Germania Fritzlars Rumpfteam siegt „phänomenal“ beim THC II

Der Ausflug nach Arnstadt hat sich gelohnt. Das Abenteuer Mini-Kader, mit dem die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar mit 30:26 (15:13) in der 3. Liga Ost beim Thüringer HC II gewannen

Und somit vor der dreiwöchigen Pause optimal mit zwei Siegen gestartet sind. „Das war phänomenal, wie die Mädels Charakter gezeigt haben“, lobte SVG-Coach Lucky Cojocar seine sieben verbliebenen Feldspielerinnen und die erneut starke Torfrau Vanessa Maier.

Treffsicher: Fritzlars Maria Kiwa. © Pressebilder Hahn

Denn als ob die Lage nicht schon ernst genug gewesen wäre, musste kurzfristig Esther Lieber wegen Fiebers passen. Somit begann die reaktivierte Lorena Lorenz am Kreis, und im Mittelblock hatten Janina Dreyer und Maria Kiwa 60 Minuten Schwerstarbeit zu leisten. Lediglich anfangs mit Kreisläuferin Jolina Huhnstock (3) und insgesamt mit der Halblinken Arwen Rühl (5) hatte Fritzlar seine Mühe.

Im Angriff lief der Ball beim SVG wie am Schnürchen. Xenia Ahrend, die angeschlagen war, machte laut Cojocar ein „Bombenspiel“. Auf der Mitte führte die 24-Jährige klug Regie, traf nach Belieben selbst und setzte ihre Mitspielerinnen klug in Szene. Über die erste Welle nutzten Bibiana Huck und Lena Dietrich ihre Chancen eiskalt. Auf Halbrechts kannte Maria Kiwa kein Erbarmen und überzeugte besonders durchsetzungsstark im Eins-gegen-Eins.

Lediglich beim 1:2 (4.) lagen die Gäste ein Mal in Rückstand. Dann ließ das Cojocar-Team direkt einen 8:1-Lauf zum 9:3 (12.) nach Treffern von Dreyer, Kiwa, Ahrend (2), Huck (2) und Dietrich (2) folgen. Die laufstarken Thüringerinnen leisteten mit ihrer robusten 6:0-Abwehr zwar Widerstand, waren jedoch den abgezockten Domstädterinnen unterlegen. Selbst, als Lorenz eine Minute nach ihrem Tor zum 25:20 (45.) ihre dritte Zeitstrafe und somit die Rote Karte kassierte, ließ Fritzlar – auch mit Unterstützung von Hannah Grothnes aus dem Landesliga-Kader – nichts anbrennen.

SVG: Maier, Gürbig – Ahrend 9/1, Dietrich 3, Dreyer 2, Grothnes, Huck 7/1, Kiwa 7, Lorenz 2.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Mehr Frauenpower am Ball: Förderprojekt für Handballerinnen startet in Fritzlar

Drei Sportbegeisterte des SV Germania Fritzlar hatten kürzlich eine Idee: Mit zusätzlichen Fördertrainings wollen sie Mädchen aus Nordhessen eine Brücke von der Jugend in höherklassige Ligen bauen.

Talentierte Handballerinnen gibt es in der Region viele. Doch an individuellen Trainings mangelt es. Der Startschuss für das Förderprojekt fällt am Samstag, 28. September.

Erster Fördertraining schon geplant: Steffen Schmude, Jule Schmude und Hans-Werner Horn vom SV Germania Fritzlar rufen ein neues Handball-Projekt für junge Mädchen ins Leben.© Daria Neu

Das Ziel

„Wir wollen motivierte Spielerinnen die Chance geben, mit erfahrenen, lizenzierten Trainern individuell an ihrer Technik, Taktik und Koordination zu feilen“, erklärt Steffen Schmude, sportlicher Leiter des SV. Es soll deutlich werden: Eine Konkurrenz zu den Vereinen gibt es nicht. „Es ist ein Zusatzangebot.“

Die Zielgruppe des Förderprojekts sind Handballerinnen im Alter von 15 bis 18 Jahren. „Der Sprung von der Jugend in die leistungsorientierteren Ligen ist enorm groß“, erklärt Hans-Werner Horn, zweiter Vorsitzender des Vereins. Mit den ergänzenden Trainingseinheiten soll dieser Sprung etwas leichter werden.

Der Ablauf

Jugendwartin Jule Schmude weiß, wie es im normalen Vereinstraining abläuft: „Häufig bleibt zu wenig Zeit, um sich auf einzelne Spieler zu konzentrieren.“ Beim Förderprojekt will das Team dafür sorgen, die jungen Sportlerinnen rundum zu schulen. „Dann geht es nicht nur um Abwehr- und Angriffstechniken“, sagt Schmude. Auch Themen wie gesunde Ernährung, Krafttraining und die leichtathletischen Elemente, die wichtig für eine gute Handballerin sind, werden behandelt.

Die Teilnehmerinnen

Eingeladen sind längst nicht nur Mädchen aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Ob Hersfeld-Rotenburg, Waldeck-Frankenberg, Kassel oder Werra-Meißner-Kreis – jede, die den Willen hat, darf sich beim ersten Schnuppertraining einen Eindruck verschaffen.

Beim ersten Training, das mit der ersten Damenmannschaft des SV Germania Fritzlar stattfindet, sind gleich vier Trainer vor Ort. Mit dabei sind unter anderem Jugendtrainer Harald Birk von der Eintracht Baunatal und Susanne Bachmann, Athletiktrainerin und Schulkoordinatorin.

Die Zukunft

Geplant ist es, das Fördertraining im kommenden Jahr etwa 14-tägig anzubieten. „Wie und in welchen Abständen das Ganze dann tatsächlich stattfindet, darüber wollen wir mit den Teilnehmerinnen im Gespräch bleiben“, so der sportliche Leiter.

Finanziert wird das Projekt bislang durch den SV Germania Fritzlar. Für jeden weiteren Sponsoren ist der Verein dankbar. „Handball ist eine Sportart für jeden“,betont Jule Schmude. „Es ist ein Training für den ganzen Körper und eine tolle Möglichkeit, sich auszupowern.“ Diese Überzeugung möchte sie an den Nachwuchs weitergeben.

Das erste Training

Das erste Fördertraining findet am Samstag, 28. September, von 11 bis 12.30 Uhr statt. Nach einer Mittagspause beginnt dann das zweite Training von 14 bis 15.30 Uhr. Anmeldungen sind bei Jule Schmude unter 0 15 22 / 1 69 08 10 und bei Carolin Hartmann unter 01 71 / 7 53 25 66 und c.hartmann@germania-fritzlar.de möglich.

HNA Online /// Daria Neu /// Foto: Daria Neu

SVG Fritzlar reaktiviert Lorena Lorenz für Gastspiel beim Thüringer HC

Und schwupp ist die halbe Mannschaft weg: Nur sechs von zwölf Feldspielerinnen stehen den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar für das Spiel beim Thüringer HC II (So. 13 Uhr, Am Jahnsportpark, Arnstadt) zur Verfügung.

Denn nach den Langzeitverletzten Melina Horn (Knie), Jana Hoppe sowie Kathleen Nepolsky (beide Auftraining) müssen nun Luisa Krüger (Klassenfahrt), Anna Holeczy (beruflich verhindert) und Hannah Puntschuh passen. Die Kreisläuferin hat sich im Training ohne Fremdeinwirkung das Knie verdreht. Eine Diagnose wird kommende Woche nach einem MRT-Termin erwartet.

Hilft Fritzlar aus: Kreisläuferin Lorena Lorenz, die ihre Karriere eigentlich beendet hatte.© Pressebilder Hahn

Hilft Fritzlar aus: Kreisläuferin Lorena Lorenz, die ihre Karriere eigentlich beendet hatte.© Pressebilder Hahn

„Das ist für uns natürlich eine Katastrophe. Aber da jammern nie etwas nützt, fahren wir mit dem klaren Ziel zwei Punkte zum THC“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Und hat immerhin doch noch zwei Ersatzspielerinnen auftreiben können. Per Handy wurde direkt nach dem Training Lorena Lorenz reaktiviert. Die Kreisläuferin hatte im Sommer eigentlich ihre Karriere beendet, um mehr Zeit für Mann und Sohn zu haben. Zudem rückt die Ex-Kirchhoferin Hannah Grothnes aus dem Landesliga-Team auf.

Die Anfangsformationen bilden die flexible Xenia Ahrend am Kreis, Esther Lieber, Maria Kiwa und Janina Dreyer im Rückraum sowie die Außen Bibiana Huck und Lena Dietrich. Volle Auswahl bietet allein die Torhüterposition mit Vanessa Maier und Lea Gürbig. Verbunden mit der Mahnung an alle, ein zweites Borussia Dortmund zu vermeiden. Denn vergangene Serie verhinderten zwei Niederlagen gegen den BVB II die mögliche Meisterschaft.

Anschließend drei Wochen Pause

Fast identisch ist jetzt die Altersstruktur beim THC II, wo sich in erster Linie 17-Jährige beweisen. Ebenso wie Fritzlar (31:27 gegen Nieder-Roden) startete Thüringen mit einem Sieg. Durchaus eindrucksvoll mit 27:22 beim stark eingeschätzten TS Herzogenaurach.

„Thüringen wirft viele einfache Tore, zu 70 Prozent aus dem Rückraum. Zudem sind sie im Positionsangriff stark“, betont Cojocar, der vor der Rückraumachse mit Spielmacherin Chiara Thorn, der Halblinken Arwen Rühl sowie vor Shooterin Klara Schlegel warnt. Rücksicht nehmen muss das SVG-Rumpfteam, das von einem Fanbus begleitet wird, indes nicht. Denn anschließend hat Fritzlar drei Wochen Spielpause.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar nach 24:14 nur 31:27 gegen Nieder-Roden

Lange sah es nach einem Kantersieg aus. Danach, dass die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar nicht nur zwei Punkte in der 3. Liga Ost gegen den HSG Rodgau Nieder-Roden holen würden. Sondern eben auch ihre Fans verzücken. Doch nach zwischenzeitlicher Zehn-Tore-Führung hieß es am Ende lediglich 31:27 (20:12).

„Wir haben den Gegner selbst aufgebaut. In der Abwehr waren wir plötzlich ständig einen Schritt zu spät und haben uns nicht mehr so gut bewegt“, sagte Handball-Lehrer Lucky Cojocar. Und hatte seinem Team die nächste Hausaufgabe direkt nach dem Abpfiff übermittelt: Auslaufen, Analysieren und erst danach zum Anhang gehen.

Am Ende viel Widerstand: Fritzlars Xenia Ahrend (Mitte) nimmt es hier mit Nieder-Rodens Christine Burgard (links) und Janina Hess auf. © Pressebilder Hahn

Zu unnötig war es schlichtweg, dass Nieder-Roden nach dem 24:14 (39.) noch zu einem 13:6-Lauf kommen konnte. Die Baggerseepiraten nahmen dabei ihr Herz in die Hand und legten mit Esther Lieber und Janina Dreyer in der vogelwilden Schlussphase zwei Fritzlarerinnen an die kurze Leine. Und wenn Xenia Ahrend (2) und Maria Kiwa nicht nachgelegt hätten, wäre wohl tatsächlich noch Spannung aufgekommen.

So blieb es beim dezenten Ärgern Nieder-Rodens, das im ersten Durchgang hoffnungslos unterlegen war. Da war nicht viel von der Aufstiegseuphorie zu sehen. Vielmehr lieferte sich die HSG mit den schwachen Schiedsrichtern Scheller/Walther ein Duell, wer mehr Fehler macht. In schöner Regelmäßigkeit kamen Pässe nicht an. Die Torfrauen Larissa Vogt (bis 14. Minute) und Juliane Neubauer (14. bis 30.) bekamen 25 Minuten nicht eine Hand an den Ball. Die erste Parade gelang dann Neubauer, die allerdings von Ahrend angeworfen wurde.

Auf der Gegenseite unterstrich Vanessa Maier ihre Ausnahmestellung in der 3. Liga. Allein ein Dutzend Paraden – und damit sechsmal so viele wie Vogt und Neubauer zusammen – gelangen ihr bis zur Pause. Veredelt durch einen mit Glück und Geschick gehaltenen Wurf von Jana Heßler. Der landete am Pfosten, ehe Maier blitzschnell erkannte, dass die Gäste ihre Torhüterin von der Platte genommen hatten, so dass Maier selbst das Tor zum 11:6 glückte (13.).

Ein Vorsprung, der Kollektiv erarbeitet wurde, weil Fritzlar bis dahin bereits von allen Positionen getroffen hatte. Vorzugsweise per Tempogegenstoß und erster Welle wurde die HSG in dieser Phase vom Domstadtexpresse überrannt. Über 15:8 (20., Kiwa) und 24:14 (39., Puntschuh) war der Weg zum Kantersieg geebnet. Warum die Germaninnen ihn nicht weiter gingen, müssen sie sich wohl selbst noch erklären.

Fritzlar: Maier 1 (18 Paraden/19 Gegentore), Gürbig (5/8) – Dietrich 4, Holeczy, Huck 6/1, Ahrend 5/1, Puntschuh 1, Lieber 2, Dreyer 2, Kiwa 6, Krüger 4.

Nieder-Roden: Vogt (0/14), Kretzschmer (6/9), Neubauer (2/8) – Burgard 1, Subay, Bretz 5, L. Keller 2, Gotta, Koss 4, Magnogo 4/2, K. Keller 3, Stöhrer, Göbel, Hess 1, Heßler 7/2.

SR: Scheller/Walther. Zuschauer: 160.

Siebenmeter: 2/2:5/4. Zeitstrafen: 4:4-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Landesliga Frauen

SV Germania Fritzlar II – HSG Großenlüder/Hainzell 33:27 (18:11)

Fritzlar. Von Beginn an war der Oberliga-Absteiger voll in der Partie und machte den Gästen mit seinem Tempohandball das Leben schwer. „Wir haben sehr gut in der Deckung gestanden und sind dann konsequent in die erste und zweite Welle gegangen, lobte Germania-Trainer Gunnar Kliesch. Die Domstädterrinnen agierten aus einer defensiven 6:0-Abwehr heraus und unterbanden so vor allem das sonst so starke Zusammenspiel zwischen Spielmacherin Miriam Schmitt und Kreisläuferin Laura Hölzinger. So gelangen immer wieder Balleroberungen, die zu Tempogegenstößen und einfachen Toren von Hannah Grothnes und Merle Bücker genutzt wurden. Erst in den Schlussminuten musste das Kliesch-Team dem hohen Tempo etwas Tribut zollen und gestattete den Gästen etwas Ergebniskosmetik.

HNA-Print /// 17.09.2019 /// Moritz Minhöfer

SVG Fritzlar II peilt Wiederaufstieg an

Schwalm-Eder. Sowohl der TSV Wollrode als auch Oberliga-Absteiger SV Germania Fritzlar II peilen in der kommenden Saison eine Top-Platzierung in der Handball-Landesliga der Frauen an. Nach dem Abstieg aus der Oberliga, der vor allem auf viel Verletzungspech zurückzuführen war, ist die Drittliga-Reserve des SVG überaus ehrgeizig. „Wir wollen einen Platz unter den ersten Drei,“ beschreibt SVG-Trainer Gunnar Kliesch das Saisonziel. Anders als im Vorjahr, als sich erst ein komplett neues Team zusammenfinden musste, ist die Germania diesmal eingespielt. Mit Laura Stockschläder Nr. 10 (Baunatal), Chantal Reinbold (Nr. 8) Auslandsaufenthalt und der erfahrenen Katja Zeller Nr. 81 (Comeback) wurde der Kader punktuell verstärkt. Zudem ließen auch die Leistungen in der Vorbereitung aufhorchen, in der die Oberliga-Teams der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen und der SG Kirchhof II geschlagen werden konnten. Dennoch will der Coach die Landesliga auf keinem Falle unterschätzen: “Wir müssen jedes Spiel voll fokussiert angehen.“ Umso mit seiner jungen Mannschaft den Wiederaufstieg zu schaffen.

HNA Print /// 11.08.2019 /// Moritz Minhöfer

SV Germania Fritzlar startet mit Hessenderby gegen Baggerseepiraten

Der Saisonstart ist eine Premiere: Erstmals treffen die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar auf die der HSG Rodgau Nieder-Roden (So. 17 Uhr, Sporthalle KHS-Schule).

In Abwehr und Angriff gesetzt: Janina Dreyer (r., hier gegen Aldekerks Angelina Huppers) peilt mit der Germania den ersten Heimsieg an. © Pressebilder Hahn

Und damit im Hessenderby auf die Baggerseepiraten, die zum ersten Mal in der 3. Liga Ost am Start sind. „Nieder-Roden geht die Aufgabe locker an und hat keinen Druck. Dennoch gibt es kein Pardon und wir wollen als Favorit die zwei Punkte holen“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Deren vier Zähler sollen es schnell werden, denn nach der Partie beim Thüringer HC II (21. September) hat die Germania bis zum 13. Oktober (in Eddersheim) frei und möchte direkt vorne dabei sein.

Die Gäste sind als Vize-Meister mit zehn Minuspunkten nur deshalb aufgestiegen, weil die TSG Oberursel verzichtete. Mit Torjägerin Viktoria Ebert (Karriereende) muss die HSG eine Schlüsselspielerin ersetzen. Aufstiegstrainer Florian Lebherz nahm zudem aus beruflichen Gründen seinen Hut. Dafür ist Matthias Jünger als Coach zurück. Der 33-Jährige spielte selbst schon für Nieder-Roden und führte die Damen zuvor in die Oberliga.

Janina Dreyer mehr im Fokus

Von den vier Neuzugängen ist besonders Pia Magnago (HSG Bachgau) zu beachten. Als Motor der Mannschaft gilt Jana Heßler, die für Mainz 05 und die TSG Ober-Eschbach höherklassig spielte. Beide Rückraumspielerinnen haben vor allem im Positionsangriff ihre Stärken. Und werden somit zum ersten Härtetest für Fritzlars neue Abwehr. Nach dem Abgang von Vilte Duknauskaite (nach Böddiger) und Lorena Lorenz (Karriereende) sind nun Esther Lieber (ehemals Meyfarth) und Janina Dreyer im Mittelblock erste Wahl.

Als eine der dienstältesten Spielerinnen ist Dreyer, die 2011 von der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen kam, nun Vize-Kapitänin und auf Halblinks gesetzt. „Janina ist eine intelligente Spielerin. Für die Königsposition braucht sie aber mehr Killerinstinkt“, sagt Cojocar. Da neben Kathleen Nepolsky und Jana Hoppe (beide Aufbautraining) Melina Horn wegen eines Knorpelschadens länger ausfällt und erst am 24. September einen MRT-Termin hat, verbleibt Bibiana Huck als einzige Linkshänderin im Kader. Möglich, dass die Außen im Rückraum aushilft.

Daneben können sich Maria Kiwa, Xenia Ahrend und Luisa Krüger als flexible Kräfte beweisen. „Wir sind nicht viele, aber die, die wir haben, sind gut. Nieder-Roden ist fit auf den Beinen, deswegen muss unser Rückzugsverhalten wie eine Eins passen“, erklärt Cojocar.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

STAFFEL OST: AUFSTEIGER TREFFEN AUF VIZEMEISTER

In der 3. Liga Frauen Staffel Ost sind sieben der zwölf Mannschaften aus dem Vorjahr verblieben. Die zwei Aufsteiger HSG Rodgau Nieder-Roden (Hessen) und SV Union-Halle Neustadt II (Mitteldeutsche Oberliga) haben zum Auftakt kein leichtes Los gezogen. Während die Reserve aus Halle Neustadt auf den Vizemeister der Oststaffel trifft, muss die HSG Rodgau Nieder-Roden gegen den Vizemeister der Weststaffel antreten. Die Partie wird auf dem YouTube-Kanal von Germania Fritzlar übertragen.

Mit dem HC Leipzig hat sich eine Mannschaft in die 2. Bundesliga Frauen verabschiedet, der TSV Birkenau und die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden mussten den Weg nach unten antreten. Durch die neue Staffeleinteilung haben sich die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim und der 1. FSV Main 05 II in die Westliga verabschiedet.

Nach einem einjährigen Ausflug in die 2. Bundesliga ist die HSG Gedern/Nidda wieder zurück in der Staffel Ost. Ebenfalls dabei ist nach einem einjährigen Abstecher in die Weststaffel der Vizemeister aus Fritzlar. Komplettiert wird das Feld durch die TSG Ketsch II aus der Südstaffel.

Am Samstag kommt es zunächst zum Duell zwischen der TSG Ober-Eschbach und dem HV Chemnitz. Beide Mannschaften hatten zum Ablauf der letzten Saison das gleiche Punktekonto. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses musste die TSG jedoch in die Relegation, in der sie sich gegen Pforzheim und Netphen durchsetzten.

Dem Aufsteiger aus Halle-Neustadt erwartet mit Markranstädt ein schweres Auftaktspiel. Die Mannschaft ist amtierender Vizemeister und arbeitet seit dieser Saison in Kooperation mit dem HC Leipzig, sodass eine Platzierung auf den vorderen Rängen erneut zu erwarten ist.

Auch der zweite Aufsteiger wird es am Sonntag nicht leicht haben. Die HSG Rodgau Nieder-Roden trifft auf Germania Fritzlar. Auch wenn das Team um Trainer „Lucky“ Cojocar derzeit mit einigen personellen Problemen zu kämpfen hat, sind sie Anwärter auf die vorderen Tabellenplätze. Das Spiel kann am Sonntag ab 17 Uhr auf dem YouTube-Kanal des Vereins verfolgt werden.

Die HSG Gedern/Nidda bestreitet das erste Spiel in der 3. Liga auf keinem unbekannten Pakett. Spielte das Team letztes Jahr noch gegen die erste Garde der Kurpfalz Bären, so wartet jetzt die zweite Mannschaft auf dem Feld. Das Juniorteam vom Thüringer HC tritt beim TS Herzogenaurach an, die mit einem neuen Trainer und vielen Neuzugängen in die neue Saison startet.

Abschließend treffen mit Eddersheim und Kleenheim-Langgöns ebenfalls zwei Mannschaften aufeinander, die ein Wörtchen um die oberen Plätze mitreden werden. Obwohl Kleenheim in der vergangenen Saison in der Tabelle vor Eddersheim landete, zog man im direkten Duell miteinander den kürzen.

Alle Informationen zur Liga, Spielpläne und Liveticker gibt es unter dhb.de/liga3_w

Quelle: (LINK) /// Nsi /// Foto: Verein

Vorstellung der Damenhandballmannschaft SV Germania Fritzlar

Vorstellung der Damenhandballmannschaft SV Germania Fritzlar mit ihren neuen Trikots. Es war ein schöner Abend. Vielen Dank. 
#Handball #Fritzlar #Vermessung #SVGERMANIA

Liebe Fans und Freunde des SV Germania Fritzlar 

Seid ihr auch schon so heiß auf die neue Saison wie wir?

In wenigen Tagen geht es los und wir können endlich in die Saison 2019/2020 starten

Am Wochenende fand die Team-Präsentation in den Räumen von unserem neuen Sponsor buck Vermessung statt!  Wenn ihr unser Team näher kennen lernen möchtet, schaut unbedingt ins Video rein!

Quelle: Facebook (LINK), (LINK)

Germania Fritzlars Handball-Frauen: Teamgeist als Plus

Mit personellen Sorgen werden die Handball-Frauen des SV Germania Fritzlar in die neue Saison starten – nun wieder in der Ost-Gruppe. Eine Bestandsaufnahme vor dem Auftakt:

Seit 15 Jahren beweisen sich die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar drittklassig – diese Konstanz ist einmalig in Deutschland. Bemerkenswert ist die Flexibilität der Domstädterinnen, die allein in den letzten neun Jahren sechs Mal die Staffel wechseln mussten – und jetzt wieder 3. Liga Ost spielen.

Mit Vollgas: Xenia Ahrend (am Ball gegen den BVB) spielt für Fritzlar eine wichtige Rolle, während sich Melina Horn (rechts) verletzt noch gedulden muss. Foto: Pressebilder Hahn© Pressebilder Hahn

Angeführt von Coach Lucky Cojocar zählt Fritzlar nach der Vizemeisterschaft im Westen nun auch im Osten zu den stärksten Teams und dürfte sich mit Absteiger Gedern/Nidda, Kleenheim, Eddersheim, Herzogenaurach sowie Markranstädt um die vorderen Plätze streiten. Das Ziel: „Die 2. Liga wäre ein Abenteuer, dem wir uns stellen würden. Prinzipiell fühlen wir uns in der 3. Liga aber bestens aufgehoben“, sagt der Sportliche Leiter Steffen Schmude.

Da mit Kapitänin Melina Horn (Knorpelschaden) sowie den Neuzugängen Kathleen Nepolsky und Jana Hoppe (beide nach Knieverletzungen im Aufbautraining) drei Akteurinnen wochenlang ausfallen, müssen es in den ersten Partien neun Feldspielerinnen neben den starken Torhüterinnen Vanessa Maier und Lea Gürbig richten. „Wir machen das Beste draus“, betont Xenia Ahrend, die zu den flexibelsten Handballerinnen im Kader zählt und den tollen Teamgeist als Pluspunkt im Vergleich zur Konkurrenz herausstellt.

Auch mit Blick auf die drei Ausfälle wurde Rechtsaußen Bibiana Huck in der Vorbereitung im rechten Rückraum getestet – und überzeugte als einzig verbliebene Linkshänderin. Die Siebenmeterspezialistin sieht sich mit ihrem Team für ein noch schnelleres Tempospiel gerüstet. Die Germania wird aber nicht nur flexibler angreifen, sondern auch verteidigen.

Erste Wahl im Mittelblock sind Janina Dreyer und Esther Lieber (früher Meyfarth). Alternativ stehen Luisa Krüger und Maria Kiwa parat, um die Lücke nach dem Abgang von Vilte Duknauskaite (zurück nach Böddiger) zu schließen. Beide bewähren sich zudem vorgezogen in der 5:1-Abwehr. „Das liegt uns fast mehr als die 6:0, weil wir aggressiver verteidigen“, sagt Krüger. Wohlwissend, dass dem SVG 2020 eine weitere Veränderung bevorsteht: Die Großsporthalle wird renoviert. Der Baubeginn ist noch nicht terminiert.

Die Aufgebote der 3. Liga Frauen Ost

HSG Kleenheim-Langgöns Abgänge: Nau (Gedern/Nidda), Hess (Stand by), Rühl (Karriereende). Zugänge: Kneller (Vollnkirchen), Hahn (Hüttenberg), Bachenheimer, Lüdke, Suchandtke, Eggers, Bork (alle eigene Jugend). Aufgebot: Tor: Buhlmann, Jetishi, Hahn, Bork. Feld: vom Hagen, Schuch, Bachenheimer, Winkes, Barnusch, Eggers, Karlsson, Schorradt, Fischer, Weber, Suchandtke, Rüspeler, Lüdke, Langenbach, Kieth, Kneller. Trainer: Marc Langenbach.

TSG Ketsch II Abgänge: Heinzmann, Löbrich, (alle Karriereende). Zugänge: Moormann (Mainz), Haupt, Böser, Genova, Kessler (alle eigene Jugend). Aufgebot: Tor: Rüttinger, Moormann. Feld: Klacar, Goudarzi, Völer, Novichikhina, Haupt, Vay, Böser, Puhr, Berg, Genova, Kessler, Bühl, Büssecker, Widameri. Trainer: Adrian Fuladdjusch.

TSG Eddersheim Abgänge: Kempf (Karriereende/ Pause), Güter (Bremen). Zugänge: Hilbig (Budenheim), Wimmer (Benshein/A.). Aufgebot: Tor: Kirchner, Priester, Brennigke. Feld: König, Flebbe, Özer, Gempp, Müller, Feick, Wimmer, Thoß, Elter, Krämer, Brocke, Hilbig, Schweikart. Trainer: Tobias Fischer.

HV Chemnitz Abgänge: Lucka (Pause), Splechtova, Foksova, Leibnitz (alle unbekannt). Zugänge: Leheis, Kob (beide 2. Mannschaft), Momot (Berlin), Rzeszotok (Gräfenhainichen). Aufgebot: Tor: König, Slesaczek. Feld: Amtsberg, Beckert, Grützmann, Leheis, Momot, Rzeszotek, Breßler, Pruß, Rosiak, Kob, Schulze, Skoczynska, Schumann. Trainer: Thomas Sander.

HSG Rodgau Nieder-Roden Abgänge: Ebert, Sabay (beide Karriereende), Lebherz (unbekannt). Zugänge: Vogt (Egelsbach), Magnago (Bachgau), Koß (Erlangen), Bulic (Goldstein/Schwanheim), Krüger (Kinzigtal), Weisenbach, Burgard, Stenger, Göbel, Gotta, Schuck (alle auch eigene A-Jugend). Aufgebot: Tor: Neubauer, Kretzschmar, Weisenbach, Menge. Feld: K. Keller, Heßler, Stenger, Göbel, Burgard, K. Keller, Gotta, Bretz, Portakal, Hess, Ströher, Schuck. Trainer: Matthias Jünger.

SV Germania Fritzlar Abgänge: Bittdorf (Hoof/Sand/Wolfhagen), Lorenz (beide Karriereende), Duknauskaite (Böddiger). Zugänge: Nepolsky (Böddiger), Hoppe (2. Mannschaft). Aufgebot: Tor: Maier, Gürbig. Feld: Meyfarth, Horn, Kiwa, Ahrend, Dreyer, Hoppe, Puntschuh, Krüger, Dietrich, Holeczy, Huck, Nepolsky. Trainer: Lazar Constantin Cojocar.

TS Herzogenaurach Abgänge: Stephan (Taufkirchen), Wedrich (Leipzig), Bestle (unbekannt), Drachsler (Regensburg), Ebersberger (Herzogenaurach), Heckel (Stadeln), Mittelheisser, Egle ( beide Karriereende). Zugänge: Deppisch (Ober-Eschbach), Hopp (Zwickau), Luber, Heinrich (beide Nürnberg), Quetsch (Mainz-Bretzenheim), Sander (Puschendorf). Aufgbeot: Tor: Deppisch, Gerling, Knauer. Feld: Brockschmidt, Schneidereit, Lichtscheidel, Neumann, Hopp, Quetsch, Lang, Sander, Theobald, Probst, Küffner, Luber, Heinrich. Trainer: Hans-Jürgen Kästl.

HSG Gedern/Nidda Abgänge: Keine. Zugänge: Nau (Kleenheim). Aufgebot: Tor: Elisath, Heß. Feld: Amos, Becker, Kraft, Niebergall, Rösner, Mitzkat, Schindler, Thiele, Nowak, Schmeisser, Kraft, Nau, Pfaff, Schüler, Mulch. Trainer: Christian Breiler.

SC Markranstädt Abgänge: Thieme, Funke (beide Halle-Neustadt), Westland (Apolda), Laneus, Detjen (beide Karriereende), Dietrich, Paul, Kanther (alle unbekannt). Zugänge: Kiskyte, Franke (beide eigene Jugend), Mertens (Magdeburg), Kriegel, Olsen, Friedrich (alle Rückmarksdorf), Seidel, Faber-Rahnhöfer, Czeczine (alle Leipzig). Aufgebot: Tor: Friedrich, Czeczine. Feld: Kiskyte, Dreier, Mertens, Okon, Franke, Olsen, Pöschel, Ferber-Rahnhöfer, Seidel, Kriegel. Trainer: Rüdiger Bones.

Thüringer HC II Abgänge: Popluharova (Karriereende), Rdder (Halle/Neustadt). Zugänge: Keine. Aufgebot: Tor: Köster, Kuske, Vesper. Feld: Bessert, Thorn, Gündel, N. Rühl, A. Rühl, Hagedorn, Allstedt, Huhnstock, Wehy, Karl, Büttner, Breitbarth, Schwanethal, Fichtner. Trainer: Goncalo Miranda.

SV Union Halle-Neustadt II Abgänge: Tuckay, Stieler, Hoth, Schmidt (alle unbekannt). Zugänge: Thieme, Smolik, Wähner (alle Markranstädt). Aufgebot: Tor: Lepschi, Wähner. Feld: Schmitz, Dierks, Janze, Thieme, Heßler, Smolik, Müller-Wendling, Stehlik, Reppe, Mögling, Rösner, Kranz. Trainer: Jan-Henning Himborn.

TSG Ober-Eschbach Abgänge: Riedel (berufliche Pause), Löbig (Rosengarten), Deppisch (Herzogenaurach). Zugänge: Rosenberg (Bad Soden), Wäscher (Vechta), Petek (Idstein), Petrovsk (Trier). Aufgebot: Tor: Petek. Feld: Wäscher, Rosenberg, Chmurski, Petrovska, Lichtlein, Mertens, Schwiering, Bucher, Orban, Bils, Özer. Trainer: Christian Grzelachowski.

HNA Online /// (LINK) /// Foto: Hahn

„Lucky“ ist als Auswärtscoach wieder oft rund um die Heimat zu Gast

A-Lizenz-Inhaber „Lucky“ Cojocar aus Neu-Anspach spricht im UA-Interview über Handball in der 3. Liga, der Bundesliga und bei der SG Anspach.

Entspannter Blick auf die neue Handballsaison: Lazar „Lucky“ Cojocar aus Neu-Anspach, Trainer der Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Foto: zyk

HOCHTAUNUS – Ein paar Tage vor Beginn der neuen Handball-Saison in allen Spielklassen ab 3. Liga abwärts schnaufen die meisten Teams nach einer längeren Vorbereitung an diesem Wochenende noch mal durch. Wir haben den früheren Spieler und Trainer der SG Anspach und der HSG Anspach/Usingen, „Lucky“ Cojocar, deshalb um seinen Blick auf die anstehende Serie gebeten.

Eine Woche vor Saisonbeginn: Verspüren Sie Anspannung oder Vorfreude?

Sowohl als auch. Wir freuen uns, dass die lange Vorbereitung zu Ende geht. Ist ja nicht unbedingt die schönste Zeit bei uns Handballern. Aber jeder weiß, eine gute Vorbereitung hilft unheimlich in der Runde. Die Anspannung kommt dabei eh von alleine.

Also überwiegt die Vorfreude?

Ja, jetzt wollen wir, dass es los geht. Wir wollen diese positive Anspannung, die sich in den letzten Wochen des vielen Trainings aufbaute, voll auf der Platte umsetzen.

Worauf sind Sie in der dritten Saison als Coach bei den Drittliga-Damen des SV Germania Fritzlar besonders neugierig?

Auf die neue Staffel. Fritzlar musste sechs Mal in den vergangenen neun Jahren die Staffel wechseln. Wir spielten in der Saison 18/19 in der Staffel West mit vier Bundesliga-Reserveteams. Das war knifflig in der Spielvorbereitung, denn Du wusstest nie, welche Spielerinnen aus dem Bundesliga-Kader abgestellt werden.

Wie bewerten Sie die Stärke der Oststaffel mit den hessischen Teams aus Fritzlar, Gedern/Nidda, Kleenheim, Ober-Eschbach, Eddersheim und Rodgau/Nieder-Roden?

Ich stufe die Staffel als schwierig ein. Es sind mehrere Mannschaften, die das Zeug haben vorne mitzuspielen. Gedern hat es zum Beispiel geschafft, trotz des Abstiegs die komplette Mannschaft zu behalten und somit viel Erfahrung. Kleenheim und Eddersheim spielen seit Jahren eine wichtige Rolle in der Liga. Mit Ober-Eschbach ist immer zu rechnen. Und Rodgau bringt viel Enthusiasmus und Euphorie als Aufsteiger mit, ist deswegen besonders am Anfang gefährlich.

Gefährlich… Das gilt nur für die hessische Konkurrenz in der Liga?

Nein, wir dürfen Herzogenaurach nicht vergessen. Die spielen einen schönen Handball. Chemnitz hat sich auch verstärkt. Die Bundesligareserven vom Thüringer HC, der TSG Ketsch und Halle-Neustadt sind, wie dargestellt, schwer einzuschätzen. Ich denke, kein Team marschiert. Es wird eng in der Liga.

Was erwarten Sie von Ihrem Team?

Unser Weg ist bei weitem nicht zu Ende. Nach Punkten spielten wir zuletzt die beste Saison der Vereinsgeschichte, wurden Vizemeister mit der besten Abwehr der Liga. Wir wollen wieder Woche für Woche als eine Einheit auftreten. Team, Wille, Leidenschaft und Kampf werden bei uns groß geschrieben. Der Vereinsvorstand um Steffen Schmude schafft uns durch seine hervorragende Arbeit die Umgebung, um uns in Ruhe sportlich weiter zu entwickeln.

Mit welchem sportlichen Ziel 2019/2020?

Oben mitspielen. Die Zuschauer sollen temporeichen und schönen Handball sehen, an dem wir akribisch arbeiten. Das wird schwer, aber genau das macht die Aufgabe mit Blick auf die Konkurrenz noch spannender.

Ihr früherer Verein SG Anspach startet ab dieser Saison wieder allein durch. Welche Perspektive hat die SGA damit aus Ihrem Blickwinkel?

Das habe ich registriert und freue mich unheimlich über diesen Mut. Es wird ein langer und vielleicht nicht leichter Weg werden.

Weshalb?

Generell ist die Arbeit in Sportvereinen aus meiner Sicht vielschichtiger geworden. Qualifizierte Trainer sind das eine. Auf der anderen Seite müssen Sportvereine ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen auch gegen außersportliche Freizeitmöglichkeiten wie xBox und Co. anbieten. Und das alles ehrenamtlich.

Wie unterstützen Sie das Engagement der SGA-Handballer?

Die Adolf-Reichwein-Schule kooperiert im Usinger Land seit jeher mit Vereinen und Abteilungen quer durch die angebotenen Sportarten. Durch meine langjährige Lehrertätigkeit an der Schule kann ich mir eine Kooperation Schule und Verein hier gut vorstellen.

Einen Abstecher zu den Profis: Wie verfolgen Sie Bundesliga?

Auch da freue mich, dass es wieder läuft. Wenn es mein Terminkalender erlaubt, besuche ich Spiele in Wetzlar oder Mannheim. Wenn nicht, läuft sicher manchmal auch der Fernseher daheim.

Wer, glaubt der „Löwen“-Fan Lucky, spielt um die Meisterschaft?

(lächelt) Ganz einfach: Ich hoffe auf die Rhein-Neckar-Löwen. Sie werden das mit Kiel, Flensburg und dem SC Magdeburg ausfechten, denke ich.

Was wünschen Sie sich ganz allgemein für den Handball 2019/2020?

Vier Dinge: Erstens, dass wir mit Fritzlar eine verletzungsfreie und erfolgreiche Saison spielen. Wir wollen am Ende der Saison sagen können: Alles gegeben und was Schönes erreicht. Zweitens, dass sich beide Nationalmannschaften für die Olympischen Spiele in Tokio qualifizieren. Drittens, dass der Thüringer HC bei den Frauen und die Rhein-Neckar-Löwen bei den Männern einen Titel gewinnen oder gern auch mehrere. Und viertens, dass die SGA-Handball-Abteilung viele Jugendliche für Handball begeistern kann.

Usinger Anzeiger (LINK) /// zyk /// Foto: zyk

Endlich können wir eine wunderbare Nachricht verkünden: die VORBEREITUNG ist zu Ende.

Endlich können wir eine wunderbare Nachricht verkünden: die V O R B E R E I T U N G ist zu Ende
…und es geht so langsam wieder los! ‍♀️
Zum Abschluss der Vorbereitung sind wir von unserem neuen Hauptsponsor buck Vermessung eingeladen worden. Das Trikot ist präsentiert, die Fotos sind im Kasten! Nachdem wir noch einige offizielle Dinge (lasst euch überraschen) erledigt haben, gab es bei einem Umtrunk leckere Köstlichkeiten
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Liebe Familie und Firma Buck, vielen lieben Dank! Es war ein schöner Abend!
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#PreSeasonIsOver #NewSeason #NewSponsor #Welcome

SV Germania Fritzlar geht neue Saison ganz flexibel an

Flexibilität ist Trumpf in der Domstadt: Nicht nur, dass der SV Germania Fritzlar erneut in einer anderen Staffel spielt (jetzt wieder der 3. Liga Ost), sondern auch die Handballerinnen bekommen neue Aufgaben.

Das ist der Tatsache geschuldet, dass vom 14er-Kader in den ersten Spielen am 15. September gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden und am 21. September beim Thüringer HC II mindestens drei Spielerinnen passen müssen. Kapitänin Melina Horn ist wegen eines Knorpelschadens im Knie zumindest noch zwei Wochen zur Ruhe verpflichtet. Offen, wann die Rückraumspielerin einsteigen kann.

Freuen sich auf die neue Saison: Fritzlars Trainer Lucky Cojocar präsentiert die Neuzugänge (von links) Kathleen Nepolsky und Jana Hoppe. © Pressebilder Hahn

Die Neuzugänge Kathleen Nepolsky und Jana Hoppe befinden sich nach Knieverletzungen im Aufbautraining. Ganz neu ist das Duo nicht, weil die flexible Rückraumkraft Hoppe aus der zweiten Mannschaft aufgerückt ist und nun mit 26 ihrer Drittliga-Premiere entgegenfiebert. Nepolsky trainierte zuletzt bereits einmal pro Woche unter Coach Lucky Cojocar mit, ist für beide Außenpositionen eingeplant und bringt aus ihrer Zeit beim HC Rödertal Bundesliga-Erfahrung mit.

„Wir machen das Beste draus“, sagt Xenia Ahrend, die am liebsten auf der Mitte angreift, aber im Feld schon überall zum Einsatz kam. Den Teamgeist stellt die 24-Jährige als Pluspunkt heraus, mit dem die Domstädterinnen weiterhin vorne mitmischen wollen. Erneut ohne Druck wie der Sportliche Leiter Steffen Schmude betont: „Die 2. Liga wäre ein Abenteuer, dem wir uns stellen würden. Prinzipiell fühlen wir uns in der 3. Liga aber bestens aufgehoben.“

Halle wird 2020 renoviert

Der Traum vom Aufstieg lebt bei den Spielerinnen dennoch. Auch im neunten Jahr in der Domstadt hat Bibiana Huck das große Ziel im Blick. Die Außen sieht sich nach dem Trainingslager für ein noch schnelleres Tempospiel gerüstet. Als aktuell einzige Linkshänderin bietet sie sich alternativ auf halbrechts im Rückraum an. „Das habe ich bis zur A-Jugend gespielt. Solange, bis ich nicht mehr gewachsen bin“, sagt die 29-Jährige augenzwinkernd.

Die Germania wird aber nicht nur flexibler angreifen, sondern auch verteidigen. Erste Wahl im Mittelblock sind die neue Vize-Kapitänin Janina Dreyer und Esther Lieber. Alternativ stehen Luisa Krüger und Maria Kiwa parat. Beide bewähren sich zudem vorgezogen in der 5:1-Abwehr. „Das liegt uns fast mehr als die 6:0, weil wir aggressiver verteidigen“, sagt Krüger. Wohlwissend, dass dem SVG 2020 eine weitere Veränderung bevorsteht: Die Großsporthalle wird renoviert. Der Baubeginn ist noch nicht terminiert.

Hintergrund:

Mitte der 1990er Jahre startete der Aufschwung beim SV Germania Fritzlar. Nach den Meisterschaften in der Kreisliga A (1995), Kreisliga (1996) und Bezirksliga (1997) sorgte die Germania als Vizemeister der Oberliga Nord 1998 erstmals hessenweit für Furore. 2004 gelang der Aufstieg in die Regionalliga Mitte. Seit 15 Jahren beweisen sich die Domstädterinnen drittklassig – diese Konstanz ist einmalig in Deutschland. 2010 wurde die 3. Liga im Zuge der Ligenstruktur-Reform des Deutschen Handballbundes eingeführt.

Nach dem zehnten Platz 2011 in der West-Staffel ist Flexibilität angesagt. Denn schon sechs Mal in nur neun Jahren musste Fritzlar die Staffel wechseln. Das änderte nichts am erfolgreichen Abschneiden. In acht Serien in Folge landete der heimische Vertreter unter den besten Fünf. 2016 holte Fritzlar unter der Regie von Trainer Frank Mai den Titel in der Ost-Staffel. 2019 gelang Coach Cojocar in der West-Staffel die erste Vizemeisterschaft.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

23:29 im Test als Mutmacher für den SV Germania Fritzlar

Mit 23:29 (10:13) haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar ihr letztes Testspiel im Duell zweier Drittligisten gegen die SG Mainz-Bretzenheim verloren.

„Das Ergebnis ist zweitrangig. Wichtig war, wie wir mit müden Beinen auftreten und das war klasse“, lobte SVG-Coach Lucky Cojocar sein Rumpfteam. Denn nach dem Trainingslager in Thüringen mit vier Einheiten in der Halle sowie taktischen Schulungen und Teambuildingmaßnahmen wie Bogenschießen fehlten mit Bibiana Huck und Esther Lieber (früher Meyfarth) zwei Schlüsselspielerinen angeschlagen.

Wird immer flexibler: Fritzlars Luisa Krüger.© Pressebilder Hahn

Somit verblieben vor den Torfrauen Vanessa Maier und Lea Gürbig nur sechs Feldspielerinnen. Und die verlangten den „Ischn“ alles ab. Lediglich Kreisläuferin Michelle Chwalek (5 Treffer) war kaum zu bremsen. Bei den Gastgeberinnen sorgten Xenia Ahrend (6/1), Janina Dreyer (5), Maria Kiwa (5/1), Luisa Krüger (2/1), Hannah Puntschuh (2), Anna Holeczy (2) und Lena Dietrich (1) für die Tore.

Besonders zufrieden war Cojocar mit der Passqualität, der immer besser funktionierenden 5:1-Abwehr und mit der steigenden Flexibilität im Kader. Die erst 17-Jährige Krüger wirbelte diesmal nicht nur am Kreis und im Rückraum, sondern half auch auf Rechtsaußen.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Trainingslager

Liebe Fans und Gönner des SVG

Wir melden uns zurück nach einem sehr intensiven Trainingslager im schönen idyllischen Thüringer Wald
Bereits am Freitag um die Mittagszeit sind wir Richtung Osten gestartet und hatten bereits um 19 Uhr unser erstes Training absolviert, sodass wir den Abend mit einer leckeren italienischen Spezialität einläuten konnten.
Das Abendprogramm würde von einzelnen Spielerinnen immer pro Tag gestaltet und für den ersten Abend stand eine Spieleabend auf dem Programm ‍♀️
Am Samstag ging es nach einer ausgiebigen Stärkung ins (Abwehr-)Training (dafür musste sich natürlich besonders gestärkt werden )
Im Anschluss an ein erfolgreiches intensives Training, haben wir uns dem
Bogenschießen gewidmet
Ganz besonders hervorheben muss man hier natürlich die Leistung von #TeamAlt , die #TeamJung mit 2:1 besiegten. Achso… parallel dazu gab’s ein leckeres Picknick – ebenfalls organisiert von einem Tages-Orga-Team mit der Unterstützung durch Steffen und Tanja (vielen Dank an dieser Stelle für eure Mühe!)
Im Nachmittagstraining ging es dann weniger um die Abwehrstärke und Beinarbeit, sondern um das Köpfchen! Wir haben uns der Taktik gewidmet und die Auslöse-Handlungen den letzten Schliff gegeben
Der Grillabend am Samstag – ebenfalls super organisiert durch das Steffen, Tanja und das Tagesteam – war super lecker!
Ausklingen lassen haben wir den Abend dann beim gemütlichen Beisammensein und Teamspielen, wo besonders die Leistungen von Team 1 hervorzuheben sind, die sowohl #Erklären, #MitEinemWortErklären und #MitGeräuschErklären konnten – BRAVO
Aktuell ist es Sonntagmittag, die letzte Einheit in der Goldberghalle ist absolviert und wir fahren zurück ins schöne Nordhessen, wo wir zum Abschluss ein Testspiel gegen Mainz-Bretzenheim absolvieren ‍♀️

Also wer Lust und Zeit hat – ihr seid herzlich willkommen! Um 16 Uhr ist Anpfiff in der KHS

Zum Abschluss bleibt nur: DANKE zu sagen!

Eure 1. Damen

#Durchreise #Niffel #Trainingslager #Bratwurst #Bradler #StopScheißenEinstellen #KatnissEverdeen #ChinaEnte #Löwenmähne #Ballermann6

SV Germania Fritzlar testet mit Trainingslager in Thüringen

Auf ins Trainingslager: Von Freitag bis Sonntag bereitet sich Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar in Waldhof Finsterbergen, der Bildungs- und Freizeitstätte der thüringischen Sportjugend, auf den Saisonstart am 15. September gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden vor.

Mit Fritzlar ins Trainingslager: Xenia Ahrend© Pressebilder Hahn

Höhepunkt des Trainingslagers ist der Test am Sonntag (16 Uhr) in der Goldberghalle gegen Drittligist SG Bretzenheim, wo seit dieser Saison Martin Schwarzwald als neuer Trainer tätig ist. Der A-Lizenz-Inhaber coachte vergangene Saison Zweitligist TVB Wuppertal. Fritzlar reist mit seinem 14er-Kader an. Allerdings befinden sich die beiden Neuzugänge Kathleen Nepolsky und Jana Hoppe noch im Aufbautraining.

Zudem muss sich Rückraumspielerin Melina Horn (Knorpelschaden) noch mindestens drei Wochen schonen. „Wir sind sehr flexibel und machen das Beste draus. In der Deckung sind wir schon recht stabil“, betonen die Spielerinnen Bibiana Huck, Luisa Krüger und Xenia Ahrend.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Kinder- u. Familienfest der Stadt Fritzlar am 18.08.2019

Auch wir waren dabei!
Was zeichnet eine gute Handballerin oder Handballer aus? Beide müssen gut Bälle werfen können und natürlich auch treffen. Das konnte man beim diesjährigen Familientag in der Allee an unserem Stand unter Beweis stellen. Mit kleinen Softbällen auf eine Zielscheibe werfen, treffen und Punkte sammeln. Mehr als 150 Werferinnen und Werfer besuchten unsern Stand und konnten mit dem aktiven „Bälle werfen“ Freikarten für ein Handballspiel gewinnen.

Vanessa und Bernd geben die Teilnehmerkarten aus.

Lange Schlangen bildeten sich beim „Bälle werfen“ am Stand um eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Anna (rechts im Bild) passt auf, dass der richtige Abstand zur Ziel Wand eingehalten wird.

Auch Erwachsene probierten sich beim Werfen um möglichst eine hohe Punktzahl zu erreichen und Freikarten für ein Handballspiel in Fritzlar zu gewinnen.

Vanessa, Melina, Jana u. Anna vom Drittliga Team passten auf, das alles mit rechten Dingen zu ging und waren für die Preisübergabe zuständig.
Fotos: Horn

Erwartungen an den 8. Domstadtcup in Fritzlar wurden übertroffen

Drittligist Germania Fritzlar spricht „vom besten Domstadtcup seit dem ersten Mal 2012“ und die Hessinnen betonen: „Das sehr gute Teilnehmerfeld lockte vom ersten Spiel, welches gleich ein regionales Derby zwischen den Vipers aus Bad Wildungen und dem Gastgeber war, an beiden Tagen zusammen 400 Zuschauer in die Sporthalle der König-Heinrich-Schule in Fritzlar. Diese sollten bis hin zum Finale ihr Kommen nicht bereuen, denn sie wurden mit sehr gutem Handball, packenden Spielen und einer gelungenen Organisation belohnt.“

In der Gruppe A waren die Kräfteverhältnisse recht klar verteilt. Bad Wildungen und Bensheim/Auerbach kämpften um den Gruppensieg, den die Vipers am Sonntagmittag mit einem 20:18 für sich errangen. In den Spielen gegen den TVB Wuppertal und den Gastgeber gaben sich beide zu vor keine Blöße und gewannen deutlich, wobei die 2. Halbzeit zwischen Bad Wildungen und Fritzlar knapp mit 11:10 ausging. Dies konnte der Drittligist natürlich als kleinen Erfolg für sich verbuchen, was auch der Trainer, Lucky Cojocar, für das entscheidende Spiel am Sonntagmorgen als Maßstab ansetzte. Gut erholt und hochmotiviert konnte man den Zweitligisten doch recht deutlich mit 17:11 bezwingen und verdient in das Spiel um Platz 5 einziehen.

In der Gruppe B ging es wesentlich spannender zu. Hier kämpften drei Mannschaften bis zum letzten Gruppenspiel um den Einzug ins Finale. Nachdem alle Drei ihre Spiele gegen Lintfort gewonnen hatten, kam es am Sonntag zum „kleinen“ Finale zwischen Mainz und Rödertal. Zuvor gab es aber am Samstagnachmittag, im besten und spannendsten Spiel des Tages zwischen Blomberg-Lippe und Rödertal, zu einer faustdicken Überraschung. Die Rödertalbienen konnten sich in letzter Sekunde, durch einen von Ann Catrin Höbbel verwandelten Siebenmeter, mit 23:22 verdient durchsetzen.

Spannende Tabellenkonstellation

Somit hatte auch Mainz, vorausgesetzt man hätte das letzte Gruppenspiel gewonnen, noch Chancen auf den Gruppensieg. Tatsächlich gelang den Mainzerinnen am Sonntag, mit einem 26:23 über Rödertal, noch der Sprung auf Platz 2, da sie in den direkten Vergleichen eine um ein Tor bessere Tordifferenz gegenüber Rödertal hatten. Gruppensieger wurde hier Blomberg-Lippe, die die beste Tordifferenz in dieser Dreierkonstellation aufweisen konnten.

In den Platzierungsspielen setzte sich im Spiel um Platz 7 der TuS Lintfort mit 20:13 gegen den TV Beyeröhde durch und konnte somit auch noch mit einem Erfolg die Heimreise antreten. Der Gastgeber wehrte sich im Spiel um Platz 5 zwar tapfer und hätte bei einer besseren Chancenverwertung auch für eine weitere Überraschung sorgen können, aber Ende gewann Rödertal verdient mit 15:12. Im Spiel um den 3. Platz entwickelte sich eine sehr abwechslungsreiche Partie, bei dem man lange Zeit keinen klaren Sieger erkennen konnte. Am Ende hatten die Spielerinnen aus Mainz etwas mehr zum zusetzen und konnten somit das Spiel mit 23:18 für sich entscheiden.

Im Finale trafen dann die beiden Favoriten aufeinander und trotz der lautstarken Unterstützung ihrer zahlreichen Fans, die aus der Nachbarstadt angereist waren, hatten die Vipers aus Bad Wildungen in der ersten Hälfte einen schweren Stand gegen das druckvolle Angriffsspiel von Blomberg-Lippe, wobei am Anfang Sabine Heusdens sie fast allein im Spiel hielt. Zur Pause stand es 12:11 für Bad Wildungen und auch in der 2. Hälfte schenkte man sich nichts.

Am Ende entschieden die Paraden von Anne Bocka und die Tempogegenstöße von Anna Frankova das Finale, unter dem Jubel ihrer Fans, mit einem 21:19 für sich. Der Turniersieger wurde unmittelbar im Anschluss an die Partie mit dem Wanderpokal und dem Siegercheck vom Landrat des Schwalm-Eder-Kreises ausgezeichnet. Tessa van Zijl, aus der unterlegenen Finalmannschaft, konnte aus den Händen des Bürgermeisters von Fritzlar den Pokal für die beste Spielerin, zu der sie die Trainer der teilnehmenden Mannschaften gewählt hatten, entgegennehmen.

Quelle: https://www.handball-world.news/

HSG Bad Wildungen Vipers dominieren Domstadt-Cup in Fritzlar

Die Vipers haben es geschafft. Ein Jahr nachdem sich die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen im Endspiel noch den damals klar besseren Dortmunderinnen beugen mussten, ließ sich die Mannschaft von Trainerin Tessa Bremmer diesmal im Finale von der HSG Blomberg-Lippe nicht stoppen.

Beim Schlusspfiff nach 40 Minuten stand es 21:19 (12:11), und die Vipers feierten zusammen mit ihren zahlreichen Fans den Triumph beim Domstadt Cup, dem vom SV Germania Fritzlar bestens organisierten Turnier mit acht Frauenteams.

Hinein ins Vergnügen: Fitzlars Lena Dietrich (am Ball) enteilt hier Bad Wildungens Erika Rajnohova und zieht ab. © Pressebilder Hahn

Im Endspiel gegen Blomberg-Lippe hatte nach zehn Minuten mehr gegen als für das Bremmer-Team gesprochen, denn die Vipers lagen 3:6 zurück und hatten kein Mittel gegen die wuchtig vorgetragenen Angriffe des Kontrahenten. Zunächst hielt nur Sabine Heusdens dagegen und war in der Anfangsphase die einzige Wildunger Torschützin.

Dann aber kam mit Macht die benötigte Hilfe. In erster Linie von Anna Frankova, die mit sechs Treffern noch zur besten Torschützin wurde, aber auch von Marieke Blase (5) und Anne Bocka, die in der zweiten Halbzeit zwischen den Pfosten stand. Angesichts der bisher kurzen Vorbereitungszeit sahen die insgesamt 400 Zuschauer in der Sporthalle der Heinrich-König-Schule vor allem im Finale ansprechende Leistungen und auch generell ein Turnier auf hohem Niveau. Kein Wunder, dass Steffen Schmude, Germanias Sportlicher Leiter, sowohl mit den gezeigten Leistungen als auch mit den Zuschauerzahlen zufrieden war.

Und schließlich machte die Mannschaft des Gastgebers aus ihren Möglichkeiten das Beste, landete auf dem sechsten Platz und ließ mit Lintfort sowie Beyeröhde zwei Zweitligisten hinter sich.

Bei den Gruppenspielen am Samstag hatten in erster Linie die Vipers und der HC Rödertal aufgetrumpft. Der Höhepunkt des ersten Turniertages war die Begegnung zwischen Rödertal und der HSG Blomberg-Lippe, die mit einem 23:22-Erfolg für den Zweitligisten endete.

Germania zeigt gute Entwicklung

Im Blickpunkt aber stand das Eröffnungsspiel, in dem die Vipers einen standesgemäßen 26:16 (15:6)-Sieg über die Gastgeberinnen feierten. Die Zahlen verraten schon, dass das Derby in der zweiten Halbzeit viel mehr nach dem Geschmack des SV Germania verlief als in den ersten 20 Minuten. Zunächst wirkte die Mannschaft des Drittligisten hoffnungslos überfordert, und die Gegentreffer fielen meistens nach Tempogegenstößen, die überwiegend von Anna Frankova (5 Tore) und Erika Rajnohova (3) verwandelt wurden. Häufig war Anne Bocka, die Torhüterin der Vipers, mit ihren präzisen Pässen Ausgangspunkt der blitzschnellen Aktionen.

Die gab es in der zweiten Halbzeit seltener, weil das Fritzlarer Team von Trainer Lucky Cojocar nun in der Abwehr konzentrierter und im Angriff flexibler agierte. Waren in den ersten 20 Minuten die Würfe aus dem Rückraum noch eine sichere Beute von Anne Bocka geworden, so war der SV Germania jetzt immer öfter über Kreisläuferin Hannah Puntschuh (5) und Rechtsaußen Hannah Grothnes (3) erfolgreich.

Cojocar war auch angesichts der kurzen Vorbereitungszeit mit nur drei Trainingseinheiten mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Fritzlars Trainer hatte vor allem beeindruckt, wie schnell seine Spielerinnen aus den Fehlern der ersten Halbzeit gelernt hatten.

„Wir haben Ballverluste weitestgehend vermieden, und zudem hat unser Spiel über den Kreis und über die Außen prima geklappt“, stellte Cojocar fest. Und aus dem Rückraum wird der SVG sicherlich gefährlicher, wenn Esther Lieber, Melina Horn und Jana Hoppe dabei sind. Lieber wird nicht jeden Tag heiraten, und Horn sowie Hoppe sind guter Dinge, spätestens bis Oktober ihre Verletzungen überwunden zu haben.

HNA Online /// Gerd Brehm /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar kann sich beim Domstadt-Cup beweisen

Der 8. Domstadt-Cup steht an. Und damit erstklassiger Handball in der Sporthalle der Fritzlarer König-Heinrich-Schule.

Am Samstag und Sonntag präsentieren sich vier Erst- und drei Zweitligisten zusammen mit Drittligist SV Germania Fritzlar.

Können sich beim Domstadt-Cup beweisen: Die Fritzlarerinnen Maria Kiwa (am Ball) sowie (hinten von links) Luisa Krüger und Lena Dietrich. © Pressebilder Hahn

Der Modus

Gastgeber Fritzlar und Nachbar HSG Bad Wildungen eröffnen den Cup am Samstag um 11.30 Uhr und bekommen es in der Gruppe A noch mit dem hessischen Erstligisten HSG Bensheim/Auerbach sowie Zweitligist TV Beyeröhde zu tun. In der Gruppe B messen sich die Erstligisten Blomberg-Lippe und Mainz sowie die Zweitligisten TuS Lintfort und HC Rödertal. Ein Spiel dauert zwei Mal 20 Minuten. Am Sonntag ab 14.30 Uhr folgen die Platzierungsspiele.

Die Favoriten

Titelverteidiger BVB Dortmund, der im Vorjahr nach dem 20:18 im Finale gegen Bad Wildungen zum dritten Mal in Serie triumphierte, ist nicht am Start. Auch deshalb sind die Vipers ein heißer Kandidat für den Wanderpokal. Beim ersten Test gegen Zweitligist Kirchhof (34:17) zeigte das neuformierte Team von Trainer Tessa Bremmer bereits eine geschlossene Mannschaftsleistung. Eingespielter kommt der letztjährige Erstliga-Sechste Blomberg-Lippe daher. Die HSG hat sich mit Jennifer Murer (LC Brühl St. Gallen, Isabelle Jongenelen (VfL Oldenburg), und Merle Heidergott (SV Werder Bremen) verstärkt und baut weiter eigene Top-Talente wie Juniorennationalspielerin Ndidi Agwunedu ein.

Der Derby-Faktor

An den 12. März 2017 denken die Fans der Germania gern zurück. Da gewannen die Domstädterinnen das Derby in der 3. Liga Ost gegen Kirchhof mit 27:26. Anschließend stieg die SG 09 dennoch als Vize-Meister auf – und zwei der damaligen Akteurinnen wagen nun den Schritt ins Oberhaus: Christin Kühlborn und Dionne Visser nämlich, die sich bei den Flames aus Bensheim/Auerbach um die Ex-Viper Sarah van Gulik bei Trainerin Heike Ahlgrimm beweisen wollen. Ebenfalls erstklassig ist nun Torfrau Katarzyna Demianczuk, die von Kirchhof nach Mainz gewechselt ist. Dort baut Trainer Thomas Zeitz auf sein Aufstiegs-Team um die Ex-Viper Simona Cipaian, deren Mutter Mioara einst mit 40 Jahren noch Leistungsträgerin als Kreisläuferin in der Domstadt war.

Der Gastgeber

Fritzlar ist seit Dienstag wieder im Training. Coach Lucky Cojocar nutzt das Turnier demnach, um wieder in Wettkampfmodus zu kommen. Dabei fehlen allerdings vier Spielerinnen. Die Neuzugänge Jana Hoppe und Kathleen Nepolsky befinden sich im Aufbautraining. Mit ihnen plant Cojocar ab Mitte Oktober. Melina Horn (Kniebeschwerden) steht zwar im Mannschaftstraining, wird aber noch geschont. Zudem müssen sich die Fans der Domstädterinnen an einen neuen Namen gewöhnen. Spielmacherin Esther Meyfarth hat geheiratet und heißt nun Lieber. Da am Wochenende die kirchliche Trauung nebst Feierlichkeiten ansteht, verpasst Esther Lieber das Turnier.

Somit können sich im Rückraum Maria Kiwa, Xenia Ahrend und Janina Dreyer unterstützt von der talentierten Kreisläuferin Luisa Krüger beweisen. „Sie haben sich alle gut entwickelt, jetzt müssen sie den nächsten Schritt gehen“, betont Cojocar, der beim Cup ein neues Abwehrsystem testen möchte. Das Team verstärkt zudem Hannah Grothnes aus dem Kader der zweiten Mannschaft.

Der Spielplan:

Samstag, 11.30 Uhr: HSG Bad Wildungen Vipers – SV Germania Fritzlar, 12.30 Uhr: HSG Blomberg-Lippe – 1. FSV Mainz 05, 13.30 Uhr: HSG Bensheim/Auerbach – TV Beyeröhde, 14.30 Uhr: TuS Lintfort – HC Rödertal, 15.30 Uhr: TV Beyeröhde – HSG Bad Wildungen Vipers, 16.30 Uhr: HC Rödertal – HSG Blomberg-Lippe, 17.30 Uhr: SV Germania Fritzlar – HSG Bensheim/Auerbach, 18.30 Uhr: 1. FSV Mainz 05 – TuS Lintfort.

Sonntag, 10.30 Uhr: SV Germania Fritzlar – TV Beyeröhde, 11.30 Uhr: HSG Blomberg-Lippe – TuS Lintfort, 12.30 Uhr: HSG Bensheim/Auerbach – HSG Bad Wildungen Vipers, 13.30 Uhr FSV Mainz 05 – HC Rödertal. 14.30 Uhr: Spiel um Platz 7, 15.30 Uhr: Spiel um Platz 5, 16.30 Uhr: Spiel um Platz 3, 17.30 Uhr: Finale.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn