Esther Lieber hat tolle Handball-Karriere in Fritzlar beendet

Eine große Karriere in Diensten des SV Germania Fritzlar ist beendet. Esther Lieber hat beim Tabellenführer der 3. Handball-Liga Ost aufgehört.

Mit Kim Naidzinavicius, der Kapitänin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und des amtierenden Meisters SG BBM Bietigheim, spielte sie zusammen in der Junioren-Nationalmannschaft. Mit der HSG Bad Wildungen stieg sie 2009 in die 2. Liga und 2011 in die 1. Liga auf. Und mit dem SV Germania Fritzlar wurde Esther Lieber 2016 Drittliga-Meisterin. Ein Erfolg, der sich in diesem Jahr wiederholen könnte. Doch in Zukunft müssen die Domstädterinnen auf die Dienste ihrer Spielmacherin und Abwehrchefin verzichten.

So hoch flog in Fritzlar nur Esther: Spielmacherin Lieber trifft hier unwiderstehlich für ihre Germania gegen Eddersheim. © Pressebilder Hahn

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, betont die 29-Jährige. Und hat es sich nicht leicht gemacht ihre vorbildliche Karriere zu beenden. Obwohl sie auch in dieser Runde zweitliga-taugliche Vorstellungen bot und für sie die Germania „wie eine kleine Familie ist.“ Doch berufliche Verpflichtungen und private Pläne gewannen das Duell mit dem geliebten Sport.

Abwehrstarkes Talent nahm Tipps an

Ähnliche Argumente waren es, die sie 2012 unter ihrem Mädchennamen Meyfarth aus Bad Wildungen in die Domstadt führten. Denn bei der HSG war sie in der Abwehr eine Bank. Hielt den Shooterinnen Cristina Mihai und Sabine Heusdens den Rücken frei. Von den Assen schaute sie sich ebenso Kniffe im Angriff ab wie von Ruta Latakaite und Kathrin Hanke. „Ich habe alles aufgenommen. Vor allem im mentalen Bereich, um in kritischen Situation die Ruhe zu bewahren“, blickt Lieber zurück.

Feierte mit Bad Wildungen zwei Aufstiege: Esther Lieber (r., hier mit Cristina Mihai am 23. Januar 2010 zu sehen). Foto: Richard Kasiewicz

Tipps im Angriff waren ebenfalls willkommen. Denn in die Junioren-Nationalmannschaft schaffte sie es als Linksaußen, kam erst bei den Frauen über die Halb-Positionen auf Rückraum-Mitte. „Esther ist zu einer kompletten Spielerin gereift. In ihrer Art ist sie total uneitel und hat unsere jüngeren Spielerinnen ruhig und besonnen geführt“, betont Fritzlars Sportlicher Leiter Steffen Schmude. Dabei lebte sie ihre aus Bad Wildungen antrainierte Professionalität stets vor. Verpasste in ihrer Laufbahn nur eine Handvoll Spiele, obwohl sie mehrfach angeschlagen war.

Mit Freundinnen gespielt – und aufgehört

Auf die Zähne biss sie auch deshalb, weil sie stets Freundinnen an ihrer Seite wusste. Mitspielerinnen, mit denen sie in der Jugend beim Nachbar-Klub ausgebildet wurde. Und mit denen sie mit Fritzlar stets zur Spitzengruppe der 3. Liga zählte. Federführend Melina Horn, Lorena Lorenz, Bibiana Huck, Vilte Duknauskaite und Vanessa Maier. Passend, dass bis auf Duknauskaite und Huck alle jetzt gemeinsam aufhören.

Apropos Maier. Die Torfrau parierte auch neben der Platte sehenswert. Denn nicht nur Nudeln essen zählte für die scheidende Abwehrchefin zur optimalen Spielvorbereitung, auch die Haare mussten sitzen. Und da waren Zöpfe die erste Wahl. Vanessa Maier hat’s hier drauf. „Wer sagt, dass er keine Marotten hat, der lügt“, betont Esther Lieber augenzwinkernd. Künftig muss sie sich andere helfende Hände suchen. Einen neuen Zeitvertreib. Auf Tennis freut sie sich zum Beispiel.

Als Leichtathletin mit Carolin Schäfer gereift

Bis 2007 fuhr Esther Meyfarth zweigleisig. Und war auch talentiert in der Leichtathletik. Spezialgebiet Mehrkampf. Schwerpunkt Sprung und Sprint. Hoch, weit, Hürden. Unter Trainerin Erika Keller schaffte sie es für den TV Friedrichstein bis in die hessische Spitze. Und wollte sich sogar bei den Deutschen Meisterschaften beweisen. Das verhinderte eine Leistenverletzung.

