1. SV-Handballcamp in Fritzlar

Der SV Germania Fritzlar hat die Osterferien mit seinem 1. SV-Handballcamp unter Leitung von Dago Leukefeld eingeläutet. Knapp 40 handballbegeisterte Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren haben den Weg in die Halle der König-Heinrich-Schule in Fritzlar gefunden. Ein komplettes Wochenende drehte sich alles um unsere Lieblingssportart – dem Handball. 4 Trainingseinheiten standen für die Teilnehmer aus der Region auf dem Programm und wurden mit abwechslungsreichen und vielseitigen Einheiten bestückt. An diesem Wochenende war das Hauptthema „der Schlagwurf“, der die Basis für alle Wurfvarianten im Handball ist. Den Kindern und Jugendlichen wurde, durch spielerische Elemente und bildliche Darstellungen, das Thema nahegebracht. Nicht nur Dago Leukefeld hat sein handballerisches Wissen an die Heranwachsenden weitergegeben, sondern auch die Jugendtrainer und Trainer der Senioren unseres Vereines mit der tatkräftigen Unterstützung von Spielerinnen aus unseren beiden Frauenmannschaften. An den beiden Tagen wurden alle Beteiligten mit frischem Obst, welches vom Edekamarkt Pollmer in Wabern gespendet wurde, und ausreichend Getränken und einem warmen Mittagessen versorgt. Ein großes Highlight an diesem Wochenende war für die Kinder und Jugendlichen, als sie ihre T-Shirts und Hoodies, die von der Sparkassenversicherung Anne Schubert aus Fritzlar und der Handballschule Dago Leukefeld gestiftet wurden, in Empfang nehmen durften. Als am Sonntagnachmittag alle teilnehmenden Mädchen und Jungen nach dem gerade Erlernten gefragt wurden, kamen die Antworten wie aus der Pistole geschossen. Jetzt freuen sich erst mal alle auf die Ferien und dann natürlich auf das Training in ihren Vereinen, wo sie ihre Erfahrungen aus dem Wochenende unter Beweis stellen können.

Abschließend geht ein großes Dankeschön an Anne Schubert, Dago Leukefeld, Trainer, Trainerinnen, Spielerinnen, Helfer und Helferinnen im Cateringbereich. Ohne diese Unterstützung wäre das Handballcamp nicht so ein Erfolg geworden. Nächstes Jahr möchte der SV Germania Fritzlar auf jeden Fall wieder ein SV-Handballcamp anbieten.

SV Germania Fritzlar findet Lösungen gegen Bayer II

Torreicher Heimabschluss für den SV Germania Fritzlar in der 3. Liga West: Die Domstädterinnen besiegten die Reserve des TSV Bayer Leverkusen mit 32:27 (17:15) und benötigen damit nur noch einen Punkt im letzten Saisonspiel, um sich die Vize-Meisterschaft zu sichern.

Mit Zug zum Tor: Die treffsichere Fritzlarerin Bibiana Huck (am Ball) lässt hier Leverkusens Lilli Matilda Holste stehen und erzielt eines ihrer acht Tore. © Pressebilder Hahn

Der Titel geht hingegen an den HSV Solingen-Gräfrath, dem dank eines 32:22-Heimsiegs gegen BV Garrel der Spitzenplatz nicht mehr zu nehmen ist. Was für die Gastgeberinnen allerdings nicht mehr überraschend kam und dadurch kein Druck bei den Germania-Spielerinnen zu spüren war. Im Gegenteil: Nach einer zerfahrenen Anfangsphase (8:10, 16.), in der die beste Liga-Abwehr die Germania-Offensive vor große Probleme gestellt hatte, entwickelte das Cojocar-Team angeführt durch die stark aufspielende Regisseurin Esther Meyfarth (7 Tore) jede Menge Spielfreude.

Meyfarth war es, die mit drei Toren hintereinander ihren Mitspielerinnen das Signal zu mehr Durchsetzungswillen gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste gab. „Daraufhin haben wir gute Lösungen im Rückraum gefunden und viele freie Würfe kreiert. Das war super heute“, lobte Lucky Cojocar. Der Germania-Coach wechselte seine Sieben immer wieder durch.

Was dem Angriffsspiel jedoch nicht schadete. Neben der technisch versierten Bibiana Huck, die sich sowohl per Siebenmeter und auf Rechtsaußen gewohnt treffsicher zeigte, glänzte auch Vilte Duknauskaite. Im letzten Heimauftritt setzte sich die linke Rückraumspielerin mit präzisen Abschlüssen in Szene.

Auf der Gegenseite dezimierte sich das Bayer-Team mit einigen überflüssigen Zeitstrafen mehrfach selbst. Gab sich jedoch trotz zweimaliger zweifacher Unterzahl nicht geschlagen. Sondern verkürzte stattdessen durch Jule Polsz und Dana Gruner noch einmal auf einen Vier-Tore-Rückstand (21:25, 47.). Näher heran rückten die Gäste allerdings nicht mehr, weil einerseits die eingewechselte Torhüterin Vanessa Maier mit zwölf Paraden und einem gehaltenen Siebenmeter viele Chancen zum Anschluss zunichtemachte.

Und andererseits ihre Vorderleute nach einer unkonzentrierten Verschnaufpause zurück zu ihrem Kombinationsspiel fanden. Was TSV-Trainer Assina Müller fair anerkannte: „Sie haben verdient gewonnen. Uns fiel es schwer, ein Mittel gegen ihre Positionswechsel zu finden.“

Fritzlar: Gürbig (1.-15., 1P./ 9 G.), Maier (12/12), Dietrich 1, Holeczy, Bittdorf, Huck 8/2, Ahrend 2/2, Puntschuh 1, Lorenz 2, Meyfarth 7, Duknauskaite 6, Dreyer 2, Kiwa 1, Krüger 2.

Leverkusen II: Humpert (31.-50., 4 P./ 11G.), Fahnenbruck (6 P./ 21G.), Veit 3, Gruner 2/1, Sold, Tesche, Holste 3, Schneiders 1, Cormann, Thomaier 6/2, Müller 3, Hinkelmann 4, Polsz 1, Thiwissen 3.

SR: Schönfelder/Wulf. Zuschauer: 220.

Siebenmeter: 4/4:5:3. Zeitstrafen: 4:10-Minuten.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn

Trotz Abstieg: Kliesch bleibt Trainer des SV Germania Fritzlar II

Nieder Roden – Mit der 25:44 (14:24)-Pleite bei der HSG Rodgau Nieder Roden wurde der Oberliga-Abstieg des SVG Fritzlar II besiegelt. Weiter mit Trainer Kliesch peilen die Domstädterinnen den Wiederaufstieg an.

Gunnar Kliesch© Richard Kasiewicz

Im Moment der Niederlage richtete Gunnar Kliesch, Trainer der Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II, den Blick schon wieder nach vorne. „Das heißt: Vollangriff in der Landesliga. Mit dieser Mannschaft müssen wir um die Meisterschaft mitspielen“, sagte der 48-Jährige nach der 25:44 (14:24)-Pleite bei der HSG Rodgau Nieder Roden, die den Oberliga-Abstieg der Domstädterinnen besiegelte.„Wir konnten die Verletzungen unserer Leistungsträgerinnen nicht kompensieren“, begründete der SVG-Coach das verpasste Saisonziel. Ziel bleibt es, ein Juniorteam für die Drittliga-Mannschaft aufzubauen. Und deshalb bleibt auch Kliesch der Germania erhalten.

Ebenso wie der Großteil der Mannschaft. Den Abgang von Torhüterin Luisa Fischmann wird Katja Zeller (reaktiviert) kompensieren. Verzichten muss das Team auf Maxie Hauschild (Pause), Johanna Fischer (Schwangerschaft), Nadine Frank (Karriereende) und Jana Hoppe, die nach überstandenem Kreuzbandriss in die erste Mannschaft aufrückt.

Dennoch bringt die Drittliga-Reserve viel Potenzial mit. Einen Eindruck davon bekam auch Spitzenreiter Rodgau Nieder Roden. Da drehte die 19-Jährige Hannah Grothnes im Rückraum richtig auf und erzielte acht blitzsaubere Treffer. Allerdings waren nicht alle Domstädterinnen im Abschluss derart effektiv. Bis zum 11:14 (17.) durch Meike Naumann blieb die Germania in Schlagdistanz, dann zogen die Gastgeberinnen auf 20:13 (25.) davon. Beim 24:14 zur Pause war die Partie bereits entschieden. „Wir sind ein sehr hohes Tempo gegangen, haben aber ein schlechtes Rückzugsverhalten gezeigt“, bemängelte Kliesch. Ebenso wie leichtfertig vergebene Chancen: „So haben wir Nieder Roden zum Gegenstoß eingeladen.“

Das Torhütergespann Suchy/Fischmann war dabei weitgehend auf sich allein gestellt. Auch nach Wiederanpfiff. Über 35:19 (43.) und 41:23 (55.) machten die Südhessinnen so alles klar. Und haben nun den Aufstieg selbst in der Hand.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Richard Kasiewicz

SV Germania Fritzlar verabschiedet Lorenz und Duknauskaite gegen Leverkusen

Den Handballerinnen des SV Germania Fritzlar geht eine Menge Spaß verloren: Mit Kapitänin Lorena Lorenz und Partykönigin Vilte Duknauskaite verliert der Drittligist im Sommer zwei im Team besonders bewährte Kräfte.

Zwei gehen, zwei bleiben: Vilte Duknauskaite (Nummer 18) und Lorena Lorenz (14) stehen am Sonntag gegen Bayer II vor ihrem letzten Heimspiel. Melina Horn (ganz links) und Esther Meyfarth laufen auch kommende Saison für Fritzlar auf. © Richard Kasiewicz

Dementsprechend sollen beide mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen II am Sonntag (17 Uhr, Sporthalle KHS) verabschiedet werden.

„Lollo ist das Herz der Mannschaft. Sie war immer dabei – auch als sie verletzt oder schwanger war“, sagt SVG-Coach Lucky Cojocar mit Blick auf Lorenz, die er bereits vor acht Jahren in Kleenheim trainierte. Und betont ebenso Duknauskaites sportlichen Wert, „weil Vilte uns einige Spiele allein gewonnen hat und im Mittelblock mit Esther Meyfarth eine Bank ist.“

Allein, das Duo reicht im Verbund mit den starken Torhüterinnen Vanessa Maier und Lea Gürbig wohl diesmal nicht, um die beste Abwehr der Liga zu stellen. Bislang 472 Gegentreffer ergeben einen Schnitt von 23,6 pro Partie. Denn auf deren 431 bei einem Spiel weniger kommt Leverkusen II – macht durchschnittlich 22,7 und somit Bestwert. Der Bundesliga-Nachwuchs reist als Team der Stunde an, hat acht der jüngsten neun Partien gewonnen. Die einzige Niederlage in 2019? Das 26:27 im Wiederholungsspiel gegen Fritzlar.

„Da macht sich Leverkusens gute Jugendarbeit bezahlt. Technisch ist das eine Augenweide und wir müssen ihre Kombinationen unterbinden“, betont Cojocar. Wohlwissend, dass ein Sieg auch notwendig ist, um den zweiten Platz zu festigen, nachdem durch die ebenso klare wie verdiente 29:34-Niederlage in Aldekerk die Meisterschaft an Solingen-Gräfrath vergeben scheint.

Personal tritt Fritzlar bis auf Melina Horn, die wegen Kniebeschwerden in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann, in Bestbesetzung an. Und ist neben der bundesliga-erprobten Rechtsaußen Jule Polsz, Linksaußen Dana Gruner, Spielmacherin Sophia Cormann vor allem vor den beiden Halben Mareike Thomaier und Lilli Holste gewarnt. Zwei wurfgewaltige Rückraum-Talente, denen sich die Abwehrspezialistinnen Lorenz und Duknauskaite zum Abschied besonders intensiv widmen dürften.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Richard Kasiewicz

Fritzlar II wahrt mit 28:27-Sieg Minimal-Chance auf den Klassenerhalt

Fritzlar – Die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II haben ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt gewahrt. Allerdings: Zufrieden war nach dem schwer erkämpften 28:27 (13:8)-Erfolg gegen Liga-Schlusslicht HSG Sulzbach/Leidersbach niemand.

„Das war heute das Duell zweier Abstiegskandidaten“, kritisierte SVG-Trainer Gunnar Kliesch den blutleeren Auftritt seines Teams und bemängelt: „Uns ist die fehlende Selbstsicherheit einfach anzusehen, es fehlen die Emotionen.“

Überragte in der ersten Hälfte: Fritzlars Torhüterin Nina Suchy wehrt in dieser Szene einen Siebenmeter von Sulzbachs Saskia Becker ab.© Pressebilder Hahn

Dabei wusste die Drittliga-Reserve zumindest in der ersten Hälfte streckenweise zu überzeugen. Die Abwehr um Maxie Hauschild und Nadine Frank stand kompakt gegen den Sulzbacher Rückraum mit Marie Grünewald und Maja Draca. Und wenn doch einmal ein Wurf auf das Fritzlarer Tor kam, war die gut aufgelegte Nina Suchy (55 Prozent gehaltene Bälle vor der Pause) zur Stelle. Ihre Paraden ermöglichten den Domstädterinnen reichlich Torchancen Chancen aus dem Gegenstoß, die Lena Alter sicher verwertete. Dazu zeigten sich im Positionsangriff Paula Bachmann und Maxie Hauschild treffsicher aus dem Rückraum. So erspielte sich Fritzlar bis zur Pause einen komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeberinnen nach und erhöhten durch Merle Bücker auf 17:11 (42.). Danach vergab das Kliesch-Team jedoch mehrere Großchancen und Sulzbach fand zurück ins Spiel. „Da war die Möglichkeit, die Tür zuzumachen, doch das haben wir verpasst“, ärgerte sich der Coach.

Maja Draca (10 Tore) war im linken Rückraum fortan nur noch durch Fouls zu bremsen und in der letzten Minuten verkürzte Sulzbach durch einen Strafwurf auf 28:27. Obwohl Maike Naumann im Gegenzug per Siebenmeter die Entscheidung verpasste, rettete Fritzlar den Sieg über die Zeit.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar muss den Aufstieg abhaken

Das Aufstiegsrennen in der 3. Liga West ist wohl entschieden: Während die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar mit 29:34 (15:14) beim TV Aldekerk verloren, hat der HSV Solingen-Gräfrath beim Tabellenvorletzten TSV Bonn (29:28) gewonnen.

Dadurch liegt der HSV zwei Spieltage vor Schluss drei Punkte vor den Domstädterinnen. „Unsere Niederlage ist verdient, weil wir in der zweiten Halbzeit keine Lösungen mehr gefunden haben. Für mich ist es ein Wunder, dass Aldekerk nicht mehr Punkte hat“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar, der dem Gegner nahe der niederländischen Grenze eine herausragende Leistung attestierte.

Auf der Gegenseite waren zwei Rückschläge zu viel für Fritzlar. Rückraumspielerin Melina Horn konnte kurzfristig wegen Kniebeschwerden nicht mitwirken. Und dann traf den SVG eine Rote Karte gegen Luisa Krüger ins Mark. Das Top-Talent kam beim Abschluss von Rechtsaußen Angelina Huppers einen Schritt zu spät und musste wegen einer unglücklichen Abwehraktion von der Platte (27.).

Keine Lösungen gegen 4:2-Abwehr

Bis dahin war’s über 6:3 (14.), 10:10 (23., Krüger) und 13:12 (27.) eine offene Partie. Zunächst steckte Fritzlar den Schock der Roten Karte gut weg. Und legte über 16:14 (31., Bibiana Huck) und 18:16 durch die gut aufgelegte Maria Kiwa (35.) sogar Führungen vor. Der entscheidende Schachzug zur Wende für den TVA war die Umstellung auf eine 4:2-Deckung. Kiwa und Spielmacherin Esther Meyfarth wurden an die kurze Leine gelegt. Krügers Ideen im Angriff im 4:4 gingen ihrer Mannschaft nun ebenso ab wie auf der Gegenseite eine mögliche Umstellung auf eine 5:1-Abwehr.

Und so nahm Fritzlars Unheil seinen Lauf. Die eigenen Angriffe verpufften, technische Fehler häuften sich und die Abwehr ließ sich düpieren, so dass Torfrau Vanessa Maier allein gelassen wurde. Über 23:19 (43.) und 29:22 (50.) machte Aldekerk kurzen Prozess.

Fritzlar: Maier, Gürbig – Dietrich 1, Bittdorf, Huck 5/1, Ahrend 6/3, Puntschuh, Lorenz 1, Meyfarth 1, Dukauskaite 5, Dreyer 3, Kiwa 5, Krüger 2, Grothnes.

SR: Baumann/Brömsen. Zuschauer: 123.

Siebenmeter: 7/6:4/4 Zeitstrafen: 4:6-Minuten. Rote Karte: Krüger (27., Foulspiel).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Germania Fritzlar in Aldekerk vor hoher Hürde

Aldekerk/Fritzlar – Der Zweikampf um die Meisterschaft in der 3. Handball-Liga West zwischen Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath und dem SV Germania Fritzlar spitzt sich zu. Am drittletzten Spieltag sind die Domstädterinnen beim TV Aldekerk gefordert (Sa. 17 Uhr).

„Wir haben als Mannschaft keinerlei Druck. Aber das wäre natürlich ein toller Abschluss“, betont Kreisläuferin Lorena Lorenz, die beim letzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen II am 28. April würdig verabschiedet wird. Lorenz war beim jüngsten 32:21 gegen den FC Köln ein Aktivposten, weswegen Trainer Lucky Cojocar nun Luxusprobleme plagen. Denn auch die erfahrene Hannah Puntschuh und die aufstrebende Luisa Krüger sind gut drauf. Die 17-Jährige bietet sich indes alternativ im Rückraum an. Besonders dann, wenn Spielmacherin Esther Meyfarth an die kurze Leine gelegt wird.

Das ist ein durchaus probates Mittel für die Gastgeberinnen. Neben der 6:0-Deckung beherrscht Aldekerk die 5:1-Variante. Bereits beim 24:23 im Hinspiel war der TV dicht dran, Fritzlar zu ärgern. Jetzt ist die Hürde für den Tabellenzweiten noch höher, weil das Team von Trainerin Dagmara Kowalska heimstark ist. Sechs Spiele in Serie gewann der Liga-Siebte in der Vogteihalle in Kerken. Und war zuletzt beim 47:28 gegen BV Garrel, 32:25 gegen VfL Oldenburg II und 38:33 gegen TV Oyten extrem torhungrig. „Die Mädels können ein immer höheres Tempo gehen“, lobt die künftige Trainerin des Zweitligisten TV Beyeröhde ihre junge Mannschaft.

Besonders die pfeilschnellen Außen Lena Heimes (links) und Angelina Huppers fordern von Fritzlar volle Aufmerksamkeit und werden gut von deren Zwillingsschwester und Regisseurin Fabienne Huppers in Szene gesetzt. „Wir müssen wie gegen Köln 60 Minuten Gas geben. Da gibt es kein Pardon“, betont Cojocar, der indes auf Maria Kiwa (Studium) und Anna Holeczy (Beruf) verzichten muss. Während Kiwas Ausfall im Rückraum einträchtig vom bestehenden Personal gelöst werden soll, rückt für Holeczy als Alternativ für Außen die Ex-Kirchhoferin Hannah Grothnes aus der Reserve auf.

Fanbus
Fritzlar setzt ab 12 Uhr am Samstag einen Fan-Bus ein. Abfahrt ist vom Parkplatz König-Heinrich-Schule Fritzlar. Anmeldungen bitte an Steffen Schmude Tel: 0173-9913571 oder E-Mail: suhschmude@t-online.de

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Richard Kasiewicz

Fritzlars Kliesch fordert gegen Schlusslicht mehr Kampfgeist

Fritzlar – Die Chance für die Oberliga-Handballerinnen des SVG Fritzlar II, den Klassenerhalt noch zu schaffen, ist nach der Niederlage gegen Walldorf verschwindend gering. Absolute Voraussetzung dafür ist jetzt ein Sieg gegen den Tabellenletzten HSG Sulzbach/Leidersbach (So. 16 Uhr, Halle KHS).

Banger Blick: Gunnar Kliesch muss mit Fritzlar II gegen Sulzbach gewinnen.© Pressebilder Hahn

„In der letzten Partie haben wir den Kampfgeist vermissen lassen, da liegt für dieses Spiel der Fokus drauf“, gibt SVG-Trainer Gunnar Kliesch die Richtung vor. Sulzbach steht schon als Absteiger fest, dennoch warnt der Coach davor, die Südhessinnen auf die leichte Schulter zu nehmen. Mit der Kroatin Maja Draca (94 Tore) haben sie eine gefährliche Rückraumschützin. Dazu kommt die bundesliga-erfahrene Andrea Heidel, die sowohl im Rückraum als auch am Kreis spielt. „Nachdem Heidel zu der jungen Mannschaft gestoßen ist, haben sie sich deutlich stabilisiert“, meint Kliesch.

Gerade in der Abwehr sorgt sie mit ihrer Erfahrung für mehr Stabilität in der 6:0-Abwehr. So wird es vor allem auf den Fritzlarer Rückraum um Maxie Hauschild und Anamaria Puda ankommen, auch aus der zweiten Reihe für Gefahr zu sorgen. In der Abwehr ist eine 6:0-Formation geplant, weil die Stärken der Sulzbacher vor allem im Positionsangriff liegen. Hier spielt die HSG sehr lange Angriff. Alternativ bietet sich eine 5:1-Deckung mit Puda als Vorgezogene an.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Fritzlar bleibt Spitzenreiter Solingen mit Kantersieg auf den Fersen

Fritzlar – Mit einem fein herausgespielten 32:21 (18:8)-Erfolg gegen den 1. FC Köln bleibt Germania Fritzlar Drittliga-Spitzenreiter Solingen auf den Fersen.

Einen Zehn-Tore-Sieg aus dem Hinspiel im zweiten Vergleich zu toppen – zumal wenn sich der Gegner zwischenzeitlich gefangen hat – ist eine Mammutaufgabe. Drittligist Germania Fritzlar bewältigte sie. Dank der überragenden Esther Meyfarth, die acht Sekunden vor Schluss mit ihrem fünften Tor den 32:21 (18:8)-Sieg gegen den 1. FC Köln perfekt machte, der das 25:15 im ersten Duell in den Schatten stellte. Wichtiger noch: Die SVG bleibt Spitzenreiter Solingen auf den Fersen, der sich beim 35:25 gegen den VfL Oldenburg ebenfalls keine Blöße gab.

In der Abwehr eine Bank und am Kreis eine sichere Vollstreckerin: Lorena Lorenz, die vier Treffer zum Fritzlarer Kantersieg beitrug.© Pressebilder Hahn

„Das war okay“, zeigte sich Trainer Cojocar zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. Besonders bis zum 26:13 (42.), als die Gäste in Gefahr liefen, aus der Halle gefegt zu werden. Von einem Spitzenteam, dass sich in der Defensive das Selbstvertrauen für die eigenen Angriffsaktionen holte, um die Rheinländerinnen noch vor der Pause nach allen Regeln der Handballkunst auseinander zu nehmen. „Unsere gute Abwehr hat uns vorne stärker gemacht“, erklärte Lorena Lorenz. Die 31-Jährige, die selbst im Mittelblock für einige Ballgewinne sorgte und postwendend in „Futter“ für die eigene erste und zweite Welle verwandelte: „Diese leichten Tore haben uns aufgebaut und den Gegner geschwächt.“

So wurde aus dem 3:3 (8.) ein 10:5 (20.), davon vier Tempogenstöße der Fritzlarerinnen, die sich spätestens nach Dreyers Treffer zum 13:6 (24.) in einen „kleinen Rausch“ (Lorenz) gespielt hatten. Auf einmal klappte alles: über Außen, von wo Lena Dietrich durch zwei Treffer auf 15:7 erhöhte. Per dritter Welle durch Maria Kiwa (17:8). Und, wunderbar freigespielt, aus dem Positionsangriff (Meyfarth zum 18:8). „Wir haben das Tempo hoch gehalten“, freute sich „Lucky“ Cojocar.

Erst Mitte der zweiten Halbzeit kam der Tabellenneunte zum Luftholen – und nutzte das zur Ergebniskosmetik, so dass Gästecoach Markus Pabst zumindest an dem Auftritt seiner Mannschaft nach dem Wechsel etwas Freude hatte: „Da haben wir aggressiver verteidigt und konsequenter abgeschlossen.“ Da glänzte dann auch die für die entnervte Julie Bärthel eingewechselte Sabrina Kochs mit einige Paraden, ohne indes die überragende Vanessa Maier in den Schatten stellen zu können.

Als dann jedoch Vilte Duknauskaite in Unterzahl auf 29:19 erhöhte (54.), erwachte der Fritzlarer Ehrgeiz doch noch einmal. Und mündete in den dritthöchsten Saisonsieg nebst der Gewissheit, nach dem Kantersieg in Köln vor eigenem Publikum noch einen drauf gesetzt zu haben.

HNA Online /// Ralf Ohm /// Foto: Hahn

Klassenerhalt für SV Germania Fritzlar II kaum noch zu schaffen

Das tut richtig weh: Mit einem Sieg hätten die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II mit Gegner TGS Walldorf gleichziehen können, die den ersten Nicht-Abstiegsplatz belegen. Doch das Team von Trainer Gunnar Kliesch scheiterte kläglich und unterlag mit 23:31 (13:13).

„Vielleicht war der Druck einfach zu groß. Wir haben nie ins Spiel gefunden“, ärgerte sich der SVG-Coach. Von Beginn an hatte sein Team große Probleme mit dem individuell starken Rückraum der Gäste um Selina Schönhaber (11 Tore) und Friederike Hicking (9). Die immer wieder in die Nahwurfzone kamen, einfache Tore erzielten oder sich Strafwürfe erarbeiteten.

„Wir haben es in der gesamten Begegnung nicht geschafft, die Zweikämpfe richtig anzunehmen“, erklärte Kliesch. So setzte sich Walldorf schnell auf 7:3 (9. Minute) ab. Erst die Einwechslung von Torhüter-Routinierin Katja Zeller brachte etwas Stabilität in die Abwehr und Fritzlar kämpfte sich zurück in das Spiel. In der 27. Minute sorgte Maike Naumann per Strafwurf für den 12:12-Ausgleich. Luisa Krüger ließ das 13:12 folgen (29.) Das sollte Fritzlars einzigeFührung bleiben.

Nach dem Seitenwechsel lief bei den Domstädterinnen gar nichts mehr zusammen. „Wir haben eigentlich eine gute Situation. Haben gerade den Rückstand aufgeholt und spielen dann so eine zweite Hälfte“, zeigte sich Kliesch ratlos. Der Rückraum mit Paula Bachmann, Nele Bittdorf und Theresa Werner hatte große Probleme mir der offensiven 5:1-Deckung der Gäste und leistete sich viele technische Fehler. Diese nutzten die Mittelhessen zu einfachen Toren und zogen vorentscheidend auf 26:19 (50.) davon. Durch die Niederlage ist der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt. Zwei Spieltage vor Schluss sind es nun schon vier Punkte auf das rettende Ufer.

Fritzlar: Suchy (1.-12., 47.-60., 6 P./ 19 G.), Zeller (10/12), Grothnes 5, Frank 4, Naumann 3/3, Bachmann 3, Oschmann 3, Albus 2, Alter 1, Werner 1, Krüger 1, Hauschild, Bittdorf, Bücker.

Walldorf: Schulte (7/22), Büßer (bei einem 7m, 0/1), Hicking 9, Schäfer 6, Unnold 2, Fleischhacker 2, Schönhaber 11/8, Andrikopoulou 1, Wiener, Kornhuber, Rausch, Gastgeb.

SR: Ernst/Henkel. Zuschauer: 50.

Siebenmeter: 4/3:8/8. Zeitstrafen: 8:0-Minuten.

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Hahn

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