Fritzlar II bestraft Wesertaler Fehler konsequent

Oedelsheim – Mehr als deutlich fiel die erste Heimniederlage für den Frauenhandball-Landesligisten HSG Wesertal gegen den SV Germania Fritzlar II aus. Der Tabellenvierte verlor das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer mit 21:31 (8:14). Bereits das Hinspiel hatte die HSG genauso klar mit 20:30 verloren.

Sorgte für Unruhe beim Gegner: Tessa Herbold war mit sechs Treffern zweitbeste HSG-Werferin gegen Fritzlar II. Zum Sieg reichte es dennoch nicht. Wesertal verlor mit 21:31. Foto: Rieß

Hierzu gibt es folgende Fragen:

Wie verlief die erste Halbzeit?

Nur bis zum 2:2 war die erste Hälfte ausgeglichen. Danach offenbarten sich die Schwächen der Gastgeberinnen im Angriffsspiel, die acht Minuten ohne Torerfolg blieben und mit 2:7 ins Hintertreffen gerieten. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte taten sich die Gastgeberinnen sehr schwer mit dem Torewerfen. So konnten die Gäste auf 11:4 wegziehen. Die HSG kam noch einmal auf 7:11 heran, bevor die Gäste zur Pause auf sechs Tor erhöhten.

Wurde es in der zweiten Halbzeit besser?

Nicht wirklich. Fritzlar war spielerisch einfach besser und nutzte konsequent die Schwächen der HSG aus. Vorne setzte sich jetzt Leibecke mit ihren Würfen aus dem Rückraum in Szene, doch die Gäste hatten das Spiel weiter im Griff. Sie ließen den Ball sicher laufen oder waren über die erste Welle oder die schnelle Mitte erfolgreich. So konnten sie bis zur 42. Minute auf 21:12 davonziehen.

Kam noch einmal ein wenig Spannung auf?

Es war nur ein kurzer Hoffnungsschimmer, als dreimal Leibecke und einmal Katharina Kranz auf 16:21. Die Hoffnungen auf eine spannende Schlussviertelstunde machte Fritzlars Zweite aber sehr schnell zunichte. Kurz vor Schluss konnten sie sogar noch auf zehn Tore Vorsprung erhöhen.

Was waren die Gründe für die hohe Niederlage?

Gerade in der ersten Hälfte leisteten sich die Wesertalerinnen zu viele Fehler im Angriff. Dadurch kam Fritzlar II immer wieder zu leichten Tempogegenstoßtoren. Auch im Positionsspiel war der Tabellenführer überlegen. Die Gäste waren schneller, beweglicher und auf jeder Position aus torgefährlich.

Was sagte Trainer Jürgen Herbold?

„So hoch durften wir nicht verlieren. Wir haben nicht unsere Leistung abgerufen. Insgesamt waren es wieder zu viele technische Fehler. Vor allem in der ersten Halbzeit sind wir nicht mit der letzten Überzeugung in die Angriffe gegangen. Das hatte uns Fritzlar voraus und hat unsere Fehler gnadenlos bestraft.“

Wesertal: Henze, Aßhauer (ab 56.) – I. Riedel, Kaczor (1), C. Przyludzki, Leibecke (10/2), Herbold (6/3), Wessel (1), Martin (2), Eckert, Meroth, Meth, Kranz (1), Erger (1).

Fritzlar II: Sucky, Zeller – Grothnes (3), Küster (1), Alter (2), Naumann (3), Reimbold (6), Stockschläder (4), Albus (5/4), Israel, Bachmann (5), Oschmann, Werner, Bücker (2), Krause.

Zuschauer: 160.

Schiedsrichter: Lukas und Simon Thamm (Lohfelden/Vollmarshausen).

Spielverlauf: 2:2 (7.), 2:7 (15.), 3:9 (21.), 4:11 (24.), 7:11 (26.), 8:15 (32.), 12:21 (42.), 16:21 (45.), 16:24 (48.), 20:27 (56.), 21:31 (59.).

HNA Online /// Michael Wepler /// Foto: Rieß

Gipfeltreffen der 3. Handball-Liga Ost in Fritzlar zwischen Germania und Eddersheim

SV Germania Fritzlar gegen TSG Eddersheim. Der neue Tabellenführer zu Gast bei seinem Vorgänger. Meister von 2016 gegen Meister von 2017. Abwehrspezialisten gegen die Torfabrik der Liga.

Das Spitzenspiel der 3. Handball-Liga Ost der Frauen (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle Fritzlar) verspricht jede Menge Spannung.

Volle Kraft voraus: Fritzlars Janina Dreyer entpuppt sich vermehrt auch als Torjägerin und wird mit ihrer Germania im Topspiel gegen Eddersheim gefordert.© Pressebilder Hahn

Ausgangslage

Fritzlar und Eddersheim sind die einzigen Vereine, die acht Spieltage vor Schluss aus eigener Kraft Meister werden können. Die TSG, weil sie sich nach Fritzlars 19:27-Niederlage in Nidda zwei Punkte Vorsprung erarbeitet hat und die Germania, weil sie nach dem 25:21 im Hinspiel mit einem weiteren Erfolg im direkten Vergleich die Nase vorn hätte. Bis Ende April können Meister und Vize-Meister eine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragen. Da es aus den vier dritten Ligen nur drei Aufsteiger gibt, drohen im Mai Relegationsspiele.

Personal

Eine Fritzlarer Elf stellt sich im Idealfall dem üppigen 14er Kader inklusive drei Torfrauen der TSG. Bis Mitte der Woche erkrankt pausierend, dürften Rechtsaußen Bibiana Huck und Kreisläuferin Lorena Lorenz mitwirken. Als neunte Feldspielerin stößt Hannah Berk hinzu. Die 16-Jährige, mit Erwachsenenspielrecht aus Bad Hersfeld verpflichtet, musste zehn Tage wegen einer Gehirnerschütterung nach einem bösen Foul im Spiel der B-Jugend pausieren. Jetzt naht das Debüt der Linkshänderin, die auf Außen und im Rückraum spielen kann. Und fit ist, weil sie montags am DHB-Stützpunkt in Bensheim, zweimal wöchentlich in der Domstadt und zweimal in der Kurstadt trainiert.

Neue Torjägerin

5, 5, 9, 7 – das sind keine Lottozahlen, das ist die Ausbeute von Janina Dreyer aus den vergangenen vier Spielen. Macht im Schnitt 6,5 Tore pro Partie, nachdem der Vize-Kapitänin in den ersten zehn Begegnungen durchschnittlich 1,9 gelangen. „Der eine oder andere Ball, der sonst an den Pfosten ging, ist momentan drin. Außerdem muss ich ja funktionieren, weil wir nicht mehr viele Alternativen haben“, betont die Rückraumspielerin, die in ihren neun Jahren in der Domstadt vor allem in der Abwehr glänzte. Und sich aufgrund des „besonderen Teamgeists“ gern noch mehr in den Dienst der Mannschaft stellt. Vorzeitige Vertragsverlängerung inklusive, womit erste Gedanken an ein vorzeitiges Karriereende aus privaten Gründen auf Eis gelegt sind.

Taktik

Fritzlar geht es ähnlich an wie im Hinspiel. Also mit dem Fokus auf der starken eigenen Deckung um die Kapitäninnen Esther Lieber und Dreyer im Mittelblock. „Wir müssen den Gegner frühzeitig stoppen, weil alle Rückraumspielerinnen Eddersheims ein starkes Eins gegen Eins haben“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Neben der aufstrebenden Spielmacherin Hanna Özer (110/57-Tore) können auch die erst 18-jährige Halblinke Lilly König (58/4) und die Halbrechte Franziska Feick (49/11) ein Spiel entscheiden. Das Trio profitiert von den klugen Sperren, die Kreisläuferin Lena Thoß stellt.

Gegner

Eddersheim, das mit einem Fanbus anreist, verzichtete 2017 wie Fritzlar ein Jahr zuvor aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg. „Jetzt ist es unser Bestreben, es machen zu wollen, auch wenn es ein Kraftakt wäre“, betont Tobias Fischer. Der 43-Jährige ist als TSG-Urgestein seit zehn Jahren für das Frauen-Team aus dem Main-Taunus-Kreis tätig, führte Eddersheim 2014 in die 3. Liga. Teile der Mannschaft trainierte er bereits in der Jugend und baut aktuell auf einen jungen Kader mit einem Schnitt von 21,5 Jahren.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Spitzenreiter Fritzlar will seinen Vorsprung ausbauen

Germania Fritzlar II kann als Tabellenführer der Handball-Landesliga mit einem Erfolg bei der HSG Wesertal einen weiteren Schritt Richtung Meisterschaft machen. Wollrode braucht gegen die TG Rotenburg zwei Punkte, um den Mittelfeldplatz zu festigen.

Janina Friedrich (TSV Wollrode).© Richard Kasiewicz

TSV Wollrode – TG Rotenburg (Sa. 18 Uhr). Im Hinspiel (28:31) war es vor allem der Rückraum mit der wurfgewaltigen Michelle Horn und Linkshänderin Yulia Makarova, der dem Team von Margreth Schmidt zu schaffen machte. Makarova ist mittlerweile in ihre ukrainische Heimat zurückgekehrt. Dafür ist Spielmacherin Anette Lusky dabei, die im ersten Vergleich noch verletzt fehlte. Und sehr zweikampfstark ist.

Also gilt es für die 6:0-Deckung der Gastgeberinnen, an die starke Leistung beim 40:26-Kantersieg gegen Dittershausen anzuknüpfen. Dabei überragten Janina Friedrich und Laura Schmieling im Mittelblock. Im Angriff (gegen eine Rotenburger 6:0-Deckung mit Horn als Abwehrchefin) soll das Spielfeld breit gemacht werden um somit Platz für Durchbrüche auf den Halbpositionen zu schaffen.

HSG Wesertal – SV Germania Fritzlar II (So. 17 Uhr). Mit einem Sieg kann der Tabellenführer den Vorsprung auf den Tabellenzweiten HSG Großenlüder/Hainzell sieben Spieltage vor Saisonende auf sechs Punkte ausbauen. Zudem hat die Germania den direkten Vergleich gegen die HSG gewonnen und benötigt so nur noch vier Siege, um den Aufstieg in die Oberliga perfekt zu machen.

Der erste soll gegen Wesertal her. Bei den Gastgeberinnen ragt Rückraumspielerin Joana Leibecke (82 Tore) heraus. Die hatte das Team von Trainer Gunnar Kliesch allerdings im Hinspiel perfekt im Griff und gestattete ihr nur zwei Feldtore zu. Auch diesmal soll wieder mit einer defensiven 6:0-Deckung Distanzwürfe erzwungen und die Anspiele an den Kreis unterbunden werden, so dass Katja Zeller oder Nina Suchy im Tor einfaches Spiel haben.

HNA Online /// mm /// Foto: Richard Kasiewicz

Melina Horn wird im Sommer Trainerin des SV Germania Fritzlar II

Melina Horn wird im Sommer Trainerin des SV Germania Fritzlar II. Und tritt somit die Nachfolge von Coach Gunnar Kliesch an, der das Team souverän mit 25:3-Punkten und einer Tordifferenz von plus 101 auf den ersten Platz in der Handball-Landesliga geführt hat.

Laut Abteilungsleiter Steffen Schmude hat der Verein entschieden, „die Drittliga-Reserve als äußerst wichtigen Baustein im internen Gesamtkonzept neu aufzustellen.“ Für Melina Horn wird es die Premiere als Trainerin. Die 31-Jährige zählte seit 2011 zu den Säulen der ersten Mannschaft, war ein Muster an Disziplin und Teil des Meister-Teams von 2016.

Bald Trainerin von Fritzlar II: Melina Horn (links, hier am Ball vor Dortmunds Jana Willing).© Pressebilder Hahn

Aufgrund eines Knorpelschadens im Knie musste die Rückraumspielerin ihre Karriere im September beenden und fungiert seitdem als Co-Trainerin von Coach Lucky Cojocar. Ihr letztes Spiel bestritt Horn am 7. April 2019 beim 32:21 gegen den 1. FC Köln.

Wiederaufstieg bleibt das Ziel

Gunnar Kliesch betreute die erste Mannschaft des SVG von 2003 bis 2007 in der Regionalliga und übernahm Fritzlar II 2018 nach dem überraschenden Aufstieg unter der Regie von Trainer Torben Hause. Mit dem angepeilten Wiederaufstieg nach dem Oberliga-Abstieg 2019 möchte sich der Handball-Lehrer in den verbleibenden sieben Spielen würdig aus der Domstadt verabschieden.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

HSG Gedern/Nidda im Topspiel erneut zu stark für SV Germania Fritzlar

Es gibt Niederlagen, die wehtun. Rückschläge, die verärgern. Und es gibt verlorene Partien, die Hoffnung bringen. „Wir haben zwar ein Spiel verloren, dafür aber eine Spielerin gewonnen“, sagte Handball-Lehrer Lucky Cojocar, der mit dem SV Germania Fritzlar im Gipfeltreffen der 3. Liga Ost bei der HSG Gedern/Nidda mit 19:27 (11:15) unterlag.

Hautnah: Fritzlars Lena Dietrich (am Ball) und Hanna Rösner von der HSG Gedern/Nidda schenkten sich im Topspiel der 3. Liga Ost nichts.© Pressebilder Hahn

Der neue Lichtblick der Germania heißt Anamaria Puda. Eine 19-Jährige, die 2018 von der A-Jugend der TSG Dittershausen kam und bislang für Fritzlar II in der Ober- sowie Landesliga spielte. Das dürfte sich ändern. „Anamaria verfügt über einen guten Wurf und hat sich auch in der Abwehr bewährt“, lobt Cojocar die groß gewachsene Rückraumspielerin, die vor 400 Zuschauern im Hessen-Derby in Nidda mehr als 30 Minuten auf der Platte stand.

Anamaria Puda @Hahn

Das war notwendig, weil nach dem zusätzlichen Ausfall von Neuzugang Hannah Berk (Gehirnerschütterung) mit Lorena Lorenz nur noch eine Alternative im Aufgebot stand. Und die Kreisläuferin konnte erkrankt lediglich phasenweise helfen.

Deshalb begannen die Gäste mit Bibiana Huck im rechten Rückraum statt auf Rechtsaußen, wo Kathleen Nepolsky für die Domstädterinnen startete. So lange die Kräfte reichten, verkaufte sich das Cojocar-Team gegen den letztjährigen Zweitligisten deutlich besser als beim 16:24 im Hinspiel. Über 2:2 (4., Janina Dreyer) und 7:6 (12., Nepolsky) blieb Fritzlar bis zum 10:13 nach Pudas ersten beiden Drittliga-Treffern in Schlagdistanz (27.).

Mit zunehmender Spielzeit erwies sich Kreisläuferin Leonie Nowack als spielentscheidender Faktor im Mittelblock, so dass die Domstädterinnen bei den meisten Angriffen ins Zeitspiel mussten. Auf der Gegenseite war Sabine Kaiser nicht zu stoppen und warf sieben Treffer. Das Tor der Halblinken zum 20:16 (50.) läutete einen Schlussspurt der Mannschaft von Trainer Christian Breiler ein, dem Fritzlar nicht gewachsen war.

Bitter indes, dass ein Foulspiel nach einem Schlag ins Gesicht Pudas nicht geahndet wurde – und Emely Nau im Gegenzug auf 21:16 erhöhte (51.). Das saß. Nau (2), Isabell Schüler (3) und Hannah Niebergall konterten nach Belieben und sorgten mit einem 8:1-Lauf dafür, dass die HSG in der Tabelle nur noch zwei Zähler hinter der Germania liegt. „Wir haben gekämpft, bis der Tank leer war“, sagte Cojocar, der sein Team jetzt auf den nächsten Hit gegen die TSG Eddersheim (So. 17 Uhr) vorbereitet. Dann als Tabellenzweiter, weil Eddersheim nach dem 30:19 gegen die TS Herzogenaurach an Fritzlar vorbeigezogen ist.

Fritzlar: Maier (17 P./26 GT), Gürbig (0/1) – Dietrich 3, Huck 3, Lorenz, Nepolsky 1, Lieber 3, Dreyer 7, Krüger.

SR: Kreß/Tarka. Zuschauer: 400.

Siebenmeter: 5/7:0/1. Zeitstrafen: 6:8-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar ist im Spitzenspiel in Nidda auf Revanche aus

Spitzenspiel in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen. Tabellenführer SV Germania Fritzlar ist bei der drittplatzierten HSG Gedern/Nidda zu Gast (Sa. 18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda).

Das Hessenduell ist vor allem auch ein Vergleich des Improvisierens. Denn beide Teams plagen jeweils zumindest sechs Ausfälle. Mit den Rückraumspielerinnen Johanna Becker (Knie), Kristin Amos (Hand) und Stefanie Thiele (Fuß), Torhüterin Sandra Elisath (Schulter) sowie Rechtsaußen Christin Kraft (Knie) fehlen der HSG fünf Akteurinnen verletzt. Zusätzlich weilt Aimée Mitzkat für drei Monate in Neuseeland. Somit bleiben noch neun Feldspielerinnen und Anne Heß als einzige Torhüterin.

Sehen sich am Samstag wieder: Fritzlars Luisa Krüger (Mitte) und Leonie Nowack (links) sowie Hanna Rösner von der HSG Gedern/Nidda© Pressebilder Hahn

Fritzlar hat vier Punkte Vorsprung

„Wenn wir unter diesen Bedingungen den dritten Platz verteidigen, wären wir zufrieden. Wir sind leider nicht auf dem Niveau vom Herbst“, betont Gederns Trainer Christian Breiler. Also weit weg von der Gala-Form aus dem Hinspiel, als der letztjährige Zweitligist den Domstädterinnen beim 24:16 eine Lektion erteilte. Anschließend wurde die Euphorie durch das skandalöse 23:33 gegen die TSG Ketsch II, als die Kurpfalz Bären mit dem Erstliga-Kader antraten, und der Niederlage bei der TS Herzogenaurach merklich gedämpft.

Vier Punkte liegt die HSG somit hinter Fritzlar. Und die Gäste reisen mit einer Portion Extra-Motivation an. „Wir wollen eine Trotzreaktion auf das Hinspiel zeigen. Und fahren nicht nach Nidda, um einen Schönheitspreis gewinnen“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Klare Marschroute ist es, geduldiger anzugreifen und die Abschlüsse klüger zu suchen.

Sonderlob für Krüger

Spannend wird das Abschlusstraining, weil zuletzt auch Lorena Lorenz, Hannah Berk und Vanessa Maier angeschlagen fehlten. Da mit Janina Dreyer und Esther Lieber nur noch zwei gelernte Rückraumkräfte zur Verfügung stehen, sind die Spielmacherqualitäten von Kreisläuferin Luisa Krüger gefragt. „Luisa ist unsere Waffe. Sie geht gut Eins gegen Eins, kann die Bälle verteilen und steht stabil in der Deckung“, lobt Cojocar die 18-Jährige.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Trainer Cojocar bleibt an Bord bei der SVG Fritzlar – auch Dreyer und Huck verlängern Vertrag

Positive Zeichen vor den Wochen der Wahrheit: Drittliga-Spitzenreiter SV Germania Fritzlar hat die Verträge mit Trainer Lucky Cojocar und mit den Leistungsträgerinnen Janina Dreyer und Bibiana Huck verlängert.

„Lucky holt das Beste aus unseren Möglichkeiten heraus“, lobt SVG-Teammanager Steffen Schmude. Wohlwissend darum, dass Fritzlar zwar derzeit mit einem halben Dutzend so viele Verletzte wie nie hat – aber eben auch einmalig viele Punkte. 21:5-Zähler sind etwa deutlich besser als zum vergleichbaren Zeitpunkt im Meisterjahr 2016 (16:10). Damit führt Fritzlar nebenbei die ewige Tabelle aller Drittligisten seit 2010 mit 312 Zählern vor dem VfL Oldenburg II (310) und 1. FC Köln (304) an.

Bleibt Germania Fritzlar erhalten: Trainer „Lucky“ Cojocar.© Pressebilder Hahn

Ziel für die kommende Runde ist erneut ein 14er-Kader. Da zuvor Lena Dietrich, Xenia Ahrend, Maria Kiwa, Lea Gürbig und Anna Holeczy unterschrieben, ist dank Dreyer und Huck die Hälfte fix. „Janina und Bibi sind Vorbilder und Gesichter des Vereins, die sich zudem stets weiterentwickeln“, lobt Cojocar, das Duo, das in der Domstadt in sein zehntes Jahr gehen wird. Dreyer etwa ist nicht mehr nur eine Abwehrspezialistin, sondern zeigt sich inzwischen treffsicher im Angriff. Und Siebenmeterexpertin Huck rückt von Rechtsaußen vermehrt in den Rückraum, wo die Personalnot am größten ist.

Umzug nach Gudensberg

Für den Rest der Runde sollen nach Bedarf Hannah Grothnes, Chantal Reimbold, Anamaria Puda, Paula Bachmann und Nina Albus aushelfen. Offen ist, wann Rechtsaußen Hannah Berk ihre ersten Einsätze fliegen kann. Eigentlich waren der Hit beim Tabellendritten HSG Gedern/Nidda (Sa. 18 Uhr) und das Spitzenspiel gegen die TSG Eddersheim (16. Februar, 17 Uhr) dafür vorgesehen. Nun aber wurde die 16-Jährige im Schlager der B-Jugend-Landesliga nach nur 20 Sekunden schwer am Kopf getroffen, was eine Rote Karte nach sich hatte – und zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Improvisieren muss die Germania zudem ab Anfang April. Dann beginnen in der Sporthalle der König-Heinrich-Schule Sanierungsmaßnahmen, die bis September dauern sollen. Verlegt wurde deshalb das letzte Heimspiel gegen den HV Chemnitz vom 26. April auf den 1. März. Zeitweise sollen zwei Drittel der Halle noch nutzbar sein. Ansonsten weicht das Cojocar-Team nach Gudensberg aus, wo auch die Vorbereitung auf die nächste Serie stattfindet.

Offen ist, ob dort auch der Domstadt-Cup ausgetragen wird. Festgelegt ist das Turnier für den 15. und 16. August. Mit der HSG Bad Wildungen, HSG Bensheim/Auerbach, FSV Mainz 05, TVB Wuppertal, HC Rödertal, TuS Lintfort und VfL Waiblingen haben sieben Erst- und Zweitligisten zugesagt. Foto: Hahn/nh

. Zum Hit nach Nidda setzt die Germania einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 14.30 Uhr vom Parkplatz der König-Heinrich-Schule. Anmeldungen an Steffen Schmude (Tel: 0173 / 9913571).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Bitter für den SV Germania Fritzlar: Jetzt fällt auch noch Maria Kiwa aus

Da war’s passiert: Maria Kiwa (links, hier im Zweikampf mit Thüringens Jolina Huhnstock.© Pressebilder Hahn

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar werden durch Verletzungen weiterhin arg gebeutelt. Den 40:31-Kantersieg gegen den Thüringer HC II nebst Sprung zurück an die Spitze der 3. Liga Ost haben die Domstädterinnen einmal mehr teuer bezahlt.

Denn Maria Kiwa zog sich einen Nasenbeinbruch zu. Bereits am heutigen Mittwoch wird sie operiert. Sechs Wochen Pause erwartet SVG-Coach Lucky Cojocar für die Rückraumspielerin, die mit 46 Toren so wertvoll wie nie ist. Somit fällt Kiwa das Spitzenspiel am 8. Februar beim Tabellendritten HSG Gedern/Nidda aus.

Mit Melina Horn (Karriereende), Xenia Ahrend, Hannah Puntschuh und Jana Hoppe (alle Knie) ist für vier Fritzlarerinnen die Serie längst gelaufen.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar II – HSG Lohfelden/Vollmarshausen 34:21 (17:10)

Fritzlar. In Abwesenheit von SVG-Coach Gunnar Kliesch (beruflich verhindert) ließ der Liga-Primus nichts anbrennen.

Nach einem etwas verhaltenen Beginn steigerte sich vor allem die 6:0-Deckung der Domstädterinnen, die mit Torfrau Katja Zeller einen starken Rückhalt hatten. „Wir haben etwas gebraucht, aber dann sind wir immer besser ins Laufen gekommen und haben offensiv sehr variabel gespielt“, lobte Sandra Römer, die zusammen mit Alina Küster und Hannah Grothnes coachte. Vor allem nach der Pause kam die erste und zweite Welle der Gastgeberinnen immer mehr zum Tragen.
Damit führt SV Germania Fritzlar II weiterhin die Tabelle an.

Tore Fritzlar: Grothnes 3, Küster 3, Alter 4, Naumann 3/2, Reimbold 4, Stockschläder 1, Albus 4/1, Bachmann 4, Puda 4, Werner 2, Bücker 2.

HNA Print /// 28.01.20

SV Germania Fritzlar stürmt nach 40:31 zurück an die Tabellenspitze

Schon klar. Auch 39 Tore hätten für zwei Punkte gereicht. Aber bei einem Offensivfestival wie diesem, ist es die Krönung, wenn noch der 40. Treffer fällt. Den erzielte – und das passt zum homogenen Auftritt des SV Germania Fritzlar – aus gerechnet die Akteurin mit den geringsten Spielanteilen.

Zwölf Sekunden vor Schluss hämmerte Kathleen Nepolsky den Ball in den Winkel und sicherte damit ihrem Team den 40:31 (18:15)-Sieg gegen den Thüringer HC II, mit dem Fritzlars Handballerinnen an die Tabellenspitze der 3. Liga Ost zurückgekehrt sind.

Im Anflug: Bibiana Huck (rechts) setzt sich gegen Klara Schlegel durch. © Pressebilder Hahn

40:31. Aus dem Ergebnis geht deutlich hervor, was hervorragend war und wo der Schuh drückte. Lucky Cojocar nahm es mit Humor und analysierte: „Das war wie Biathlon. Laufen und Schießen.“. Was es beim Biathlon nicht gibt, ist Verteidigen, und so konzentrierten sich beide Mannschaften auf Laufen und Schießen.

Zum Ärger von Vanessa Maier. „Das war eine ganz schwache Abwehrleistung“, sagte die Torhüterin, die mit einer sehr guten Quote (12 Paraden bei 25 Gegentoren) einen großen Anteil am klaren Sieg ihres Teams hatte.

Ihrem Trainer aber konnte die mangelnde Gegenwehr bei den Erfurter Angriffen die gute Laune nicht verderben. „Bei 40 Treffern fange ich doch nicht an, nach einem Haar in der Suppe zu suchen“, sagte Cojocar.

Dreyer am treffsichersten

Gut drauf war auch Janina Dreyer, die mit neun Treffern die erfolgreichste Fritzlarer Werferin war. „Ich habe von unserem variablen Angriffsspiel profitiert und mich außergewöhnlich treffsicher gefühlt, sagte die Rückraumspielerin, die in der zweiten Halbzeit von links auf rechts wechselte und damit die Position mit Maria Kiwa tauschte, was für eine zusätzliche Verwirrung in der Thüringer Abwehr sorgte.

Zwar hebt Cojocar die Homogenität seines Teams hervor, aber neben Maier, Dreyer und Kiwa sind noch Esther Lieber und Bibiana Huck hervorzuheben. Lieber war die Spielerin mit den überraschenden Würfen, während Huck für die spektakulären Momente sorgte.

Angesichts des klaren Resultats ist es verwunderlich, dass es bis zur 15. Minute dauerte, ehe Lena Dietrich mit dem Treffer zum 7:6 erstmals für eine Fritzlarer Führung sorgte. Und als Bibiana Huck den Vorsprung beim 18:14 auf vier Tore ausbaute, war schon fast Halbzeit.

Kurz danach war beim 21:15 durch Maria Kiwa allerdings schon die Vorentscheidung gefallen, ehe es über 28:21 und 31:23 zum Endstand von 40:31 kam. Schließlich hatte Cojocar doch noch ein Haar in der Suppe gefunden. „Die Abwehr war zu passiv, wir haben oft viel zu spät attackiert“, sagte der Trainer trotz seiner guten Laune.

Fritzlar: Maier 1 – 49./12 Paraden/25 Gegentore, Gürbig 49. – 60./4/6 – Dietrich 3, Huck 8/1, Lorenz 2, Albus 1, Nepolsky 1, Lieber 8/2, Dreyer 9, Kiwa 5, Krüger 3

Thüringen: Vesper 1. – 36./53. – 60./5/28, Köster 36. – 53/5/12 – Breitbarth 2/1, Karl 5, Huhnstock 7, Hagedorn 7/1, Schwanethal, Bessert, Schlegel 8, Thorn 2

SR :Magalowski/Schwieger Zuschauer: 150

Siebenmeter: 4/1:2/1 Zeitstrafen: 6:2-Minuten

HNA Online /// Gerd Brehm /// Foto: Hahn

Mit Esther Lieber sind für SV Germania Fritzlar zwei Punkte Pflicht

Das erste Heimspiel des Jahres steht an. Nach dem 31:26 in Nieder-Roden peilt Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar den dritten Sieg in Serie an. Gegner ist der Tabellenneunte Thüringer HC II (So. 17 Uhr, Sporthalle KHS-Schule).

Wieder am Ball: Regisseurin Esther Lieber, mit der die Germania den dritten Sieg in Serie anpeilt.© Pressebilder Hahn

„Das ist eine gute Ausbildungsmannschaft“, sagt SVG-Coach Lucky Cojocar respektvoll. Belegt dadurch, dass etwa Julia Redder vor der Saison zum SV Union Halle-Neustadt wechselte. Und für den Zweitliga-Spitzenreiter schon 32 Tore erzielte – mehr als die Ex-Kirchhöferin Danique Boonkamp (25).

Bereits das 30:26 im Hinspiel war keine niedrige Hürde. Denn der THC deckt flexibel mit mehreren Systemen, weiß aber besonders im Angriff zu überzeugen. 319 Treffer sind der drittbeste Wert der Liga – und besser als die Fritzlarer Ausbeute (305). Eine Top-Torjägerin wissen die Thüringerinnen zwar nicht in ihren Reihen, bauen aber mit der schnellen Rechtsaußen Michelle Breitbarth (55/31), der wurfgewaltigen Halblinken Arwen Rühl (49) und Spielmacherin Chiara Thorn (44) auf konstante Größen. Stark zu beachten ist daneben die flexible Rückraumspielerin, die zum deutschen U 18-Kader zählt.

Auf die Deckung kommt es an

Cojocar warnt vor dem Zusammenspiel mit Kreisläuferin Jolina Huhnstock, die viele Siebenmeter zieht. „Wir müssen in der 6:0-Deckung ganz stabil stehen und dürfen keine schnellen Tore zulassen“, betont der A-Lizenz-Inhaber. Umso wichtiger, dass Esther Lieber zurück ist. Die Strategin und Abwehrspezialistin hatte in Nieder-Roden erkrankt gefehlt. Ungleich höher war der Sieg der personell arg gebeutelten Domstädterinnen einzuschätzen.

Verletzt passen muss nun Anna Holeczy wegen einer Ellenbogenverletzung. Auch Hannah Berk ist noch nicht an Bord. Der Neuzugang greift zeitgleich im Spitzenspiel der B-Jugend-Landesliga für den TV Hersfeld gegen die JSG Dittershausen/Waldau/Wollrode an. Die Rechtsaußen, die ebenso im rechten Rückraum wirbeln kann, trainiert derzeit zweimal pro Woche in der Domstadt und zweimal bei ihrem Heimatverein.

Die ersten Einsätze in der dritten Liga werden es für die 16-Jährige, die mit Erwachsenen-Spielrecht verpflichtet wurde, in sich haben. Nach einem weiteren spielfreien Wochenende gilt es am 8. Februar beim Tabellendritten HSG Gedern/Nidda, der Fritzlar im Hinspiel beim 24:16 eine Lektion erteilte. Am 16. Februar gastiert Spitzenreiter TSG Eddersheim zum Gipfeltreffen bei der Germania.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar II – HSG Lohfelden/Vollmarshausen

Der Tabellenführer bewies schon beim 33:17-Hinspielerfolg seine Stärke. Dem Tempo der Germania über die erste und zweite Welle hatte Lohfelden nichts entgegen zu setzten.

Über Hannah Grothnes, Lena Alter und Nina Albus sollte der SVG-Express, gestützt auf eine aggressive Deckung, auch diesmal ins Rollen kommen. Beim Aufsteiger stehen erst zwei Siege und ein Unentschieden bislang zu Buche. Dem werden nach der Saison aufgrund des nicht erfüllten Schiedsrichter-Solls auch noch drei Punkte abgezogen. Dabei hakte es vor allem im Angriffsspiel des Teams von Trainerin Dagmar Hoppe. Einzig Rückraumspielerin Jana Herbst strahlt mit 56 Toren Gefahr aus.

HNA Print /// 23.01.2020

SV Germania Fritzlar nach 31:26 in Nieder-Roden wieder Tabellenführer

Das sind zwei ganz wertvolle Punkte: Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben im Titelrennen der 3. Liga Ost mit 31:26 (13:10) bei der HSG Rodgau Nieder-Roden gewonnen. Als Lohn ist die Germania für zumindest eine Nacht wieder Tabellenführer.

„Diese Leistung und die Moral der Mannschaft sind nicht hoch genug einzuschätzen und zu loben“, betonte SVG-Coach Lucky Cojocar. Denn der Handball-Lehrer musste einmal mehr improvisieren. Da Regisseurin Esther Lieber (Virus) kurzfristig fehlte, standen nur noch zwei der ursprünglich sechs Rückraumspielerinnen zur Verfügung.

Nicht zu stoppen: So wie hier Ober-Eschbachs Lena Rosenberg (r.) ließ Maria Kiwa mit Germania Fritzlar auch Nieder-Roden abblitzen. © Pressebilder Hahn

Janina Dreyer begann auf Halblinks, Maria Kiwa auf der Mitte und Rechtsaußen Bibiana Huck rückte auf Halbrechts. Als Alternative machte Paula Bachmann aus dem Landesliga-Kader die Reise nach Südhessen mit, kam jedoch nicht zum Einsatz. Nach 17 Minuten ging die reaktivierte Lorena Lorenz an den Kreis und für sie Luisa Krüger in den Rückraum, wo sie geschickt mit Dreyer und Kiwa nach Bedarf die Positionen tauschte. Diese Wechselspiele waren wichtig, weil Nieder-Roden die Germania ständig vor neue Aufgaben stellte.

Kiwa und Huck am treffsichersten

Beginnend mit einer 6:0-Deckung, noch vor der Pause einer 5:1-Variante gegen Dreyer und im zweiten Durchgang sogar mit zwei Vorgezogenen, um die Kreise der Domstädterinnen einzuengen. „Wir haben immer Lösungen gefunden. Dadurch konnten wir über 20 Fehlwürfe verkraften“, sagte Cojocar, der in der ersten Halbzeit fast ein Dutzend Pfosten- und Lattentreffer seines Teams zählte. Auch deshalb lag Fritzlar zunächst mit 5:7 in Rückstand (15.), ehe vier Treffer in Folge von der starken Krüger (2), Huck und Kiwa den Spieß zum 9:7 (21.) wendeten.

Durchaus stabil zeigte sich die Deckung der Germania, die etwa Torjägerin Pia Magnago aus dem Spiel nahm. Allein die zweitliga-erprobte Jana Heßler (10/1) war kaum zu bremsen. Bis zur 48. Minute lagen die disziplinierten Gäste „nur“ mit zwei bis vier Treffern vorn. Dann verwerteten die Außen Lena Dietrich und die emsige Huck ihre Chancen eiskalt. Und die überragende Kiwa sowie Vanessa Maier trafen jeweils ins leere Tor. Dadurch trafen alle eingesetzten Fritzlarerinnen – sogar die Torfrau.

Allerdings gab es noch einen Wermutstropfen: Anna Holeczy wurde im Angriff bei einer Eins-gegen-Eins-Aktion gefoult und ist nun am Ellenbogen verletzt.

Fritzlar: Maier (1, 18 P./26 GT.), Gürbig (1/0, bei einem 7 m) – Dietrich 3, Holeczy 1, Huck 7/3, Lorenz 2, Nepolsky 1, Bachmann, Dreyer 5, Kiwa 7, Krüger 4/1.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Start in 2020 für Germania Fritzlar mit Hessen-Derby in Nieder-Roden

Die Rückrunde der 3. Liga Ost beginnt für die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar mit einem Derby. Am Samstag ist der Tabellenzweite aus der Domstadt bei der HSG Rodgau Nieder-Roden zu Gast (Sa. 19.30 Uhr).

„Wir können erst durchatmen, wenn wir nach dem Spiel im Bus sitzen“, sagt SVG-Coach Lucky Cojocar. Und warnt davor, den Tabellenzehnten zu unterschätzen. Wie leicht das geht und vor allem, dass der Aufsteiger nie aufgibt, erfuhren die Domstädterinnen im Hinspiel. Nach 39 Minuten führte Fritzlar damals mit 24:14, um gerade noch mit 31:27 zu gewinnen.

Sehen sich am Samstag wieder: Nieder-Rodens Laura Keller (im Hintergrund) und Fritzlars Kreisläuferin Luisa Krüger. © Pressebilder Hahn

Es gibt sogar Statistiken, in denen die Baggerseepiraten mehr zu bieten haben als die Germania. Zwar stellt Fritzlar mit 225 Gegentoren einmal mehr die mit Abstand beste Deckung der Liga, doch im Angriff liegt das Cojocar-Team nur im Mittelfeld. 274 Treffer sind etwa weniger als die Ausbeute der HSG (289).

Nieder-Roden mit Top-Rückraum

Besonders der Rückraum mit der zweitliga-erprobten Jana Heßler, der ehemaligen Jugend-Nationalspielerin Pia Magnago und Spielmacherin Laura Keller sucht seinesgleichen. Magnago (68/30) und Heßler (66/7) zählen zu den Top Fünf der Torjägerliste.

„Unser Mittelblock ist gefordert, zumal Nieder-Roden auch immer wieder den Kreis sucht“, betont Cojocar, der im Mittelblock mit Janina Dreyer und Esther Lieber beginnen dürfte. Auf Halb sind Maria Kiwa und Luisa Krüger gefragt. Das verbliebene Quartett für Rückraum und Kreis also. Als Fünfte im Bunde wurde Lorena Lorenz reaktiviert, die zunächst den Back-up gibt. Ab Februar eingeplant ist Neuzugang Hannah Berk. Die 16-Jährige, die mit Erwachsen-Spielrecht vom TV Hersfeld verpflichtet wurde, wird kommende Woche zum Training erwartet.

Da das Rumpf-Team ansonsten prima über den Winter gekommen ist, bleiben Bibiana Huck (rechts), die vermehrt im Rückraum eingebaut wird, und Lena Dietrich auf den Flügeln gesetzt. Im Tor baut Cojocar weiter auf die Qualitäten von Vanessa Maier und Lea Gürbig. So wie im Hinspiel, als beiden zusammen 23 Paraden gelangen. Was ein Pfund war, um die 24:14-Führung nicht noch zu verspielen.

Zum Spiel nach Nieder-Roden fährt ein Fan-Bus aus Fritzlar. Abfahrt ist um 15.15 Uhr vom Parkplatz der König-Heinrich-Schule. Anmeldungen bitte an Steffen Schmude (Tel: 0173 / 9913571).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar angelt sich Top-Talent Hannah Berk

Der SV Germania Fritzlar hat sich eines der Top-Talente der Region gesichert. Hannah Berk wurde mit Erwachsenspielrecht vom TV Hersfeld verpflichtet und geht ab sofort auch in der 3. Handball-Liga Ost auf Torejagd.

Hannah Berk, Neuzugang des SVG Fritzlar© Hartmut Wenzel

„Hannah bringt eine starke Physis, enorme Sprungkraft und top Kondition mit. Ihre Anlagen und ihre Einstellung sind herausragend“, lobt SVG-Coach Lucky Cojocar die Rechtsaußen, die ebenso im rechten Rückraum wirbeln kann. Obwohl Berk erst seit wenigen Wochen 16 Jahre alt ist, sammelte sie beim TVH schon im Frauen-Bereich in der Landesliga-Erfahrung.

Treffsichere Linkshänderin

Zudem führt die Linkshänderin mit 64 Treffern die Torjägerliste der B-Jugend-Landesliga an. Dort wird sie in der Rückrunde weiterhin spielen, bei den Frauen aber nur noch für Fritzlar, wo sie im Training einen bleibenden Eindruck hinterließ. Kein Wunder, schaffte sie es 2018 über die Hessenauswahl ins DHB-All-Star-Team, zum Lehrgang auf Bundesebene und trainierte auch schon am DHB-Stützpunkt in Bensheim mit.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hartmut Wenzel

Reaktiviert: Lorena Lorenz wieder fest beim SV Germania Fritzlar

Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar hat Zuwachs bekommen. Kreisläuferin Lorena Lorenz hilft bis Saisonende beim Tabellenzweiten der Ost-Staffel aus, nachdem sie ihre Karriere eigentlich im vergangenen Sommer beendet hatte.

„Das hilft uns ungemein. Sowohl ihre Erfahrung und Persönlichkeit, als auch als Alternative im Mittelblock“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Nach den Langzeitverletzungen von Melina Horn (sogar Karriereende), Hannah Puntschuh, Jana Hoppe und zuletzt Xenia Ahrend (alle Knie) standen Fritzlar nur noch drei Rückraumkräfte sowie Luisa Krüger als einzige Kreisläuferin zur Verfügung.

Reaktiviert: Lorena Lorenz hilft beim SV Germania Fritzlar bis zum Saisonende aus. © Pressebilder Hahn

Krüger bietet sich durch die Lorenz-Reaktivierung als Option für die Spielmacherposition an. Noch mehr Einsatzzeiten im Rückraum kommen auf Bibiana Huck zu. Die einzige Linkshänderin im Kader ist als sichere Siebenmeterschützin auf Außen eine Bank, reifte jedoch bis zur A-Jugend in Bad Wildungen in erster Linie auf halbrechts.

Samstag Spiel in Nieder-Roden
Deutlich besser sieht es auf den Flügeln aus. Anna Holeczy, deren Vertrag verlängert wurde, Lena Dietrich und die wiedergenesene Kathleen Nepolsky können als Rechtshänderinnen auf beiden Außenbahnen wirken. Mit einer Teambuildingmaßnahme zusammen mit Familien, Partnern und Freunden sind die Domstädterinnen nach der Winterspause wieder ins Training eingestiegen.

Bei den ersten Einheiten zur Vorbereitung auf die Partie bei der HSG Rodgau Nieder-Roden (Sa. 19.30 Uhr) legte A-Lizenz-Inhaber Cojocar den Fokus auf den Angriff. „Da muss ich mir jetzt etwas einfallen lassen“, sagte der Diplom-Sportlehrer mit Blick auf die Zeit ohne Allrounderin Ahrend (Kreuzbandriss).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

TSV Vellmar verliert Topspiel gegen Fritzlar II deutlich

Wie von einer Dampfwalze wurde der TSV Vellmar von der SV Germania Fritzlar II im Gipfeltreffen der Handball-Landesliga überrollt. Dabei präsentierte sich der Oberliga-Absteiger speziell in der ersten Halbzeit nahezu meisterlich. Die Vellmarerinnen überwintern nach der 28:36 (11:21)-Niederlage auf dem zweiten Tabellenplatz – hinter Spitzenreiter Fritzlar II.

Zugegeben, ein wenig mehr Spannung hätte es schon sein dürfen. Gerade im Spitzenspiel. Gerade, wenn es um die Tabellenführung geht. Und gerade vor solch einer eindrucksvollen Kulisse in der pickepackevollen Vellmarer Großsporthalle. Was sich dann aber in den ersten 30 Minuten auf der Platte abspielte, war eine Demonstration der Fritzlarer Spielstärke. Ein Spiel auf Augenhöhe? Alles andere als das – zumindest nicht in Durchgang eins. Und nicht grundlos bezeichnete Fritzlars Trainer Gunnar Kliesch die erste Hälfte als „sensationell“.

Auf und davon: Die Vellmarerin Elisa Steiner (Mitte) setzt sich gegen Chantal Reimbold (links) und Nina Albus von Germania Fritzlar durch.© Andreas Fischer

Mit zunächst statisch wirkenden Vellmarerinnen machten die Gäste kurzen Prozess. Aber sowas von. Kaum einen technischen Fehler leistete sich der Gast, dessen Tempospiel eine echte Waffe war. Fünf Minuten hielt Vellmar dieser Geschwindigkeit stand – Leonie Homburg glich noch zum 3:3 aus. Dann aber nahm das Unheil aus Sicht des TSV konkrete Formen an. Auf 6:3 hatte sich Fritzlar abgesetzt, als Vellmars Coach Sebastian Menche die erste Auszeit nahm. Dem Fritzlarer Spielfluss tat das aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Mit vielen vermeidbaren Ballverlusten und überhasteten Torabschlüssen präsentierte sich der TSV äußerst spendabel, wenn es um das Verteilen von Geschenken ging. Fritzlars Chantal Reimbold stellte Mitte der ersten Halbzeit auf 12:6. Nur sechs Minuten später lagen die Gäste bereits mit 17:10 vorn und warfen bis zur Halbzeitpause einen Zehn-Tore-Vorsprung heraus.

Das Spiel war so gut wie entschieden. Trotzdem raffte sich der TSV noch einmal auf und biss sich regelrecht in dieses Spiel hinein. „Das war megastark. Wir haben gekämpft und zusammengespielt – das hat uns schon in den letzten Spielen ausgezeichnet“, erklärte TSV-Trainer Menche, der nun ein anderes Gesicht seines Teams sah. Bis auf fünf Tore kamen die Gastgeberinnen heran – mehr war aber nicht drin. Fritzlar legte in einer furiosen ersten Halbzeit den Grundstein für einen Sieg, der bereits jetzt ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben für die Oberliga war.

Vellmar: Bock, Stern – Homburg 5, Steiner 2, Schmalz 1, Deichmann 2, Schneider 10/2, Geßner 3, Scherer 5/5, Griesmeier, Eckel.

Fritzlar: Suchy – Grothnes 3, Alter 7, Reimbold 5, Albus 4/1, Puda 4, Naumann 7/7, Stockschläder 2, Bachmann 3, Bücker 1, Israel, Werner

HNA Online /// Raphael Wieloch /// Foto: Andreas Fischer

SV Germania Fritzlar II zum Gipfeltreffen beim TSV Vellmar

Es ist angerichtet: Pünktlich zu Weihnachten kommt es in der Handball- Landesliga der Frauen zum mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen der beiden besten Teams der Liga. Die Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar tritt beim punktgleichen TSV Vellmar (Sa. 15.30 Uhr, Großsporthalle Vellmar) an.

Aktivposten: Hannah Grothnes trumpft beim SV Germania Fritzlar II als Spielmacherin auf. © Pressebilder Hahn

Wer gewinnt, überwintert auf dem ersten Platz. „Das ist das Spiel, auf das wir die ganze Saison hingearbeitet haben. Ich freue mich unglaublich darauf“, betont SVG-Coach Gunnar Kliesch, der sein Team top vorbereitet sieht. Vellmar überzeugt mit einer guten Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen. Dazu ist der TSV offensiv äußerst variabel. Vor allem der Rückraum mit Elisa Steiner, Leonie Homburg und der Ex-Kirchhoferin Selina Schneider ist überragend besetzt. Zudem stellen die körperlich überlegenen Vellmarerinnen eine starke 6:0-Deckung.

Dennoch ist Fritzlar auf Augenhöhe. Die Domstädterinnen haben sich gefunden und mit Hannah Grothnes eine agile Spielmacherin, die auch mit Tempogegenstößen für Entlastung sorgt. Neben ihr spielen mit Chantal Reimbold im rechten Rückraum und Ana-Maria Puda auf links zwei starke Schützinnen, die Grothnes gut in Szene zu setzen weiß. Dazu kommt mit Maike Naumann und Nina Albus eine treffsichere Achse auf Außen.

Geschwindigkeit ist Trumpf beim Kliesch-Team

Der Trumpf des Kliesch-Teams ist sein Tempospiel – über die erste und zweite Welle ist die Germania kaum zu stoppen. Entsprechend liegt hier auch der Schlüssel für den Fritzlarer Coach: „Wenn wir es schaffen, Vellmar unsere Geschwindigkeit aufzuzwingen, haben wir gute Chancen auf den Sieg.“

Noch mehr Brisanz resultiert aus der Tatsache, dass Kliesch lange für Vellmar tätig war – allerdings bei der Herrenmannschaft des TSV. Und Vellmars neuer Coach Sebastian Menche lernte letzte Saison bei Kliesch als Co-Trainer in Fritzlar. Beim TSV hat Menches zudem seine Freundin als Co-Trainerin an seiner Seite. Maxie Hauschild nämlich, die vergangene Runde noch unter Kliesch für die Germania II in der Oberliga am Ball war.

HNA Online /// mm /// Foto: Hahn

Hiobsbotschaft für den SV Germania Fritzlar: Jetzt fällt auch noch Xenia Ahrend aus

Das ist eine Vollkatastrophe für die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Xenia Ahrend hat sich beim 28:18 in Chemnitz einen Kreuzbandriss zugezogen. Somit ist die Allrounderin die vierte Spielerin, die wegen einer Knieverletzung in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann.

Mehr noch: Mit Esther Lieber, Maria Kiwa und Janina Dreyer stehen der Germania nur noch drei Rückraumspielerinnen und insgesamt nur acht Feldspielerinnen nach den Ausfällen von Melina Horn (sogar Karriereende), Hannah Puntschuh und Jana Hoppe zur Verfügung. Verstärkungen in der Winterpause, die mit einem Trainingslager vom 3. bis 5. Januar in der Domstadt endet, sind für das Team von Trainer Lucky Cojocar also zwingend erforderlich.

Saison gelaufen: Xenia Ahrend hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen.© Pressebilder Hahn

Fritzlars beste Torschützin

Ahrend spielt in ihrer fünften Saison seit ihrem Wechsel 2015 aus Baunatal ihre stärkste Serie. Die 24-Jährige ist mit 58/15-Treffern Siebte der Torjägerliste. In Chemnitz knickte sie nach ihrem Tor zum 27:17 (57.) kurz vor Schluss unglücklich ohne Einwirkung einer Gegenspielerin um, nachdem sie das Spiel verlagern wollte. „Ich war noch nie verletzt und hatte zunächst auch gar nicht so etwas Schlimmes befürchtet“, sagt die flexible Rückraum-Strategin, die auch am Kreis wirkungsvoll ist.

Xenia Ahrend hatte gerade ihren Vertrag bis 2021 verlängert. Dabei wollte sie eigentlich heute mit einer Freundin in den Skiurlaub fahren. Nun steht eine Operation bei Mannschaftsarzt Dr. Christian Gröll an.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Bibiana Huck und Janina Dreyer drehen bei Fritzlars 28:18-Sieg auf

Schöner Jahresabschluss für den SV Germania Fritzlar in der 3. Handball-Liga Ost: Beim sonst so defensivstarken HV Chemnitz siegten die Domstädterinnen souverän mit 28:18 (14:8). Und bleiben damit als Tabellenzweiter dem Spitzenreiter TSG Eddersheim mit einem Punkt Rückstand auf den Fersen.

Spielentscheidend für den deutlichen Auswärtserfolg war ein 10:2-Lauf in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit. Nach einer unkonzentrierten Anfangsphase, in der die Gäste fünf Siebenmeter verursachten und mit 4:6 (15.) zurücklagen, hatte SVG-Trainer Lucky Cojocar bei einer Auszeit seine Abwehrformation von einer 5:1- auf eine 6:0-Deckung umgestellt.

Aufdreht: Janina Dreyer war bei Fritzlars 28:18 in Chemnitz treffsicher.© Pressebilder Hahn

Fortan lief es wie gemalt. Besonders für Janina Dreyer, die aus dem Rückraum fünf Treffer vor der Pause warf und in der Defensive aufmerksam gemeinsam mit Esther Lieber im Mittelblock agierte. Und für Bibiana Huck, die nach der taktischen Umstellung und den daraus resultierenden vermehrten Ballgewinnen konsequent die zweite Welle lief, und so für einen Sechs-Tore-Vorsprung sorgte. „In dieser Phase haben wir die technischen Fehler des Gegners gut ausgenutzt“, lobte Cojocar.

Zwar kamen die Gastgeberinnen kurz nach dem Seitenwechsel durch Melanie Beckert und Caroline Rosiak auf vier Tore heran. Doch spätestens nach einem 6:0-Lauf, der erneut nach einer Auszeit (39.) gelang, war das Spiel entschieden. War es vor der Pause noch Dreyer, die nach Belieben traf, stellte nun vor allem Maria Kiwa (6) aus dem linken Rückraum ihre Treffsicherheit unter Beweis.

Und nicht nur das. Auch in der Abwehr war Kiwa zusammen mit Luisa Krüger auf den Halbpositionen ebenso wie die beiden starken Torhüterinnen Vanessa Maier und Lea Gürbig mit guten Verteidigungsaktionen auf dem Posten. Das gefiel natürlich auch dem SVG-Coach: „Taktisch gab es da nichts zu meckern. Ein Riesenkompliment an das Team, nicht nur für dieses Spiel, sondern auch für das ganze Jahr 2019.“

Fritzlar: Maier (1.-48.), Gürbig (48.-60.) – Dietrich, Holeczy 1, Huck 7, Ahrend 1, Nepolsky, Lieber 5/2, Dreyer 5, Kiwa 6, Krüger 3.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn