SV Germania Fritzlar festigt Tabellenspitze der 3. Liga Ost souverän

Da waren es nur noch vier! Nach dem 28:22 (12:10)-Erfolg der Handballerinnen des SV Germania Fritzlar über die HSG Kleenheim-Langgöns haben die Domstädterinnen im Meisterschaftsrennen der 3. Liga Ost vier Spieltage vor Schluss alle Trümpfe in der Hand.

Es war das Duell zweier arg vom Verletzungspech gebeutelter Mannschaften. Kleenheims Trainer Marc Langenbach standen gerade einmal neun Feldspielerinnen zur Verfügung und auch SVG-Coach Lucky Cojocar musste noch den kurzfristigen Ausfall von Kreisläuferin Louisa Krüger verkraften, die im Abschlusstraining umgeknickt war.

Auf und davon: Fritzlars Linksaußen Lena Dietrich (am Ball) erzielt hier einen ihrer sechs Treffer. Kleenheims Stina Karlsson bleibt nur die Zuschauerrolle. © Pressebilder Hahn

Dementsprechend nervös agierten beide Seiten zu Beginn. Über 0:2 (5.) und 4:6 (18.) lief die Germania bis zum 5:8 (21.) einem Rückstand hinterher. Weil dem neuformierten Rückraum mit Anamaria Puda, Maria Kiwa und Janina Dreyer zunächst die Durchschlagskraft fehlte. Allzu häufig versuchte es das Trio durch die Mitte, anstatt das Spiel breit zu machen und auch die beiden Außen Bibiana Huck und Lena Dietrich einzubinden.

Maria Kiwa dreht auf

Dann aber steigerten sich die Gastgeberinnen. Weil Kiwa plötzlich aufdrehte, sowohl im Eins-gegen-Eins und auch per Schlagwurf erfolgreich war. Und vor allem Dietrich auf Linksaußen immer wieder zum Abschluss kam. Bibiana Huck vom Punkt vollendete einen 4:0-Lauf zur 9:8-Führung (26.). „Wir mussten uns in das Spiel reinkämpfen“, gab Lorena Lorenz zu. „Im Angriff hat uns zunächst die Tiefe gefehlt und wir haben zu wenig Druck gemacht“, analysierte die SVG-Kreisläuferin.

Nach der Pause lief es indes bei den Domstädterinnen. Da steigerte sich die 6:0-Deckung mit Kiwa und Dreyer im Mittelblock und ließ vor allem die bundesliga-erfahrene Spielmacherin Stina Karlsson kaum noch zum Zug kommen. Dazu war Vanessa Maier im Tor ein ums andere Mal zur Stelle.

Zwischenspurt zum 17:13

Die Folge: Ein 5:2-Zwischenspurt zum 17:13 (40.), das Kiwa besorgte. Die Vorentscheidung blieb aber aus, weil sich die Fritzlarerinnen in der Offensive zu viele Fehler erlaubten. Als Kleenheims Ann-Sophie vom Hagen zum 22:23 (53.) verkürzte, drohte es noch einmal eng zu werden. Doch mit einem 6:0-Lauf beseitigte die Germania alle Zweifel am Sieg.

Ein Sonderlob von Cojocar verdiente sich dabei die 19-jährige Puda, die mit drei Treffern glänzte. „Sie hat ihre Sache heute sehr gut gemacht“, sagte der SVG-Coach, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden war: „Wir haben immer einen kühlen Kopf behalten und gute Lösungen gefunden.“

Fritzlar: Maier (14 Paraden/21 Gegentore), Gürbig (bei einem 7m, 0/1) – Dietrich 6, Holeczy 1, Huck 3/3, Lorenz 3, Grothnes, Berk 1, Nepolsky 1, Puda 3, Dreyer 2, Kiwa 8.

Kleenheim: Hahn (10/24), Buhlmann (40.-48., 0/4) – Dietz, Barnusch 2, Schorradt 3, vom Hagen 2, Fischer, Kiethe 1, Karlsson 7/4, Kneller 6, Winkes 1.

SR: Bittner/Casselmann. Zuschauer. 144

Siebenmeter: 3/3:4/4. Zeitstrafen: 2:8 Minuten.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

TSV Wollrode verlangt SV Germania Fritzlar II im Derby alles ab

Der Favorit wankte, aber er fiel nicht. Und setzte sich schließlich erwartungsgemäß durch. Der TSV Wollrode lieferte im Derby der Handball-Landesliga Spitzenreiter SV Germania Fritzlar II einen harten Kampf, musste sich aber mit 33:36 (18:17) geschlagen geben.

„Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Sie hat bis zum Umfallen gekämpft. Am Ende waren Kleinigkeiten spielentscheidend“, lobte TSV-Trainerin Margret Schmidt ihr Team, das auf die etatmäßigen Spielmacherinnen Janina Friedrich (beruflich verhindert) und Laura Schmieling (krank) verzichten musste.

Blockversuch: Die Fritzlarerin Chantal Reinbold (l.) streckt sich in dieser Szene vergeblich gegen den Wurf von Wollrodes Anna Ködel, beobachtet von Fabienne Huy und Svenja Lachnit (r.). © Richard Kasiewicz

Auch Gäste-Trainer Gunnar Kliesch zollte den Gastgeberinnen seinen Respekt: „Wollrode hat stark gespielt. Vor allem das Spiel über Bianka Bartalos haben wir nie unter Kontrolle bekommen.“ Allerdings: Sein eigenes Team habe sich davon nicht aus dem Konzept bringen lassen und den Kampf angenommen.

Zeitstrafen als Knackpunkt

Besonders in einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, als die Gastgeberinnen beim 12:9 (17.) davon zu ziehen drohten, die SVG jedoch kühlen Kopf bewahrte und durch Hannah Grothnes kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 18:17 (30.) verkürzte. Diese hauchdünne Führung verteidigte Wollrode bis zur 43. Minute, ehe die Domstädterinnen die Partie durch einen Doppelschlag von Merle Bücker und einen Treffer von Marleen Krause zum 27:28 drehten. Knackpunkt der Partie: Zeitstrafen von Anna Ködel und Lena Klotzsche. Die nutzten die Gäste, um von 30:29 (50.) auf 34:31 (56.) wegzuziehen.

Zudem fand Torhüter-Routinier Katja Zeller nun ihren Rhythmus und hielt mehrere Bälle. Das war zu viel für die Blau-Weißen und die Germania rettete den Sieg über die Zeit. Durch diesen Erfolg fehlen Fritzlar II nur noch drei Punkte zur Meisterschaft.

HNA Online ///  Moritz Minhöfer /// Foto: Richard Kasiewicz

Janina Dreyer nicht zu halten bei Fritzlars 21:16-Erfolg gegen Chemnitz

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben die Tabellenspitze in der 3. Liga Ost verteidigt. Vor 150 Zuschauern besiegte das Team von Trainer Lazar Constantin Cojocar den HV Chemnitz mit 21:16 (10:8).

„Das Ergebnis ist heute zweitrangig. Mir war wichtig, jeder Spielerin Einsatzzeiten zu geben“, sagte SVG-Coach Cojocar. Der hatte bereits vor dem Anpfiff eine Hiobsbotschaft zu verkraften. Denn Fritzlars Regisseurin Esther Lieber fällt mit einem Meniskusriss länger aus und soll schon kommende Woche operiert werden.

Entwischt: Fritzlars Rückraumspielerin Maria Kiwa (am Ball) lässt hier die Chemnitzer Rechtsaußen Katarzyna Skoczynska stehen und erzielt einen ihrer sechs Treffer.© Pressebilder Hahn

Im Rückraum lag daher viel Verantwortung bei Maria Kiwa und Janina Dreyer. Die Domstädterinnen probierten es mit Luisa Krüger auf der Mitte, die zumeist an den Kreis auflöste. Zunächst fanden die Gastgeberinnen aber nicht in die Partie.

„Wir sind schleppend gestartet, haben zu viele Chancen liegen gelassen und uns für für die gute Abwehrleistung nicht belohnt“, erklärte Dreyer. So verlief die Partie über 3:3 (11.) und 6:6 (21.) zunächst ausgeglichen. Weil Chemnitz die Fritzlarer Unzulänglichkeiten und seine Chancen nicht zu nutzen wusste. Katarzyna Skoczynska traf nur den Pfosten und Lea Gürbig parierte einen Tempogegenstoß von Caroline Rosiak.

Erst jetzt lief es bei der Germania besser. Lorena Lorenz besorgte beim 8:7 (27.) die erste Führung, Maria Kiwa erhöhte wenig später auf 9:7 (29.) Und die erst 16-jährige Hannah Berk erzielte mit einem sehenswerten Treffer aus dem Rückraum die 10:8-Pausenführung. Wobei die Fritzlarerinnen auch vom „Aus“ der HVC-Torjägerin Laura Amtsberg profitieren, die nach einem Zusammenstoß nicht mehr weiterspielen konnte.

Nach Wiederanpfiff sorgten die SVG-Handballerinnen schnell für klare Verhältnisse. Beim 13:8 (43,) hatte sich Fritzlar erstmals klar abgesetzt. Vor allem die Defensive ließ nun kaum noch etwas zu.

Dazu drehten im Rückraum nun Dreyer und Kiwa auf. Vor allem Dreyer stieß mutig in die Lücken und suchte immer wieder den Abschluss, während Kiwa auch aus der zweiten Reihe für Torgefahr sorgte. Als Dreyer zum 19:11 (51.) traf, war die Partie entschieden. Das nutzte der SVG-Trainer dazu, auch den jungen Anamaria Puda und Hannah Grothnes ausgiebig Einsatzzeiten zu gewähren.

Dabei hätte der 17. Fritzlarer Saisonsieg noch deutlicher ausfallen können. Denn in der Schlussphase leistete sich die Germania einige Fehlabspiele und ließ mehrere gute Torchancen liegen. „Es waren ein paar technische Fehler zu viel, aber wir haben das souverän gelöst“, freute sich Cojocar.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Frauen II Landesliga – Nord

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II sind weiterhin auf bestem Kurs im Hinblick auf die vorzeitige Meisterschaft in der Handball-Landesliga. In den zwei Begegnungen vom Wochenende überzeugte vor allem die Offensive der Domstädterinnen mit jeweils 38 Treffern.

SV Germania Fritzlar II – FT Fulda 38:27 (16:11)
Der Spitzenreiter ging von Beginn an ein hohes Tempo und schraubte die Führung über 7:4 (6. Minute) und 12:6 (15.) schnell in die Höhe. Dann wurde das Team von Trainer Gunnar Kliesch jedoch etwas unkonzentrierter, vor allem im Abschluss. Auch nach der Pause hielt der Gast weiter dagegen und verkürzte noch mal auf 21:25 (46.).
Dann zog Fritzlar aber nochmal an und machte schnell alles klar. „Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen und auch in der Abwehr hat der letzte Biss gefehlt, aber für die ungewohnte Zeit am Freitag war es eine souveräne Leistung“, zog Kliesch Bilanz.
Tore SVG: Krause 1, Israel 5, Alter 2, Naumann 5, Reimbold 9, Stockschläder 6, Albus 6/1, Puda 4.

SV Germania Fritzlar II – TSG Dittershausen 38:22 (18)
Die Domstädterinnen wollten Revanche für die bisher einzige Niederlage der Saison. Mit einer extrem aggressiven 6:0 Deckung ließen Anamaria Puda und Co. Der TSG kaum Räume und stellten den Gast vor große Probleme. Auch nach dem Seitenwechsel spielte nur Fritzlar, da Dittershausen das hohe Tempo nicht mitgehen konnte. Ohne die starke Janina Landau im TSG-Tor wäre es noch deutlicher geworden.
Tore SVG: Grothnes 7, Krause 2, Alter 2, Naumann 1, Reimbold 8, Stockschläder 1, Albus 7/4, Bachmann 6, Israel 1, Puda 2, Werner 1.

Fritzlars Siegreiches Team vom Wochenende.

HNA Print /// MM /// Foto: SVG

Esther Lieber führt Fritzlar zum 20:16-Sieg beim Schlusslicht

Der SV Germania Fritzlar verteidigt mit einem 20:16-Erfolg beim SV Union Halle-Neustadt II die Tabellenführung in der 3. Handball-Liga Ost.

Zum Schluss wurde es noch einmal eng. Denn da hatte die Zweitliga-Reserve des SV Union Halle-Neustadt gerade durch Linkshänderin Lisa Thieme auf 16:17 (55.) verkürzt. Doch Esther Lieber mit einem Doppelschlag und Maria Kiwa machten mit ihren Treffern alles klar und sicherten den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar den 20:16 (10:6)-Erfolg. Durch den zwölften Saisonsieg bleibt die Germania weiter an der Tabellenspitze.

Fritzlars Sieggarant: Esther Lieber zog im Angriff die Fäden und hielt die Deckung beim 20:16-Erfolg beim SV Union Halle-Neustadt II zusammen.© Pressebilder Hahn

„Halle hat gekämpft und uns alles abverlangt“, bekannte SVG-Coach Lazar Constantin Cojocar. Die Domstädterinnen erwischten den besseren Start und führten schnell mit 6:1 (12.). Vor allem Linksaußen Lena Dietrich war kaum zu stoppen und traf sowohl aus dem Positionsangriff als auch per Gegenstoß. Ihr Debüt im SVG-Trikot feierte Talent Hannah Berk, die in der ersten Halbzeit einen Kurzeinsatz hatte und einen Siebenmeter verwandelte. Auch Anna Holcezy gab nach langer Verletzungspause ihr Comeback.

Erst nach einer Auszeit von Union-Trainer Jan Henning Himborn fanden die Gastgeberinnen besser in die Partie. Beim 5:7 (21.) durch Justine Schmitz war Halle wieder dran waren. „Wir haben den Gegner durch einfache Fehler, durch Fehlpässe und schlechte Abschlüsse wiederaufgebaut“, haderte Cojocar.

Dennoch gab Fritzlar weiter die Richtung vor, weil die 6:0-Deckung sicher stand. Über 11:6 (32.) und 13:8 (40.) zogen die Gäste auf 15:11 (45.) davon.

Im Angriff zeigten die Fritzlarerinnen jedoch eine enttäuschende Leistung. „Im Angriff hat nichts funktioniert. Das kann nicht unser Anspruch sein“, ärgerte sich Cojocar. Vor allem aus dem Rückraum spielten die Domstädterinnen mit zu wenig Tempo, zu häufig lag die Verantwortung allein bei Spielmacherin Esther Lieber.

Anstatt sich vorentscheidend abzusetzen, ließ die Germania die Zweitliga-Reserve so wieder herankommen. Nach einer Zeitstrafe gegen Maria Kiwa verkürzte Halle durch Vanessa Dirks und Isabell Rössner auf 15:17 (53.), Thieme sorgte wenig später für den Anschluss. Weil die Domstädterinnen in den Schlussminuten aber wieder energisch verteidigten und im Angriff Lieber und Kiwa trafen, musste sich das Schlusslicht geschlagen geben.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Abwehr-Gala des SV Germania Fritzlar beim 25:21 gegen TSG Eddersheim

Das war schlichtweg fantastisch. Eine Meisterleistung im Spitzenspiel. Anschauungsunterricht an Abwehrarbeit. Belohnt mit einem frenetisch bejubelten 25:21 (10:12)-Sieg gegen den bisherigen Tabellenführer TSG Eddersheim.

Die im Resultat exakte Bestätigung des Hinspielerfolgs, durch den die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar in der 3. Liga Ost den ersten Platz zurückerobert haben. „Mit jeder gelungenen Aktion in der Deckung haben wir uns weiter gepusht. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht und gibt uns Selbstvertrauen für die restlichen sieben Spiele“, erklärte Esther Lieber.

Glückselig: (von links) Lena Dietrich, Janina Dreyer, Luisa Krüger, Bibiana Huck, Esther Lieber und Annamaria Puda feierten den 25:21-Erfolg im Spitzenspiel gegen die TSG Eddersheim gebührend und sind mit dem SV Germania Fritzlar nun wieder Drittliga-Spitzenreiter. © Pressebilder Hahn

Fritzlars Kapitänin bildete zusammen mit Janina Dreyer im Mittelblock und der erneut überragenden Vanessa Maier im Tor das Herzstück eines kollektiv überzeugenden Teams. Da hatte SVG-Coach Lucky Cojocar schon im Training ein „Kribbeln gespürt“, dass es seine Mannschaft deutlich besser machen möchte als beim 19:27 in Nidda.

Keine Spur also von Pause oder gar Müdigkeit, ob nur sieben eingesetzter Feldspielerinnen. Da zeigte die reaktivierte Kreisläuferin Lorena Lorenz, dass sie es noch drauf hat, und da unterstrich Anamaria Puda, dass ihre Tage im Landesliga-Kader gezählt sein dürften. Die 19-Jährige spielte unbekümmert auf, wirkte, als hätte sie schon einige (Spitzen-)spiele auf dem Buckel, und passte sich dem hohen Niveau ihrer Nebenleute an. „Sie ist voll da und hat ihre Aufgabe super gelöst“, lobte Lieber die Rückraumspielerin, die gut verteidigte und auch im Angriff wirkungsvoll agierte. Nicht von ungefähr landete ihr erster Wurf ansatzlos und frech zum 6:7 im Netz (21.).

Eddersheim wirft nur 12 Tore aus dem Spiel

Das war wichtig, weil die Gäste nichts unversucht ließen, Revanche fürs Hinspiel zu üben. In den ersten 38 Minuten legte Eddersheim stets eine Führung vor. Teilweise mit drei Toren Vorsprung. Jedoch nur aus der Nahwurfzone und per Strafwurf. Deren elf verteilten die schwachen Unparteiischen an die Gäste. Nur ein Dutzend Tore gelang dem besten Angriff der Liga aus dem Spiel heraus. „Wir wussten, dass es ein Vergleich der Systeme wird. Abwehr gegen Angriff. Und wir haben unser System nicht durchgebracht“, betonte TSG-Coach Tobias Fischer, der die „verdiente Niederlage“ als Lerneffekt abhakte.

Denn mit zunehmender Spielzeit zermürbte jede Attacke von Vorkämpferin Luisa Krüger, jede weitere Parade von Maier und jeder Treffer auf der Gegenseite die Moral Eddersheims. Und Fritzlar belohnte sich sehenswert nach der ersten Führung zum 14:13 (39., Lieber) – und gab sie nicht mehr her. Eine Augenweide das Solo in Unterzahl von Lieber zum 15:13 (41.), eiskalt der verwandelte Gegenstoß Lena Dietrichs nach einer Harpune von Maier zum 22:19 (51.) und krachend das 24:20 von Dreyer in den Knick (56.).

Siebenmeter-Parade als I-Tüpfelchen

Nur eine hatte noch nicht genug. Vanessa Maier, die ebenso wie Lea Gürbig lange kein Mittel gegen die sicheren Siebenmeter von Hanna Özer fand. Die ersten acht Versuche der Führenden der Torschützenliste waren drin. Nummer neun ging vom Fuß Maiers an den Pfosten – und raus (57.). Das war der Sieg. „Unsere Abwehr stand wie eine Eins. Einfach perfekt“, frohlockte Cojocar.

Fritzlar: Maier (19 P./18 GT), Gürbig (0/3) – Dietrich 3, Huck 5/1, Lorenz, Nepolsky, Lieber 9/1, Puda 2, Dreyer 2, Krüger 4.

Eddersheim: Priester (6/17), Brennigke (3/8) – Hilbig 1, Özer 9/8, Brocke 1, Flebbe, Gempp, Müller 2, König 2/1, Krämer, Feick 1, Thoß 5.

SR: Sakovski/Schneider. Zuschauer: 400.

Siebenmeter: 2/3:9/11. Zeitstrafen: 6:2-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Fritzlar II bestraft Wesertaler Fehler konsequent

Oedelsheim – Mehr als deutlich fiel die erste Heimniederlage für den Frauenhandball-Landesligisten HSG Wesertal gegen den SV Germania Fritzlar II aus. Der Tabellenvierte verlor das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer mit 21:31 (8:14). Bereits das Hinspiel hatte die HSG genauso klar mit 20:30 verloren.

Sorgte für Unruhe beim Gegner: Tessa Herbold war mit sechs Treffern zweitbeste HSG-Werferin gegen Fritzlar II. Zum Sieg reichte es dennoch nicht. Wesertal verlor mit 21:31. Foto: Rieß

Hierzu gibt es folgende Fragen:

Wie verlief die erste Halbzeit?

Nur bis zum 2:2 war die erste Hälfte ausgeglichen. Danach offenbarten sich die Schwächen der Gastgeberinnen im Angriffsspiel, die acht Minuten ohne Torerfolg blieben und mit 2:7 ins Hintertreffen gerieten. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte taten sich die Gastgeberinnen sehr schwer mit dem Torewerfen. So konnten die Gäste auf 11:4 wegziehen. Die HSG kam noch einmal auf 7:11 heran, bevor die Gäste zur Pause auf sechs Tor erhöhten.

Wurde es in der zweiten Halbzeit besser?

Nicht wirklich. Fritzlar war spielerisch einfach besser und nutzte konsequent die Schwächen der HSG aus. Vorne setzte sich jetzt Leibecke mit ihren Würfen aus dem Rückraum in Szene, doch die Gäste hatten das Spiel weiter im Griff. Sie ließen den Ball sicher laufen oder waren über die erste Welle oder die schnelle Mitte erfolgreich. So konnten sie bis zur 42. Minute auf 21:12 davonziehen.

Kam noch einmal ein wenig Spannung auf?

Es war nur ein kurzer Hoffnungsschimmer, als dreimal Leibecke und einmal Katharina Kranz auf 16:21. Die Hoffnungen auf eine spannende Schlussviertelstunde machte Fritzlars Zweite aber sehr schnell zunichte. Kurz vor Schluss konnten sie sogar noch auf zehn Tore Vorsprung erhöhen.

Was waren die Gründe für die hohe Niederlage?

Gerade in der ersten Hälfte leisteten sich die Wesertalerinnen zu viele Fehler im Angriff. Dadurch kam Fritzlar II immer wieder zu leichten Tempogegenstoßtoren. Auch im Positionsspiel war der Tabellenführer überlegen. Die Gäste waren schneller, beweglicher und auf jeder Position aus torgefährlich.

Was sagte Trainer Jürgen Herbold?

„So hoch durften wir nicht verlieren. Wir haben nicht unsere Leistung abgerufen. Insgesamt waren es wieder zu viele technische Fehler. Vor allem in der ersten Halbzeit sind wir nicht mit der letzten Überzeugung in die Angriffe gegangen. Das hatte uns Fritzlar voraus und hat unsere Fehler gnadenlos bestraft.“

Wesertal: Henze, Aßhauer (ab 56.) – I. Riedel, Kaczor (1), C. Przyludzki, Leibecke (10/2), Herbold (6/3), Wessel (1), Martin (2), Eckert, Meroth, Meth, Kranz (1), Erger (1).

Fritzlar II: Sucky, Zeller – Grothnes (3), Küster (1), Alter (2), Naumann (3), Reimbold (6), Stockschläder (4), Albus (5/4), Israel, Bachmann (5), Oschmann, Werner, Bücker (2), Krause.

Zuschauer: 160.

Schiedsrichter: Lukas und Simon Thamm (Lohfelden/Vollmarshausen).

Spielverlauf: 2:2 (7.), 2:7 (15.), 3:9 (21.), 4:11 (24.), 7:11 (26.), 8:15 (32.), 12:21 (42.), 16:21 (45.), 16:24 (48.), 20:27 (56.), 21:31 (59.).

HNA Online /// Michael Wepler /// Foto: Rieß

HSG Gedern/Nidda im Topspiel erneut zu stark für SV Germania Fritzlar

Es gibt Niederlagen, die wehtun. Rückschläge, die verärgern. Und es gibt verlorene Partien, die Hoffnung bringen. „Wir haben zwar ein Spiel verloren, dafür aber eine Spielerin gewonnen“, sagte Handball-Lehrer Lucky Cojocar, der mit dem SV Germania Fritzlar im Gipfeltreffen der 3. Liga Ost bei der HSG Gedern/Nidda mit 19:27 (11:15) unterlag.

Hautnah: Fritzlars Lena Dietrich (am Ball) und Hanna Rösner von der HSG Gedern/Nidda schenkten sich im Topspiel der 3. Liga Ost nichts.© Pressebilder Hahn

Der neue Lichtblick der Germania heißt Anamaria Puda. Eine 19-Jährige, die 2018 von der A-Jugend der TSG Dittershausen kam und bislang für Fritzlar II in der Ober- sowie Landesliga spielte. Das dürfte sich ändern. „Anamaria verfügt über einen guten Wurf und hat sich auch in der Abwehr bewährt“, lobt Cojocar die groß gewachsene Rückraumspielerin, die vor 400 Zuschauern im Hessen-Derby in Nidda mehr als 30 Minuten auf der Platte stand.

Anamaria Puda @Hahn

Das war notwendig, weil nach dem zusätzlichen Ausfall von Neuzugang Hannah Berk (Gehirnerschütterung) mit Lorena Lorenz nur noch eine Alternative im Aufgebot stand. Und die Kreisläuferin konnte erkrankt lediglich phasenweise helfen.

Deshalb begannen die Gäste mit Bibiana Huck im rechten Rückraum statt auf Rechtsaußen, wo Kathleen Nepolsky für die Domstädterinnen startete. So lange die Kräfte reichten, verkaufte sich das Cojocar-Team gegen den letztjährigen Zweitligisten deutlich besser als beim 16:24 im Hinspiel. Über 2:2 (4., Janina Dreyer) und 7:6 (12., Nepolsky) blieb Fritzlar bis zum 10:13 nach Pudas ersten beiden Drittliga-Treffern in Schlagdistanz (27.).

Mit zunehmender Spielzeit erwies sich Kreisläuferin Leonie Nowack als spielentscheidender Faktor im Mittelblock, so dass die Domstädterinnen bei den meisten Angriffen ins Zeitspiel mussten. Auf der Gegenseite war Sabine Kaiser nicht zu stoppen und warf sieben Treffer. Das Tor der Halblinken zum 20:16 (50.) läutete einen Schlussspurt der Mannschaft von Trainer Christian Breiler ein, dem Fritzlar nicht gewachsen war.

Bitter indes, dass ein Foulspiel nach einem Schlag ins Gesicht Pudas nicht geahndet wurde – und Emely Nau im Gegenzug auf 21:16 erhöhte (51.). Das saß. Nau (2), Isabell Schüler (3) und Hannah Niebergall konterten nach Belieben und sorgten mit einem 8:1-Lauf dafür, dass die HSG in der Tabelle nur noch zwei Zähler hinter der Germania liegt. „Wir haben gekämpft, bis der Tank leer war“, sagte Cojocar, der sein Team jetzt auf den nächsten Hit gegen die TSG Eddersheim (So. 17 Uhr) vorbereitet. Dann als Tabellenzweiter, weil Eddersheim nach dem 30:19 gegen die TS Herzogenaurach an Fritzlar vorbeigezogen ist.

Fritzlar: Maier (17 P./26 GT), Gürbig (0/1) – Dietrich 3, Huck 3, Lorenz, Nepolsky 1, Lieber 3, Dreyer 7, Krüger.

SR: Kreß/Tarka. Zuschauer: 400.

Siebenmeter: 5/7:0/1. Zeitstrafen: 6:8-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar II – HSG Lohfelden/Vollmarshausen 34:21 (17:10)

Fritzlar. In Abwesenheit von SVG-Coach Gunnar Kliesch (beruflich verhindert) ließ der Liga-Primus nichts anbrennen.

Nach einem etwas verhaltenen Beginn steigerte sich vor allem die 6:0-Deckung der Domstädterinnen, die mit Torfrau Katja Zeller einen starken Rückhalt hatten. „Wir haben etwas gebraucht, aber dann sind wir immer besser ins Laufen gekommen und haben offensiv sehr variabel gespielt“, lobte Sandra Römer, die zusammen mit Alina Küster und Hannah Grothnes coachte. Vor allem nach der Pause kam die erste und zweite Welle der Gastgeberinnen immer mehr zum Tragen.
Damit führt SV Germania Fritzlar II weiterhin die Tabelle an.

Tore Fritzlar: Grothnes 3, Küster 3, Alter 4, Naumann 3/2, Reimbold 4, Stockschläder 1, Albus 4/1, Bachmann 4, Puda 4, Werner 2, Bücker 2.

HNA Print /// 28.01.20

SV Germania Fritzlar stürmt nach 40:31 zurück an die Tabellenspitze

Schon klar. Auch 39 Tore hätten für zwei Punkte gereicht. Aber bei einem Offensivfestival wie diesem, ist es die Krönung, wenn noch der 40. Treffer fällt. Den erzielte – und das passt zum homogenen Auftritt des SV Germania Fritzlar – aus gerechnet die Akteurin mit den geringsten Spielanteilen.

Zwölf Sekunden vor Schluss hämmerte Kathleen Nepolsky den Ball in den Winkel und sicherte damit ihrem Team den 40:31 (18:15)-Sieg gegen den Thüringer HC II, mit dem Fritzlars Handballerinnen an die Tabellenspitze der 3. Liga Ost zurückgekehrt sind.

Im Anflug: Bibiana Huck (rechts) setzt sich gegen Klara Schlegel durch. © Pressebilder Hahn

40:31. Aus dem Ergebnis geht deutlich hervor, was hervorragend war und wo der Schuh drückte. Lucky Cojocar nahm es mit Humor und analysierte: „Das war wie Biathlon. Laufen und Schießen.“. Was es beim Biathlon nicht gibt, ist Verteidigen, und so konzentrierten sich beide Mannschaften auf Laufen und Schießen.

Zum Ärger von Vanessa Maier. „Das war eine ganz schwache Abwehrleistung“, sagte die Torhüterin, die mit einer sehr guten Quote (12 Paraden bei 25 Gegentoren) einen großen Anteil am klaren Sieg ihres Teams hatte.

Ihrem Trainer aber konnte die mangelnde Gegenwehr bei den Erfurter Angriffen die gute Laune nicht verderben. „Bei 40 Treffern fange ich doch nicht an, nach einem Haar in der Suppe zu suchen“, sagte Cojocar.

Dreyer am treffsichersten

Gut drauf war auch Janina Dreyer, die mit neun Treffern die erfolgreichste Fritzlarer Werferin war. „Ich habe von unserem variablen Angriffsspiel profitiert und mich außergewöhnlich treffsicher gefühlt, sagte die Rückraumspielerin, die in der zweiten Halbzeit von links auf rechts wechselte und damit die Position mit Maria Kiwa tauschte, was für eine zusätzliche Verwirrung in der Thüringer Abwehr sorgte.

Zwar hebt Cojocar die Homogenität seines Teams hervor, aber neben Maier, Dreyer und Kiwa sind noch Esther Lieber und Bibiana Huck hervorzuheben. Lieber war die Spielerin mit den überraschenden Würfen, während Huck für die spektakulären Momente sorgte.

Angesichts des klaren Resultats ist es verwunderlich, dass es bis zur 15. Minute dauerte, ehe Lena Dietrich mit dem Treffer zum 7:6 erstmals für eine Fritzlarer Führung sorgte. Und als Bibiana Huck den Vorsprung beim 18:14 auf vier Tore ausbaute, war schon fast Halbzeit.

Kurz danach war beim 21:15 durch Maria Kiwa allerdings schon die Vorentscheidung gefallen, ehe es über 28:21 und 31:23 zum Endstand von 40:31 kam. Schließlich hatte Cojocar doch noch ein Haar in der Suppe gefunden. „Die Abwehr war zu passiv, wir haben oft viel zu spät attackiert“, sagte der Trainer trotz seiner guten Laune.

Fritzlar: Maier 1 – 49./12 Paraden/25 Gegentore, Gürbig 49. – 60./4/6 – Dietrich 3, Huck 8/1, Lorenz 2, Albus 1, Nepolsky 1, Lieber 8/2, Dreyer 9, Kiwa 5, Krüger 3

Thüringen: Vesper 1. – 36./53. – 60./5/28, Köster 36. – 53/5/12 – Breitbarth 2/1, Karl 5, Huhnstock 7, Hagedorn 7/1, Schwanethal, Bessert, Schlegel 8, Thorn 2

SR :Magalowski/Schwieger Zuschauer: 150

Siebenmeter: 4/1:2/1 Zeitstrafen: 6:2-Minuten

HNA Online /// Gerd Brehm /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar nach 31:26 in Nieder-Roden wieder Tabellenführer

Das sind zwei ganz wertvolle Punkte: Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben im Titelrennen der 3. Liga Ost mit 31:26 (13:10) bei der HSG Rodgau Nieder-Roden gewonnen. Als Lohn ist die Germania für zumindest eine Nacht wieder Tabellenführer.

„Diese Leistung und die Moral der Mannschaft sind nicht hoch genug einzuschätzen und zu loben“, betonte SVG-Coach Lucky Cojocar. Denn der Handball-Lehrer musste einmal mehr improvisieren. Da Regisseurin Esther Lieber (Virus) kurzfristig fehlte, standen nur noch zwei der ursprünglich sechs Rückraumspielerinnen zur Verfügung.

Nicht zu stoppen: So wie hier Ober-Eschbachs Lena Rosenberg (r.) ließ Maria Kiwa mit Germania Fritzlar auch Nieder-Roden abblitzen. © Pressebilder Hahn

Janina Dreyer begann auf Halblinks, Maria Kiwa auf der Mitte und Rechtsaußen Bibiana Huck rückte auf Halbrechts. Als Alternative machte Paula Bachmann aus dem Landesliga-Kader die Reise nach Südhessen mit, kam jedoch nicht zum Einsatz. Nach 17 Minuten ging die reaktivierte Lorena Lorenz an den Kreis und für sie Luisa Krüger in den Rückraum, wo sie geschickt mit Dreyer und Kiwa nach Bedarf die Positionen tauschte. Diese Wechselspiele waren wichtig, weil Nieder-Roden die Germania ständig vor neue Aufgaben stellte.

Kiwa und Huck am treffsichersten

Beginnend mit einer 6:0-Deckung, noch vor der Pause einer 5:1-Variante gegen Dreyer und im zweiten Durchgang sogar mit zwei Vorgezogenen, um die Kreise der Domstädterinnen einzuengen. „Wir haben immer Lösungen gefunden. Dadurch konnten wir über 20 Fehlwürfe verkraften“, sagte Cojocar, der in der ersten Halbzeit fast ein Dutzend Pfosten- und Lattentreffer seines Teams zählte. Auch deshalb lag Fritzlar zunächst mit 5:7 in Rückstand (15.), ehe vier Treffer in Folge von der starken Krüger (2), Huck und Kiwa den Spieß zum 9:7 (21.) wendeten.

Durchaus stabil zeigte sich die Deckung der Germania, die etwa Torjägerin Pia Magnago aus dem Spiel nahm. Allein die zweitliga-erprobte Jana Heßler (10/1) war kaum zu bremsen. Bis zur 48. Minute lagen die disziplinierten Gäste „nur“ mit zwei bis vier Treffern vorn. Dann verwerteten die Außen Lena Dietrich und die emsige Huck ihre Chancen eiskalt. Und die überragende Kiwa sowie Vanessa Maier trafen jeweils ins leere Tor. Dadurch trafen alle eingesetzten Fritzlarerinnen – sogar die Torfrau.

Allerdings gab es noch einen Wermutstropfen: Anna Holeczy wurde im Angriff bei einer Eins-gegen-Eins-Aktion gefoult und ist nun am Ellenbogen verletzt.

Fritzlar: Maier (1, 18 P./26 GT.), Gürbig (1/0, bei einem 7 m) – Dietrich 3, Holeczy 1, Huck 7/3, Lorenz 2, Nepolsky 1, Bachmann, Dreyer 5, Kiwa 7, Krüger 4/1.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

TSV Vellmar verliert Topspiel gegen Fritzlar II deutlich

Wie von einer Dampfwalze wurde der TSV Vellmar von der SV Germania Fritzlar II im Gipfeltreffen der Handball-Landesliga überrollt. Dabei präsentierte sich der Oberliga-Absteiger speziell in der ersten Halbzeit nahezu meisterlich. Die Vellmarerinnen überwintern nach der 28:36 (11:21)-Niederlage auf dem zweiten Tabellenplatz – hinter Spitzenreiter Fritzlar II.

Zugegeben, ein wenig mehr Spannung hätte es schon sein dürfen. Gerade im Spitzenspiel. Gerade, wenn es um die Tabellenführung geht. Und gerade vor solch einer eindrucksvollen Kulisse in der pickepackevollen Vellmarer Großsporthalle. Was sich dann aber in den ersten 30 Minuten auf der Platte abspielte, war eine Demonstration der Fritzlarer Spielstärke. Ein Spiel auf Augenhöhe? Alles andere als das – zumindest nicht in Durchgang eins. Und nicht grundlos bezeichnete Fritzlars Trainer Gunnar Kliesch die erste Hälfte als „sensationell“.

Auf und davon: Die Vellmarerin Elisa Steiner (Mitte) setzt sich gegen Chantal Reimbold (links) und Nina Albus von Germania Fritzlar durch.© Andreas Fischer

Mit zunächst statisch wirkenden Vellmarerinnen machten die Gäste kurzen Prozess. Aber sowas von. Kaum einen technischen Fehler leistete sich der Gast, dessen Tempospiel eine echte Waffe war. Fünf Minuten hielt Vellmar dieser Geschwindigkeit stand – Leonie Homburg glich noch zum 3:3 aus. Dann aber nahm das Unheil aus Sicht des TSV konkrete Formen an. Auf 6:3 hatte sich Fritzlar abgesetzt, als Vellmars Coach Sebastian Menche die erste Auszeit nahm. Dem Fritzlarer Spielfluss tat das aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Mit vielen vermeidbaren Ballverlusten und überhasteten Torabschlüssen präsentierte sich der TSV äußerst spendabel, wenn es um das Verteilen von Geschenken ging. Fritzlars Chantal Reimbold stellte Mitte der ersten Halbzeit auf 12:6. Nur sechs Minuten später lagen die Gäste bereits mit 17:10 vorn und warfen bis zur Halbzeitpause einen Zehn-Tore-Vorsprung heraus.

Das Spiel war so gut wie entschieden. Trotzdem raffte sich der TSV noch einmal auf und biss sich regelrecht in dieses Spiel hinein. „Das war megastark. Wir haben gekämpft und zusammengespielt – das hat uns schon in den letzten Spielen ausgezeichnet“, erklärte TSV-Trainer Menche, der nun ein anderes Gesicht seines Teams sah. Bis auf fünf Tore kamen die Gastgeberinnen heran – mehr war aber nicht drin. Fritzlar legte in einer furiosen ersten Halbzeit den Grundstein für einen Sieg, der bereits jetzt ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben für die Oberliga war.

Vellmar: Bock, Stern – Homburg 5, Steiner 2, Schmalz 1, Deichmann 2, Schneider 10/2, Geßner 3, Scherer 5/5, Griesmeier, Eckel.

Fritzlar: Suchy – Grothnes 3, Alter 7, Reimbold 5, Albus 4/1, Puda 4, Naumann 7/7, Stockschläder 2, Bachmann 3, Bücker 1, Israel, Werner

HNA Online /// Raphael Wieloch /// Foto: Andreas Fischer

Bibiana Huck und Janina Dreyer drehen bei Fritzlars 28:18-Sieg auf

Schöner Jahresabschluss für den SV Germania Fritzlar in der 3. Handball-Liga Ost: Beim sonst so defensivstarken HV Chemnitz siegten die Domstädterinnen souverän mit 28:18 (14:8). Und bleiben damit als Tabellenzweiter dem Spitzenreiter TSG Eddersheim mit einem Punkt Rückstand auf den Fersen.

Spielentscheidend für den deutlichen Auswärtserfolg war ein 10:2-Lauf in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit. Nach einer unkonzentrierten Anfangsphase, in der die Gäste fünf Siebenmeter verursachten und mit 4:6 (15.) zurücklagen, hatte SVG-Trainer Lucky Cojocar bei einer Auszeit seine Abwehrformation von einer 5:1- auf eine 6:0-Deckung umgestellt.

Aufdreht: Janina Dreyer war bei Fritzlars 28:18 in Chemnitz treffsicher.© Pressebilder Hahn

Fortan lief es wie gemalt. Besonders für Janina Dreyer, die aus dem Rückraum fünf Treffer vor der Pause warf und in der Defensive aufmerksam gemeinsam mit Esther Lieber im Mittelblock agierte. Und für Bibiana Huck, die nach der taktischen Umstellung und den daraus resultierenden vermehrten Ballgewinnen konsequent die zweite Welle lief, und so für einen Sechs-Tore-Vorsprung sorgte. „In dieser Phase haben wir die technischen Fehler des Gegners gut ausgenutzt“, lobte Cojocar.

Zwar kamen die Gastgeberinnen kurz nach dem Seitenwechsel durch Melanie Beckert und Caroline Rosiak auf vier Tore heran. Doch spätestens nach einem 6:0-Lauf, der erneut nach einer Auszeit (39.) gelang, war das Spiel entschieden. War es vor der Pause noch Dreyer, die nach Belieben traf, stellte nun vor allem Maria Kiwa (6) aus dem linken Rückraum ihre Treffsicherheit unter Beweis.

Und nicht nur das. Auch in der Abwehr war Kiwa zusammen mit Luisa Krüger auf den Halbpositionen ebenso wie die beiden starken Torhüterinnen Vanessa Maier und Lea Gürbig mit guten Verteidigungsaktionen auf dem Posten. Das gefiel natürlich auch dem SVG-Coach: „Taktisch gab es da nichts zu meckern. Ein Riesenkompliment an das Team, nicht nur für dieses Spiel, sondern auch für das ganze Jahr 2019.“

Fritzlar: Maier (1.-48.), Gürbig (48.-60.) – Dietrich, Holeczy 1, Huck 7, Ahrend 1, Nepolsky, Lieber 5/2, Dreyer 5, Kiwa 6, Krüger 3.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn

HSG Twistetal – SV Germania Fritzlar II 25:29 (11:17).

Landesliga Frauen
HSG Twistetal – SV Germania Fritzlar II 25:29 (11:17).

„Das war ein souveräner Auftritt meines Teams“, sagte
SVG–Coach Gunnar Kliesch, der sich vor allem über die Körpersprache seiner Mannschaft freute.
Nach ausgeglichenem Beginn warfen Spielmacherrin Hannah Grothnes und Kreisläuferin Alina Küster eine 11:8-Führung heraus (17.).Meike Naumann und Chantal Reimbold erhöhten bis zur Pause auf sechs Tore. Ein weiterer Grund für den wachsenden Vorsprung war die Einwechslung von Torfrau Nina Suchy (14.). Erst parierte sie einen Strafwurf, dann hielt sie auch im weiteren Verlauf stark. Nach dem Seitenwechsel ließ die Germania nichts mehr anbrennen.

Tore SVG: Grothnes 5, Küster 3, Naumann 5, Reimbold 3, Stockschläder 2, Albus 6, Bachmann 1, Puda 4.

HNA Print /// MM /// 03.12.19

Fritzlar enttäuscht gegen Markranstädt und kassiert zweite Saisonniederlage

Am Schluss versagten auch noch die Nerven. Bibiana Huck hätte den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar zumindest noch ein Remis gegen den SC Markranstädt sichern können, doch die Linkshänderin setzte den Ball von Rechtsaußen am Tor vorbei.

Und besiegelte damit die 19:20 (9:9)-Niederlage der Domstädterinnen. Der Spitzenreiter hatte allerdings nicht nur beim Torabschluss, sondern auch in der Defensive einiges vermissen lassen. „Wir waren nicht konsequent genug und haben zu viele technische Fehler gemacht“, sagte Xenia Ahrend. Trainer Lucky Cojocar kritisierte auch die Einstellung seiner Mannschaft: „Wir sind heute nicht so selbstbewusst aufgetreten, wie es sich für einen Tabellenführer in eigener Halle gehört.

Bruchlandung: Fritzlars Luisa Krüger (vorn) wird hier unsanft von Markranstädts Nele Mertens gestoppt. © Pressebilder Hahn

Sein Gegenüber Rüdiger Bones hingegen war stolz über den Auftritt seiner Mannschaft. „Ich bin überglücklich. Respekt, was wir hier geleistet haben“, sagte der 61-Jährige.

Denn die Gäste legten einen couragierten Auftritt hin, wobei vor allem der Rückraum um Spielmacherin Mertens und die beiden Halben Lara Seidel und Henriette Dreier überzeugte. „Wir haben die drei nicht angegriffen und waren zu passiv“, bemängelte Cojocar. So lag die Germania schnell mit 0:2 (3.) und 5:8 (20.) zurück. Damit war Fritzlar noch gut bedient, Vanessa Maier im Tor verhinderte einen höheren Rückstand.

Erst nach der Umstellung auf eine 5:1-Formation mit Luisa Krüger als vorgezogene Spielerin wurde es besser. „Da sind wir zu sehr in die Zweikämpfe gegangen“, sagte Bones. Esther Lieber, Xenia Ahrend und Anna Holeczy glichen zum 8:8 aus. (27.).

Nach der Pause folgte die stärkste Phase der Germania, als Kathleen Nepolsky und Krüger ihr Team mit 13:10 (40.) in Führung warfen. Bis zum 18:16 (50.) durch Lieber behauptete Fritzlar den Vorsprung, hatte aber in der Defensive gegen die Schlagwürfe von Dreier und das starke Eins-gegen-Eins der erst 16-Jährigen Seidel keine Mittel.

Während Nele Mertens zum 18:18 ausglich (55.), ging der Germania auf der Zielgeraden die Luft aus. Erst setzte Linksaußen Nepolsky einen Gegenstoß über das Tor, dann vergab Rechtsaußen Holeczy frei von Außen. Die Gäste hingegen zogen auf 20:18 (58.) davon und besiegelten somit die zweite Saisonniederlage der SVG-Handballerinnen.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar verteidigten mit einem Kantersieg die Tabellenführung.

SV Germania Fritzlar II – TG Rotenburg 42:27 (22:11).

Fritzlar. Aus einer starken Abwehr um Anamaria Puda heraus überrollte die Germania die Gäste. „Wir haben uns sehr gut auf ihre Auslösehandlungen vorbereitet und die Mannschaft hat das perfekt umgesetzt“, lobte Germania-Coach Gunnar Kliesch sein Team. Nutznießer der starken Defensivarbeit waren die Außenspielerinnen Lena Alter und Nina Albus sowie Spielmacherin Hannah Grothnes, die per Gegenstoß die Führung schon in der ersten Hälfte über 9:4 (12.) und 17:7 (22.) in die Höhe schraubten.
Nach dem Seitenwechsel schaltete Fritzlar Defensiv etwas zurück, was Trainer Kliesch ärgerte: „Wir waren dann einfach etwas zu lasch in den Zweikämpfen.“ Da der Angriff jedoch weiterhin lief wie geschmiert, blieb dies ohne Folgen. Besonders das Fritzlarer Tempo stellte Rotenburg vor unlösbare Probleme.

Tore Fritzlar: Grothnes 8, Küster 5, Alter 5, Naumann 2, Reimbold 5, Stockschläder 3, Albus 6/3, Bachmann 3, Puda 5.

HNA Online /// mm

SV Germania Fritzlar 21:17 in Herzogenaurach nach Wechselbad der Gefühle

Sie sind zurück in der Spur. Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben bei der TS Herzogenaurach mit 21:17 (8:10) gewonnen. Allerdings schickte der Tabellenführer der 3. Liga Ost seinen Anhang durch ein Wechselbad der Gefühle.

Nach acht Minuten lag Fritzlar beim Vorletzten nämlich mit 0:4 zurück. Da war die Verunsicherung nach dem 16:24-Debakel gegen die HSG Gedern/Nidda spürbar. Technische Fehler waren nicht zu übersehen und im Angriff leistete sich die Germania die ersten von insgesamt 23 Fehlwürfen. Immerhin: Mit Xenia Ahrend, Luisa Krüger und Bibiana Huck bewies ein Trio Treffsicherheit, so dass der Spitzenreiter auf 3:4 verkürzen konnte (12.).

Starke Vorstellung: Esther Lieber überzeugte beim 21:17 Fritzlars in Herzogenaurach. © Pres sebilder Hahn

Einen Gegentreffer später hatte SVG-Coach Lucky Cojocar genug gesehen. „Ich habe den Mädels gesagt, sie sollen locker bleiben. Schließlich gibt es keinen Grund, die starken Ergebnisse zuvor infrage zu stellen.“ Gesagt getan. Fortan kam Fritzlar mit der 5:1-Deckung des Gegners besser zurecht. Und hatte Erfolg mit der eigenen 5:1-Abwehr und der gut aufgelegten Kreisläuferin Luisa Krüger auf der Spitze.

Maier wieder starker Rückhalt

Im Mittelblock wussten Esther Lieber und Janina Dreyer ebenso wie Torfrau Vanessa Maier zu überzeugen. Auf Maiers Zettel waren mit 18 erneut mehr Paraden als Gegentreffer. Dennoch lief das Cojocar-Team bis zur Pause einem Rückstand hinterher, weil besonders Kreisläuferin Kristin Lang erheblichen Widerstand leistete.

Angetrieben von den starken Regisseurinnen Lieber und Xenia Ahrend steigerte sich Fritzlar spielerisch. Teilweise gab Ahrend neben Krüger die zweite Kreisläuferin. Das sorgte für situative Überzahl und ebnete den Weg für gelungene Eins-gegen-Eins-Situationen. Mit dem Lohn, dass zunächst Lena Dietrich zum 10:10 (36.) und der überragenden Lieber zum 13:13 der Ausgleich gelangen (46.).

Nach einem Hattrick von Dietrich in nur 90 Sekunden zum 17:13 schienen die zwei Punkte klar (49.). Doch die Gäste fühlten sich zu sicher, gestatteten Herzogenaurach einen 4:0-Lauf zum 17:17 – um mit einem eigenen 4:0-Lauf doch noch einen Arbeitssieg feiern zu können.

Fritzlar: Maier, Gürbig – Dietrich 4, Holeczy, Huck 4, Ahrend 5, Nepolsky, Lieber 5/1, Dreyer 1, Kiwa, Krüger 2.

SR: Kranich/Künstner. Zuschauer: 150. Zeitstrafen: 4:4-Minuten. Siebenmeter: 2/4:1/2.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Landesliga Fritzlar II mit furioser Schlussphase zum Derbysieg

Landesliga Fritzlar II mit furioser Schlussphase zum Derbysieg
Fritzlar. Am Ende wurde es deutlich: Die Landesliga Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II besiegten den TSV Wollrode im Derby mit 31:26 (16:12).

Fritzlar erwischte den besseren Start und ging nach einem Gegenstoß von Hannah Grothnes mit 6:3 (13.) in Führung. Was Wollrodes Trainerin Margret Schmidt zu einer frühen Auszeit veranlasste. Die zeigte Wirkung: Gestützt auf die bärenstarke Dominique Sawyer im Tor (17 Paraden) kämpften sich die Blau-Weißen über 8:6 (17.) und 10:10 (21.) zurück in die Partie und Übernahmen durch Anna Ködels Tor zum 10:11 (25.) erstmals die Führung. Ein kurzes Vergnügen, denn die Germania glich durch Lena Alter postwendend aus. Kreisläuferin Alina Küster erhöhte vor der Pause auf 15:12. Nach Wiederanpfiff zogen die Gastgeber auf 19:13 (35.) davon, doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Linkshänderin Anna Ködel brachte den TSV im Alleingang wieder heran und verkürzte mit vier Treffern auf 23:21 (48.). Doch für mehr reichte es nicht.

Denn die Domstädterinnen hatten mit Torhüterin Nina Suchy (15 Paraden) und Linksaußen Maike Naumann zwei Sieggaraden. Beide waren erst in der zweiten Hälfte in die Partie gekommen. Und drückten der Schlussphase den Stempel auf – der Tabellenzweite zog Tor für Tor davon. „Wir haben uns von Wollrodes langsamen Spiels nicht verrückte machen lassen“, lobte SVG-Coach Gunnar Kliesch. Auf der Gegenseite ärgerte Trainerin Schmidt die schlechte Vorbereitung auf das Spiel:
„Wir haben schlecht trainiert, das hat man an unseren Fehlern gesehen.“ Diese nutzte Fritzlar für einfache Konter Tore. Und zum sechsten Sieg im siebten Spiel.

Fritzlar: Zeller, Suchy, Grothnes 6, Küster 2, Alter 2, Naumann 7, Reinbold 1, Albus 8/5, Bachmann 1, Puda 4, Stockschläder, Werner.

Wollrode: Sawyer, Fehr, Klaatz, Schmieling 3, Schneider 1, Klotzsche 5/4, Lachnit 5/2, Vaupel 1, Bartalos 3, Ködel 6, Friedrich 2, Huy, Schindler.

HNA Print /// Moritz Minhöfer /// 19.11.2019

16:24-Abreibung für SV Germania Fritzlar gegen HSG Gedern/Nidda

Das war heftig! Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben ihre derbste Heimpleite seit Jahren kassiert. Und sind beim 16:24 (6:14) von der HSG Gedern/Nidda im Gipfeltreffen der 3. Liga Ost in ihre Einzelteile zerlegt worden.

„Gedern hat so gespielt, wie wir es gern getan hätten. Das waren von uns zu viele technische Fehler und im Abschluss nur planlose Sprungwürfe über die Mitte, anstatt das Spiel breitzumachen“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar.

Dessen Rückraumspielerinnen bissen sich in schöner Regelmäßigkeit die Zähne aus an Leonie Nowack und Jessica Schmeißer. Dem Mittelblock der HSG, der zeigte, was er in der 2. Liga gelernt hat. Starke Blöcke, geschickte Seitwärtsbewegungen und die nötige Härte. Auf Halb in der Deckung sowie teilweise auch im 5:1-Verbund standen dem Sabine Kaiser und Hannah Niebergall kaum nach. Und wenn doch, dann war mit Sandra Elisath eine gute Torfrau zur Stelle.

Kein Durchkommen: Fritzlars Regisseurin Esther Lieber (r.) wird hier von Kirsten Schindler (l.) und Hanna Rösner bearbeitet, die mit Gedern/Nidda herausragend stark in der Domstadt auftraten. © Pressebilder Hahn

„Die Leistung speziell in der ersten Halbzeit war die Beste in dieser Saison. Es lief alles für uns“, frohlockte HSG-Coach Christian Breiler nach dem ersten Sieg der Wetterauer in der Domstadt. Ein Erfolg mit Ansage. Nur beim 1:0 durch Maria Kiwa (1.) und 2:1 durch Esther Lieber (4.) lag die Germania in Führung. Schon nach dem vergebenen Siebenmeter von Xenia Ahrend, die an Elisath scheiterte, gingen die Köpfe nach unten. „Die Körpersprache hat nicht gestimmt“, wusste Cojocar um einen Unterschied.

Nur 12 Tore in 57 Minuten

Gedern/Nidda feierte jede gelungene Aktion und spielte sich einen wahren Rausch. Zwar nicht im Angriff, weil da eine solide Vorstellung ausreichte. Dafür aber in der Abwehr. Nur zwölf Treffer gelangen dem SVG in den ersten 57 Minuten. Ein fast schon historischer Tiefstwert. Da konnten in den Schlussminuten zwei verwandelte Siebenmeter von Luisa Krüger, Ahrends einziger Treffer und das dritte Tor von Bibiana Huck das Debakel nach 12:24-Rückstand lediglich minimal kaschieren.

Einzig Torfrau Vanessa Maier präsentierte sich in Normalform. Die 25-Jährige wurde nach dem 5:11 (17.) eingewechselt und verhinderte Schlimmeres als die Zwischenstände zum 6:14 (30.), 8:17 (39.) und eben 12:24 (57.). Allein gegen die sicheren Siebenmeter von Kristin Amos, die trotz Kahnbeinbruch mitwirkte und am heutigen Montag operiert wird, war auch Maier machtlos.

Trotz der Abreibung im Hessenderby bleibt Fritzlar Spitzenreiter. Trainer Cojocar setzt auf einen Lerneffekt nach der ersten Saisonniederlage: „Ich verliere lieber einmal so als zehnmal mit nur einem Tor Unterschied.“

Fritzlar: Maier (11 Paraden/13 Gegentore), Gürbig (2/11) – Dietrich 2, Holeczy, Huck 3, Ahrend 1, Nepolsky, Lieber 3/1, Dreyer 2, Kiwa 2, Krüger 3/1.

Gedern/Nidda: Elisath (14/16), Heß – Rösner 1, Schüler 5, Niebergall 3, Kraft, Thiele, Pfaff, Schmeißer, Kaiser 4, Amos 4/4, Nowack 4, Schindler 2, Nau 1.

SR: Majstrak/Reimann. Zuschauer: 250. Siebenmeter: 3/4:4/4. Zeitstrafen: 10:8-Minuten

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Frauen Landesliga TSG Dittershausen – SV Germania Fritzlar II 33:32 (16:20)

Frauen Landesliga: TSG Dittershausen – SV Germania Fritzlar II 33:32 (16:20)

Herber Dämpfer für den SV Germania Fritzlar II. Die Landesliga-Handballerinnen kassierten die erste Saisonniederlage und büßten ihre Tabellenführung an den TSV Vellmar ein.
Die Germania führte zwischenzeitlich mit acht Toren und unterlag am Ende trotzdem. „Bis zum 17:9 war alles gut, aber dann ist die Bereitschaft, in die Zweikämpfe zu gehen, komplett verloren gegangen“, ärgerte sich Coach Gunnar Kliesch. Vor allem der Dittershäuser Rückraum mit Kathrin Hoppe (8) und Kathrin Kördel (9) hatte zu viele Freiheiten. Auch eine Umstellung von 6:0 auf 5:1-Deckung fruchtete nicht und Dittershausen verkürzte bereits zur Halbzeit auf 16:20. Direkt nach der Pause hatte Fritzlar nach mehreren Paraden von Torfrau Nina Suchy die Chance wieder davon zu ziehen, lies diese jedoch ungenutzt. So ging Dittershausen in der 53. Minute erstmals in Führung und brachte den Sieg über die Zeit.

Tore SVG: Grothnes 7, Küster 2, Alter 2, Naumann 1, Reimbold 8, Stockschläder 1, Albus 5, Bachmann 2, Puda 4.

HNA-Print /// mm /// 12.11.19