Halbzeitmeisterschaft ist für Germania Fritzlar noch drin

Die Tabellenführung hat der SV Germania Fritzlar in der 3. Frauenhandball-Liga Ost zwar verloren, aber bei einem Punkt Rückstand Aussichten auf ein erfreuliches Weihnachtsfest.

Damit die positive Stimmung innerhalb des Cojocar-Teams nicht einen weiteren Dämpfer erhält, soll nun die lange Auswärtsreise zum HV Chemnitz erfolgreich gestaltet werden (So. 16.30 Uhr).

Allerdings gilt der Tabellensiebte als heim- und kampfstark. Zwei Siege in Folge sorgen für zusätzliches Selbstbewusstsein. Beim 20:19-Auswärtserfolg in Herzogenaurach gelang HV-Kreisläuferin Stefanie Pruß drei Sekunden vor dem Schlusspfiff der Siegtreffer – in Unterzahl. Erneut offenbarte sich die kompakte 6:0-Abwehr, die bisher nur 213 Gegentreffer zuließ, als Prunkstück der Mannschaft.

Hoffnungsträgerin im Fritzlarer Angriff: Rückraumstrategin Xenia Ahrend. © Pressebilder Hahn

Germania kassierte weniger Tore

Nur die Germania kassierte nach zehn Spieltagen weniger Tore (207). Aufgrund der Abwehrstärke der Gastgeber lautet die Vorgabe von SVG-Trainer „Lucky“ Cojocar: „Wir müssen im Angriff breit und schnell spielen, um Lücken zu reißen. Egal ob in den Halbräumen oder auf Außen.“ Spielmacherin Esther Lieber und Rückraumstrategin Xenia Ahrend, die mit 58 Treffern zu den besten Torjägerinnen der Liga zählt, dürften die meiste Verantwortung tragen, um für ein bewegliches Kombinationsspiel zu sorgen.

Auch die Variante der „schnellen Mitte“ will Cojocar, der bis auf die Langzeitverletzten alle Spielerinnen an Bord hat, von seinen Schützlingen sehen. „Generell sollten wir uns auf allen Positionen im Vergleich zum letzten Spiel steigern“, erwartet der SVG-Coach eine Reaktion auf die ärgerliche 19:20-Heimniederlage gegen Markranstädt.

Stärken liegen in der Defensive

Weniger Sorgen macht er sich um seine kompakte Deckung vor der reaktionsschnellen Torhüterin Vanessa Maier. Besonders aufmerksam sollte der Mittelblock gegen die erfahrene Kreisläuferin Stefanie Pruß agieren. Außerdem sorgen die Außen Caroline Rosiak und KatarynaSkoczynska für Gefahr. Trotzdem: Die Stärken der Chemnitzerinnen liegen eindeutig in der Defensive. Weniger Tore als die Sander-Schützlinge (216) hat derzeit nur der Tabellenvorletzte TSG Ober Eschbach erzielt.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn

SVG-Trainer warnt vor angeschlagenem Gast

Schwalm-Eder. Die Drittliga Reserve des SV Germania Fritzlar steht in der Handball-Landesliga der Frauen beim Liga-Schlusslicht GSV Eintracht Baunatal in der Pflicht, vor dem Gipfeltreffen gegen Verfolger TSV Vellmar den Platz an der Tabellenspitze zu verteidigen.

SV Germania II – GSV Eintracht Baunatal (Sa. 16.00 Uhr). Die Gäste haben bislang eine Saison zum Vergessen hinter sich. Nachdem im Lauf der Hinrunde sieben Spielrinnen das Team aus Grund von Differenzen mit Trainerin Irina Penner verließen, folgt nun der nächste Nackenschlag. Gleich sechs Punkte bekommt die Eintracht aufgrund des nicht erfüllten Schiedsrichter-Solls abgezogen und rutscht damit auf den letzten Tabellenplatz. Trotzdem warnt SVG-Coach Gunnar Kliesch davor, das Penner-Team zu unterschätzen: „Mit Alina Penner und Katharina Koltschenko haben sie immer noch hohe Qualität im Rückraum.“ In seinem Angriff sollen Hannah Grothnes und Co. Die hohe Variabilität im Offensivspiel aus den letzten Spielen fortführen und im Umschaltspiel konsequent den Weg über die erste und zweite Welle suchen.

