Kinder- u. Familienfest der Stadt Fritzlar am 18.08.2019

Auch wir waren dabei!
Was zeichnet eine gute Handballerin oder Handballer aus? Beide müssen gut Bälle werfen können und natürlich auch treffen. Das konnte man beim diesjährigen Familientag in der Allee an unserem Stand unter Beweis stellen. Mit kleinen Softbällen auf eine Zielscheibe werfen, treffen und Punkte sammeln. Mehr als 150 Werferinnen und Werfer besuchten unsern Stand und konnten mit dem aktiven „Bälle werfen“ Freikarten für ein Handballspiel gewinnen.

Vanessa und Bernd geben die Teilnehmerkarten aus.

Lange Schlangen bildeten sich beim „Bälle werfen“ am Stand um eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Anna (rechts im Bild) passt auf, dass der richtige Abstand zur Ziel Wand eingehalten wird.

Auch Erwachsene probierten sich beim Werfen um möglichst eine hohe Punktzahl zu erreichen und Freikarten für ein Handballspiel in Fritzlar zu gewinnen.

Vanessa, Melina, Jana u. Anna vom Drittliga Team passten auf, das alles mit rechten Dingen zu ging und waren für die Preisübergabe zuständig.
Fotos: Horn

Erwartungen an den 8. Domstadtcup in Fritzlar wurden übertroffen

Drittligist Germania Fritzlar spricht „vom besten Domstadtcup seit dem ersten Mal 2012“ und die Hessinnen betonen: „Das sehr gute Teilnehmerfeld lockte vom ersten Spiel, welches gleich ein regionales Derby zwischen den Vipers aus Bad Wildungen und dem Gastgeber war, an beiden Tagen zusammen 400 Zuschauer in die Sporthalle der König-Heinrich-Schule in Fritzlar. Diese sollten bis hin zum Finale ihr Kommen nicht bereuen, denn sie wurden mit sehr gutem Handball, packenden Spielen und einer gelungenen Organisation belohnt.“

In der Gruppe A waren die Kräfteverhältnisse recht klar verteilt. Bad Wildungen und Bensheim/Auerbach kämpften um den Gruppensieg, den die Vipers am Sonntagmittag mit einem 20:18 für sich errangen. In den Spielen gegen den TVB Wuppertal und den Gastgeber gaben sich beide zu vor keine Blöße und gewannen deutlich, wobei die 2. Halbzeit zwischen Bad Wildungen und Fritzlar knapp mit 11:10 ausging. Dies konnte der Drittligist natürlich als kleinen Erfolg für sich verbuchen, was auch der Trainer, Lucky Cojocar, für das entscheidende Spiel am Sonntagmorgen als Maßstab ansetzte. Gut erholt und hochmotiviert konnte man den Zweitligisten doch recht deutlich mit 17:11 bezwingen und verdient in das Spiel um Platz 5 einziehen.

In der Gruppe B ging es wesentlich spannender zu. Hier kämpften drei Mannschaften bis zum letzten Gruppenspiel um den Einzug ins Finale. Nachdem alle Drei ihre Spiele gegen Lintfort gewonnen hatten, kam es am Sonntag zum „kleinen“ Finale zwischen Mainz und Rödertal. Zuvor gab es aber am Samstagnachmittag, im besten und spannendsten Spiel des Tages zwischen Blomberg-Lippe und Rödertal, zu einer faustdicken Überraschung. Die Rödertalbienen konnten sich in letzter Sekunde, durch einen von Ann Catrin Höbbel verwandelten Siebenmeter, mit 23:22 verdient durchsetzen.

Spannende Tabellenkonstellation

Somit hatte auch Mainz, vorausgesetzt man hätte das letzte Gruppenspiel gewonnen, noch Chancen auf den Gruppensieg. Tatsächlich gelang den Mainzerinnen am Sonntag, mit einem 26:23 über Rödertal, noch der Sprung auf Platz 2, da sie in den direkten Vergleichen eine um ein Tor bessere Tordifferenz gegenüber Rödertal hatten. Gruppensieger wurde hier Blomberg-Lippe, die die beste Tordifferenz in dieser Dreierkonstellation aufweisen konnten.

In den Platzierungsspielen setzte sich im Spiel um Platz 7 der TuS Lintfort mit 20:13 gegen den TV Beyeröhde durch und konnte somit auch noch mit einem Erfolg die Heimreise antreten. Der Gastgeber wehrte sich im Spiel um Platz 5 zwar tapfer und hätte bei einer besseren Chancenverwertung auch für eine weitere Überraschung sorgen können, aber Ende gewann Rödertal verdient mit 15:12. Im Spiel um den 3. Platz entwickelte sich eine sehr abwechslungsreiche Partie, bei dem man lange Zeit keinen klaren Sieger erkennen konnte. Am Ende hatten die Spielerinnen aus Mainz etwas mehr zum zusetzen und konnten somit das Spiel mit 23:18 für sich entscheiden.

Im Finale trafen dann die beiden Favoriten aufeinander und trotz der lautstarken Unterstützung ihrer zahlreichen Fans, die aus der Nachbarstadt angereist waren, hatten die Vipers aus Bad Wildungen in der ersten Hälfte einen schweren Stand gegen das druckvolle Angriffsspiel von Blomberg-Lippe, wobei am Anfang Sabine Heusdens sie fast allein im Spiel hielt. Zur Pause stand es 12:11 für Bad Wildungen und auch in der 2. Hälfte schenkte man sich nichts.

Am Ende entschieden die Paraden von Anne Bocka und die Tempogegenstöße von Anna Frankova das Finale, unter dem Jubel ihrer Fans, mit einem 21:19 für sich. Der Turniersieger wurde unmittelbar im Anschluss an die Partie mit dem Wanderpokal und dem Siegercheck vom Landrat des Schwalm-Eder-Kreises ausgezeichnet. Tessa van Zijl, aus der unterlegenen Finalmannschaft, konnte aus den Händen des Bürgermeisters von Fritzlar den Pokal für die beste Spielerin, zu der sie die Trainer der teilnehmenden Mannschaften gewählt hatten, entgegennehmen.

Quelle: https://www.handball-world.news/

HSG Bad Wildungen Vipers dominieren Domstadt-Cup in Fritzlar

Die Vipers haben es geschafft. Ein Jahr nachdem sich die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen im Endspiel noch den damals klar besseren Dortmunderinnen beugen mussten, ließ sich die Mannschaft von Trainerin Tessa Bremmer diesmal im Finale von der HSG Blomberg-Lippe nicht stoppen.

Beim Schlusspfiff nach 40 Minuten stand es 21:19 (12:11), und die Vipers feierten zusammen mit ihren zahlreichen Fans den Triumph beim Domstadt Cup, dem vom SV Germania Fritzlar bestens organisierten Turnier mit acht Frauenteams.

Hinein ins Vergnügen: Fitzlars Lena Dietrich (am Ball) enteilt hier Bad Wildungens Erika Rajnohova und zieht ab. © Pressebilder Hahn

Im Endspiel gegen Blomberg-Lippe hatte nach zehn Minuten mehr gegen als für das Bremmer-Team gesprochen, denn die Vipers lagen 3:6 zurück und hatten kein Mittel gegen die wuchtig vorgetragenen Angriffe des Kontrahenten. Zunächst hielt nur Sabine Heusdens dagegen und war in der Anfangsphase die einzige Wildunger Torschützin.

Dann aber kam mit Macht die benötigte Hilfe. In erster Linie von Anna Frankova, die mit sechs Treffern noch zur besten Torschützin wurde, aber auch von Marieke Blase (5) und Anne Bocka, die in der zweiten Halbzeit zwischen den Pfosten stand. Angesichts der bisher kurzen Vorbereitungszeit sahen die insgesamt 400 Zuschauer in der Sporthalle der Heinrich-König-Schule vor allem im Finale ansprechende Leistungen und auch generell ein Turnier auf hohem Niveau. Kein Wunder, dass Steffen Schmude, Germanias Sportlicher Leiter, sowohl mit den gezeigten Leistungen als auch mit den Zuschauerzahlen zufrieden war.

Und schließlich machte die Mannschaft des Gastgebers aus ihren Möglichkeiten das Beste, landete auf dem sechsten Platz und ließ mit Lintfort sowie Beyeröhde zwei Zweitligisten hinter sich.

Bei den Gruppenspielen am Samstag hatten in erster Linie die Vipers und der HC Rödertal aufgetrumpft. Der Höhepunkt des ersten Turniertages war die Begegnung zwischen Rödertal und der HSG Blomberg-Lippe, die mit einem 23:22-Erfolg für den Zweitligisten endete.

Germania zeigt gute Entwicklung

Im Blickpunkt aber stand das Eröffnungsspiel, in dem die Vipers einen standesgemäßen 26:16 (15:6)-Sieg über die Gastgeberinnen feierten. Die Zahlen verraten schon, dass das Derby in der zweiten Halbzeit viel mehr nach dem Geschmack des SV Germania verlief als in den ersten 20 Minuten. Zunächst wirkte die Mannschaft des Drittligisten hoffnungslos überfordert, und die Gegentreffer fielen meistens nach Tempogegenstößen, die überwiegend von Anna Frankova (5 Tore) und Erika Rajnohova (3) verwandelt wurden. Häufig war Anne Bocka, die Torhüterin der Vipers, mit ihren präzisen Pässen Ausgangspunkt der blitzschnellen Aktionen.

Die gab es in der zweiten Halbzeit seltener, weil das Fritzlarer Team von Trainer Lucky Cojocar nun in der Abwehr konzentrierter und im Angriff flexibler agierte. Waren in den ersten 20 Minuten die Würfe aus dem Rückraum noch eine sichere Beute von Anne Bocka geworden, so war der SV Germania jetzt immer öfter über Kreisläuferin Hannah Puntschuh (5) und Rechtsaußen Hannah Grothnes (3) erfolgreich.

Cojocar war auch angesichts der kurzen Vorbereitungszeit mit nur drei Trainingseinheiten mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Fritzlars Trainer hatte vor allem beeindruckt, wie schnell seine Spielerinnen aus den Fehlern der ersten Halbzeit gelernt hatten.

„Wir haben Ballverluste weitestgehend vermieden, und zudem hat unser Spiel über den Kreis und über die Außen prima geklappt“, stellte Cojocar fest. Und aus dem Rückraum wird der SVG sicherlich gefährlicher, wenn Esther Lieber, Melina Horn und Jana Hoppe dabei sind. Lieber wird nicht jeden Tag heiraten, und Horn sowie Hoppe sind guter Dinge, spätestens bis Oktober ihre Verletzungen überwunden zu haben.

HNA Online /// Gerd Brehm /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar kann sich beim Domstadt-Cup beweisen

Der 8. Domstadt-Cup steht an. Und damit erstklassiger Handball in der Sporthalle der Fritzlarer König-Heinrich-Schule.

Am Samstag und Sonntag präsentieren sich vier Erst- und drei Zweitligisten zusammen mit Drittligist SV Germania Fritzlar.

Können sich beim Domstadt-Cup beweisen: Die Fritzlarerinnen Maria Kiwa (am Ball) sowie (hinten von links) Luisa Krüger und Lena Dietrich. © Pressebilder Hahn

Der Modus

Gastgeber Fritzlar und Nachbar HSG Bad Wildungen eröffnen den Cup am Samstag um 11.30 Uhr und bekommen es in der Gruppe A noch mit dem hessischen Erstligisten HSG Bensheim/Auerbach sowie Zweitligist TV Beyeröhde zu tun. In der Gruppe B messen sich die Erstligisten Blomberg-Lippe und Mainz sowie die Zweitligisten TuS Lintfort und HC Rödertal. Ein Spiel dauert zwei Mal 20 Minuten. Am Sonntag ab 14.30 Uhr folgen die Platzierungsspiele.

Die Favoriten

Titelverteidiger BVB Dortmund, der im Vorjahr nach dem 20:18 im Finale gegen Bad Wildungen zum dritten Mal in Serie triumphierte, ist nicht am Start. Auch deshalb sind die Vipers ein heißer Kandidat für den Wanderpokal. Beim ersten Test gegen Zweitligist Kirchhof (34:17) zeigte das neuformierte Team von Trainer Tessa Bremmer bereits eine geschlossene Mannschaftsleistung. Eingespielter kommt der letztjährige Erstliga-Sechste Blomberg-Lippe daher. Die HSG hat sich mit Jennifer Murer (LC Brühl St. Gallen, Isabelle Jongenelen (VfL Oldenburg), und Merle Heidergott (SV Werder Bremen) verstärkt und baut weiter eigene Top-Talente wie Juniorennationalspielerin Ndidi Agwunedu ein.

Der Derby-Faktor

An den 12. März 2017 denken die Fans der Germania gern zurück. Da gewannen die Domstädterinnen das Derby in der 3. Liga Ost gegen Kirchhof mit 27:26. Anschließend stieg die SG 09 dennoch als Vize-Meister auf – und zwei der damaligen Akteurinnen wagen nun den Schritt ins Oberhaus: Christin Kühlborn und Dionne Visser nämlich, die sich bei den Flames aus Bensheim/Auerbach um die Ex-Viper Sarah van Gulik bei Trainerin Heike Ahlgrimm beweisen wollen. Ebenfalls erstklassig ist nun Torfrau Katarzyna Demianczuk, die von Kirchhof nach Mainz gewechselt ist. Dort baut Trainer Thomas Zeitz auf sein Aufstiegs-Team um die Ex-Viper Simona Cipaian, deren Mutter Mioara einst mit 40 Jahren noch Leistungsträgerin als Kreisläuferin in der Domstadt war.

Der Gastgeber

Fritzlar ist seit Dienstag wieder im Training. Coach Lucky Cojocar nutzt das Turnier demnach, um wieder in Wettkampfmodus zu kommen. Dabei fehlen allerdings vier Spielerinnen. Die Neuzugänge Jana Hoppe und Kathleen Nepolsky befinden sich im Aufbautraining. Mit ihnen plant Cojocar ab Mitte Oktober. Melina Horn (Kniebeschwerden) steht zwar im Mannschaftstraining, wird aber noch geschont. Zudem müssen sich die Fans der Domstädterinnen an einen neuen Namen gewöhnen. Spielmacherin Esther Meyfarth hat geheiratet und heißt nun Lieber. Da am Wochenende die kirchliche Trauung nebst Feierlichkeiten ansteht, verpasst Esther Lieber das Turnier.

Somit können sich im Rückraum Maria Kiwa, Xenia Ahrend und Janina Dreyer unterstützt von der talentierten Kreisläuferin Luisa Krüger beweisen. „Sie haben sich alle gut entwickelt, jetzt müssen sie den nächsten Schritt gehen“, betont Cojocar, der beim Cup ein neues Abwehrsystem testen möchte. Das Team verstärkt zudem Hannah Grothnes aus dem Kader der zweiten Mannschaft.

Der Spielplan:

Samstag, 11.30 Uhr: HSG Bad Wildungen Vipers – SV Germania Fritzlar, 12.30 Uhr: HSG Blomberg-Lippe – 1. FSV Mainz 05, 13.30 Uhr: HSG Bensheim/Auerbach – TV Beyeröhde, 14.30 Uhr: TuS Lintfort – HC Rödertal, 15.30 Uhr: TV Beyeröhde – HSG Bad Wildungen Vipers, 16.30 Uhr: HC Rödertal – HSG Blomberg-Lippe, 17.30 Uhr: SV Germania Fritzlar – HSG Bensheim/Auerbach, 18.30 Uhr: 1. FSV Mainz 05 – TuS Lintfort.

Sonntag, 10.30 Uhr: SV Germania Fritzlar – TV Beyeröhde, 11.30 Uhr: HSG Blomberg-Lippe – TuS Lintfort, 12.30 Uhr: HSG Bensheim/Auerbach – HSG Bad Wildungen Vipers, 13.30 Uhr FSV Mainz 05 – HC Rödertal. 14.30 Uhr: Spiel um Platz 7, 15.30 Uhr: Spiel um Platz 5, 16.30 Uhr: Spiel um Platz 3, 17.30 Uhr: Finale.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Für Kreisläuferin Lorena Lorenz genießt die Familie jetzt Priorität

Als Fan bleibt Lorena Lorenz der SV Germania Fritzlar treu, doch als Spielerin steht die junge Mutter dem heimischen Handball-Drittligisten nicht mehr zur Verfügung.

Sportler tun sich mit ihrem Karriereende mitunter schwer. Weil sie ihren guten Ruf verlieren können, wenn sie zu lange aktiv sind. Oder sich ärgern müssen, zu zeitig gegangen zu sein. Lorena Lorenz hat sich nochmal auf gehobenes Drittliga-Niveau gekämpft – und beendet ihre Handball-Laufbahn somit im Trikot des SV Germania Fritzlar mit Stolz.

Hinein ins Vergnügen: Fritzlars Lorena Lorenz (am Ball), die ihre Karriere beendet hat, lässt hier Markranstädts Lena Smolik stehen.© Pressebilder Hahn

„Aufgrund dessen, dass ich viel verletzt war, war es mir umso wichtiger, meine letzte Saison trotz Schwangerschaft vernünftig abzuschließen“, betont die 31-Jährige. Und nennt somit auch den kleinen Grund, warum sich die Prioritäten verlagert haben. Am 7. Oktober 2018 wurde die Kreisläuferin erstmals Mutter.

„Lolo ist ein absolutes Vorbild“

Vermissen mussten die Domstädterinnen ihre Kapitänin dennoch nicht. Lorenz versäumte kaum eine Einheit, um nah an der Mannschaft zu bleiben. Und diente im Training mit ärztlicher Erlaubnis zumindest als Anspielstation. Auch als Unterstützung bei den Spielen war sie mittendrin. „Lolo ist ein absolutes Vorbild“, lobt Trainer Lucky Cojocar die Lohfeldenerin, die er bereits in Kleenheim als Stammkraft schätzengelernt hatte.

Drei Jahre dritte Liga spielte sie bis 2013 bei den Mittelhessinnen, um mit ihrem heutigen Ehemann zusammen zu leben. Da hatte sie eine erste Karriere schon hinter sich. Stets als Kreisläuferin, denn im Tor war es ihr zu langweilig. Mit 16 debütierte sie in der Regionalliga in Lohfelden unter Trainer Kalli Wolf. Ein Jahr später war zusammen mit ihren Freundinnen Esther Meyfarth, Melina Horn und Vilte Duknauskaite eine der Ersten, die in Bad Wildungen auf dem Internat reiften, Jugend-Bundesliga spielten und die heutigen Vipers parallel aus der Landesliga bis in die 2. Bundesliga nach oben brachten. Zusatzschichten für knallharte Abwehrarbeit unter Trainer Gerry Weiss inklusive.

Karriere in drei Akten

Während diese Aufstiege geplant waren, kam der dritte Akt in ihrer Laufbahn unverhofft. Nach einer privaten Pause half sie ihrer ehemaligen Weggefährtin Kerstin Pregler (ehemals Keim) 2014 im Saisonfinale der Bezirksoberliga aus, um der Homberger TS den Klassenerhalt zu sichern. Da wurde mit Viktoria Marquardt die nächste Ex-Wildungerin hellhörig und lotste die Kreisläuferin in die Domstadt.

Zwei Jahre zweite Mannschaft in Fritzlar weckten Lust auf mehr, so dass Lorenz ab 2016 wieder fester Bestandteil eines Drittligisten wurde. Eine Beförderung mit Verzögerung. Gleich in der Vorbereitung zog sie sich einen Kreuzbandriss zu. Da die Operation nicht gut verlief, musste sie im Februar 2017 ein zweites Mal unters Messer. Was sie nicht daran hinderte, regelmäßig im Training und als Betreuerin bei den Spielen dabei zu sein.

Sohn und Ehemann haben jetzt Priorität

Zusätzliche Motivation, sich noch einmal zu schinden, brachte die Verpflichtung Cojocars als Trainer. Zweimal vertrat sie ihn sogar, als er beruflich verhindert war. Selbst Trainerin zu werden, ist in Zukunft durchaus eine Option. Jetzt genießen aber Sohnemann Carlo und Ehemann Magnus Künkler, der seine Fußball-Karriere bei der TSG Sandershausen ebenfalls beendet hat, Priorität.

Der Germania bleibt sie als Fan treu und hat für Fritzlar noch einen Rat parat: „Um aufzusteigen, sollte man maximal vier Minuspunkte haben. Wir waren leider zu inkonstant“, sagt die 31-Jährige. Sechs Siege aus den letzten sieben Spielen nebst Glanzvorstellung von Lorena Lorenz gegen den 1. FC Köln beim 32:21 sorgten immerhin dafür, dass sich die abwehrstarke Kreisläuferin ein würdiges Karriereende verschaffte.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar künftig in der 3. Handball-Liga Mitte

Und schon wieder eine neue Staffel: Nach der Ost-Gruppe in der Saison 2017/18 und der West-Gruppe vergangene Runde müssen sich die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar erneut an neue (und alte) Gegner gewöhnen und starten am 14./15. September in der Mitte-Staffel.

Jetzt in der Mitte-Staffel: Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar und Trainer Lucky Cojocar. © Pressebilder Hahn

Das wurde bei der Sitzung der Spielkommission in Dortmund beschlossen. Aus den vier Staffeln der insgesamt 48 Frauen-Vereine steigen drei Staffelsieger in die 2. Bundesliga auf. Die jeweils letzten drei steigen ab.

Fritzlars Gegner sind: TS Herzogenaurach, TSG Ober Eschbach, SV Union Halle-Neustadt II, TSG Ketsch II, TSG Eddersheim, Thüringer HC II, SC Markranstädt, HSG Gedern/Nidda, HSG Rodgau Nieder-Roden, HSG Kleenhein-Langgöns sowie HV Chemnitz.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Kniescheibenbruch: Jana Hoppe bleibt der Pechvogel von Germania Fritzlar

Bis zum 28. Juni geht die erste Vorbereitungsphase für Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar. Vier Spielerinnen fehlen dabei aktuell.

Jana Hoppe© Pressebilder Hahn

Pechvogel bleibt Jana Hoppe. Die Spielmacherin, die aus der zweiten Mannschaft aufgerückt ist, hat sich im Training nach auskuriertem Kreuzbandriss die Kniescheibe gebrochen. Das hat sechs weitere Wochen Pause zur Folge. Mitte Juli könnte sie wieder ins Lauftraining einsteigen. „Jana hat sogar noch Glück gehabt, dass diesmal nichts mit den Bändern passiert ist“, betont der Sportliche Leiter Steffen Schmude.

Noch Geduld ist zudem bei Neuzugang Kathleen Nepolsky (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Melina Horn (Kniebeschwerden, aber immerhin keine OP notwendig) und Vanessa Maier gefragt. Die Torhüterin spielte eine Saison mit Schmerzen durch und wurde nun erneut operiert, nachdem sie sich vor einem Jahr einen Nabelbruch zugezogen hatte.

Staffel steht noch nicht fest

Bis Ende Juni soll feststehen, in welcher Staffel Fritzlar spielt. Schmude geht von einer weiteren Runde in der West-Staffel aus. In die heiße Phase steigen die Domstädterinnen am 5. August ein. Höhepunkt ist der Domstadt-Cup (10./11. August) mit den Erstligisten HSG Blomberg-Lippe, HSG Bensheim/Auerbach, HSG Bad Wildungen, 1. FSV Mainz sowie den Zweitligisten TuS Lintfort, TV Beyeröhde und HC Rödertal und dem SVG. Testspiele sind in Kriftel (17. August), ein Turnier in Kleenheim (24./25. August) und nach einem Trainingslager am 1. September gegen Bretzenheim. Saisonstart ist 14./15. September.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar ist zu Hause seit 17 Spielen unbesiegt

Mit 34:10-Punkten haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar statistisch gesehen ihre stärkste Runde überhaupt gespielt. Selbst bei dem Titelgewinn 2015/2016 waren es lediglich 28:12. 