Bei diesen Titelkämpfen ging dafür der Stern ihrer Teamkollegin auf. Der nationale Durchbruch für Carolin Schäfer. Denn mit der Vize-Weltmeisterin von 2017 im Siebenkampf reifte sie jahrelang gemeinsam beim TVF. Und nicht nur das: Schäfer hätte es ebenso weit im Handball bringen können und spielte mit Meyfarth zusammen im Nachwuchsbereich der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim. „Der Aspekt, sich Ziele als Team zusammen zu erarbeiten und zu erreichen, hat mir in der Leichtathletik gefehlt“, erklärt Esther Lieber, warum sie sich letztlich für den Handball entschied.

Zur Person

Esther Lieber (29), wurde im baden-württembergischen Bad Friedrichshall geboren, wuchs in Bad Wildungen auf, wo sie weiterhin lebt. Als Handballerin reifte sie bei der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim und wurde mit Bad Wildungens A-Jugend 2004 Dritte bei der Deutschen Meisterschaft. 2011 wechselte für ein halbes Jahr zu Borussia Dortmund, ging im Sommer 2012 zurück zur HSG und trägt seit 2012 das Trikot des SV Germania Fritzlar. Seit Sommer 2019 ist sie mit Fußball-Trainer Simon Lieber verheiratet. Gebürtig heißt sie Meyfarth und hat drei ältere Brüder. Die studierte Betriebswirtin arbeitet als Projektmanagerin.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn und Richard Kasiewicz

Alena Breiding und Paula Küllmer verstärken den SV Germania Fritzlar

Das sind zwei wichtige Mosaiksteine in den Planungen des SV Germania Fritzlar. Torfrau Paula Küllmer und Rückraumspielerin Alena Breiding wechseln im Paket im Sommer vom Handball-Zweitligisten SG 09 Kirchhof zum Tabellenführer der 3. Liga Ost.

„Ich erhoffe mir mehr Spielzeit und freue mich auf die neue Herausforderung, die ich gesucht habe“, erklärt Küllmer, die in einer Woche ihren 21. Geburtstag feiert. Trotz ihres jungen Alters hat die Torhüterin bereits fünf Jahre Erfahrung im Frauenbereich in 2. und 3. Liga. Ebenso wie bei der SG 09 setzt die Körlerin, deren Bruder Tom bei Landesligist MSG Körle/Guxhagen spielt, auf den Faktor „Team im Team“. Und möchte mit Lea Gürbig ebenso harmonieren, wie sie es aus Kirchhof kennt und wie Gürbig es mit Vanessa Maier tut. Wie berichtet wird Maier ihre Karriere beenden.

Bleiben zusammen am Ball: Alena Breiding (l.) und Paula Küllmer, die beide nach Fritzlar wechseln. © Richard Kasiewicz

Für frischen Wind im Rückraum soll Alena Breiding sorgen. Die 23-Jährige hat nun zwei Jahre 2. Liga in Kirchhof zu bieten, nachdem sie bis 2017 bei ihrem Heimatverein TSV Vellmar reifte und 2017/18 für die HSG Plesse/Hardenberg drittklassig spielte. „Mit dieser Erfahrung möchte ich Fritzlar helfen“, betont die Rechtshänderin, die vor allem in der Abwehr zuletzt immer stärker wurde und zudem 46 Saisontore erzielte. Ein guter Grund für ihren Wechsel war das Gespräch mit SVG-Coach Lucky Cojocar, der große Hoffnungen in sie setzt.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Richard Kasiewicz

SV Germania Fritzlar II kehrt souverän in die Oberliga zurück

Das war eine Meisterleistung. Eine fast perfekte Runde mit 16 Siegen aus 18 Spielen bei nur einer Niederlage. Die direkte Rückkehr des SV Germania Fritzlar II in die Handball-Oberliga der Frauen als mit fünf Punkten Vorsprung bestes Team der Landesliga Nord.

„Ehrgeiz, Wille und Einsatz waren herausragend. Nachdem wir in einer exzellenten Vorbereitung athletisch die Voraussetzungen geschaffen hatten, konnten unserem Tempospiel niemand in der Klasse standhalten“, erklärt SVG-Coach Gunnar Kliesch. In jeder Einheit habe er mindestens zwölf Spielerinnen zur Verfügung gehabt, so dass er auch in den Partien häufig aus dem Vollen schöpfen und ohne Qualitätsverlust durchwechseln konnte.

Strahlen um die Wette: Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II als Meister der Landesliga mit (hintere Reihe v. l.) Sarah Oschmann, Spielführerin Theresa Werner, Laura Stockschläder, (2. Reihe von hinten) Meike Naumann, Bianka Virag, Alina Küster, Laura Israel, Anamaria Puda (2. Reihe von vorn) Svenja Tampe, Lena Alter, Merle Bücker, Chantal Reimbold, Paula Bachmann, Hannah Grothnes, Katja Zeller, Charleen Krause und (vorn) N ina Albus, Nina Suchy, Luisa Fischmann. Es fehlen Trainer Gunnar Kliesch, Betreuerin Sandra Römer und Physiotherapeut Mirco Kilian. © SV Germania Fritzlar II

Angefangen im Tor, wo die erst 18-jährige Nina Suchy gerade bei schnellen Abschlüssen der Gegner parierte und dank ihrer starken Reflexe ein tolles Duo mit Katja Zeller bildete. Der 35-Jährigen, die jahrelang unter ihrem Mädchennamen Bode drittklassig für die Domstädterinnen spielte und von Kliesch bereits als 16-Jährige nach ihrem Wechsel aus Felsberg trainiert wurde. Zeller glänzte als Erste-Welle-Pass-Spielerin mit ihren Harpunen, die von Lena Alter, Merle Bücker und Hannah Grothnes bevorzugt verwandelt wurden.

Torgefahr von allen Positionen

Die 20-jährige frühere Hessenauswahl-Spielerin reifte in dieser Serie vom Talent zur Führungsspielerin. Und freundet sich perfekt mit ihrer neuen Position an. Denn in Kirchhof war Grothnes vor allem Linksaußen, jetzt führt sie Regie auf Rückraummitte. „Die Verantwortung trage ich gern und habe Spaß daran, Entscheidungen zu treffen“, betont das Energiebündel, das lieber die Mitspielerinnen einsetzt, anstatt selbst abzuschließen. Das hat eine ausgeglichene Bilanz in der Torjägerliste zur Folge.

„Auf allen Positionen gefährlich zu sein ist wertvoller, als das sich der Gegner nur auf eine Top-Spielerin konzentrieren muss“, betont Kliesch. Lediglich die Halblinke Chantal Reimbold liegt als Zehnte mit 110 Treffern in den Top Ten. Dahinter verteilen sich ein Großteil der 615 und damit durchschnittlich 34,17 Treffer auf Rechtsaußen Nina Albus (106/46), Spielmacherin Grothnes (85), Rückraumhoffnung Anamaria Puda (63), die jetzt fest in die erste Mannschaft aufrückt, und Linksaußen Lena Alter (55).

Aus zwei Spielen zog die Drittliga-Reserve die richtigen Konsequenzen. Heilsame Wirkung hatte vor allem die einzige Niederlage. Das 32:33 nach 17:10-Führung bei der TSG Dittershausen. „Da war eine gewisse Überheblichkeit zu spüren. Danach haben die Mädels jedes Spiel noch ernster genommen“, sagt Kliesch. Mit der Folge, dass sein Team die TSG im Rückspiel mit 38:22 deklassierte und dabei satte 62 Angriffe fuhr.

Noch mehr Spaß hatte die junge Mannschaft am Spitzenspiel in Vellmar. „Das haben wir ordentlich gewuppt“, blickt Regisseurin Grothnes auf die 36:28-Gala kurz vor Weihnachten. Spätestens da war klar: Fritzlar II lässt sich auf dem Weg zurück in die Oberliga nicht beirren. Und bleibt fast geschlossen zusammen. 13 Akteurinnen haben für die kommende Runde zugesagt. Lediglich Zeller, Naumann, Küster und Hoppe gehen, ehe Melina Horn als Trainerin übernimmt. „Wir haben das Zeug, um uns zu behaupten. Steigern müssen wir uns besonders in der Abwehr“, weiß Grothnes.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: SVG

AKTUELLE INFORMATION ZU 3. LIGA UND JBLH

DHB setzt Spielbetrieb fürs kommende Wochenende aus / Weiteres Vorgehen wird am Freitag abgestimmt

Der Deutsche Handballbund hat am heutigen Donnerstag den Spielbetrieb in der 3. Liga und der Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) für das kommende Wochenende 13. bis 15. März ausgesetzt.

In den verschiedenen Staffeln haben zahlreiche Vereine bereits Spiele wegen direkten oder indirekten Kontakts mit dem Coronavirus absagen müssen. Zudem haben vielerorts die zuständigen Behörden zur Eindämmung des Coronavirus weitreichende Maßnahmen ergriffen.

Über das weitere Vorgehen wird das Präsidium des Deutschen Handballbundes am morgigen Freitag bei einer Sitzung in Magdeburg beraten. Eine Information zu Ergebnissen folgt zeitnah.

Quelle: LINK

Auswirkung Coronavirus: Spielbetrieb wird eingestellt – Saison beendet

Beendigung des Spielbetriebs für Hessen mit Wirkung

Freitag, 13.03.2020 um 12.00 Uhr

Bedingt durch die aktuellen und rasanten Entwicklungen zum Thema Coronavirus, Schließung von Ländergrenzen, Schließung von Hallen und Schulen, Quarantäne von Mannschaften, Infektionen von Spieler/innen in Hessen sowie den Aussagen der Gesundheitsbehörden, dass die Spitze der Entwicklung bezüglich Infektionsquantität für April bis Mitte Mai erwartet wird, hat das Präsidium des Hessischen Handball-Verbandes nach ausführlicher Beratung einstimmig folgende Beschlüsse gefasst:

Der Spielbetrieb für alle Klassen und auf allen Ebenen in Hessen wird zum
Freitag, den 13.03.2020 ab 12.00 Ihr eingestellt

und damit für die Spielrunde 2019/20 beendet.

Die Auf- und Abstiegsregelungen zur und für die folgende Spielrunde 2020/21 werden mit dem Tabellenstand der jeweiligen Spielklasse vom Freitag, den 13.03.2020 gewertet.

Die Qualifikation der Jugend zur Hallenrunde 2020/21 wird durch das Ressort Jugend entsprechend neu geordnet und allen Beteiligten bekannt gegeben.

Alle Maßnahmen, wie Traineraus- und Weiterbildung, Stützpunkt und Lehrgänge der Auswahlmannschaften, Schiedsrichterlehrgänge und Schiedsrichterversammlungen oder andere Lehrveranstaltungen etc sind ab Freitag, den 13.03.2020 bis auf Weiteres ausgesetzt.

Das Präsidium des Hessischen Handball-Verbandes hat sich diese Entscheidungen nicht leicht gemacht, da es dadurch sicherlich zu Verzerrungen und empfundenen Benachteiligungen aus dem Spielbetrieb kommen kann. Wir sind jedoch der Auffassung, dass in dieser, durch höhere Gewalt und äußeren Einwirkungen verursachten, besonderen Lage wir diese Entscheidungen aus sportlichen Erwägungen und aus der Fürsorgepflicht des Verbandes für die Gesundheit aller treffen müssen.

Für den Hessischen Handball-Verband ist die Gesundheit unserer Spieler/innen, Mitarbeiter und Zuschauer primär vor allen möglichen finanziellen Einbußen oder anderen Einwendungen und hat für uns oberste Priorität.

Gunter Eckart (Präsident) Josef Semmelroth (Vizepräsident) Günter Dörr (Geschäftsführer)

Quelle: LINK

SV Germania Fritzlar bangt um Vanessa Maier und Janina Dreyer

Jetzt beginnt der Endspurt. Die heiße Phase im Kampf um die Meisterschaft der 3. Handball-Liga Ost der Frauen. Am Samstag (15 Uhr) gastiert Spitzenreiter SV Germania Fritzlar beim Tabellenvierten TSG Ketsch II.

Und kann im Vergleich zur Konkurrenz vorlegen. Denn während die Saison bis zum 26. April geplant ist, sind die Domstädterinnen eine Woche früher fertig und haben eine Partie mehr absolviert. Noch stehen die Vergleiche mit dem Tabellenvierten Ketsch, gegen TS Herzogenaurach (29. März), in Markranstädt (4. April) und in Ober-Eschbach (19. April) an. Bis dahin, nämlich bis zum 15. April, haben die Domstädterinnen Zeit, eine mögliche Lizenz für die 2. Bundesliga zu beantragen.

Einsatz fraglich: Wegen einer Mandelentzündung musste Vanessa Maier zuletzt kürzertreten. © Pressebilder Hahn

Rein sportlich ist die Sache klar: Siegt die Germania viermal, ist sie nach 2016 zum zweiten Mal Meister. „Ich will alle Spiele gewinnen. Wir schauen nur auf uns“, erklärt SVG-Coach Lucky Cojocar. Wohlwissend, dass er weiterhin improvisieren muss. Nachdem Kapitänin Esther Lieber nach einer Knieverletzung ihre Karriere vorzeitig beenden musste (wir berichteten), drohen auch Torfrau Vanessa Maier, die im Sommer ebenfalls aufhört, und Janina Dreyer erkrankt auszufallen.

Luisa Krüger fehlt

Möglicherweise ist für Luisa Krüger zudem die Serie gelaufen. Die Kreisläuferin hat sich am Sprunggelenk verletzt und konzentriert sich auf ihr Abitur. Auch deshalb winken den aufstrebenden Talenten Hannah Berk und Anamaria Puda mehr Spielanteile.

Deutlich mehr Möglichkeiten haben die Gastgeberinnen, die aus einem Pool von 25 Spielerinnen wählen – und nach Bedarf auf Kräfte aus dem Erstliga-Team zurückgreifen können. Das verdankt Ketsch einer besonderen Durchlässigkeit, weil Adrian Fuladdjusch bis zum Sommer beide Mannschaften trainiert. Taktisch baut Fuladdjusch auf eine 3:2:1-Deckung, so dass Fritzlar viel in Bewegung sein muss. „Auf unsere Übergänge kommt es an, denn Ketsch arbeitet auch mit Kreuzungen“, weiß Cojocar. Dessen Mannschaft sich bereits mit einem Remis vorzeitig einen der ersten drei Plätze sichern würde.

Fanbus nach Ketsch

Fritzlar setzt zum Spiel nach Ketsch einen Fanbus ein, der um 10 Uhr vom Parkplatz der König-Heinrich-Schule abfährt. Anmeldungen an Steffen Schmude Tel: 0173-9913571.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Bitter: Esther Lieber und Vanessa Maier hören bei Germania Fritzlar auf

Dem SV Germania Fritzlar steht ein Umbruch bevor. Nach Melina Horn beenden auch Torhüterin Vanessa Maier und Spielmacherin sowie Abwehrchefin und Kapitänin Esther Lieber ihre Karrieren beim Tabellenführer der 3. Handball-Liga Ost.

„Es ist sehr bitter, dass ich jetzt so aufhören muss. Aber die Entscheidung steht“, erklärt Lieber. Die 29-Jährige hatte sich am 23. Februar im Spiel beim SV Union Halle-Neustadt II (20:16) am Knie verletzt. Am Freitag wurde sie am Meniskus von Dr. Christian Gröll operiert. Seit 2012 zählte Lieber (ehemals Meyfarth) zu den SVG-Assen, nachdem die gebürtige Baden Württembergerin in Bad Wildungen reifte und dort ebenso wie beim BVB jeweils ein halbes Jahr in der 1. Liga spielte. Das Gesamtpaket aus Beruf und Privatleben gab den Ausschlag, aufzuhören. Tennis und Fitness stehen aus sportlicher Sicht nach der Reha in Liebers Fokus.

Fliegt nicht mehr für Fritzlar: Esther Lieber hat ihre erfolgreiche Handball-Karriere beendet. © Pressebilder Hahn

Unabhängig voneinander schließt sich der Kreis mit Maier zeitgleich, denn beide waren 2012 aus der benachbarten Kurstadt gewechselt und wurden zuvor mit der Bad Wildunger A-Jugend Dritter im Final Four um die Deutsche Meisterschaft. „Ich habe sehr viel investiert für den Handball. Jetzt reicht es“, betont die Torfrau aus Ungedanken, die bereits mit drei Jahren im Verein begann. Priorität genießt nun ihr Fernstudium der Sozialen Arbeit in Kassel, dass sie in zwei Jahren abschließen möchte. Daneben widmet sich die 27-Jährige künftig vermehrt Reisen und der Familie.

Puntschuh verlängert, Puda rückt auf

Gleichwohl würde Vanessa Maier ihre Karriere nur allzugern mit der zweiten Meisterschaft nach 2016 beenden. „Das wäre das I-Tüpfelchen.“ Mit Xenia Ahrend, Janina Dreyer, Lea Gürbig, Bibiana Huck, Lena Dietrich und Hannah Puntschuh, die auch verlängert hat, bleiben sechs Akteurinnen von damals an Bord. Anamaria Puda rückt fest in die erste Mannschaft auf. Bis zu vier Neuzugänge stoßen hinzu. „Obwohl die Abgänge schmerzen, gehen wir den Umbruch optimistisch an“, betont der Sportliche Leiter Steffen Schmude.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn