Im Hessenderby ist Kampf gefragt – Fritzlar muss Esther Lieber ersetzen

Im Hessenderby der 3. Liga Ost strehen die Handballerinnen des SVG Fritzlar vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen gegen die HSG Kleenheim-Langgöns (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle) Esther Lieber ersetzen.

Nein, eine besondere Begegnung ist die Partie zwischen den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar und der HSG Kleenheim-Langgöns (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle) für SVG-Trainer Lazar Constantin Cojocar nicht mehr. Und dies, obwohl der A-Lizenzinhaber von 2011 bis 2017 Trainer der Mittelhessinnen war und mit der HSG 2016 auch den Aufstieg in die 2. Liga feierte.„Das war eine schöne Zeit, aber von damals ist kaum noch eine Spielerin im Kader“, sagt Cojocar. Nur Rückraumspielerin Tanja Schorradt und Katharina Weber liefen noch unter dem heutigen Fritzlarer Coach auf. Weber droht für das Hessen-Derby mit muskulären Problemen auszufallen. Das wäre ein herber Rückschlag für die Gäste, weil sie sowohl im Angriff als auch im Innenblock der Kleenheimer 6:0-Deckung eine tragende Rolle einnimmt.

Soll statt Esther Lieber die Fäden im SVG-Angriff ziehen: Luisa Krüger (links).© Pressebilder Hahn

Aber auch ohne die Kreisläuferin hat die HSG reichlich Qualität im Kader. Kopf der Mannschaft ist die schwedische Spielmacherin Stina Karlsson, die schon für Metzingen in der Bundesliga spielte. Dazu kommt mit der beim Thüringer HC ausgebildeten Rechtsaußen Lisa-Marie Kiethe eine schnelle Flügelspielerin. Auch die eigene Jugend wird immer besser in das Drittliga-Team integriert. Vor allem die groß gewachsene Linkshänderin Celina Rüspeler sorgte im rechten Rückraum und als Weber-Vertretung im Innenblock zuletzt für Furore.

„Das wird ein Kampfspiel, indem die Abwehrreihen entscheiden werden“, prognostiziert SVG-Coach Cojocar. Schon im Hinspiel trennten sich beide Seiten 19:19. Dazu müssen die Domstädterinnen den Ausfall von Spielmacherin Esther Lieber kompensieren (Meniskusriss). „Sie war mein verlängerter Arm und der Kopf der Mannschaft. Sie ist nicht zu ersetzen“, sagt Fritzlars Trainer über die Regisseurin.

In die Bresche springen müssen erneut Janina Dreyer und Maria Kiwa. Auf Liebers Position im Angriff dürfte zunächst Luisa Krüger rücken. Denkbar wäre aber auch, dass Bibiana Huck in den rechten Rückraum wechselt und Kiwa auf die Mitte. Dann würde auf Rechtsaußen erneut Hannah Berk, die schon gegen Chemnitz einige starke Szenen hatte, wirbeln. In der Defensive könnten die junge Anamaria Puda oder Krüger Liebers Platz einnehmen. „Wir werden das Beste aus der Situation machen“, verspricht Cojocar trotz der angespannten Personal.

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SVG II Favorit im Nachbarduell beim TSV Wollrode

Es ist angerichtet: Am Samstag um 18 Uhr (Kreissporthalle Guxhagen) kommt es in der Handball-Landesliga der Frauen zum Derby zwischen dem TSV Wollrode und Spitzenreiter SV Germania Fritzlar II.

Kampf war Trumpf im Hinspiel: Hier kämpfen die Fritzlarerin Nina Albus (oben) und Helena Vaupel (TSV) um den Ball. Am Ende gewann der SVG II mit 31:26. Am Samstag gibt‘s ein Wiedersehen in Guxhagen.© Pressebilder Hahn

Wollrode

Das Team von Trainerin Margret Schmidt, das in der vorherigen Saison die stärkste Runde in der Vereinsgeschichte spielte, muss sich diese Serie etwas weiter hinten einordnen. Und ist dennoch nicht zu unterschätzen. Laura Schmieling und Janina Friedrich bilden ein kongeniales Rückraum-Duo, dazu kommt Bianka Bartalos eine wendige und gleichzeitig körperlich starke Kreisläuferin. Auf der rechten Seite sorgen Fabienne Huy und Linkshänderin Anna Ködel für Gefahr. In der Defensive überzeugt die 6:0-Deckung vor den starken Torfrauen Dominique Sawyer und Mareike Fehr. Zudem hat die Trainerin Coachin mit Helena Vaupel, Theresa Schneider, Svenja Lachnit und Lena Klotzsche spielstarke Alternativen.

Allerdings: Für das Nachbarduell ist Janina Friedrich (beruflich bedingt) fraglich. Mit der Meisterschaft hat das Schmidt-Team nichts mehr zu tun, kann aber noch Dritter werden. „Fritzlar ist ganz klar der Favorit, aber wir wollen uns natürlich so teuer wie möglich verkaufen“, sagt die Übungsleiterin.

Fritzlar

Die Drittliga-Reserve ist mit dem Ziel Aufstieg in die Saison gegangen und hat dieses bislang fast ohne Einbruch verfolgt. Einzig beim 33:34 gegen Dittershausenin der Hinrunde leistete sich die Mannschaft von Trainer Gunnar Kliesch einen Aussetzer, für den die Germania sich aber am letzten Wochenende mit einem 38:22 aber deutlich revanchierte.

Der größte Trumpf der Domstädterinnen ist ihr ungeheures Tempo. Hannah Grothnes sorgt auf der Mitte für mächtig Betrieb, dazu kommen im Rückraum mit Chantal Reimbold und Anamaria Puda zwei wurfstarke Halbspielerinnen, die durchLaura Stockschläder und Paula Bachmann gleichwertig ersetzt werden können. Stamm-Kreisläuferin Alina Küster fehlte zuletzt mit einem Fingerbruch, dafür sprang Winterneuzugang Laura Israel in die Bresche. Auch Außenpositionen und im Tor ist der Tabellenführer doppelt stark besetzt. Zur Meisterschaft fehlen der SVG nur noch drei Siege. Dennoch warnt Trainer Gunnar Kliesch vor dem Derby: „Wir müssen auf der Hut sein. Wollrode hat es im Hinspiel geschafft, unser Tempo mitzugehen.“

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Janina Dreyer nicht zu halten bei Fritzlars 21:16-Erfolg gegen Chemnitz

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben die Tabellenspitze in der 3. Liga Ost verteidigt. Vor 150 Zuschauern besiegte das Team von Trainer Lazar Constantin Cojocar den HV Chemnitz mit 21:16 (10:8).

„Das Ergebnis ist heute zweitrangig. Mir war wichtig, jeder Spielerin Einsatzzeiten zu geben“, sagte SVG-Coach Cojocar. Der hatte bereits vor dem Anpfiff eine Hiobsbotschaft zu verkraften. Denn Fritzlars Regisseurin Esther Lieber fällt mit einem Meniskusriss länger aus und soll schon kommende Woche operiert werden.

Entwischt: Fritzlars Rückraumspielerin Maria Kiwa (am Ball) lässt hier die Chemnitzer Rechtsaußen Katarzyna Skoczynska stehen und erzielt einen ihrer sechs Treffer.© Pressebilder Hahn

Im Rückraum lag daher viel Verantwortung bei Maria Kiwa und Janina Dreyer. Die Domstädterinnen probierten es mit Luisa Krüger auf der Mitte, die zumeist an den Kreis auflöste. Zunächst fanden die Gastgeberinnen aber nicht in die Partie.

„Wir sind schleppend gestartet, haben zu viele Chancen liegen gelassen und uns für für die gute Abwehrleistung nicht belohnt“, erklärte Dreyer. So verlief die Partie über 3:3 (11.) und 6:6 (21.) zunächst ausgeglichen. Weil Chemnitz die Fritzlarer Unzulänglichkeiten und seine Chancen nicht zu nutzen wusste. Katarzyna Skoczynska traf nur den Pfosten und Lea Gürbig parierte einen Tempogegenstoß von Caroline Rosiak.

Erst jetzt lief es bei der Germania besser. Lorena Lorenz besorgte beim 8:7 (27.) die erste Führung, Maria Kiwa erhöhte wenig später auf 9:7 (29.) Und die erst 16-jährige Hannah Berk erzielte mit einem sehenswerten Treffer aus dem Rückraum die 10:8-Pausenführung. Wobei die Fritzlarerinnen auch vom „Aus“ der HVC-Torjägerin Laura Amtsberg profitieren, die nach einem Zusammenstoß nicht mehr weiterspielen konnte.

Nach Wiederanpfiff sorgten die SVG-Handballerinnen schnell für klare Verhältnisse. Beim 13:8 (43,) hatte sich Fritzlar erstmals klar abgesetzt. Vor allem die Defensive ließ nun kaum noch etwas zu.

Dazu drehten im Rückraum nun Dreyer und Kiwa auf. Vor allem Dreyer stieß mutig in die Lücken und suchte immer wieder den Abschluss, während Kiwa auch aus der zweiten Reihe für Torgefahr sorgte. Als Dreyer zum 19:11 (51.) traf, war die Partie entschieden. Das nutzte der SVG-Trainer dazu, auch den jungen Anamaria Puda und Hannah Grothnes ausgiebig Einsatzzeiten zu gewähren.

Dabei hätte der 17. Fritzlarer Saisonsieg noch deutlicher ausfallen können. Denn in der Schlussphase leistete sich die Germania einige Fehlabspiele und ließ mehrere gute Torchancen liegen. „Es waren ein paar technische Fehler zu viel, aber wir haben das souverän gelöst“, freute sich Cojocar.

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Frauen II Landesliga – Nord

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II sind weiterhin auf bestem Kurs im Hinblick auf die vorzeitige Meisterschaft in der Handball-Landesliga. In den zwei Begegnungen vom Wochenende überzeugte vor allem die Offensive der Domstädterinnen mit jeweils 38 Treffern.

SV Germania Fritzlar II – FT Fulda 38:27 (16:11)
Der Spitzenreiter ging von Beginn an ein hohes Tempo und schraubte die Führung über 7:4 (6. Minute) und 12:6 (15.) schnell in die Höhe. Dann wurde das Team von Trainer Gunnar Kliesch jedoch etwas unkonzentrierter, vor allem im Abschluss. Auch nach der Pause hielt der Gast weiter dagegen und verkürzte noch mal auf 21:25 (46.).
Dann zog Fritzlar aber nochmal an und machte schnell alles klar. „Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen und auch in der Abwehr hat der letzte Biss gefehlt, aber für die ungewohnte Zeit am Freitag war es eine souveräne Leistung“, zog Kliesch Bilanz.
Tore SVG: Krause 1, Israel 5, Alter 2, Naumann 5, Reimbold 9, Stockschläder 6, Albus 6/1, Puda 4.

SV Germania Fritzlar II – TSG Dittershausen 38:22 (18)
Die Domstädterinnen wollten Revanche für die bisher einzige Niederlage der Saison. Mit einer extrem aggressiven 6:0 Deckung ließen Anamaria Puda und Co. Der TSG kaum Räume und stellten den Gast vor große Probleme. Auch nach dem Seitenwechsel spielte nur Fritzlar, da Dittershausen das hohe Tempo nicht mitgehen konnte. Ohne die starke Janina Landau im TSG-Tor wäre es noch deutlicher geworden.
Tore SVG: Grothnes 7, Krause 2, Alter 2, Naumann 1, Reimbold 8, Stockschläder 1, Albus 7/4, Bachmann 6, Israel 1, Puda 2, Werner 1.

Fritzlars Siegreiches Team vom Wochenende.

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SVG-Rückraumstrategin Esther Lieber braucht gegen Chemnitz Entlastung

„Wir sind der Favorit“, sagt Lazar Constantin Cojocar, Trainer der Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar, vor der Partie gegen den Tabellenneunten HV Chemnitz (So. 17 Uhr, König-Heinrich-Sporthalle). Und geht trotzdem nicht ohne Probleme in die Partie.

Nach der durchwachsenen Offensiv-Darbietung in Halle stand bei der Germania in dieser Woche vor allem das Wurftraining im Vordergrund. Aber auch an den Auslösehandlungen und den Sperren der beiden Kreisläuferinnen Lorena Lorenz und Luisa Krüger wurde gearbeitet, um seinem Team mehr taktische Möglichkeiten im Angriff an die Hand zu geben. Dort liegt die Verantwortung gerade in kritischen Situationen häufig noch allein bei Spielmacherin Esther Lieber, die gegen Chemnitz mit einem Magen-Darm-Infekt auszufallen droht.

Soll für mehr Druck aus dem Fritzlarer Rückraum sorgen: Janina Dreyer (l.), hier im (handfesten) Zweikampf mit Saskia Puhr (TSG Ketsch II).© Pressebilder Hahn

Gerade deshalb müssen im Rückraum mit Janina Dreyer und der wiedergenesenen Maria Kiwa nun andere Spielerinnen in die Bresche springen. Auch Anamaria Puda, die inzwischen fest zum Drittliga-Team der Domstädterinnen gehört, wird ihre Einsatzzeiten bekommen. Genauso wie die talentierte Hannah Berk

Chemnitz gewann nur eines seiner letzten fünf Spiele, hat aber dennoch ein komfortables Polster von fünf Punkten auf den ersten Abstiegsrang. Die Gäste setzen in der Defensive auf eine kompakte 6:0-Formation, aus der sie bei Ballgewinnen zügig in den Gegenstoß umschalten.

Für Treffer aus der zweiten Reihe ist vor allem die 1,84m große Polin Paulina Momot, die vor der Saison vom Zweitligisten Füchse Berlin zum HVC wechselte, gut. Aber auch die Halblinke Laura Amtsberg sorgt aus der Distanz für Torgefahr. „Sie fackelt nicht lange. Da müssen wir gut verschieben und schnell auf den Beinen sein“, fordert Cojocar. Dazu gilt es die erfahrene Kreisläuferin Stefanie Pruß in Schach zu halten, die bereits für Sachsen-Zwickau in der 2. Liga spielte.

Eine besondere Aufgabe wartet in der Defensive zudem auf Linksaußen Lena Dietrich, die es mit Katarzyna Skoczynska zu tun bekommt. „Sie hat einen guten Wurf, ihr dürfen wir nur ganz wenig Raum geben“, sagt Cojocar.

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Germania Fritzlar II sinnt gegen Dittershausen auf Revanche

Mit zwei Siegen kann der SV Germania Fritzlar II am Wochenende einen großen Schritt Richtung Meisterschaft in der Handball-Landesliga machen.

Verstärkung für den Spitzenreiter: Anamaria Puda (r.) kehrt ins Team der Germania zurück.© Pressebilder Hahn

SV Germania Fritzlar II – FT Fulda (Fr. 20 Uhr). In dem Nachholspiel sind die Domstädterinnen klarer Favorit. Zwar fehlen mit Spielmacherin Hannah Grothnes (Privat verhindert) und Kreisläuferin Alina Küster zwei wichtige Stammkräfte. Dafür ist mit Rückraumspielerin Anamaria Puda, die zuletzt in der Drittliga-Mannschaft zum Einsatz kam, eine Verstärkung im Rückraum wieder mit an Bord. Mit Torjägerin Hannah Bruhn (107 Tore) hat der Aufsteiger eine Ausnahmespielerin in seinen Reihen.

Fritzlar II – TSG Dittershausen (So. 14.15 Uhr). Mit der TSG haben die Domstädterinnen noch eine Rechnung zu begleichen. Die Dittershäuserinnen fügten dem Team von SVG-Trainer Gunnar Kliesch im Hinspiel die bislang einzige Saisonniederlage zu und siegten trotz zwischenzeitlicher Acht-Tore-Führung der Germania mit 33:32. „Wir dürfen einfach nicht den Fokus verlieren, egal wie es steht“, fordert Fritzlars Coach, der wieder auf Regisseurin Hannah Grothnes zurück greifen kann.

HSG Twistetal – TSV Wollrode (Sa. 19.15 Uhr). Mit einem Sieg gegen die HSG kann der TSV den fünften Platz festigen. Twistetal ist ein unangenehmer Gegner, der vor allem über eine kompakte Deckung zum Erfolg kommt. Also muss TSV-Angriff um Laura Schmieling und Svenja Lachnit in die Tiefe gehen, um Lücken auf den Halbpositionen zu reißen. Bei den Gastgeberinnen ist die wurfgewaltige Rückraumspielerin Janina Winkler nach ihrer Schwangerschaftspause wieder zurück und erzielte in ihren bislang vier Einsätzen bereits 24 Tore. Wollrodes 6:0-Deckung sollte verhindern, dass sie erneut zum Faktor wird.

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Esther Lieber führt Fritzlar zum 20:16-Sieg beim Schlusslicht

Der SV Germania Fritzlar verteidigt mit einem 20:16-Erfolg beim SV Union Halle-Neustadt II die Tabellenführung in der 3. Handball-Liga Ost.

Zum Schluss wurde es noch einmal eng. Denn da hatte die Zweitliga-Reserve des SV Union Halle-Neustadt gerade durch Linkshänderin Lisa Thieme auf 16:17 (55.) verkürzt. Doch Esther Lieber mit einem Doppelschlag und Maria Kiwa machten mit ihren Treffern alles klar und sicherten den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar den 20:16 (10:6)-Erfolg. Durch den zwölften Saisonsieg bleibt die Germania weiter an der Tabellenspitze.

Fritzlars Sieggarant: Esther Lieber zog im Angriff die Fäden und hielt die Deckung beim 20:16-Erfolg beim SV Union Halle-Neustadt II zusammen.© Pressebilder Hahn

„Halle hat gekämpft und uns alles abverlangt“, bekannte SVG-Coach Lazar Constantin Cojocar. Die Domstädterinnen erwischten den besseren Start und führten schnell mit 6:1 (12.). Vor allem Linksaußen Lena Dietrich war kaum zu stoppen und traf sowohl aus dem Positionsangriff als auch per Gegenstoß. Ihr Debüt im SVG-Trikot feierte Talent Hannah Berk, die in der ersten Halbzeit einen Kurzeinsatz hatte und einen Siebenmeter verwandelte. Auch Anna Holcezy gab nach langer Verletzungspause ihr Comeback.

Erst nach einer Auszeit von Union-Trainer Jan Henning Himborn fanden die Gastgeberinnen besser in die Partie. Beim 5:7 (21.) durch Justine Schmitz war Halle wieder dran waren. „Wir haben den Gegner durch einfache Fehler, durch Fehlpässe und schlechte Abschlüsse wiederaufgebaut“, haderte Cojocar.

Dennoch gab Fritzlar weiter die Richtung vor, weil die 6:0-Deckung sicher stand. Über 11:6 (32.) und 13:8 (40.) zogen die Gäste auf 15:11 (45.) davon.

Im Angriff zeigten die Fritzlarerinnen jedoch eine enttäuschende Leistung. „Im Angriff hat nichts funktioniert. Das kann nicht unser Anspruch sein“, ärgerte sich Cojocar. Vor allem aus dem Rückraum spielten die Domstädterinnen mit zu wenig Tempo, zu häufig lag die Verantwortung allein bei Spielmacherin Esther Lieber.

Anstatt sich vorentscheidend abzusetzen, ließ die Germania die Zweitliga-Reserve so wieder herankommen. Nach einer Zeitstrafe gegen Maria Kiwa verkürzte Halle durch Vanessa Dirks und Isabell Rössner auf 15:17 (53.), Thieme sorgte wenig später für den Anschluss. Weil die Domstädterinnen in den Schlussminuten aber wieder energisch verteidigten und im Angriff Lieber und Kiwa trafen, musste sich das Schlusslicht geschlagen geben.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Mit Berk, Holeczy und Kiwa reist Germania Fritzlar zum Schlusslicht

Personell hat sich die Situation beim heimischen Handball-Drittligisten Germania Fritzlar vor dem Spiel in Halle-Neustadt etwas entspannt. Trotzdem warnt SVG-Trainer Cojocar davor, den Tabellenletzten zu unterschätzen.

Das Selbstvertrauen der Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar ist nach dem Sieg im Hit gegen Eddersheim groß. „Wir wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben“, sagt SVG-Trainer Lazar Constantin Cojocar. Allerdings: Bei der Zweitliga-Reserve des SV Union Halle Neustadt (So. 16 Uhr) erwartet die Domstädterinnen eine unangenehme Aufgabe.

Hofft auf ihren Einstand: Neuzugang Hannah Berk.© Richard Kasiewicz

Denn das Schlusslicht hat zwei der letzten vier Partien für sich entscheiden können und kann am Sonntag auf Unterstützung aus dem Zweitliga-Team hoffen. Mit Spielmacherin Vanessa Dirks, der Halblinken Lena Smolik, Rückraumspielerin Justine Schmitz und Linkshänderin Lisa Thieme verfügt das Team von Trainer Jan-Henning Himborn über starke Einzelspielerin. Dazu kommen die beiden torgefährlichen Kreisläuferinnen Toni Reppe und Tina Stehlick sowie die flinke Linksaußen Isabelle Rösner. Und mit Lara Lepschi eine Torhüterin, die es schon in den Zweitliga-Kader geschafft hat und aufgrund ihrer Leistungen von U20-Auswahltrainer Andre Fuhr zum Nationalmannschafts-Lehrgang einberufen wurde. Auch deshalb stellt SVG-Coach Cojocar klar: „Ich will von einer Favoritenrolle nichts wissen.“

Hannah Berk hofft auf Einstand

Als Schlüssel zum Erfolg soll den Gästen wie schon im vorausgegangenen Spitzenspiel die starke 6:0-Deckung mit Esther Lieber und Janina Dreyer im Mittelblock dienen, die im Verbund mit den beiden Torfrauen Vanessa Maier und Lena Gürbig ein nur schwer überwindliches Bollwerk bilden. Und in der Offensive hat zuletzt Anamaria Puda aus der SVG-Reserve für Entlastung gesorgt. „Wir dürfen uns nur wenig Fehler erlauben, müssen aggressiv zupacken und dürfen Halle nicht in den Gegenstoß kommen lassen“, fordert Cojocar.

Immerhin entspannt sich die personelle Situation bei der Germania. So hofft Top-Talent Hannah Berk, im Winter per Erwachsenenspielrecht vom TV Hersfeld gekommen, in Sachsen auf ihren ersten Pflichtspieleinsatz im SVG-Trikot. Und auch Maria Kiwa (Nasenbeinbruch) und Anna Holeczy (Ellenbogenverletzung) kehren in den Kader zurück.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Richard Kasiewicz

Abwehr-Gala des SV Germania Fritzlar beim 25:21 gegen TSG Eddersheim

Das war schlichtweg fantastisch. Eine Meisterleistung im Spitzenspiel. Anschauungsunterricht an Abwehrarbeit. Belohnt mit einem frenetisch bejubelten 25:21 (10:12)-Sieg gegen den bisherigen Tabellenführer TSG Eddersheim.

Die im Resultat exakte Bestätigung des Hinspielerfolgs, durch den die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar in der 3. Liga Ost den ersten Platz zurückerobert haben. „Mit jeder gelungenen Aktion in der Deckung haben wir uns weiter gepusht. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht und gibt uns Selbstvertrauen für die restlichen sieben Spiele“, erklärte Esther Lieber.

Glückselig: (von links) Lena Dietrich, Janina Dreyer, Luisa Krüger, Bibiana Huck, Esther Lieber und Annamaria Puda feierten den 25:21-Erfolg im Spitzenspiel gegen die TSG Eddersheim gebührend und sind mit dem SV Germania Fritzlar nun wieder Drittliga-Spitzenreiter. © Pressebilder Hahn

Fritzlars Kapitänin bildete zusammen mit Janina Dreyer im Mittelblock und der erneut überragenden Vanessa Maier im Tor das Herzstück eines kollektiv überzeugenden Teams. Da hatte SVG-Coach Lucky Cojocar schon im Training ein „Kribbeln gespürt“, dass es seine Mannschaft deutlich besser machen möchte als beim 19:27 in Nidda.

Keine Spur also von Pause oder gar Müdigkeit, ob nur sieben eingesetzter Feldspielerinnen. Da zeigte die reaktivierte Kreisläuferin Lorena Lorenz, dass sie es noch drauf hat, und da unterstrich Anamaria Puda, dass ihre Tage im Landesliga-Kader gezählt sein dürften. Die 19-Jährige spielte unbekümmert auf, wirkte, als hätte sie schon einige (Spitzen-)spiele auf dem Buckel, und passte sich dem hohen Niveau ihrer Nebenleute an. „Sie ist voll da und hat ihre Aufgabe super gelöst“, lobte Lieber die Rückraumspielerin, die gut verteidigte und auch im Angriff wirkungsvoll agierte. Nicht von ungefähr landete ihr erster Wurf ansatzlos und frech zum 6:7 im Netz (21.).

Eddersheim wirft nur 12 Tore aus dem Spiel

Das war wichtig, weil die Gäste nichts unversucht ließen, Revanche fürs Hinspiel zu üben. In den ersten 38 Minuten legte Eddersheim stets eine Führung vor. Teilweise mit drei Toren Vorsprung. Jedoch nur aus der Nahwurfzone und per Strafwurf. Deren elf verteilten die schwachen Unparteiischen an die Gäste. Nur ein Dutzend Tore gelang dem besten Angriff der Liga aus dem Spiel heraus. „Wir wussten, dass es ein Vergleich der Systeme wird. Abwehr gegen Angriff. Und wir haben unser System nicht durchgebracht“, betonte TSG-Coach Tobias Fischer, der die „verdiente Niederlage“ als Lerneffekt abhakte.

Denn mit zunehmender Spielzeit zermürbte jede Attacke von Vorkämpferin Luisa Krüger, jede weitere Parade von Maier und jeder Treffer auf der Gegenseite die Moral Eddersheims. Und Fritzlar belohnte sich sehenswert nach der ersten Führung zum 14:13 (39., Lieber) – und gab sie nicht mehr her. Eine Augenweide das Solo in Unterzahl von Lieber zum 15:13 (41.), eiskalt der verwandelte Gegenstoß Lena Dietrichs nach einer Harpune von Maier zum 22:19 (51.) und krachend das 24:20 von Dreyer in den Knick (56.).

Siebenmeter-Parade als I-Tüpfelchen

Nur eine hatte noch nicht genug. Vanessa Maier, die ebenso wie Lea Gürbig lange kein Mittel gegen die sicheren Siebenmeter von Hanna Özer fand. Die ersten acht Versuche der Führenden der Torschützenliste waren drin. Nummer neun ging vom Fuß Maiers an den Pfosten – und raus (57.). Das war der Sieg. „Unsere Abwehr stand wie eine Eins. Einfach perfekt“, frohlockte Cojocar.

Fritzlar: Maier (19 P./18 GT), Gürbig (0/3) – Dietrich 3, Huck 5/1, Lorenz, Nepolsky, Lieber 9/1, Puda 2, Dreyer 2, Krüger 4.

Eddersheim: Priester (6/17), Brennigke (3/8) – Hilbig 1, Özer 9/8, Brocke 1, Flebbe, Gempp, Müller 2, König 2/1, Krämer, Feick 1, Thoß 5.

SR: Sakovski/Schneider. Zuschauer: 400.

Siebenmeter: 2/3:9/11. Zeitstrafen: 6:2-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Fritzlar II bestraft Wesertaler Fehler konsequent

Oedelsheim – Mehr als deutlich fiel die erste Heimniederlage für den Frauenhandball-Landesligisten HSG Wesertal gegen den SV Germania Fritzlar II aus. Der Tabellenvierte verlor das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer mit 21:31 (8:14). Bereits das Hinspiel hatte die HSG genauso klar mit 20:30 verloren.

Sorgte für Unruhe beim Gegner: Tessa Herbold war mit sechs Treffern zweitbeste HSG-Werferin gegen Fritzlar II. Zum Sieg reichte es dennoch nicht. Wesertal verlor mit 21:31. Foto: Rieß

Hierzu gibt es folgende Fragen:

Wie verlief die erste Halbzeit?

Nur bis zum 2:2 war die erste Hälfte ausgeglichen. Danach offenbarten sich die Schwächen der Gastgeberinnen im Angriffsspiel, die acht Minuten ohne Torerfolg blieben und mit 2:7 ins Hintertreffen gerieten. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte taten sich die Gastgeberinnen sehr schwer mit dem Torewerfen. So konnten die Gäste auf 11:4 wegziehen. Die HSG kam noch einmal auf 7:11 heran, bevor die Gäste zur Pause auf sechs Tor erhöhten.

Wurde es in der zweiten Halbzeit besser?

Nicht wirklich. Fritzlar war spielerisch einfach besser und nutzte konsequent die Schwächen der HSG aus. Vorne setzte sich jetzt Leibecke mit ihren Würfen aus dem Rückraum in Szene, doch die Gäste hatten das Spiel weiter im Griff. Sie ließen den Ball sicher laufen oder waren über die erste Welle oder die schnelle Mitte erfolgreich. So konnten sie bis zur 42. Minute auf 21:12 davonziehen.

Kam noch einmal ein wenig Spannung auf?

Es war nur ein kurzer Hoffnungsschimmer, als dreimal Leibecke und einmal Katharina Kranz auf 16:21. Die Hoffnungen auf eine spannende Schlussviertelstunde machte Fritzlars Zweite aber sehr schnell zunichte. Kurz vor Schluss konnten sie sogar noch auf zehn Tore Vorsprung erhöhen.

Was waren die Gründe für die hohe Niederlage?

Gerade in der ersten Hälfte leisteten sich die Wesertalerinnen zu viele Fehler im Angriff. Dadurch kam Fritzlar II immer wieder zu leichten Tempogegenstoßtoren. Auch im Positionsspiel war der Tabellenführer überlegen. Die Gäste waren schneller, beweglicher und auf jeder Position aus torgefährlich.

Was sagte Trainer Jürgen Herbold?

„So hoch durften wir nicht verlieren. Wir haben nicht unsere Leistung abgerufen. Insgesamt waren es wieder zu viele technische Fehler. Vor allem in der ersten Halbzeit sind wir nicht mit der letzten Überzeugung in die Angriffe gegangen. Das hatte uns Fritzlar voraus und hat unsere Fehler gnadenlos bestraft.“

Wesertal: Henze, Aßhauer (ab 56.) – I. Riedel, Kaczor (1), C. Przyludzki, Leibecke (10/2), Herbold (6/3), Wessel (1), Martin (2), Eckert, Meroth, Meth, Kranz (1), Erger (1).

Fritzlar II: Sucky, Zeller – Grothnes (3), Küster (1), Alter (2), Naumann (3), Reimbold (6), Stockschläder (4), Albus (5/4), Israel, Bachmann (5), Oschmann, Werner, Bücker (2), Krause.

Zuschauer: 160.

Schiedsrichter: Lukas und Simon Thamm (Lohfelden/Vollmarshausen).

Spielverlauf: 2:2 (7.), 2:7 (15.), 3:9 (21.), 4:11 (24.), 7:11 (26.), 8:15 (32.), 12:21 (42.), 16:21 (45.), 16:24 (48.), 20:27 (56.), 21:31 (59.).

HNA Online /// Michael Wepler /// Foto: Rieß

Gipfeltreffen der 3. Handball-Liga Ost in Fritzlar zwischen Germania und Eddersheim

SV Germania Fritzlar gegen TSG Eddersheim. Der neue Tabellenführer zu Gast bei seinem Vorgänger. Meister von 2016 gegen Meister von 2017. Abwehrspezialisten gegen die Torfabrik der Liga.

Das Spitzenspiel der 3. Handball-Liga Ost der Frauen (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle Fritzlar) verspricht jede Menge Spannung.

Volle Kraft voraus: Fritzlars Janina Dreyer entpuppt sich vermehrt auch als Torjägerin und wird mit ihrer Germania im Topspiel gegen Eddersheim gefordert.© Pressebilder Hahn

Ausgangslage

Fritzlar und Eddersheim sind die einzigen Vereine, die acht Spieltage vor Schluss aus eigener Kraft Meister werden können. Die TSG, weil sie sich nach Fritzlars 19:27-Niederlage in Nidda zwei Punkte Vorsprung erarbeitet hat und die Germania, weil sie nach dem 25:21 im Hinspiel mit einem weiteren Erfolg im direkten Vergleich die Nase vorn hätte. Bis Ende April können Meister und Vize-Meister eine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragen. Da es aus den vier dritten Ligen nur drei Aufsteiger gibt, drohen im Mai Relegationsspiele.

Personal

Eine Fritzlarer Elf stellt sich im Idealfall dem üppigen 14er Kader inklusive drei Torfrauen der TSG. Bis Mitte der Woche erkrankt pausierend, dürften Rechtsaußen Bibiana Huck und Kreisläuferin Lorena Lorenz mitwirken. Als neunte Feldspielerin stößt Hannah Berk hinzu. Die 16-Jährige, mit Erwachsenenspielrecht aus Bad Hersfeld verpflichtet, musste zehn Tage wegen einer Gehirnerschütterung nach einem bösen Foul im Spiel der B-Jugend pausieren. Jetzt naht das Debüt der Linkshänderin, die auf Außen und im Rückraum spielen kann. Und fit ist, weil sie montags am DHB-Stützpunkt in Bensheim, zweimal wöchentlich in der Domstadt und zweimal in der Kurstadt trainiert.

Neue Torjägerin

5, 5, 9, 7 – das sind keine Lottozahlen, das ist die Ausbeute von Janina Dreyer aus den vergangenen vier Spielen. Macht im Schnitt 6,5 Tore pro Partie, nachdem der Vize-Kapitänin in den ersten zehn Begegnungen durchschnittlich 1,9 gelangen. „Der eine oder andere Ball, der sonst an den Pfosten ging, ist momentan drin. Außerdem muss ich ja funktionieren, weil wir nicht mehr viele Alternativen haben“, betont die Rückraumspielerin, die in ihren neun Jahren in der Domstadt vor allem in der Abwehr glänzte. Und sich aufgrund des „besonderen Teamgeists“ gern noch mehr in den Dienst der Mannschaft stellt. Vorzeitige Vertragsverlängerung inklusive, womit erste Gedanken an ein vorzeitiges Karriereende aus privaten Gründen auf Eis gelegt sind.

Taktik

Fritzlar geht es ähnlich an wie im Hinspiel. Also mit dem Fokus auf der starken eigenen Deckung um die Kapitäninnen Esther Lieber und Dreyer im Mittelblock. „Wir müssen den Gegner frühzeitig stoppen, weil alle Rückraumspielerinnen Eddersheims ein starkes Eins gegen Eins haben“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Neben der aufstrebenden Spielmacherin Hanna Özer (110/57-Tore) können auch die erst 18-jährige Halblinke Lilly König (58/4) und die Halbrechte Franziska Feick (49/11) ein Spiel entscheiden. Das Trio profitiert von den klugen Sperren, die Kreisläuferin Lena Thoß stellt.

Gegner

Eddersheim, das mit einem Fanbus anreist, verzichtete 2017 wie Fritzlar ein Jahr zuvor aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg. „Jetzt ist es unser Bestreben, es machen zu wollen, auch wenn es ein Kraftakt wäre“, betont Tobias Fischer. Der 43-Jährige ist als TSG-Urgestein seit zehn Jahren für das Frauen-Team aus dem Main-Taunus-Kreis tätig, führte Eddersheim 2014 in die 3. Liga. Teile der Mannschaft trainierte er bereits in der Jugend und baut aktuell auf einen jungen Kader mit einem Schnitt von 21,5 Jahren.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Spitzenreiter Fritzlar will seinen Vorsprung ausbauen

Germania Fritzlar II kann als Tabellenführer der Handball-Landesliga mit einem Erfolg bei der HSG Wesertal einen weiteren Schritt Richtung Meisterschaft machen. Wollrode braucht gegen die TG Rotenburg zwei Punkte, um den Mittelfeldplatz zu festigen.

Janina Friedrich (TSV Wollrode).© Richard Kasiewicz

TSV Wollrode – TG Rotenburg (Sa. 18 Uhr). Im Hinspiel (28:31) war es vor allem der Rückraum mit der wurfgewaltigen Michelle Horn und Linkshänderin Yulia Makarova, der dem Team von Margreth Schmidt zu schaffen machte. Makarova ist mittlerweile in ihre ukrainische Heimat zurückgekehrt. Dafür ist Spielmacherin Anette Lusky dabei, die im ersten Vergleich noch verletzt fehlte. Und sehr zweikampfstark ist.

Also gilt es für die 6:0-Deckung der Gastgeberinnen, an die starke Leistung beim 40:26-Kantersieg gegen Dittershausen anzuknüpfen. Dabei überragten Janina Friedrich und Laura Schmieling im Mittelblock. Im Angriff (gegen eine Rotenburger 6:0-Deckung mit Horn als Abwehrchefin) soll das Spielfeld breit gemacht werden um somit Platz für Durchbrüche auf den Halbpositionen zu schaffen.

HSG Wesertal – SV Germania Fritzlar II (So. 17 Uhr). Mit einem Sieg kann der Tabellenführer den Vorsprung auf den Tabellenzweiten HSG Großenlüder/Hainzell sieben Spieltage vor Saisonende auf sechs Punkte ausbauen. Zudem hat die Germania den direkten Vergleich gegen die HSG gewonnen und benötigt so nur noch vier Siege, um den Aufstieg in die Oberliga perfekt zu machen.

Der erste soll gegen Wesertal her. Bei den Gastgeberinnen ragt Rückraumspielerin Joana Leibecke (82 Tore) heraus. Die hatte das Team von Trainer Gunnar Kliesch allerdings im Hinspiel perfekt im Griff und gestattete ihr nur zwei Feldtore zu. Auch diesmal soll wieder mit einer defensiven 6:0-Deckung Distanzwürfe erzwungen und die Anspiele an den Kreis unterbunden werden, so dass Katja Zeller oder Nina Suchy im Tor einfaches Spiel haben.

HNA Online /// mm /// Foto: Richard Kasiewicz

Melina Horn wird im Sommer Trainerin des SV Germania Fritzlar II

Melina Horn wird im Sommer Trainerin des SV Germania Fritzlar II. Und tritt somit die Nachfolge von Coach Gunnar Kliesch an, der das Team souverän mit 25:3-Punkten und einer Tordifferenz von plus 101 auf den ersten Platz in der Handball-Landesliga geführt hat.

Laut Abteilungsleiter Steffen Schmude hat der Verein entschieden, „die Drittliga-Reserve als äußerst wichtigen Baustein im internen Gesamtkonzept neu aufzustellen.“ Für Melina Horn wird es die Premiere als Trainerin. Die 31-Jährige zählte seit 2011 zu den Säulen der ersten Mannschaft, war ein Muster an Disziplin und Teil des Meister-Teams von 2016.

Bald Trainerin von Fritzlar II: Melina Horn (links, hier am Ball vor Dortmunds Jana Willing).© Pressebilder Hahn

Aufgrund eines Knorpelschadens im Knie musste die Rückraumspielerin ihre Karriere im September beenden und fungiert seitdem als Co-Trainerin von Coach Lucky Cojocar. Ihr letztes Spiel bestritt Horn am 7. April 2019 beim 32:21 gegen den 1. FC Köln.

Wiederaufstieg bleibt das Ziel

Gunnar Kliesch betreute die erste Mannschaft des SVG von 2003 bis 2007 in der Regionalliga und übernahm Fritzlar II 2018 nach dem überraschenden Aufstieg unter der Regie von Trainer Torben Hause. Mit dem angepeilten Wiederaufstieg nach dem Oberliga-Abstieg 2019 möchte sich der Handball-Lehrer in den verbleibenden sieben Spielen würdig aus der Domstadt verabschieden.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

HSG Gedern/Nidda im Topspiel erneut zu stark für SV Germania Fritzlar

Es gibt Niederlagen, die wehtun. Rückschläge, die verärgern. Und es gibt verlorene Partien, die Hoffnung bringen. „Wir haben zwar ein Spiel verloren, dafür aber eine Spielerin gewonnen“, sagte Handball-Lehrer Lucky Cojocar, der mit dem SV Germania Fritzlar im Gipfeltreffen der 3. Liga Ost bei der HSG Gedern/Nidda mit 19:27 (11:15) unterlag.

Hautnah: Fritzlars Lena Dietrich (am Ball) und Hanna Rösner von der HSG Gedern/Nidda schenkten sich im Topspiel der 3. Liga Ost nichts.© Pressebilder Hahn

Der neue Lichtblick der Germania heißt Anamaria Puda. Eine 19-Jährige, die 2018 von der A-Jugend der TSG Dittershausen kam und bislang für Fritzlar II in der Ober- sowie Landesliga spielte. Das dürfte sich ändern. „Anamaria verfügt über einen guten Wurf und hat sich auch in der Abwehr bewährt“, lobt Cojocar die groß gewachsene Rückraumspielerin, die vor 400 Zuschauern im Hessen-Derby in Nidda mehr als 30 Minuten auf der Platte stand.

Anamaria Puda @Hahn

Das war notwendig, weil nach dem zusätzlichen Ausfall von Neuzugang Hannah Berk (Gehirnerschütterung) mit Lorena Lorenz nur noch eine Alternative im Aufgebot stand. Und die Kreisläuferin konnte erkrankt lediglich phasenweise helfen.

Deshalb begannen die Gäste mit Bibiana Huck im rechten Rückraum statt auf Rechtsaußen, wo Kathleen Nepolsky für die Domstädterinnen startete. So lange die Kräfte reichten, verkaufte sich das Cojocar-Team gegen den letztjährigen Zweitligisten deutlich besser als beim 16:24 im Hinspiel. Über 2:2 (4., Janina Dreyer) und 7:6 (12., Nepolsky) blieb Fritzlar bis zum 10:13 nach Pudas ersten beiden Drittliga-Treffern in Schlagdistanz (27.).

Mit zunehmender Spielzeit erwies sich Kreisläuferin Leonie Nowack als spielentscheidender Faktor im Mittelblock, so dass die Domstädterinnen bei den meisten Angriffen ins Zeitspiel mussten. Auf der Gegenseite war Sabine Kaiser nicht zu stoppen und warf sieben Treffer. Das Tor der Halblinken zum 20:16 (50.) läutete einen Schlussspurt der Mannschaft von Trainer Christian Breiler ein, dem Fritzlar nicht gewachsen war.

Bitter indes, dass ein Foulspiel nach einem Schlag ins Gesicht Pudas nicht geahndet wurde – und Emely Nau im Gegenzug auf 21:16 erhöhte (51.). Das saß. Nau (2), Isabell Schüler (3) und Hannah Niebergall konterten nach Belieben und sorgten mit einem 8:1-Lauf dafür, dass die HSG in der Tabelle nur noch zwei Zähler hinter der Germania liegt. „Wir haben gekämpft, bis der Tank leer war“, sagte Cojocar, der sein Team jetzt auf den nächsten Hit gegen die TSG Eddersheim (So. 17 Uhr) vorbereitet. Dann als Tabellenzweiter, weil Eddersheim nach dem 30:19 gegen die TS Herzogenaurach an Fritzlar vorbeigezogen ist.

Fritzlar: Maier (17 P./26 GT), Gürbig (0/1) – Dietrich 3, Huck 3, Lorenz, Nepolsky 1, Lieber 3, Dreyer 7, Krüger.

SR: Kreß/Tarka. Zuschauer: 400.

Siebenmeter: 5/7:0/1. Zeitstrafen: 6:8-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar ist im Spitzenspiel in Nidda auf Revanche aus

Spitzenspiel in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen. Tabellenführer SV Germania Fritzlar ist bei der drittplatzierten HSG Gedern/Nidda zu Gast (Sa. 18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda).

Das Hessenduell ist vor allem auch ein Vergleich des Improvisierens. Denn beide Teams plagen jeweils zumindest sechs Ausfälle. Mit den Rückraumspielerinnen Johanna Becker (Knie), Kristin Amos (Hand) und Stefanie Thiele (Fuß), Torhüterin Sandra Elisath (Schulter) sowie Rechtsaußen Christin Kraft (Knie) fehlen der HSG fünf Akteurinnen verletzt. Zusätzlich weilt Aimée Mitzkat für drei Monate in Neuseeland. Somit bleiben noch neun Feldspielerinnen und Anne Heß als einzige Torhüterin.

Sehen sich am Samstag wieder: Fritzlars Luisa Krüger (Mitte) und Leonie Nowack (links) sowie Hanna Rösner von der HSG Gedern/Nidda© Pressebilder Hahn

Fritzlar hat vier Punkte Vorsprung

„Wenn wir unter diesen Bedingungen den dritten Platz verteidigen, wären wir zufrieden. Wir sind leider nicht auf dem Niveau vom Herbst“, betont Gederns Trainer Christian Breiler. Also weit weg von der Gala-Form aus dem Hinspiel, als der letztjährige Zweitligist den Domstädterinnen beim 24:16 eine Lektion erteilte. Anschließend wurde die Euphorie durch das skandalöse 23:33 gegen die TSG Ketsch II, als die Kurpfalz Bären mit dem Erstliga-Kader antraten, und der Niederlage bei der TS Herzogenaurach merklich gedämpft.

Vier Punkte liegt die HSG somit hinter Fritzlar. Und die Gäste reisen mit einer Portion Extra-Motivation an. „Wir wollen eine Trotzreaktion auf das Hinspiel zeigen. Und fahren nicht nach Nidda, um einen Schönheitspreis gewinnen“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Klare Marschroute ist es, geduldiger anzugreifen und die Abschlüsse klüger zu suchen.

Sonderlob für Krüger

Spannend wird das Abschlusstraining, weil zuletzt auch Lorena Lorenz, Hannah Berk und Vanessa Maier angeschlagen fehlten. Da mit Janina Dreyer und Esther Lieber nur noch zwei gelernte Rückraumkräfte zur Verfügung stehen, sind die Spielmacherqualitäten von Kreisläuferin Luisa Krüger gefragt. „Luisa ist unsere Waffe. Sie geht gut Eins gegen Eins, kann die Bälle verteilen und steht stabil in der Deckung“, lobt Cojocar die 18-Jährige.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Trainer Cojocar bleibt an Bord bei der SVG Fritzlar – auch Dreyer und Huck verlängern Vertrag

Positive Zeichen vor den Wochen der Wahrheit: Drittliga-Spitzenreiter SV Germania Fritzlar hat die Verträge mit Trainer Lucky Cojocar und mit den Leistungsträgerinnen Janina Dreyer und Bibiana Huck verlängert.

„Lucky holt das Beste aus unseren Möglichkeiten heraus“, lobt SVG-Teammanager Steffen Schmude. Wohlwissend darum, dass Fritzlar zwar derzeit mit einem halben Dutzend so viele Verletzte wie nie hat – aber eben auch einmalig viele Punkte. 21:5-Zähler sind etwa deutlich besser als zum vergleichbaren Zeitpunkt im Meisterjahr 2016 (16:10). Damit führt Fritzlar nebenbei die ewige Tabelle aller Drittligisten seit 2010 mit 312 Zählern vor dem VfL Oldenburg II (310) und 1. FC Köln (304) an.

Bleibt Germania Fritzlar erhalten: Trainer „Lucky“ Cojocar.© Pressebilder Hahn

Ziel für die kommende Runde ist erneut ein 14er-Kader. Da zuvor Lena Dietrich, Xenia Ahrend, Maria Kiwa, Lea Gürbig und Anna Holeczy unterschrieben, ist dank Dreyer und Huck die Hälfte fix. „Janina und Bibi sind Vorbilder und Gesichter des Vereins, die sich zudem stets weiterentwickeln“, lobt Cojocar, das Duo, das in der Domstadt in sein zehntes Jahr gehen wird. Dreyer etwa ist nicht mehr nur eine Abwehrspezialistin, sondern zeigt sich inzwischen treffsicher im Angriff. Und Siebenmeterexpertin Huck rückt von Rechtsaußen vermehrt in den Rückraum, wo die Personalnot am größten ist.

Umzug nach Gudensberg

Für den Rest der Runde sollen nach Bedarf Hannah Grothnes, Chantal Reimbold, Anamaria Puda, Paula Bachmann und Nina Albus aushelfen. Offen ist, wann Rechtsaußen Hannah Berk ihre ersten Einsätze fliegen kann. Eigentlich waren der Hit beim Tabellendritten HSG Gedern/Nidda (Sa. 18 Uhr) und das Spitzenspiel gegen die TSG Eddersheim (16. Februar, 17 Uhr) dafür vorgesehen. Nun aber wurde die 16-Jährige im Schlager der B-Jugend-Landesliga nach nur 20 Sekunden schwer am Kopf getroffen, was eine Rote Karte nach sich hatte – und zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Improvisieren muss die Germania zudem ab Anfang April. Dann beginnen in der Sporthalle der König-Heinrich-Schule Sanierungsmaßnahmen, die bis September dauern sollen. Verlegt wurde deshalb das letzte Heimspiel gegen den HV Chemnitz vom 26. April auf den 1. März. Zeitweise sollen zwei Drittel der Halle noch nutzbar sein. Ansonsten weicht das Cojocar-Team nach Gudensberg aus, wo auch die Vorbereitung auf die nächste Serie stattfindet.

Offen ist, ob dort auch der Domstadt-Cup ausgetragen wird. Festgelegt ist das Turnier für den 15. und 16. August. Mit der HSG Bad Wildungen, HSG Bensheim/Auerbach, FSV Mainz 05, TVB Wuppertal, HC Rödertal, TuS Lintfort und VfL Waiblingen haben sieben Erst- und Zweitligisten zugesagt. Foto: Hahn/nh

. Zum Hit nach Nidda setzt die Germania einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 14.30 Uhr vom Parkplatz der König-Heinrich-Schule. Anmeldungen an Steffen Schmude (Tel: 0173 / 9913571).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Bitter für den SV Germania Fritzlar: Jetzt fällt auch noch Maria Kiwa aus

Da war’s passiert: Maria Kiwa (links, hier im Zweikampf mit Thüringens Jolina Huhnstock.© Pressebilder Hahn

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar werden durch Verletzungen weiterhin arg gebeutelt. Den 40:31-Kantersieg gegen den Thüringer HC II nebst Sprung zurück an die Spitze der 3. Liga Ost haben die Domstädterinnen einmal mehr teuer bezahlt.

Denn Maria Kiwa zog sich einen Nasenbeinbruch zu. Bereits am heutigen Mittwoch wird sie operiert. Sechs Wochen Pause erwartet SVG-Coach Lucky Cojocar für die Rückraumspielerin, die mit 46 Toren so wertvoll wie nie ist. Somit fällt Kiwa das Spitzenspiel am 8. Februar beim Tabellendritten HSG Gedern/Nidda aus.

Mit Melina Horn (Karriereende), Xenia Ahrend, Hannah Puntschuh und Jana Hoppe (alle Knie) ist für vier Fritzlarerinnen die Serie längst gelaufen.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar II – HSG Lohfelden/Vollmarshausen 34:21 (17:10)

Fritzlar. In Abwesenheit von SVG-Coach Gunnar Kliesch (beruflich verhindert) ließ der Liga-Primus nichts anbrennen.

Nach einem etwas verhaltenen Beginn steigerte sich vor allem die 6:0-Deckung der Domstädterinnen, die mit Torfrau Katja Zeller einen starken Rückhalt hatten. „Wir haben etwas gebraucht, aber dann sind wir immer besser ins Laufen gekommen und haben offensiv sehr variabel gespielt“, lobte Sandra Römer, die zusammen mit Alina Küster und Hannah Grothnes coachte. Vor allem nach der Pause kam die erste und zweite Welle der Gastgeberinnen immer mehr zum Tragen.
Damit führt SV Germania Fritzlar II weiterhin die Tabelle an.

Tore Fritzlar: Grothnes 3, Küster 3, Alter 4, Naumann 3/2, Reimbold 4, Stockschläder 1, Albus 4/1, Bachmann 4, Puda 4, Werner 2, Bücker 2.

HNA Print /// 28.01.20

SV Germania Fritzlar stürmt nach 40:31 zurück an die Tabellenspitze

Schon klar. Auch 39 Tore hätten für zwei Punkte gereicht. Aber bei einem Offensivfestival wie diesem, ist es die Krönung, wenn noch der 40. Treffer fällt. Den erzielte – und das passt zum homogenen Auftritt des SV Germania Fritzlar – aus gerechnet die Akteurin mit den geringsten Spielanteilen.

Zwölf Sekunden vor Schluss hämmerte Kathleen Nepolsky den Ball in den Winkel und sicherte damit ihrem Team den 40:31 (18:15)-Sieg gegen den Thüringer HC II, mit dem Fritzlars Handballerinnen an die Tabellenspitze der 3. Liga Ost zurückgekehrt sind.

Im Anflug: Bibiana Huck (rechts) setzt sich gegen Klara Schlegel durch. © Pressebilder Hahn

40:31. Aus dem Ergebnis geht deutlich hervor, was hervorragend war und wo der Schuh drückte. Lucky Cojocar nahm es mit Humor und analysierte: „Das war wie Biathlon. Laufen und Schießen.“. Was es beim Biathlon nicht gibt, ist Verteidigen, und so konzentrierten sich beide Mannschaften auf Laufen und Schießen.

Zum Ärger von Vanessa Maier. „Das war eine ganz schwache Abwehrleistung“, sagte die Torhüterin, die mit einer sehr guten Quote (12 Paraden bei 25 Gegentoren) einen großen Anteil am klaren Sieg ihres Teams hatte.

Ihrem Trainer aber konnte die mangelnde Gegenwehr bei den Erfurter Angriffen die gute Laune nicht verderben. „Bei 40 Treffern fange ich doch nicht an, nach einem Haar in der Suppe zu suchen“, sagte Cojocar.

Dreyer am treffsichersten

Gut drauf war auch Janina Dreyer, die mit neun Treffern die erfolgreichste Fritzlarer Werferin war. „Ich habe von unserem variablen Angriffsspiel profitiert und mich außergewöhnlich treffsicher gefühlt, sagte die Rückraumspielerin, die in der zweiten Halbzeit von links auf rechts wechselte und damit die Position mit Maria Kiwa tauschte, was für eine zusätzliche Verwirrung in der Thüringer Abwehr sorgte.

Zwar hebt Cojocar die Homogenität seines Teams hervor, aber neben Maier, Dreyer und Kiwa sind noch Esther Lieber und Bibiana Huck hervorzuheben. Lieber war die Spielerin mit den überraschenden Würfen, während Huck für die spektakulären Momente sorgte.

Angesichts des klaren Resultats ist es verwunderlich, dass es bis zur 15. Minute dauerte, ehe Lena Dietrich mit dem Treffer zum 7:6 erstmals für eine Fritzlarer Führung sorgte. Und als Bibiana Huck den Vorsprung beim 18:14 auf vier Tore ausbaute, war schon fast Halbzeit.

Kurz danach war beim 21:15 durch Maria Kiwa allerdings schon die Vorentscheidung gefallen, ehe es über 28:21 und 31:23 zum Endstand von 40:31 kam. Schließlich hatte Cojocar doch noch ein Haar in der Suppe gefunden. „Die Abwehr war zu passiv, wir haben oft viel zu spät attackiert“, sagte der Trainer trotz seiner guten Laune.

Fritzlar: Maier 1 – 49./12 Paraden/25 Gegentore, Gürbig 49. – 60./4/6 – Dietrich 3, Huck 8/1, Lorenz 2, Albus 1, Nepolsky 1, Lieber 8/2, Dreyer 9, Kiwa 5, Krüger 3

Thüringen: Vesper 1. – 36./53. – 60./5/28, Köster 36. – 53/5/12 – Breitbarth 2/1, Karl 5, Huhnstock 7, Hagedorn 7/1, Schwanethal, Bessert, Schlegel 8, Thorn 2

SR :Magalowski/Schwieger Zuschauer: 150

Siebenmeter: 4/1:2/1 Zeitstrafen: 6:2-Minuten

HNA Online /// Gerd Brehm /// Foto: Hahn

Mit Esther Lieber sind für SV Germania Fritzlar zwei Punkte Pflicht

Das erste Heimspiel des Jahres steht an. Nach dem 31:26 in Nieder-Roden peilt Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar den dritten Sieg in Serie an. Gegner ist der Tabellenneunte Thüringer HC II (So. 17 Uhr, Sporthalle KHS-Schule).

Wieder am Ball: Regisseurin Esther Lieber, mit der die Germania den dritten Sieg in Serie anpeilt.© Pressebilder Hahn

„Das ist eine gute Ausbildungsmannschaft“, sagt SVG-Coach Lucky Cojocar respektvoll. Belegt dadurch, dass etwa Julia Redder vor der Saison zum SV Union Halle-Neustadt wechselte. Und für den Zweitliga-Spitzenreiter schon 32 Tore erzielte – mehr als die Ex-Kirchhöferin Danique Boonkamp (25).

Bereits das 30:26 im Hinspiel war keine niedrige Hürde. Denn der THC deckt flexibel mit mehreren Systemen, weiß aber besonders im Angriff zu überzeugen. 319 Treffer sind der drittbeste Wert der Liga – und besser als die Fritzlarer Ausbeute (305). Eine Top-Torjägerin wissen die Thüringerinnen zwar nicht in ihren Reihen, bauen aber mit der schnellen Rechtsaußen Michelle Breitbarth (55/31), der wurfgewaltigen Halblinken Arwen Rühl (49) und Spielmacherin Chiara Thorn (44) auf konstante Größen. Stark zu beachten ist daneben die flexible Rückraumspielerin, die zum deutschen U 18-Kader zählt.

Auf die Deckung kommt es an

Cojocar warnt vor dem Zusammenspiel mit Kreisläuferin Jolina Huhnstock, die viele Siebenmeter zieht. „Wir müssen in der 6:0-Deckung ganz stabil stehen und dürfen keine schnellen Tore zulassen“, betont der A-Lizenz-Inhaber. Umso wichtiger, dass Esther Lieber zurück ist. Die Strategin und Abwehrspezialistin hatte in Nieder-Roden erkrankt gefehlt. Ungleich höher war der Sieg der personell arg gebeutelten Domstädterinnen einzuschätzen.

Verletzt passen muss nun Anna Holeczy wegen einer Ellenbogenverletzung. Auch Hannah Berk ist noch nicht an Bord. Der Neuzugang greift zeitgleich im Spitzenspiel der B-Jugend-Landesliga für den TV Hersfeld gegen die JSG Dittershausen/Waldau/Wollrode an. Die Rechtsaußen, die ebenso im rechten Rückraum wirbeln kann, trainiert derzeit zweimal pro Woche in der Domstadt und zweimal bei ihrem Heimatverein.

Die ersten Einsätze in der dritten Liga werden es für die 16-Jährige, die mit Erwachsenen-Spielrecht verpflichtet wurde, in sich haben. Nach einem weiteren spielfreien Wochenende gilt es am 8. Februar beim Tabellendritten HSG Gedern/Nidda, der Fritzlar im Hinspiel beim 24:16 eine Lektion erteilte. Am 16. Februar gastiert Spitzenreiter TSG Eddersheim zum Gipfeltreffen bei der Germania.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn