Reaktiviert: Lorena Lorenz wieder fest beim SV Germania Fritzlar

Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar hat Zuwachs bekommen. Kreisläuferin Lorena Lorenz hilft bis Saisonende beim Tabellenzweiten der Ost-Staffel aus, nachdem sie ihre Karriere eigentlich im vergangenen Sommer beendet hatte.

„Das hilft uns ungemein. Sowohl ihre Erfahrung und Persönlichkeit, als auch als Alternative im Mittelblock“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Nach den Langzeitverletzungen von Melina Horn (sogar Karriereende), Hannah Puntschuh, Jana Hoppe und zuletzt Xenia Ahrend (alle Knie) standen Fritzlar nur noch drei Rückraumkräfte sowie Luisa Krüger als einzige Kreisläuferin zur Verfügung.

Reaktiviert: Lorena Lorenz hilft beim SV Germania Fritzlar bis zum Saisonende aus. © Pressebilder Hahn

Krüger bietet sich durch die Lorenz-Reaktivierung als Option für die Spielmacherposition an. Noch mehr Einsatzzeiten im Rückraum kommen auf Bibiana Huck zu. Die einzige Linkshänderin im Kader ist als sichere Siebenmeterschützin auf Außen eine Bank, reifte jedoch bis zur A-Jugend in Bad Wildungen in erster Linie auf halbrechts.

Samstag Spiel in Nieder-Roden
Deutlich besser sieht es auf den Flügeln aus. Anna Holeczy, deren Vertrag verlängert wurde, Lena Dietrich und die wiedergenesene Kathleen Nepolsky können als Rechtshänderinnen auf beiden Außenbahnen wirken. Mit einer Teambuildingmaßnahme zusammen mit Familien, Partnern und Freunden sind die Domstädterinnen nach der Winterspause wieder ins Training eingestiegen.

Bei den ersten Einheiten zur Vorbereitung auf die Partie bei der HSG Rodgau Nieder-Roden (Sa. 19.30 Uhr) legte A-Lizenz-Inhaber Cojocar den Fokus auf den Angriff. „Da muss ich mir jetzt etwas einfallen lassen“, sagte der Diplom-Sportlehrer mit Blick auf die Zeit ohne Allrounderin Ahrend (Kreuzbandriss).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

TSV Vellmar verliert Topspiel gegen Fritzlar II deutlich

Wie von einer Dampfwalze wurde der TSV Vellmar von der SV Germania Fritzlar II im Gipfeltreffen der Handball-Landesliga überrollt. Dabei präsentierte sich der Oberliga-Absteiger speziell in der ersten Halbzeit nahezu meisterlich. Die Vellmarerinnen überwintern nach der 28:36 (11:21)-Niederlage auf dem zweiten Tabellenplatz – hinter Spitzenreiter Fritzlar II.

Zugegeben, ein wenig mehr Spannung hätte es schon sein dürfen. Gerade im Spitzenspiel. Gerade, wenn es um die Tabellenführung geht. Und gerade vor solch einer eindrucksvollen Kulisse in der pickepackevollen Vellmarer Großsporthalle. Was sich dann aber in den ersten 30 Minuten auf der Platte abspielte, war eine Demonstration der Fritzlarer Spielstärke. Ein Spiel auf Augenhöhe? Alles andere als das – zumindest nicht in Durchgang eins. Und nicht grundlos bezeichnete Fritzlars Trainer Gunnar Kliesch die erste Hälfte als „sensationell“.

Auf und davon: Die Vellmarerin Elisa Steiner (Mitte) setzt sich gegen Chantal Reimbold (links) und Nina Albus von Germania Fritzlar durch.© Andreas Fischer

Mit zunächst statisch wirkenden Vellmarerinnen machten die Gäste kurzen Prozess. Aber sowas von. Kaum einen technischen Fehler leistete sich der Gast, dessen Tempospiel eine echte Waffe war. Fünf Minuten hielt Vellmar dieser Geschwindigkeit stand – Leonie Homburg glich noch zum 3:3 aus. Dann aber nahm das Unheil aus Sicht des TSV konkrete Formen an. Auf 6:3 hatte sich Fritzlar abgesetzt, als Vellmars Coach Sebastian Menche die erste Auszeit nahm. Dem Fritzlarer Spielfluss tat das aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Mit vielen vermeidbaren Ballverlusten und überhasteten Torabschlüssen präsentierte sich der TSV äußerst spendabel, wenn es um das Verteilen von Geschenken ging. Fritzlars Chantal Reimbold stellte Mitte der ersten Halbzeit auf 12:6. Nur sechs Minuten später lagen die Gäste bereits mit 17:10 vorn und warfen bis zur Halbzeitpause einen Zehn-Tore-Vorsprung heraus.

Das Spiel war so gut wie entschieden. Trotzdem raffte sich der TSV noch einmal auf und biss sich regelrecht in dieses Spiel hinein. „Das war megastark. Wir haben gekämpft und zusammengespielt – das hat uns schon in den letzten Spielen ausgezeichnet“, erklärte TSV-Trainer Menche, der nun ein anderes Gesicht seines Teams sah. Bis auf fünf Tore kamen die Gastgeberinnen heran – mehr war aber nicht drin. Fritzlar legte in einer furiosen ersten Halbzeit den Grundstein für einen Sieg, der bereits jetzt ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben für die Oberliga war.

Vellmar: Bock, Stern – Homburg 5, Steiner 2, Schmalz 1, Deichmann 2, Schneider 10/2, Geßner 3, Scherer 5/5, Griesmeier, Eckel.

Fritzlar: Suchy – Grothnes 3, Alter 7, Reimbold 5, Albus 4/1, Puda 4, Naumann 7/7, Stockschläder 2, Bachmann 3, Bücker 1, Israel, Werner

HNA Online /// Raphael Wieloch /// Foto: Andreas Fischer

SV Germania Fritzlar II zum Gipfeltreffen beim TSV Vellmar

Es ist angerichtet: Pünktlich zu Weihnachten kommt es in der Handball- Landesliga der Frauen zum mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen der beiden besten Teams der Liga. Die Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar tritt beim punktgleichen TSV Vellmar (Sa. 15.30 Uhr, Großsporthalle Vellmar) an.

Aktivposten: Hannah Grothnes trumpft beim SV Germania Fritzlar II als Spielmacherin auf. © Pressebilder Hahn

Wer gewinnt, überwintert auf dem ersten Platz. „Das ist das Spiel, auf das wir die ganze Saison hingearbeitet haben. Ich freue mich unglaublich darauf“, betont SVG-Coach Gunnar Kliesch, der sein Team top vorbereitet sieht. Vellmar überzeugt mit einer guten Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen. Dazu ist der TSV offensiv äußerst variabel. Vor allem der Rückraum mit Elisa Steiner, Leonie Homburg und der Ex-Kirchhoferin Selina Schneider ist überragend besetzt. Zudem stellen die körperlich überlegenen Vellmarerinnen eine starke 6:0-Deckung.

Dennoch ist Fritzlar auf Augenhöhe. Die Domstädterinnen haben sich gefunden und mit Hannah Grothnes eine agile Spielmacherin, die auch mit Tempogegenstößen für Entlastung sorgt. Neben ihr spielen mit Chantal Reimbold im rechten Rückraum und Ana-Maria Puda auf links zwei starke Schützinnen, die Grothnes gut in Szene zu setzen weiß. Dazu kommt mit Maike Naumann und Nina Albus eine treffsichere Achse auf Außen.

Geschwindigkeit ist Trumpf beim Kliesch-Team

Der Trumpf des Kliesch-Teams ist sein Tempospiel – über die erste und zweite Welle ist die Germania kaum zu stoppen. Entsprechend liegt hier auch der Schlüssel für den Fritzlarer Coach: „Wenn wir es schaffen, Vellmar unsere Geschwindigkeit aufzuzwingen, haben wir gute Chancen auf den Sieg.“

Noch mehr Brisanz resultiert aus der Tatsache, dass Kliesch lange für Vellmar tätig war – allerdings bei der Herrenmannschaft des TSV. Und Vellmars neuer Coach Sebastian Menche lernte letzte Saison bei Kliesch als Co-Trainer in Fritzlar. Beim TSV hat Menches zudem seine Freundin als Co-Trainerin an seiner Seite. Maxie Hauschild nämlich, die vergangene Runde noch unter Kliesch für die Germania II in der Oberliga am Ball war.

HNA Online /// mm /// Foto: Hahn

Hiobsbotschaft für den SV Germania Fritzlar: Jetzt fällt auch noch Xenia Ahrend aus

Das ist eine Vollkatastrophe für die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Xenia Ahrend hat sich beim 28:18 in Chemnitz einen Kreuzbandriss zugezogen. Somit ist die Allrounderin die vierte Spielerin, die wegen einer Knieverletzung in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann.

Mehr noch: Mit Esther Lieber, Maria Kiwa und Janina Dreyer stehen der Germania nur noch drei Rückraumspielerinnen und insgesamt nur acht Feldspielerinnen nach den Ausfällen von Melina Horn (sogar Karriereende), Hannah Puntschuh und Jana Hoppe zur Verfügung. Verstärkungen in der Winterpause, die mit einem Trainingslager vom 3. bis 5. Januar in der Domstadt endet, sind für das Team von Trainer Lucky Cojocar also zwingend erforderlich.

Saison gelaufen: Xenia Ahrend hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen.© Pressebilder Hahn

Fritzlars beste Torschützin

Ahrend spielt in ihrer fünften Saison seit ihrem Wechsel 2015 aus Baunatal ihre stärkste Serie. Die 24-Jährige ist mit 58/15-Treffern Siebte der Torjägerliste. In Chemnitz knickte sie nach ihrem Tor zum 27:17 (57.) kurz vor Schluss unglücklich ohne Einwirkung einer Gegenspielerin um, nachdem sie das Spiel verlagern wollte. „Ich war noch nie verletzt und hatte zunächst auch gar nicht so etwas Schlimmes befürchtet“, sagt die flexible Rückraum-Strategin, die auch am Kreis wirkungsvoll ist.

Xenia Ahrend hatte gerade ihren Vertrag bis 2021 verlängert. Dabei wollte sie eigentlich heute mit einer Freundin in den Skiurlaub fahren. Nun steht eine Operation bei Mannschaftsarzt Dr. Christian Gröll an.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Bibiana Huck und Janina Dreyer drehen bei Fritzlars 28:18-Sieg auf

Schöner Jahresabschluss für den SV Germania Fritzlar in der 3. Handball-Liga Ost: Beim sonst so defensivstarken HV Chemnitz siegten die Domstädterinnen souverän mit 28:18 (14:8). Und bleiben damit als Tabellenzweiter dem Spitzenreiter TSG Eddersheim mit einem Punkt Rückstand auf den Fersen.

Spielentscheidend für den deutlichen Auswärtserfolg war ein 10:2-Lauf in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit. Nach einer unkonzentrierten Anfangsphase, in der die Gäste fünf Siebenmeter verursachten und mit 4:6 (15.) zurücklagen, hatte SVG-Trainer Lucky Cojocar bei einer Auszeit seine Abwehrformation von einer 5:1- auf eine 6:0-Deckung umgestellt.

Aufdreht: Janina Dreyer war bei Fritzlars 28:18 in Chemnitz treffsicher.© Pressebilder Hahn

Fortan lief es wie gemalt. Besonders für Janina Dreyer, die aus dem Rückraum fünf Treffer vor der Pause warf und in der Defensive aufmerksam gemeinsam mit Esther Lieber im Mittelblock agierte. Und für Bibiana Huck, die nach der taktischen Umstellung und den daraus resultierenden vermehrten Ballgewinnen konsequent die zweite Welle lief, und so für einen Sechs-Tore-Vorsprung sorgte. „In dieser Phase haben wir die technischen Fehler des Gegners gut ausgenutzt“, lobte Cojocar.

Zwar kamen die Gastgeberinnen kurz nach dem Seitenwechsel durch Melanie Beckert und Caroline Rosiak auf vier Tore heran. Doch spätestens nach einem 6:0-Lauf, der erneut nach einer Auszeit (39.) gelang, war das Spiel entschieden. War es vor der Pause noch Dreyer, die nach Belieben traf, stellte nun vor allem Maria Kiwa (6) aus dem linken Rückraum ihre Treffsicherheit unter Beweis.

Und nicht nur das. Auch in der Abwehr war Kiwa zusammen mit Luisa Krüger auf den Halbpositionen ebenso wie die beiden starken Torhüterinnen Vanessa Maier und Lea Gürbig mit guten Verteidigungsaktionen auf dem Posten. Das gefiel natürlich auch dem SVG-Coach: „Taktisch gab es da nichts zu meckern. Ein Riesenkompliment an das Team, nicht nur für dieses Spiel, sondern auch für das ganze Jahr 2019.“

Fritzlar: Maier (1.-48.), Gürbig (48.-60.) – Dietrich, Holeczy 1, Huck 7, Ahrend 1, Nepolsky, Lieber 5/2, Dreyer 5, Kiwa 6, Krüger 3.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn

Halbzeitmeisterschaft ist für Germania Fritzlar noch drin

Die Tabellenführung hat der SV Germania Fritzlar in der 3. Frauenhandball-Liga Ost zwar verloren, aber bei einem Punkt Rückstand Aussichten auf ein erfreuliches Weihnachtsfest.

Damit die positive Stimmung innerhalb des Cojocar-Teams nicht einen weiteren Dämpfer erhält, soll nun die lange Auswärtsreise zum HV Chemnitz erfolgreich gestaltet werden (So. 16.30 Uhr).

Allerdings gilt der Tabellensiebte als heim- und kampfstark. Zwei Siege in Folge sorgen für zusätzliches Selbstbewusstsein. Beim 20:19-Auswärtserfolg in Herzogenaurach gelang HV-Kreisläuferin Stefanie Pruß drei Sekunden vor dem Schlusspfiff der Siegtreffer – in Unterzahl. Erneut offenbarte sich die kompakte 6:0-Abwehr, die bisher nur 213 Gegentreffer zuließ, als Prunkstück der Mannschaft.

Hoffnungsträgerin im Fritzlarer Angriff: Rückraumstrategin Xenia Ahrend. © Pressebilder Hahn

Germania kassierte weniger Tore

Nur die Germania kassierte nach zehn Spieltagen weniger Tore (207). Aufgrund der Abwehrstärke der Gastgeber lautet die Vorgabe von SVG-Trainer „Lucky“ Cojocar: „Wir müssen im Angriff breit und schnell spielen, um Lücken zu reißen. Egal ob in den Halbräumen oder auf Außen.“ Spielmacherin Esther Lieber und Rückraumstrategin Xenia Ahrend, die mit 58 Treffern zu den besten Torjägerinnen der Liga zählt, dürften die meiste Verantwortung tragen, um für ein bewegliches Kombinationsspiel zu sorgen.

Auch die Variante der „schnellen Mitte“ will Cojocar, der bis auf die Langzeitverletzten alle Spielerinnen an Bord hat, von seinen Schützlingen sehen. „Generell sollten wir uns auf allen Positionen im Vergleich zum letzten Spiel steigern“, erwartet der SVG-Coach eine Reaktion auf die ärgerliche 19:20-Heimniederlage gegen Markranstädt.

Stärken liegen in der Defensive

Weniger Sorgen macht er sich um seine kompakte Deckung vor der reaktionsschnellen Torhüterin Vanessa Maier. Besonders aufmerksam sollte der Mittelblock gegen die erfahrene Kreisläuferin Stefanie Pruß agieren. Außerdem sorgen die Außen Caroline Rosiak und KatarynaSkoczynska für Gefahr. Trotzdem: Die Stärken der Chemnitzerinnen liegen eindeutig in der Defensive. Weniger Tore als die Sander-Schützlinge (216) hat derzeit nur der Tabellenvorletzte TSG Ober Eschbach erzielt.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn

SVG-Trainer warnt vor angeschlagenem Gast

Schwalm-Eder. Die Drittliga Reserve des SV Germania Fritzlar steht in der Handball-Landesliga der Frauen beim Liga-Schlusslicht GSV Eintracht Baunatal in der Pflicht, vor dem Gipfeltreffen gegen Verfolger TSV Vellmar den Platz an der Tabellenspitze zu verteidigen.

SV Germania II – GSV Eintracht Baunatal (Sa. 16.00 Uhr). Die Gäste haben bislang eine Saison zum Vergessen hinter sich. Nachdem im Lauf der Hinrunde sieben Spielrinnen das Team aus Grund von Differenzen mit Trainerin Irina Penner verließen, folgt nun der nächste Nackenschlag. Gleich sechs Punkte bekommt die Eintracht aufgrund des nicht erfüllten Schiedsrichter-Solls abgezogen und rutscht damit auf den letzten Tabellenplatz. Trotzdem warnt SVG-Coach Gunnar Kliesch davor, das Penner-Team zu unterschätzen: „Mit Alina Penner und Katharina Koltschenko haben sie immer noch hohe Qualität im Rückraum.“ In seinem Angriff sollen Hannah Grothnes und Co. Die hohe Variabilität im Offensivspiel aus den letzten Spielen fortführen und im Umschaltspiel konsequent den Weg über die erste und zweite Welle suchen.

HNA-Print /// MM /// 12.12.2019

HSG Twistetal – SV Germania Fritzlar II 25:29 (11:17).

Landesliga Frauen
HSG Twistetal – SV Germania Fritzlar II 25:29 (11:17).

„Das war ein souveräner Auftritt meines Teams“, sagte
SVG–Coach Gunnar Kliesch, der sich vor allem über die Körpersprache seiner Mannschaft freute.
Nach ausgeglichenem Beginn warfen Spielmacherrin Hannah Grothnes und Kreisläuferin Alina Küster eine 11:8-Führung heraus (17.).Meike Naumann und Chantal Reimbold erhöhten bis zur Pause auf sechs Tore. Ein weiterer Grund für den wachsenden Vorsprung war die Einwechslung von Torfrau Nina Suchy (14.). Erst parierte sie einen Strafwurf, dann hielt sie auch im weiteren Verlauf stark. Nach dem Seitenwechsel ließ die Germania nichts mehr anbrennen.

Tore SVG: Grothnes 5, Küster 3, Naumann 5, Reimbold 3, Stockschläder 2, Albus 6, Bachmann 1, Puda 4.

HNA Print /// MM /// 03.12.19

Fritzlar enttäuscht gegen Markranstädt und kassiert zweite Saisonniederlage

Am Schluss versagten auch noch die Nerven. Bibiana Huck hätte den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar zumindest noch ein Remis gegen den SC Markranstädt sichern können, doch die Linkshänderin setzte den Ball von Rechtsaußen am Tor vorbei.

Und besiegelte damit die 19:20 (9:9)-Niederlage der Domstädterinnen. Der Spitzenreiter hatte allerdings nicht nur beim Torabschluss, sondern auch in der Defensive einiges vermissen lassen. „Wir waren nicht konsequent genug und haben zu viele technische Fehler gemacht“, sagte Xenia Ahrend. Trainer Lucky Cojocar kritisierte auch die Einstellung seiner Mannschaft: „Wir sind heute nicht so selbstbewusst aufgetreten, wie es sich für einen Tabellenführer in eigener Halle gehört.

Bruchlandung: Fritzlars Luisa Krüger (vorn) wird hier unsanft von Markranstädts Nele Mertens gestoppt. © Pressebilder Hahn

Sein Gegenüber Rüdiger Bones hingegen war stolz über den Auftritt seiner Mannschaft. „Ich bin überglücklich. Respekt, was wir hier geleistet haben“, sagte der 61-Jährige.

Denn die Gäste legten einen couragierten Auftritt hin, wobei vor allem der Rückraum um Spielmacherin Mertens und die beiden Halben Lara Seidel und Henriette Dreier überzeugte. „Wir haben die drei nicht angegriffen und waren zu passiv“, bemängelte Cojocar. So lag die Germania schnell mit 0:2 (3.) und 5:8 (20.) zurück. Damit war Fritzlar noch gut bedient, Vanessa Maier im Tor verhinderte einen höheren Rückstand.

Erst nach der Umstellung auf eine 5:1-Formation mit Luisa Krüger als vorgezogene Spielerin wurde es besser. „Da sind wir zu sehr in die Zweikämpfe gegangen“, sagte Bones. Esther Lieber, Xenia Ahrend und Anna Holeczy glichen zum 8:8 aus. (27.).

Nach der Pause folgte die stärkste Phase der Germania, als Kathleen Nepolsky und Krüger ihr Team mit 13:10 (40.) in Führung warfen. Bis zum 18:16 (50.) durch Lieber behauptete Fritzlar den Vorsprung, hatte aber in der Defensive gegen die Schlagwürfe von Dreier und das starke Eins-gegen-Eins der erst 16-Jährigen Seidel keine Mittel.

Während Nele Mertens zum 18:18 ausglich (55.), ging der Germania auf der Zielgeraden die Luft aus. Erst setzte Linksaußen Nepolsky einen Gegenstoß über das Tor, dann vergab Rechtsaußen Holeczy frei von Außen. Die Gäste hingegen zogen auf 20:18 (58.) davon und besiegelten somit die zweite Saisonniederlage der SVG-Handballerinnen.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn

Vize-Meister gegen Vize-Meister: Germania Fritzlar erwartet Markranstädt

Das letzte Heimspiel des Jahres hat es in sich. Der Vergleich zweier amtierender Vize-Meister. Denn der letztjährige Zweite der 3. Liga West, SV Germania Fritzlar, hat sein Pendant aus der Ost-Staffel, den SC Markranstädt, zu Gast.

Im Spitzenspiel der 3. Handball-Liga Ost, in dem sich die Domstädterinnen nach einem guten 2019 angemessen von ihren Anhängern verabschieden wollen (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle). „Wir müssen vor allem die guten läuferischen Leistungen im Training auf die Platte bringen. Wer den längeren Atem hat, gewinnt“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar.

Zerreißprobe: Janina Dreyer wird mit Germania Fritzlar vom SC Markranstädt gefordert. © Pressebilder Hahn

Wohlwissend, dass beide kleine Kader gemein haben und sich äußerst wacker schlagen. Die Domstädterinnen müssen seit Saisonbeginn mit maximal einer Elf auskommen, Markranstädt hat überhaupt nur zwölf Kräfte im Kader. Wovon Natalie Olsen (Studium) weggebrochen ist und Eileen Kriegel (grippaler Infekt) fehlt.

Dieser Mini-Kader ist der Tatsache geschuldet, dass das Team im Sommer komplett auseinanderfiel. Mit Kreisläuferin Julia Pöschel und den Rückraumkräften Henriette Dreier sowie Julia Okon blieb nur ein Trio. Viel zu tun für den neuen Trainer Rüdiger Bones, der die 41-jährige Jurate Kiskyte reaktivierte und einen Talentschuppen aufbaute. Denn neben der Litauerin sind nur Torfrau Kristina Friedrich sowie Kreisläuferin Pöschel (beide 27) älter als 21.

Juwel Lara Seidel führt Torjägerliste an

Besonders interessant sind die jüngsten „Piranhas“. Die U 17-Nationalspielerinnen Caty Czeczine (Tor), Lara Seidel und Hanna Ferber-Rahnhöfer. Drei Hoffnungsträgerinnen, die mit Erwachsenen-Spielrecht vom neuen Partner HC Leipzig kamen. Als Juwel entpuppt sich die 16-Jährige Seidel, die mit 60/14-Treffern die Torjägerliste anführt. „Der Fokus ist bei uns auf einen gesunden Rhythmus mit schnellen Pässen gerichtet. Zu viel Tempo bedeutet indes zu viele Ballverluste“, skizziert A-Lizenz-Inhaber Bones, der vergangenen Saison Zweitligist Zwickau coachte.

Da verwundert es nicht, dass der SCM besonders im Positionsangriff glänzt. Neben Seidel etwa mit Dreier (51/7), die früh vom SVG-Mittelblock mit Esther Lieber und Janina Dreyer attackiert werden muss. Zumal die Gäste auch die Variante mit zwei Kreisläuferinnen drauf haben. „Das ist eine Mannschaft auf Augenhöhe. Respekt, dass es bei ihnen nach dem großen Umbruch so gut läuft“, betont Cojocar. Und erwartet von seinem Team, dass es seine (deutlich) größere Erfahrung ausspielt. Um sich einen Rivalen vom Hals zu halten, ehe in zwei Wochen beim HV Chemnitz das letzte Spiel des Jahres ansteht.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

HSG Twistetal – SV Germania Fritzlar II (Sa.30.11.19, 17 Uhr)

Frauen Landesliga Nord
HSG Twistetal – SV Germania Fritzlar II (Sa.30.11.19, 17 Uhr)

Die HSG ist zwar Sechster, hat aber bislang nur gegen die Kellerkinder gepunktet. Dabei zeichnete die Twistetalerinnen vor allem ihre Defensive. „Die sind sehr variabel in der Abwehr und decken gerade in ihrer engen Halle sehr offensiv“, weiß SVG-Coach Gunnar Kliesch. So versucht das Team von Trainerin Andrea Hartmann auf einfache Konter Tore durch Hanna Brida (24 Tore) und Judith Happe (37 Tore) zu kommen. Doch gerade hier haben die Domstädterinnen Stärken. Zudem hat der SVG mit Chantal Reimbold und Anamaria Puda im Rückraum klare Vorteile im Positionsangriff.

HNA Online /// MM /// 28.11.2019

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar verteidigten mit einem Kantersieg die Tabellenführung.

SV Germania Fritzlar II – TG Rotenburg 42:27 (22:11).

Fritzlar. Aus einer starken Abwehr um Anamaria Puda heraus überrollte die Germania die Gäste. „Wir haben uns sehr gut auf ihre Auslösehandlungen vorbereitet und die Mannschaft hat das perfekt umgesetzt“, lobte Germania-Coach Gunnar Kliesch sein Team. Nutznießer der starken Defensivarbeit waren die Außenspielerinnen Lena Alter und Nina Albus sowie Spielmacherin Hannah Grothnes, die per Gegenstoß die Führung schon in der ersten Hälfte über 9:4 (12.) und 17:7 (22.) in die Höhe schraubten.
Nach dem Seitenwechsel schaltete Fritzlar Defensiv etwas zurück, was Trainer Kliesch ärgerte: „Wir waren dann einfach etwas zu lasch in den Zweikämpfen.“ Da der Angriff jedoch weiterhin lief wie geschmiert, blieb dies ohne Folgen. Besonders das Fritzlarer Tempo stellte Rotenburg vor unlösbare Probleme.

Tore Fritzlar: Grothnes 8, Küster 5, Alter 5, Naumann 2, Reimbold 5, Stockschläder 3, Albus 6/3, Bachmann 3, Puda 5.

HNA Online /// mm

SV Germania Fritzlar 21:17 in Herzogenaurach nach Wechselbad der Gefühle

Sie sind zurück in der Spur. Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben bei der TS Herzogenaurach mit 21:17 (8:10) gewonnen. Allerdings schickte der Tabellenführer der 3. Liga Ost seinen Anhang durch ein Wechselbad der Gefühle.

Nach acht Minuten lag Fritzlar beim Vorletzten nämlich mit 0:4 zurück. Da war die Verunsicherung nach dem 16:24-Debakel gegen die HSG Gedern/Nidda spürbar. Technische Fehler waren nicht zu übersehen und im Angriff leistete sich die Germania die ersten von insgesamt 23 Fehlwürfen. Immerhin: Mit Xenia Ahrend, Luisa Krüger und Bibiana Huck bewies ein Trio Treffsicherheit, so dass der Spitzenreiter auf 3:4 verkürzen konnte (12.).

Starke Vorstellung: Esther Lieber überzeugte beim 21:17 Fritzlars in Herzogenaurach. © Pres sebilder Hahn

Einen Gegentreffer später hatte SVG-Coach Lucky Cojocar genug gesehen. „Ich habe den Mädels gesagt, sie sollen locker bleiben. Schließlich gibt es keinen Grund, die starken Ergebnisse zuvor infrage zu stellen.“ Gesagt getan. Fortan kam Fritzlar mit der 5:1-Deckung des Gegners besser zurecht. Und hatte Erfolg mit der eigenen 5:1-Abwehr und der gut aufgelegten Kreisläuferin Luisa Krüger auf der Spitze.

Maier wieder starker Rückhalt

Im Mittelblock wussten Esther Lieber und Janina Dreyer ebenso wie Torfrau Vanessa Maier zu überzeugen. Auf Maiers Zettel waren mit 18 erneut mehr Paraden als Gegentreffer. Dennoch lief das Cojocar-Team bis zur Pause einem Rückstand hinterher, weil besonders Kreisläuferin Kristin Lang erheblichen Widerstand leistete.

Angetrieben von den starken Regisseurinnen Lieber und Xenia Ahrend steigerte sich Fritzlar spielerisch. Teilweise gab Ahrend neben Krüger die zweite Kreisläuferin. Das sorgte für situative Überzahl und ebnete den Weg für gelungene Eins-gegen-Eins-Situationen. Mit dem Lohn, dass zunächst Lena Dietrich zum 10:10 (36.) und der überragenden Lieber zum 13:13 der Ausgleich gelangen (46.).

Nach einem Hattrick von Dietrich in nur 90 Sekunden zum 17:13 schienen die zwei Punkte klar (49.). Doch die Gäste fühlten sich zu sicher, gestatteten Herzogenaurach einen 4:0-Lauf zum 17:17 – um mit einem eigenen 4:0-Lauf doch noch einen Arbeitssieg feiern zu können.

Fritzlar: Maier, Gürbig – Dietrich 4, Holeczy, Huck 4, Ahrend 5, Nepolsky, Lieber 5/1, Dreyer 1, Kiwa, Krüger 2.

SR: Kranich/Künstner. Zuschauer: 150. Zeitstrafen: 4:4-Minuten. Siebenmeter: 2/4:1/2.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar nach Total-Ausfall nun in Herzogenaurach gefordert

Es kann nur besser werden: Nach der fürchterlich schwachen Vorstellung beim 16:24 gegen die HSG Gedern/Nidda sind die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar als Spitzenreiter der Ost-Staffel bei der TS Herzogenaurach gefordert (So. 14.30 Uhr).

„Wenn wir Boxer oder Skispringer wären, hätte solch ein Kollektivausfall schwerere Folgen gehabt. Draufhauen bringt aber nichts und ich bin überzeugt, dass das Team wieder in der Spur ist“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Ruhig und sachlich hätten er und die Mannschaft die erste Saisonniederlage aufgearbeitet. Und wollen es in der Besetzung richten, die im Hessenduell bis auf Torfrau Vanessa Maier versagte.

Aufrichten ist angesagt: Janina Dreyer (am Ball gegen Bonn) muss mit Fritzlar eine Reaktion zeigen. © Pressebilder Hahn

Die Aufgabe bei der Turnerschaft im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt kommt da ebenso gelegen wie sie trügerisch ist. Zum einen ist Herzogenaurach Vorletzter und hat in vier Heimspielen nur einen Punkt geholt. Zudem trat Trainer Hans-Jürgen Kästl nach dem fünften Spieltag und Differenzen mit den Spielerinnen den Rückzug an. Seitdem hat der 33-jährige Co-Trainer Andreas Ottl die Chance, sich zu beweisen.

Herzogenaurach in Bestbesetzung

Zum anderen verfügt Herzogenaurach über einen talentierten 16er-Kader, hat also fünf Akteurinnen mehr zur Verfügung als die Germania, und ist in Bestbesetzung. Mit Stefanie Hopp (Fuß), Jana Lichtscheidel und Kristin Lang (beide Knie) sind drei Asse nach Verletzungen auf dem Weg zu alter Stärke. Also die zweitliga-erfahrene Spielmacherin (Hopp reifte von 2014 bis 2019 beim BSV Sachsen Zwickau), die abwehrstarke Kreisläuferin (Lang) und die mit 27 Jahren Erfahrenste im Team (Rückraumkraft Lichtscheidel).

Neben diesem Trio gilt es besonders auf Saskia Probst und Laura Brockschmidt zu achten. Rechtsaußen Probst steht als Gegenstoß-Spezialistin sinnbildlich für den „Powerhandball“, den die Franken auf ihrer Homepage versprechen. Brockschmidt zählt als Shooterin zu den stärksten Halblinken der Liga. „Im Positionsangriff haben sie viele Möglichkeiten. Sie sind besser als ihr Platz in der Tabelle“, warnt Cojocar. Und erwartet von seinem Team, dass es sich wieder so präsentiert, wie es eines Spitzenreiters würdig ist.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Landesliga Fritzlar II mit furioser Schlussphase zum Derbysieg

Landesliga Fritzlar II mit furioser Schlussphase zum Derbysieg
Fritzlar. Am Ende wurde es deutlich: Die Landesliga Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II besiegten den TSV Wollrode im Derby mit 31:26 (16:12).

Fritzlar erwischte den besseren Start und ging nach einem Gegenstoß von Hannah Grothnes mit 6:3 (13.) in Führung. Was Wollrodes Trainerin Margret Schmidt zu einer frühen Auszeit veranlasste. Die zeigte Wirkung: Gestützt auf die bärenstarke Dominique Sawyer im Tor (17 Paraden) kämpften sich die Blau-Weißen über 8:6 (17.) und 10:10 (21.) zurück in die Partie und Übernahmen durch Anna Ködels Tor zum 10:11 (25.) erstmals die Führung. Ein kurzes Vergnügen, denn die Germania glich durch Lena Alter postwendend aus. Kreisläuferin Alina Küster erhöhte vor der Pause auf 15:12. Nach Wiederanpfiff zogen die Gastgeber auf 19:13 (35.) davon, doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Linkshänderin Anna Ködel brachte den TSV im Alleingang wieder heran und verkürzte mit vier Treffern auf 23:21 (48.). Doch für mehr reichte es nicht.

Denn die Domstädterinnen hatten mit Torhüterin Nina Suchy (15 Paraden) und Linksaußen Maike Naumann zwei Sieggaraden. Beide waren erst in der zweiten Hälfte in die Partie gekommen. Und drückten der Schlussphase den Stempel auf – der Tabellenzweite zog Tor für Tor davon. „Wir haben uns von Wollrodes langsamen Spiels nicht verrückte machen lassen“, lobte SVG-Coach Gunnar Kliesch. Auf der Gegenseite ärgerte Trainerin Schmidt die schlechte Vorbereitung auf das Spiel:
„Wir haben schlecht trainiert, das hat man an unseren Fehlern gesehen.“ Diese nutzte Fritzlar für einfache Konter Tore. Und zum sechsten Sieg im siebten Spiel.

Fritzlar: Zeller, Suchy, Grothnes 6, Küster 2, Alter 2, Naumann 7, Reinbold 1, Albus 8/5, Bachmann 1, Puda 4, Stockschläder, Werner.

Wollrode: Sawyer, Fehr, Klaatz, Schmieling 3, Schneider 1, Klotzsche 5/4, Lachnit 5/2, Vaupel 1, Bartalos 3, Ködel 6, Friedrich 2, Huy, Schindler.

HNA Print /// Moritz Minhöfer /// 19.11.2019

16:24-Abreibung für SV Germania Fritzlar gegen HSG Gedern/Nidda

Das war heftig! Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben ihre derbste Heimpleite seit Jahren kassiert. Und sind beim 16:24 (6:14) von der HSG Gedern/Nidda im Gipfeltreffen der 3. Liga Ost in ihre Einzelteile zerlegt worden.

„Gedern hat so gespielt, wie wir es gern getan hätten. Das waren von uns zu viele technische Fehler und im Abschluss nur planlose Sprungwürfe über die Mitte, anstatt das Spiel breitzumachen“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar.

Dessen Rückraumspielerinnen bissen sich in schöner Regelmäßigkeit die Zähne aus an Leonie Nowack und Jessica Schmeißer. Dem Mittelblock der HSG, der zeigte, was er in der 2. Liga gelernt hat. Starke Blöcke, geschickte Seitwärtsbewegungen und die nötige Härte. Auf Halb in der Deckung sowie teilweise auch im 5:1-Verbund standen dem Sabine Kaiser und Hannah Niebergall kaum nach. Und wenn doch, dann war mit Sandra Elisath eine gute Torfrau zur Stelle.

Kein Durchkommen: Fritzlars Regisseurin Esther Lieber (r.) wird hier von Kirsten Schindler (l.) und Hanna Rösner bearbeitet, die mit Gedern/Nidda herausragend stark in der Domstadt auftraten. © Pressebilder Hahn

„Die Leistung speziell in der ersten Halbzeit war die Beste in dieser Saison. Es lief alles für uns“, frohlockte HSG-Coach Christian Breiler nach dem ersten Sieg der Wetterauer in der Domstadt. Ein Erfolg mit Ansage. Nur beim 1:0 durch Maria Kiwa (1.) und 2:1 durch Esther Lieber (4.) lag die Germania in Führung. Schon nach dem vergebenen Siebenmeter von Xenia Ahrend, die an Elisath scheiterte, gingen die Köpfe nach unten. „Die Körpersprache hat nicht gestimmt“, wusste Cojocar um einen Unterschied.

Nur 12 Tore in 57 Minuten

Gedern/Nidda feierte jede gelungene Aktion und spielte sich einen wahren Rausch. Zwar nicht im Angriff, weil da eine solide Vorstellung ausreichte. Dafür aber in der Abwehr. Nur zwölf Treffer gelangen dem SVG in den ersten 57 Minuten. Ein fast schon historischer Tiefstwert. Da konnten in den Schlussminuten zwei verwandelte Siebenmeter von Luisa Krüger, Ahrends einziger Treffer und das dritte Tor von Bibiana Huck das Debakel nach 12:24-Rückstand lediglich minimal kaschieren.

Einzig Torfrau Vanessa Maier präsentierte sich in Normalform. Die 25-Jährige wurde nach dem 5:11 (17.) eingewechselt und verhinderte Schlimmeres als die Zwischenstände zum 6:14 (30.), 8:17 (39.) und eben 12:24 (57.). Allein gegen die sicheren Siebenmeter von Kristin Amos, die trotz Kahnbeinbruch mitwirkte und am heutigen Montag operiert wird, war auch Maier machtlos.

Trotz der Abreibung im Hessenderby bleibt Fritzlar Spitzenreiter. Trainer Cojocar setzt auf einen Lerneffekt nach der ersten Saisonniederlage: „Ich verliere lieber einmal so als zehnmal mit nur einem Tor Unterschied.“

Fritzlar: Maier (11 Paraden/13 Gegentore), Gürbig (2/11) – Dietrich 2, Holeczy, Huck 3, Ahrend 1, Nepolsky, Lieber 3/1, Dreyer 2, Kiwa 2, Krüger 3/1.

Gedern/Nidda: Elisath (14/16), Heß – Rösner 1, Schüler 5, Niebergall 3, Kraft, Thiele, Pfaff, Schmeißer, Kaiser 4, Amos 4/4, Nowack 4, Schindler 2, Nau 1.

SR: Majstrak/Reimann. Zuschauer: 250. Siebenmeter: 3/4:4/4. Zeitstrafen: 10:8-Minuten

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Hessisches Gipfeltreffen zwischen Germania Fritzlar und Gedern/Nidda

Wunderbar mit Cojocar – so lautete die Schlagzeile unserer Zeitung am 29. Januar 2018. Das war nach dem 24:21 des SV Germania Fritzlar gegen die HSG Gedern/Nidda. Dem ersten Spiel unter der Regie des neuen Handball-Lehrers. Jetzt messen sich beide Teams in der 3. Liga Ost erneut zum Gipfeltreffen (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle).

Spielmacherin Esther Meyfarth (jetzt Lieber) sowie die Außen Bibiana Huck und Lena Dietrich waren damals mit zusammen 20 Treffern die Garanten für den Erfolg. Drei Asse, die erneut stechen sollen. Gegen ein Team, das nach einem lehrreichen Jahr mit immerhin sieben Siegen in der 2. Liga noch stärker einzuschätzen ist, zumal die Mannschaft komplett zusammen geblieben ist.

Hinein ins Vergnügen: Bibiana Huck und der SV Germania Fritzlar sind im Spitzenspiel gegen die HSG Gedern/Nidda gefordert. © Pressebilder Hahn

„Es spricht für Verein, Trainer und Team, dass niemand gegangen ist“, zollt SVG-Coach Lucky Cojocar den Wetterauern Respekt. Besonders bemerkenswert, dass die HSG Kristin Amos, die mit 194/87-Treffern Fünfte der Torjägerliste war, halten konnte. In dieser Runde kam die 21-Jährige aber kaum zum Zug, weil sie sich im Mai verletzte. Erst vor Kurzem erhielt sie von Spezialisten in Heidelberg einen Kahnbeinbruch als Diagnose und wird kommende Woche operiert. In Fritzlar zählt sie aber wohl noch zum Aufgebot.

HSG-Kader ist eingespielt und breit

„Wir mussten in dieser Saison lernen, dass wir nun oft der Favorit sind. Auch Fritzlar wollen wir alles abverlangen“, betont HSG-Trainer Christian Breiler, der bereits seit zehn Jahren im Amt ist und die Südhessinnen aus der Landesliga nach oben führte. Ein Großteil des Kaders stammt aus der Jugend der HSG Hungen/Lich, die einige Hessenmeisterschaften feierte. Darunter Emely Nau, die als einziger Neuzugang von der HSG Kleenheim/Langgöns verpflichtet wurde und nun auf Rechtsaußen und Halbrechts wirbelt.

Drei Siege in Serie feierte Gedern/Nidda zuletzt und hatte beim 25:26 in der 2. Runde des DHB-Pokals Erstligist Kurpfalz Bären auswärts am Rande einer Niederlage. „Der Generationswechsel ist im vollen Gange. Die Mädels müssen noch mehr Verantwortung nehmen und das tun sie auch“, betont Breiler. Und denkt dabei etwa an Hanna Rös, die im rechten Rückraum für die verletzte Stammkraft Johanna Becker in die Bresche gesprungen ist.

Kreisläuferin Krüger zurück

Größte Stärke der Gäste ist die Deckung um Abwehrchefin Leonie Nowak. Die 29-jährige Kreisläuferin reifte zuvor in Kleenheim auch unter SVG-Coach Cojocar. Der gleichwohl froh ist, dass er am Kreis wieder Top-Talent Luisa Krüger (nach Weisheitszahn-OP) dabei hat. Die 18-Jährige wurde von Lorena Lorenz zuletzt würdig vertreten. Geradezu wunderbar.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Germania Fritzlar II im Derby unter Druck

Es ist ein Duell mit hoher Brisanz, wenn die Landesliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II am Sonntag (14.15 Uhr, KHS-Halle) den TSV Wollrode zum Derby begrüßen dürfen.

Durch die überraschende 33:32-Niederlage in der letzten Begegnung bei der TSG Dittershausen, mussten die Domstädterinnen einen herben Dämpfer im Meisterschaftsrennen hinnehmen. Entsprechend verärgert ist SVG-Coach Gunnar Kliesch noch immer über den Auftritt: „Ich erwarte eine Reaktion, gerade in der Abwehr.“ Die Defensive der Drittliga-Reserve leistete sich nach einer 17:9-Führung einen Totalausfall und verlor nahezu alle ihre Zweikämpfe.

Durchsetzungsstark: Fritzlars Spielmacherin Hannah Grothnes soll im Derby für Tore sorgen© Pressebilder Hahn

Das dürfen sich Nina Albus und Co. gegen Wollrode nicht erlauben. Denn das Team von Trainerin Margret Schmidt ist gerade in der Offensive sehr variabel aufgestellt. Mit Lena Klotzsche und Linkshänderin Anna Ködel haben die Blau-Weißen zwei schnelle Außen, dazu kommen mit der ehemaligen Fritzlarerin Laura Schmieling, Janina Friedrich, Svenja Lachnit und Laura Klipp Spielerinnen, die im Rückraum sowohl aus der Distanz wie auch im Spiel Eins-gegen-Eins gefährlich sind.. Mit Kreisläuferin Bianca Bartalos und den Torfrauen Dominique Sawyer, Ronja Klaatz und Mareike Fehr (alle krank) sind allerdings mehrere Stammkräfte angeschlagen.

„Fritzlar ist als Aufstiegsaspirant der Favorit, doch wir sind keineswegs chancenlos“, sagt Schmidt. Und warnt vor allem vor der Ausgeglichenheit der Gastgeberinnen.

Mit Hannah Grothnes haben die Domstädterinnen eine pfeilschnelle Spielmacherin, die ihre wurfstarken „Halben“ Chantal Reimbold und Anamaria Puda gut einzusetzen weiß. Zudem schaltet Fritzlar schnell um und ist gerade über die zweite Welle mit Lena Alter und Nina Albus torgefährlich. SVG-Trainer Kliesch kann personell aus den Vollen schöpfen. Mit Bianka Virag wurde zudem eine neue Spielerin verpflichtet. Die Torfrau kehrt nach drei jahren aus Ungarn zurück und spielte zuvor bei der HSG EIbelshausen.

HNA Online /// mm /// Foto: Hahn

Frauen Landesliga TSG Dittershausen – SV Germania Fritzlar II 33:32 (16:20)

Frauen Landesliga: TSG Dittershausen – SV Germania Fritzlar II 33:32 (16:20)

Herber Dämpfer für den SV Germania Fritzlar II. Die Landesliga-Handballerinnen kassierten die erste Saisonniederlage und büßten ihre Tabellenführung an den TSV Vellmar ein.
Die Germania führte zwischenzeitlich mit acht Toren und unterlag am Ende trotzdem. „Bis zum 17:9 war alles gut, aber dann ist die Bereitschaft, in die Zweikämpfe zu gehen, komplett verloren gegangen“, ärgerte sich Coach Gunnar Kliesch. Vor allem der Dittershäuser Rückraum mit Kathrin Hoppe (8) und Kathrin Kördel (9) hatte zu viele Freiheiten. Auch eine Umstellung von 6:0 auf 5:1-Deckung fruchtete nicht und Dittershausen verkürzte bereits zur Halbzeit auf 16:20. Direkt nach der Pause hatte Fritzlar nach mehreren Paraden von Torfrau Nina Suchy die Chance wieder davon zu ziehen, lies diese jedoch ungenutzt. So ging Dittershausen in der 53. Minute erstmals in Führung und brachte den Sieg über die Zeit.

Tore SVG: Grothnes 7, Küster 2, Alter 2, Naumann 1, Reimbold 8, Stockschläder 1, Albus 5, Bachmann 2, Puda 4.

HNA-Print /// mm /// 12.11.19

Abwehr und Maier furios bei Fritzlars 27:19 gegen Ketsch II

„Das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich Spielmacherin Esther Lieber. Und auch Lucky Cojocar, Trainer der Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar, war mit dem Auftritt seiner Mannschaft beim 27:19 (13:9)-Erfolg über die TSG Ketsch II vollkommen zufrieden.

Die Domstädterinnen bleiben damit ungeschlagen Tabellenführer. „Das war ein Start-Ziel-Sieg. Wir haben die Partie dominiert“, freute sich der Rumäne. Allein zu Beginn verlief die Begegnung ausgeglichen, weil die Germania vor allem mit einigen Pfostentreffern Pech hatte. Bis zum 8:9 (21.) durch Linkshänderin Cara Reuthal hielten die Gäste noch mit, doch dann zogen die Domstädterinnen bis zur Pause auf 13:9 davon. „Wir haben uns in die Partie reingekämpft“, sagte Lieber.

Hiergeblieben: Fritzlars Maria Kiwa (links) lässt in dieser Szene Rebecca Berg von der TSG Ketsch aussteigen. Drei Treffer trug die Rückraumspielerin zum 27:19-Erfolg ihrer Mannschaft bei. © Pressebilder hahn

Dazu ließen Lorena Lorenz, Xenia Ahrend und Co. besonders in der Defensive kaum eine Chance zu und drängten die TSG häufig ins Zeitspiel. „Daraus hätten wir noch mehr Kapitel schlagen müssen“, merkte SVG-Coach Cojocar an. Dank der starken Defensive überbrückten die Nordhessinnen auch Schwächephasen. „Die Abwehr ist unsere große Sicherheit“, sagte Lieber. Dazu erwischte Vanessa Maier im Tor einmal mehr einen Sahnetag. Bei 19 Paraden kassierte die 26-Jährige nur 16 Gegentore.

Aber auch in der Offensive war Fritzlar kaum zu bremsen und strahlte von allen Positionen Torgefahr aus. So zeichneten sich Maria Kiwa und Janina Dreyer als Torschützen aus. Für Bibiana Huck kam auf Rechtsaußen Kathleen Nepolsky zu ihrem Heimdebüt, ein Treffer blieb der 33-Jährigen aber verwehrt. Einmal allerdings war die Außen nur regelwidrig zu stoppen. Den fälligen Siebenmeter verwertete Xenia Ahrend zum 18:12 (40.).

Ketsch hingegen versuchte alles, stellte von einer 6:0-Formation auf eine 4:2-Variante um. Vergeblich. „Wir hatten immer die richtige Antwort parat“, konnte sich Trainer Cojocar freuen. Als Dreyer mit einem Doppelschlag auf 21:14 (45.) erhöhte, war die Partie entschieden. Bis auf 23:18 (51.) kamen die Gäste, bei denen die Halblinke Verena Oßwald mit sieben Toren am erfolgreichsten war, noch heran. Mehr war aber nicht drin. Xenia Ahrend sorgte mit drei Treffern in Folge für den 27:19-Endstand.

Fritzlar: Maier (1.-60., 19 Paraden/16 Gegentore), Gürbig (bei drei 7m, 0/3) – Dietrich 3, Huck 2, Ahrend 6/3, Lorenz 2, Nepolsky, Lieber 6/3, Dreyer 4, Grothnes, Kiwa 3, Krüger 1.

Ketsch II: Rüttinger (1.-41., 5/17), Wiethoff (41.-60., 5/10) – Goudarzi 1, Puhr 2, Büssecker, Oßwald 7, Reuthal 5/5, Bühl 1, Berg 1, Novichikhina, Vay 2.

SR: Oesker/Ramcke. Zuschauer: 120. Siebenmeter: 6/8:5/7. Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Der Gegner Schreibt:

Die Niederlage beim Tabellenführer SC Germania Fritzlar in der 3. Liga Ost fiel mit 27:19 ein wenig zu eindeutig aus, aber der Erfolg der „Domstädter“ ging in Ordnung.

Lediglich in den ersten zehn Minuten hielten unsere Junior-Bären das Spiel ausgeglichen. Danach baute Fritzlar in der Offensive immer mehr Druck auf, dem die Bären-Abwehr trotz aller Gegenwehr nicht mehr standhalten konnte. Beim Stand von 6:2 nahm ADRIAN FULADDJUSCH eine Auszeit und stellte die Abwehr geschickt um. In Folge kämpfte sich das junge Team wieder heran. Spätestens nach dem Anschlusstreffer von CARA REUTHAL zum 8:9 wurden die Gastgeberinnen doch etwas nervös und nahmen ihrerseits eine Auszeit. Auch danach hatten unsere Bären gute Chancen, aber einige Fehlwürfe und einfache Fehler führten zum 13:9 Pausenstand.

In der zweiten Spielhälfte nahmen die Germanen an Fahrt auf und erhöhten permanent den Druck. Ketsch stellte gleich mehrfach das System in der Defensive um, gewann dadurch auch einige Bälle, aber die Würfe fanden nicht ihr Ziel oder wurden zur Beute der sehr starken Torhüterin des Tabellenführers. Einige Minuten vor dem Schlusspfiff war der Widerstand unserer Junior-Bären gebrochen und Fritzlar erzielte noch einige einfache Tore.

Die Junior-Bären spielten mit
Katrin Rüttinger und Johanna Wiethoff im Tor, Sara Goudarzi 1, Saskia Puhr 2, Pia Büßecker, Verena Osswald 7, Cara Reuthal 5/5, Ina Bühl 1, Rebecca Berg 1, Vavara Novichikhina, Lea Vay 2

Quelle /// (LINK) /// Wolfgang Schwan