SV Germania Fritzlar II mit viel Selbstvertrauen gegen Kriftel

Nach dem Derby-Coup gegen die SG 09 Kirchhof II gehen die abstiegsbedrohten Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II mit viel Selbstvertrauen in die Partie gegen den Drittplatzierten TuS Kriftel (So. 16 Uhr, KHS-Halle).

„Wir rechnen uns durchaus Chancen aus“, gibt sich SVG-Trainer Gunnar Kliesch kämpferisch. Schon im Hinspiel boten die Domstädterinnen dem Favoriten beim 20:25 lange Paroli. Zwei Punkte wären für die Fritzlarerinnen von enormer Wichtigkeit. Mit einem Sieg könnte die Germania vier Spieltage vor dem Saisonende zu den Nichtabstiegsplätzen aufschließen.

Frei durch: Fritzlars Kreisläuferin Alina Küster soll Kriftels Abwehr durcheinander wirbeln. © Pressebilder Hahn

Der Drittliga-Absteiger verfügt über eine robuste Defensive und variiert zwischen einer 6:0- oder einer versetzten 5:1-Abwehrvariante. Hier ist der SVG-Rückraum um Maxie Hauschild und Hannah Grothnes gefordert, mutig in die Tiefe zu gehen. Und das Zusammenspiel mit den starken Kreisläuferinnen Alina Küster und Nadine Frank zu suchen „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und Lücken reißen“, sagt Kliesch. Und nimmt zugleich seinen Rückraum in die Pflicht: „Da brauchen wir mehr Mut und Selbstvertrauen.“ Mit Rückkehrerin Anamaria Puda (Handbruch) steht zudem eine wichtige Alternative in der Abwehr wieder zur Verfügung. Dort muss Fritzlar besonders die torgefährlichen Spielmacherin Jana Lorenz (78 Tore) in den Griff bekommen.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar II feiert Sieg des Willens gegen SG 09 Kirchhof II

Neue Hoffnung für den SV Germania Fritzlar II im Abstiegskampf der Handball-Oberliga: Durch den hart erkämpften 24:22 (12:10)-Erfolg im Derby gegen die SG 09 Kirchhof II nähert sich das Team von Trainer Gunnar Kliesch den allesamt sieglosen Abstiegskonkurrenten an.

Auch das SG-Juniorteam gerät nach der neuerlichen Niederlage immer mehr unter Druck. „Wir haben zu viele Geschenke verteilt. Das hat Fritzlar stark gemacht“, ärgerte sich Gäste-Coach Martin Denk über die vielen Fehlpässe und vergebenen Würfe. Die allerdings auch zu Stande kamen, weil Luisa Fischmann im Tor der Gastgeberinnen herausragend agierte.

Nicht zu stoppen: Fritzlars talentierte Kreisläuferin Luisa Krüger (am Ball) setzt sich hier gegen Kirchhofs Kirsten Bänfer (links) und Laura Sauerwald durch. © Pressebilder Hahn

Angetrieben durch Fischmanns insgesamt 20 Paraden kämpften sich ihre Vorderleute nach nervösem Beginn (3:5, 10.) in die Partie und starteten einen 6:0-Lauf. Dabei überzeugte vor allem der Mittelblock um das 17-jährige Top-Talent Luisa Krüger, die am Vortag noch in der 3. Liga West zu überzeugen wusste.

Die Folge: SG-Regisseurin Elisa Führ konnte keine spielerischen Akzente setzen, was den Kombinationsfluss der Denk-Sieben störte. „Wir hatten uns auf den SG-Rückraum gut eingestellt. Unser Plan ist aufgegangen“, freute sich Kliesch über den taktischen Schachzug. Jedoch versäumte es die Germania trotz eines Vier-Tore-Vorsprungs kurz vor der Halbzeit weiter wegzuziehen. Im Gegenteil: SG-Kapitänin Kirsten Bänfer brachte die Gäste mit drei ihrer sieben Treffer wieder auf 14:14 (36.) heran.

Von nun an entwickelte sich ein emotionsgeladenes Nervenspiel mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Wobei das Heimteam in den entscheidenden Situationen mehr Ruhe bewahrte. Einen besonderen Anteil daran hatte die zweite Leihgabe des Drittliga-Kader: Nele Bittdorf. Die Abiturientin brachte nach ihrer Einwechslung auf der Mitte wieder mehr Bewegung ins Germania-Angriffsspiel.

Was vor allem Meike Naumann, unter anderem mit einem herrlichen Heber von Außen über die reaktionsstarke SG-Torfrau Paula Küllmer hinweg, die Ex-Kirchhoferin Hannah Grothnes und eben Krüger zu nutzen wussten. Zwar pirschte sich die Zweitliga-Reserve nach erfolgreichen Tempogegenstößen durch Laura Sauerwald und Siebenmetern von Lea Günther noch einmal heran. Doch der Tabellenvorletzte hielt dem Druck dank Willensstärke und Leidenschaft stand. Was für Kliesch der Schlüssel zum Derbysieg war: „Mein Team hat einen Tick mehr Herz bewiesen als der Gegner.“

Fritzlar II: Fischmann (20 Paraden/21 Gegentore), Suchy (bei einem 7 m, 0/1), Hauschild 2, Alter, Naumann 3, Frank 2, Grothnes 3, Albus 4/2, Bachmann, Oschmann 1, Bittdorf 1, Werner 2, Bücker 2, Krüger 4.

Kirchhof II: Dasenbrock (2/11), Küllmer (13/13), Horn 3, Lucas 3, Immelnkämper 1, Führ, Sauerwald 3, Konklowsky, Herwig, Günther 4/4, Bänfer 7, Kühlborn, Spatz 1, Vaupel.

SR: Hoffelner/Siedel. Zuschauer: 150.

Siebenmeter: 2/2:4/4. Zeitstrafen: 6:6 Minuten.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar hat die Meisterschaft nach 32:23 wieder im Blick

Jetzt ist es nur noch Punkt: Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben mit 32:23 (18:12) bei der HSG Blomberg-Lippe II gewonnen.

Da Spitzenreiter HSV Solingen-Gräftrath bei Bayer Leverkusen II mit 20:29 patzte, können die Domstädterinnen wieder auf die Meisterschaft in der 3. Liga West hoffen. Allerdings hat der HSV das eindeutig leichtere Restprogramm und muss lediglich noch gegen vier der letzten Fünf der Tabelle antreten. Ehe es für den Zweiten Fritzlar am 7. April gegen den 1. FC Köln weitergeht, hatte die Germania in Blomberg 48 Minuten lang alles im Griff.

Zwei Stützen beim 32:23: Fritzlars Bibiana Huck (links) und Luisa Krüger. © Pressebilder Hahn

Bis zur Pause brillierte das Team von Trainer Lucky Cojocar. „Wir haben den Gegner an die Wand gespielt“, frohlockte der Handball-Lehrer. Cojocar wechselte im ersten Durchgang munter durch, nachdem ein Traumstart zum 7:1 angetrieben von der überragenden Außen Bibiana Huck gelungen war (10.).

Xenia Ahrend zeigte sich ebenso torhungrig und Top-Talent Luisa Krüger sprang ungewohnt auf der Mitte bei einer Manndeckung gegen Spielmacherin Esther Meyfarth in die Bresche. Zudem hatte Abwehrspezialistin Janina Dreyer gute Szenen und bewies Zug zum Tor. Bis zum 18:11 nach einem verwandelten Siebenmeter von Huck (30.) lief alles nach Plan. Doch ein Treffer der agilen Cara Reiche kurz vor dem Seitenwechsel gab der HSG II neuen Mut.

Zwölf Minuten ging nichts

Nur zwölf Minuten brauchte das Team von Trainer Björn Piontek, um zum 20:20 auszugleichen (42.). „Wir waren stets einen Schritt zu spät“, haderte Cojocar mit dieser Phase. Doch Fritzlar fing sich schnell wieder. Nun mit Vanessa Maier im Tor. Ausgerechnet Nele Bittdorf und der spielmachenden Kreisläuferin Krüger, also den beiden jüngsten im Kader, sorgten für eine 22:20-Führung (43.). Dreyer kassierte zwar wenig später eine Zeitstrafe, doch das machte gar nichts. Maier parierte einen Siebenmeter von Emma Ruwe, was Huck und Ahrend mit zwei Treffern in Unterzahl zum 24:20 veredelten.

Der Rest war ein Schaulaufen der Domstädterinnen, die in den letzten 19 Minuten lediglich noch drei Tore zuließen. Die HSG, deren Vorzeige-Talente Munia Smits, Ndidi Agwunedu und Nele Franz zeitgleich mit dem Bundesliga-Team nur 26:30 beim Thüringer HC unterlagen, hatte nichts mehr zuzusetzen. Die spielfreie Zeit bis zum 7. April möchte Coach Cojocar nutzen, um noch etwas Kondition zu bolzen. Damit das Team da ist, falls der HSV noch einmal schwächelt.

Fritzlar: Maier, Gürbig, Dietrich 1, Bittdorf 1, Huck 11/5, Ahrend 7, Puntschuh 3, Lorenz, Meyfarth 1, Duknauskaite, Dreyer 3, Kiwa 1, Krüger 4/1.

SR: Blunck/Meczeyzik. Zuschauer: 90.

Siebenmeter: 3/2:8/6. Zeitstrafen: 0:4-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Geduld ist gefragt für SV Germania Fritzlar in Blomberg

Das hat den Domstädterinnen gut getan: Das souveräne 33:21 in Netphen, womit die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar Kraft für den Endspurt der 3. Liga West beginnend mit der schwierigen Aufgabe bei der HSG Blomberg-Lippe II (Sa. 17 Uhr) getankt haben.

Xenia Ahrend © Hahn

Denn die Bundesliga-Reserve ist gleich nach Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath (516) die Torfabrik der Liga. 513 Treffer sind dem Team von Trainer Björn Piontek bereits gelungen und damit 73 mehr als der Germania. Federführend dafür verantwortlich sind Munia Smits (95), Nele Franz (83), Cara Reiche (73) und Ndidi Agwunedu (50.).

Die Rückraumspielerinnen Smits, die jüngere Schwester von Nationalspielerin Xenia, Franz sowie Linksaußen Agwunedu haben schon einen Bundesliga-Vertrag in der Tasche. Agwundu rückte zuletzt für die verletzte Nationalspielerin Franziska Müller ins Erstliga-Aufgebot. Möglich, dass eines oder mehrere der Top-Talente gegen Fritzlar fehlen, weil die HSG parallel im Oberhaus beim Thüringer HC gefordert ist.

„Blomberg hat eine hohe Passgenauigkeit, das müssen wir im Ansatz unterbinden und gut in der Deckung stehen. Schnelle Gegentore sind verboten“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Umgekehrt erwartet der ehemalige rumänische Nationalspieler eine unbequeme 3:2:1-Deckung, die seinem Team läuferisch alles abverlangen wird. Klare Vorgabe: Auf Chancen warten, geduldig die Angriffe zu Ende spielen und klug Eins-gegen-Eins-Duelle suchen.

Das gelang beim Hinspiel fast 57 Minuten lang. Mit 31:22 dominierte das Cojocar-Team, ehe es sich in 170 Sekunden noch fünf Treffer einschenken ließ. Im Vergleich dazu kann die Germania nun aber variabler agieren. Besonders Maria Kiwa, der bei den jüngsten zwei Siegen 15 Tore gelangen, und die flexible Xenia Ahrend, die sich zuletzt ebenso wie Spielmacherin Esther Meyfarth angeschlagen durchbiss, drängen sich momentan im Rückraum auf. Melina Horn (Fußverletzung) fehlt weiterhin.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Oberliga: Derby der Kriselnden im Zeichen des Abstiegskampfes

Das Oberliga-Derby zwischen den Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II und der SG 09 Kirchhof II am Sonntag um 16 Uhr in der KHS-Halle Fritzlar lockt.

Um ihre Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, brauchen die Gastgeberinnen unbedingt einen Sieg. Kirchhof muss gewinnen, um nicht in den Abstiegsstrudel hineingezogen zu werden. Wir hörten uns in beiden Lagern um:

SV Germania Fritzlar II

Keine Frage, die Domstädterinnen stecken in einer Krise. Seit elf Partien wartet das Team von Trainer Gunnar Kliesch auf einen Sieg. Wobei vor allem die Verletztenmisere der Germania zu schaffen macht, denn ohne Johanna Fischer, Jana Hoppe und Sarah Oschmann fehlt im Rückraum die Durchschlagskraft. Hier mühten sich in den vergangenen Wochen Hannah Grothnes, Maxie Hauschild und Theresa Werner zumeist vergebens.

Nur schwer zu halten: Fritzlars Maxie Hauschild soll aus dem Rückraum für Torgefahr sorgen.© Pressebilder Hahn

Dennoch zeigt zumindest die Formkurve des Oberliga-Aufsteigers nach oben. „Wille und Einsatzbereitschaft stimmen“, sagt der Fritzlarer Trainer. So unterlag das Team zuletzt nur knapp. Im Derby gegen Böddiger fiel die Entscheidung in den Schlussminuten. „Uns unterlaufen zu viele technische Fehler, so dass wir die Spiele noch wegschenken“, erklärt Kliesch.

Gegen Kirchhof soll das diesmal nicht passieren. „Die SG ist in der Breite gut besetzt, hat eine starke Deckung und eine gute zweite Welle“, warnt der SVG-Coach. Neben Nina Suchy und Luisa Fischmann im Tor kann er wohl erneut auf die Katja Zeller setzen. Auch die reaktivierte Nadine Frank sorgte in der 6:0-Deckung zuletzt für mehr Stabilität.

SG 09 Kirchhof II

Das Juniorteam präsentierte sich zuletzt als launische Diva. Couragierten Auftritten wie beim 24:19-Erfolg in Wiesbaden stehen ernüchternde Leistungen in eigener Halle gegenüber. So unterlag die Denk-Sieben Schlusslicht Sulzbach und enttäuschte vergangenes Wochenende beim 17:25 gegen Wettenberg auf ganzer Linie. Noch droht Kirchhof kein Abstiegskampf, doch das Team sollte den Schalter möglichst bald umlegen. Ansonsten sind die guten Ergebnisse der Hinrunde bald verspielt. „Wir sind in der Pflicht und müssen unbedingt punkten“, weiß auch SG-Coach Martin Denk.

Im Angriff agierte die SG zuletzt zu statisch, allein Elisa Führ sorgte im Rückraum mit Einzelaktionen für Torgefahr. Auch die starken Außen Andra Lucas und Lea Immelnkämper kamen kaum zum Zug. Während Deborah Spatz und Marie Herwig aus der zweiten Reihe die Durchschlagskraft fehlte und auch Sandra Kühlborn unter ihren Möglichkeiten blieb

Am Kreis und in der Abwehr gesetzt: Kirsten Bänfer, die ein enges Spiel erwartet.© Richard Kasiewicz

„Wir brauchen eine bessere Stimmung, mehr Emotionen und mehr Kampf“, fordert Spielmacherin Führ. Ohne diese Tugenden dürfte im Derby kaum zu bestehen sein. „Fritzlar braucht unbedingt Punkte. Das wird eine ganz andere Partie als noch im Hinspiel“, warnt SG-Kapitänin Kirsten Bänfer.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn, Richard Kasiewicz

SV Germania Fritzlar in Netphen treffsicher wie nie in dieser Saison

So treffsicher waren sie in dieser Saison noch nicht: Mit 33:21 (16:11) haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar beim TVE Netphen gewonnen.

Durch den zweiten Auswärtssieg in Serie untermauerten die Domstädterinnen den zweiten Platz in der 3. Liga West. „Dieser hohe Sieg tut uns gut, weil wir bedingt durch die vielen kranken und angeschlagenen Spielerinnen nur sehr dosiert trainieren können und improvisieren müssen. Wir haben die richtigen Lehren aus dem Hinspiel gezogen“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar. Im Vergleich zum Remis in Fritzlar wusste seine Mannschaft 50 Minuten voll zu überzeugen und lag lediglich einmal zurück. Beim 2:3 durch Elena Sturm (11.), nachdem die Gäste etwas zu pomadig agiert hatten und ihnen zu Beginn nur zwei Treffer gelungen waren.

Durchgetankt: So wie hier gegen Bonn setzte sich Fritzlars Maria Kiwa (am Ball) in Netphen in Szene. © Pressebilder Hahn

Das holten die Domstädterinnen schnell nach. Angetrieben von der wieder genesenen Regisseurin Esther Meyfarth sammelte besonders Maria Kiwa weiter Pluspunkte. Die 23-Jährige toppte ihre starke Vorstellung vom 27:26 in Leverkusen und hat in diesen zwei Partien mit insgesamt 15 Toren fast so häufig getroffen wie zuvor in 15 Spielen (20). „Maria war bissig in der Abwehr, hat per Schlagwurf über den falschen Fuß und mutig durch die Lücken getroffen. So zahlt sie das Vertrauen eindrucksvoll zurück“, lobte Cojocar die Nummer 28, die bis auf Weiteres die verletzte Melina Horn auf Halbrechts ersetzt.

Fritzlar findet Lösungen

Kiwa krönte den 5:0-Lauf Fritzlars zum 7:3 (18.), womit die Gäste den Grundstein zum souveränen Sieg legten. Ein Pfund war ebenso Torfrau Lea Gürbig, bei der ihr Trainer 14 Paraden notierte. Somit konnte Partnerin Vanessa Maier ebenso wie Hannah Puntschuh geschont werden. Netphen stellte mehrfach um, doch Fritzlar hatte immer die passende Antwort.

Als der TVE mit zwei Kreisläuferinnen angriff, verteidigte Fritzlar sicher. Der Versuch mit einer siebten Feldspielerin hatte das 16:11 durch Kiwas Treffer ins leere Tor zur Folge. Auch die Umstellung von einer offensiven auf eine 6:0-Abwehr beendete nicht den Sturmlauf der Domstädterinnen vornehmlich über die zweite Welle. Bis dahin hatte etwa Kreisläuferin Luisa Krüger kluge Lösungen gefunden.

Fritzlar: Maier, Gürbig (14 Paraden/21 Gegentore), Dietrich, Holeczy 2, Huck 6/4, Ahrend 4, Lorenz 1, Meyfarth 4, Duknauskaite 3, Dreyer 1, Kiwa 8, Krüger 4.

SR: Hochstein/Wiedenmann. Zuschauer: 152.

Siebenmeter: 4/4:4/4. Zeitstrafen: 8:4-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

TSV Eintracht Böddiger feiert Derbysieg im Kellerduell

„Derbysieger, Derbysieger“: Die Oberliga-Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger tanzten ausgelassen auf dem Parkett der Felsberger Stadtsporthalle, während die Spielerinnen des SV Germania Fritzlar II enttäuscht zurückblieben.

Die Edertalerinnen verschafften sich durch den 28:24 (14:12)-Erfolg gegen den Lokalrivalen etwas Luft im Abstiegskampf. Nach der zwölften Saisonniederlage haben die Domstädterinnen nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.

Jubelkreis: Der TSV Eintracht Böddiger feierte sich nach dem 28:24 gegen den SV Germania Fritzlar II. In der Mitte sind Anne Kühlborn (Nummer 11) und Kathleen Nepolsky zu sehen. © Pressebilder Hahn

Dabei fiel die Entscheidung spät. Theresa Werner hatte beim 23:23 (55.) noch für die Germania II ausgeglichen. Doch Julia Hasper, Sabrina Weiß und Anne Kühlborn sorgten mit drei Toren beim 26:23 (58.) für Klarheit. „Wir haben im Spielaufbau zu viele technische Fehler gemacht und unsere Chancen nicht konsequent genutzt“, sagte SVG-Coach Gunnar Kliesch.

Böddiger hingegen trotzte gleich mehreren Rückschlägen. Neben Kreisläuferin Nora Minhöfer (44., dritte Zeitstrafe) war zuvor Linksaußen Kathleen Nepolsky (40.) verletzt ausgeschieden. Und in der hektischen Schlussphase verletzte sich auch noch Rückraumspielerin Anne Kühlborn am Knie. „Das hat uns noch enger zusammen rücken lassen“, sagte Fiona Eberhardt. Das Talent war nach Minhöfers Disqualifikation nicht nur am Kreis eingesprungen, sondern hatte zuvor auch schon zusammen mit Christin Schene im Mittelblock die 6:0-Abwehr der Eintracht organisiert. „Fiona hat das richtig gut gemacht“, lobte TSV-Trainerin Lena Hildebrandt.

Dabei erwischte Fritzlar den besseren Start und führte dank der gut aufgelegten Rechtsaußen Nina Albus und Nadine Frank über 4:2 (8.) mit 7:5 (15.). Dann aber steigerte sich Böddiger, wobei die SVG-Defensive vor allem mit den Übergängen von Weiß an den Kreis nicht zurechtkam. „Das hat richtig gut funktioniert“, freute sich Trainerin Hildebrandt.

Zudem fand auch Torfrau Katja Frommann immer besser ins Spiel. Und so hatten sich die Edertalerinnen beim 18:15 (36.) durch Weiß erstmals etwas abgesetzt. Weil aber Katja Zeller im SVG-Tor ihrer Gegenüber in nichts nachstand und der Eintracht im Angriff einfache Fehler unterliefen, kam die Kliesch-Sieben zurück ins Spiel. Alina Küster sorgte vom Kreis für den 22:22-Ausgleich (53.). Zu mehr reichte es aber nicht. „Wir haben immer dagegen gehalten und gekämpft. Zum Schluss hat uns die Cleverness gefehlt“, sagte Kliesch.

Böddiger: Frommann (12 Paraden/23 Gegentore), Dippel (bei einem 7 m, 0/1), Eren, Wagner 2, Hasper 1, Eberhardt 3, Kühlborn 4, Minhöfer 2, Gondermann, Schene 8/3, Weiß 5, Giese, Nepolsky 3.

Fritzlar II: Fischmann (4/12), Zeller (8/11), Suchy (0/2), Hauschild 3, Küster 2, Alter, Naumann 2, Frank 3, Grothnes 3, Albus 9/4, Bachmann, Oschmann, Werner 2, Bücker.

SR: Kaiser/Paul. Zuschauer: 120.

Siebenmeter: 3/3:4/4. Zeitstrafen: 8:6 Minuten.

Rot: Minhöfer (44.,3 Zs.).

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Vor Spiel in Netphen: Vier Fragezeichen für Fritzlar

Da waren es nur noch sechs: Sechs Spiele haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar in der 3. Liga West noch vor sich. Sechs Chancen, den zweiten Platz zu festigen, um bereit zu sein, falls Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath schwächeln sollte. Zunächst gilt es für die Domstädterinnen beim abstiegsbedrohten TVE Netphen (Sa. 17 Uhr).

Lea Gürbig© Pressebilder Hahn

„Ich erwarte, dass wir mit breiter Brust auflaufen und zeigen, dass wir aus dem Hinspiel unsere Lektion gelernt haben“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Denn beim 20:20 in Fritzlar leistete sich die Germania einen Ausrutscher. Beinahe wäre dem Team aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen sogar eine Sensation gelungen, weil Netphen mit 14:8 führte und in letzter Sekunde per Siebenmeter hätte gewinnen können. Doch Lea Gürbig parierte.

Auf die 24-Jährige kommt erneut viel Verantwortung zu. Beim 27:26 bei Bayer Leverkusen II spielte sie bis auf zwei Siebenmeter durch. Jetzt ist ungewiss, inwieweit ihre Kollegin Vanessa Maier (Mittelohrentzündung) einsatzfähig ist. Das ist eines von vier Fragezeichen. Auch die Kreisläuferinnen Hannah Puntschuh und Luisa Krüger sowie Außen Bibiana Huck sind erkrankt. Zudem fehlen Rückraumspielerin Melina Horn (Fußverletzung) und Talent Nele Bittdorf (Abiprüfungen) weiterhin. Gut für Fritzlar, dass Regisseurin Esther Meyfarth wieder fit ist und etwa die Rückraumkräfte Vilte Duknauskaite sowie Maria Kiwa aufsteigende Form haben.

„Netphen spielt lange Angriffe, deswegen müssen wir uns viel bewegen“, betont Cojocar. Der TVE hat seit dem 16. Februar (20:32 beim VfL Oldenburg II) kein Spiel bestritten und verlor zuletzt vier Partien in Folge. Mit Franziska Haupt (Knieverletzung) fehlt dem Drittletzten im Abstiegskampf die Haupttorschützin. Zu beachten sind jetzt Kreisläuferin Alisa Goos, die beiden Halben Hannah Kania (links) sowie Elena Sturm und Außen Melina Immel.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Böddiger ist im Derby leicht favorisiert

Felsberg – Es knistert wieder in der Felsberger Stadtsporthalle. Denn das Derby zwischen dem TSV Eintracht Böddiger und dem SV Germania Fritzlar II (Sa. 17 Uhr) lockt.

Wirbelwind auf dem rechten Flügel: TSV-Linkshänderin Sophie Wagner ist vor allem im Tempogegenstoß kaum zu bremsen.© Richard Kasiewicz

Seit dem 39:33-Erfolg im Hinspiel gewannen die Domstädterinnen keine Partie mehr. Bei einer Pleite dürfte der Abstieg fast nicht mehr zu verhindern sein, während Böddiger mit einem Sieg den Anschluss ans Mittelfeld schaffen kann

Tor

Mit der erfahrenen Katja Frommann und der jungen Denise Dippel besitzt die Eintracht ein Torhütergespann, das sich bestens ergänzt, aber häufig zu unbeständig agiert. Aber auch Fritzlar ist mit Luisa Fischmann und der talentierten Nina Suchy sehr gut aufgestellt. Kleiner Vorteil Fritzlar

Außen

Mit Nina Albus und Merle Bücker stehen SVG-Coach Gunnar Kliesch zwei gute Außen zur Verfügung. Während Bücker auch im Gegenstoß Akzente setzt, ist Albus vor allem aus dem Positionsangriff gefährlich. Böddiger ist auf den Flügeln variabler aufgestellt. Weiterhin sind Sophie Wagner, Filiz Eren und die bundesliga-erfahrene Kathleen Nepolsky deutlich dynamischer als die Fritzlarer Flügelzange. Vorteil Böddiger

Rückraum

Die personellen Möglichkeiten von Eintracht-Trainerin Lena Hildebrandt im Rückraum sind limitiert. Hier ragen vor allem die reaktivierte Christin Schene und Torjägerin Anne Kühlborn hervor. Ebenso wichtig ist Spielmacherin Sabrina Weiß. Individuell hat Fritzlar Nachteile, ist aber deutlich breiter besetzt. Wichtige Aktivposten sind Regisseurin Hannah Grothnes und die wurfgewaltigen Maxie Hauschild. Der Ausfall von Jana Hoppe (Knie) und Johanna Fischer (schwanger) schmerzt. Kleiner Vorteil Böddiger

Kreisläufer

Mit Alina Küster haben die Domstädterinnen eine starke Kreisläuferin. Zudem konnte Kliesch zuletzt auf die Unterstützung von Luisa Krüger aus dem Drittliga-Team bauen. Bei Böddiger ist Nora Minhöfer auf sich allein gestellt, Sina Dieling (krank) fehlt.Vorteil Fritzlar

Abwehr

Die Defensive zählt nicht zu den Stärken beider Teams. Mit 451 Gegentoren stellt Fritzlar die schlechteste Abwehr der Liga, knapp gefolgt von der Eintracht, die 442 Gegentore kassierte. Ausgeglichen

Angriff

Ohne die Leistungsträgerinnen Fischer und Hoppe fehlt der SVG-Offensive die Durchschlagskraft. Die Felsbergerinnen hingegen stellen den viertbesten Angriff der Liga, vor allem Kühlborn und Schene sind kaum zu bremsen. Zudem läuft der Gegenstoß über die schnellen Außen. Vorteil Böddiger

Prognose: In eigener Halle behält Böddiger die Oberhand und gewinnt 31:26.

HNA Online /// MM /// Foto: Richard Kasiewicz

Germania Fritzlars Rumpfteam feiert Erfolg in Leverkusen

Was machte eine Mannschaft, die mit Torfrau Vanessa Maier, Regisseurin Esther Meyfarth und Rückraumspielerin Melina Horn kurzfristig auf drei Leistungsträgerinnen verzichten muss?

Deren Trainer Lucky Cojocar ebenfalls erkrankt kaum ein Wort ans Rumpfteam richten kann? Die nach drei sieglosen Partien ohnehin nicht vor Selbstvertrauen strotzt? Im Falle des Handball-Drittligisten SV Germania Fritzlar: Sie gewinnt das Wiederholungsspiel der West-Staffel bei Bayer Leverkusen II mit 27:26 (12:10).

Starke Vorstellung: Maria Kiwa gelangen beim 27:26 in Leverkusen sieben Tore für Fritzlar. © Pressebilder Hahn

„Hut ab, wie die Mädels mit dieser Extremsituation umgegangen sind. Dadurch hat sich der Einspruch für uns gelohnt“, sagte der Sportliche Leiter Steffen Schmude. Da Borussia Dortmund II mit 32:34 gegen den TV Oyten unterlag, sind die Domstädterinnen wieder Tabellenzweiter.

Wenig verwunderlich war’s ohne zusätzlich Nele Bittdorf (anstehende Abiturprüfungen) allerdings ein Erfolg mit Anlauf. Denn nach sechs Minuten lag die Bundesliga-Reserve mit 4:1 vorn. Konsequenz: Luisa Krüger, ebenfalls erkältet mitgereist, verstärkte die Abwehr. Im Mittelblock sorgten Janina Dreyer und Vilte Duknauskaite für Sicherheit. Die Litauerin, die im Sommer ihre Karriere beendet, zeigte sich zudem treffsicher. Mit drei Toren sorgte die Halblinke für den schnellen Ausgleich zum 5:5 (10.).

Ahrend setzt Akzente

Das ermutigte Maria Kiwa auf Halbrechts als Ersatz für Horn (Fußverletzung) ebenfalls Gas zu geben. „Maria hat endlich mal durchgezogen“, sagte Schmude mit Blick auf die Vorstellung der 23-Jährigen, der erstmals sieben blitzsaubere Treffer für die Domstädterinnen gelangen. Über 9:7 (25., Xenia Ahrend), 13:10 (31., Kiwa) und 20:16 (41. Ahrend) setzte sich Fritzlar angetrieben von der emsigen Spielmacherin Ahrend vorentscheidend ab.

Allerdings: Bayer gab sich nicht geschlagen und verkürzte nach dem verwandelten Siebenmeter von Bibiana Huck zum 26:22 (51.) federführend durch Mareike Thomaier (7/3) und Dana Gruner (5/1) noch einmal. SVG-Torfrau Lea Gürbig hielt mit drei wichtigen Paraden den Vorsprung fest. 20 Sekunden vor Schluss gelang Spielmacherin Thomaier das 26:27. Dann nahm Cojocar eine letzte Auszeit. Die Vorgabe: Den Ball nicht mehr verlieren. Das gelang. Fritzlar kam zwar nicht mehr aus der eigenen Hälfte, wurde aber von der Schlusssirene erlöst.

Fritzlar: Fischmann (bei einem 7 m), Gürbig (1.-60.), Dietrich 1, Holeczy, Huck 6/4, Ahrend 5, Puntschuh 1, Lorenz, Duknauskaite 5, Dreyer 1, Kiwa 7, Krüger 1.

SR: Sakovski/Schneider. Zuschauer: 75.

Siebenmeter: 5/4:4/4. Zeitstrafen: 2:4-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

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