HNA-Print /// MM /// 12.12.2019

HSG Twistetal – SV Germania Fritzlar II 25:29 (11:17).

Landesliga Frauen
HSG Twistetal – SV Germania Fritzlar II 25:29 (11:17).

„Das war ein souveräner Auftritt meines Teams“, sagte
SVG–Coach Gunnar Kliesch, der sich vor allem über die Körpersprache seiner Mannschaft freute.
Nach ausgeglichenem Beginn warfen Spielmacherrin Hannah Grothnes und Kreisläuferin Alina Küster eine 11:8-Führung heraus (17.).Meike Naumann und Chantal Reimbold erhöhten bis zur Pause auf sechs Tore. Ein weiterer Grund für den wachsenden Vorsprung war die Einwechslung von Torfrau Nina Suchy (14.). Erst parierte sie einen Strafwurf, dann hielt sie auch im weiteren Verlauf stark. Nach dem Seitenwechsel ließ die Germania nichts mehr anbrennen.

Tore SVG: Grothnes 5, Küster 3, Naumann 5, Reimbold 3, Stockschläder 2, Albus 6, Bachmann 1, Puda 4.

HNA Print /// MM /// 03.12.19

Fritzlar enttäuscht gegen Markranstädt und kassiert zweite Saisonniederlage

Am Schluss versagten auch noch die Nerven. Bibiana Huck hätte den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar zumindest noch ein Remis gegen den SC Markranstädt sichern können, doch die Linkshänderin setzte den Ball von Rechtsaußen am Tor vorbei.

Und besiegelte damit die 19:20 (9:9)-Niederlage der Domstädterinnen. Der Spitzenreiter hatte allerdings nicht nur beim Torabschluss, sondern auch in der Defensive einiges vermissen lassen. „Wir waren nicht konsequent genug und haben zu viele technische Fehler gemacht“, sagte Xenia Ahrend. Trainer Lucky Cojocar kritisierte auch die Einstellung seiner Mannschaft: „Wir sind heute nicht so selbstbewusst aufgetreten, wie es sich für einen Tabellenführer in eigener Halle gehört.

Bruchlandung: Fritzlars Luisa Krüger (vorn) wird hier unsanft von Markranstädts Nele Mertens gestoppt. © Pressebilder Hahn

Sein Gegenüber Rüdiger Bones hingegen war stolz über den Auftritt seiner Mannschaft. „Ich bin überglücklich. Respekt, was wir hier geleistet haben“, sagte der 61-Jährige.

Denn die Gäste legten einen couragierten Auftritt hin, wobei vor allem der Rückraum um Spielmacherin Mertens und die beiden Halben Lara Seidel und Henriette Dreier überzeugte. „Wir haben die drei nicht angegriffen und waren zu passiv“, bemängelte Cojocar. So lag die Germania schnell mit 0:2 (3.) und 5:8 (20.) zurück. Damit war Fritzlar noch gut bedient, Vanessa Maier im Tor verhinderte einen höheren Rückstand.

Erst nach der Umstellung auf eine 5:1-Formation mit Luisa Krüger als vorgezogene Spielerin wurde es besser. „Da sind wir zu sehr in die Zweikämpfe gegangen“, sagte Bones. Esther Lieber, Xenia Ahrend und Anna Holeczy glichen zum 8:8 aus. (27.).

Nach der Pause folgte die stärkste Phase der Germania, als Kathleen Nepolsky und Krüger ihr Team mit 13:10 (40.) in Führung warfen. Bis zum 18:16 (50.) durch Lieber behauptete Fritzlar den Vorsprung, hatte aber in der Defensive gegen die Schlagwürfe von Dreier und das starke Eins-gegen-Eins der erst 16-Jährigen Seidel keine Mittel.

Während Nele Mertens zum 18:18 ausglich (55.), ging der Germania auf der Zielgeraden die Luft aus. Erst setzte Linksaußen Nepolsky einen Gegenstoß über das Tor, dann vergab Rechtsaußen Holeczy frei von Außen. Die Gäste hingegen zogen auf 20:18 (58.) davon und besiegelten somit die zweite Saisonniederlage der SVG-Handballerinnen.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn