Bärthel eingewechselte Sabrina Kochs mit einige Paraden, ohne indes die überragende Vanessa Maier in den Schatten stellen zu können.

Als dann jedoch Vilte Duknauskaite in Unterzahl auf 29:19 erhöhte (54.), erwachte der Fritzlarer Ehrgeiz doch noch einmal. Und mündete in den dritthöchsten Saisonsieg nebst der Gewissheit, nach dem Kantersieg in Köln vor eigenem Publikum noch einen drauf gesetzt zu haben.

HNA Online /// Ralf Ohm /// Foto: Hahn

Klassenerhalt für SV Germania Fritzlar II kaum noch zu schaffen

Das tut richtig weh: Mit einem Sieg hätten die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II mit Gegner TGS Walldorf gleichziehen können, die den ersten Nicht-Abstiegsplatz belegen. Doch das Team von Trainer Gunnar Kliesch scheiterte kläglich und unterlag mit 23:31 (13:13).

„Vielleicht war der Druck einfach zu groß. Wir haben nie ins Spiel gefunden“, ärgerte sich der SVG-Coach. Von Beginn an hatte sein Team große Probleme mit dem individuell starken Rückraum der Gäste um Selina Schönhaber (11 Tore) und Friederike Hicking (9). Die immer wieder in die Nahwurfzone kamen, einfache Tore erzielten oder sich Strafwürfe erarbeiteten.

„Wir haben es in der gesamten Begegnung nicht geschafft, die Zweikämpfe richtig anzunehmen“, erklärte Kliesch. So setzte sich Walldorf schnell auf 7:3 (9. Minute) ab. Erst die Einwechslung von Torhüter-Routinierin Katja Zeller brachte etwas Stabilität in die Abwehr und Fritzlar kämpfte sich zurück in das Spiel. In der 27. Minute sorgte Maike Naumann per Strafwurf für den 12:12-Ausgleich. Luisa Krüger ließ das 13:12 folgen (29.) Das sollte Fritzlars einzigeFührung bleiben.

Nach dem Seitenwechsel lief bei den Domstädterinnen gar nichts mehr zusammen. „Wir haben eigentlich eine gute Situation. Haben gerade den Rückstand aufgeholt und spielen dann so eine zweite Hälfte“, zeigte sich Kliesch ratlos. Der Rückraum mit Paula Bachmann, Nele Bittdorf und Theresa Werner hatte große Probleme mir der offensiven 5:1-Deckung der Gäste und leistete sich viele technische Fehler. Diese nutzten die Mittelhessen zu einfachen Toren und zogen vorentscheidend auf 26:19 (50.) davon. Durch die Niederlage ist der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt. Zwei Spieltage vor Schluss sind es nun schon vier Punkte auf das rettende Ufer.

Fritzlar: Suchy (1.-12., 47.-60., 6 P./ 19 G.), Zeller (10/12), Grothnes 5, Frank 4, Naumann 3/3, Bachmann 3, Oschmann 3, Albus 2, Alter 1, Werner 1, Krüger 1, Hauschild, Bittdorf, Bücker.

Walldorf: Schulte (7/22), Büßer (bei einem 7m, 0/1), Hicking 9, Schäfer 6, Unnold 2, Fleischhacker 2, Schönhaber 11/8, Andrikopoulou 1, Wiener, Kornhuber, Rausch, Gastgeb.

SR: Ernst/Henkel. Zuschauer: 50.

Siebenmeter: 4/3:8/8. Zeitstrafen: 8:0-Minuten.

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Hahn

Fritzlar II verliert nach 5:1 noch mit 25.34 in Bensheim

Bensheim. Diesmal nicht: Nach gutem Beginn unterlagen die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II der HSG Bensheim/Auerbach II mit 25:34 (9:15).

„Wir haben viele technische Fehler gemacht und sind an uns selbst gescheitert“, erklärte SVG-Coach Gunnar Kliesch. Am Anfang sah noch alles nach einem Überraschungserfolg aus. Angetrieben von Kreisläuferin Nadine Frank und Rückraumspielerin Anamaria Puda erspielten sich die Domstädterinnen eine 5:1 Führung 11.). Nach und nach fanden die Südhessinnen besser in die Partie. Auch weil Fritzlar bessere Chancen ungenutzt ließ und die Erstliga-Reserve zu Gegenstößen einlud. Spielmacherin Julia Niewiadomska bracht die Gastgeber in Schlagdistanz. Die polnische Jugendnationalspielerin war besonders aus der zweiten Welle nicht zu stoppen.

So ging die HSG durch Lisa-Marie Schmidt erstmal in Führung (8:7) und baute die Führung 11:8 (25.) auf 15:9 zur Halbzeit aus. „Bensheim war konsequenter im Abschluss und im Umschaltspiel kaum zu verteidigen“, sagte Kliesch. Paula Bachmann und Co. Kamen nochmal auf 11:16 und 21:25 heran. Doch ein vergebener Siebenmeter und zwei verworfene Tempogegenstöße waren dann zu viel.

Fritzlar: Fischmann, Suchy, Albus 8/5, Frank 5, Bachmann 5, Grothnes 2, Puda 2, Werner 2, Naumann 1, Hausschild, Alte, Oschmann, Bücker.

HNA Print /// 01.04.2019