Hinein ins Vergnügen: Maria Kiwa hat beim SV Germania Fritzlar unter Trainer Lucky Cojocar eine gute Entwicklung genommen. © Pressebilder Hahn

Hier weitere Zahlen, die die abgelaufene Runde in der West-Staffel prägten:

7 Siege in Serie gelangen der Germania zwischen dem 11. November (31:27 gegen HSG Blomberg-Lippe II) und 26. Januar (25:24 bei BV Garrel). Ausgerechnet danach folgte der entscheidende Negativlauf mit 1:5-Punkten in Serie (siehe Zahl 15).

10 von 11 Heimspielen gewann der SVG. Lediglich Meister HSV Solingen-Gräftrath holte einen glücklichen Punkt in der Sporthalle der König-Heinrich-Schule. Saisonübergreifend ist Fritzlar sogar 17 Partien in eigener Halle ungeschlagen. Zwei Punkte entführte zuletzt die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim am 26. November 2017 (20:22) – als Viktoria Marquardt noch Trainerin war.

11 Zeitstrafen in 21 Partien kassierte Janina Dreyer. Das sind für die Defensivspezialistin die sechstmeisten in der Liga. Mit 14 führt Kölns Maria Kottmann. Intern folgen Hannah Puntschuh (8), Luisa Krüger und Esther Meyfarth (beide 7).

15 Tage im Februar kosteten dem Cojocar-Team die Meisterschaft. Erst das 20:20 im Spitzenspiel gegen den HSV Solingen-Gräfrath nach 18:14-Führung und dann die folgenden Niederlagen beim TV Oyten (25:28) und gegen Borussia Dortmund II (25:28 nach 21:17), dem Fritzlar auch schon im Hinspiel mit dem identischen Resultat unterlegen war.

148 Treffer reichten Oytens Jana Kokot, um souverän Torschützenkönigin zu werden. Beste Fritzlarerin ist Siebenmeterspezialistin Bibiana Huck als Siebte (106/36) vor Regisseurin Esther Meyfarth (86/17), Xenia Ahrend (74/12), Melina Horn (62), Lena Dietrich (50), Maria Kiwa (48/4) und Vilte Duknauskaite (41).

520 Tore kassierte Fritzlar lediglich. Das ist der Top-Wert in der West-Staffel vor Bayer Leverkusen II (523). Noch besser unter 48 Drittligisten standen nur der HC Leipzig (467), SC Markranstädt (502) und SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim (511) da, die allesamt in der Süd-Staffel spielten – für die ursprünglich auch die Domstädterinnen eingeteilt waren.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar ist Vize-Meister nach Kantersieg

Das ist ein würdiger Abschluss: Mit 37:21 (18:9) haben die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar beim VfL Oldenburg II gewonnen. Dadurch ist das Team von Trainer Lucky Cojocar Vize-Meister der West-Staffel.

„Wir haben nochmal richtig auf die Tube gedrückt und eine ganz starke Leistung geboten“, lobte Coach Cojocar sein Team und auch die 20 mitgereisten Fans, „die ordentlich Krach gemacht haben.“ Da parallel Bayer Leverkusen II mit 24:27 gegen die HSG Blomberg-Lippe unterlag, stellt Fritzlar mit lediglich 520 Gegentoren erneut die beste Abwehr der Liga.

Nochmal bärenstark: Fritzlars Duknauskaite (hier am Ball gegen die Leverkusenerinnen Mareike Thomaier und Kim Hinkelmann) traf sechsmal in Oldenburg. © Pressebilder Hahn

Das ist auch ein Verdienst der glänzend aufgelegten Torhüterinnen. Vanessa Maier überzeugte in Oldenburg über 50 Minuten und parierte ebenso zwei Siebenmeter wie Lea Gürbig, die am Ende zwischen den Pfosten stand. Die gewohnte Paraderolle reichte Maier indes nicht aus. Denn der Treffer zum 26:14 (42.) in der einseitigen Partie gelang dem Rückhalt. Gnadenlos bestraften die Gäste das Risiko des VfL mit der siebten Feldspielerin und warfen in schöner Regelmäßigkeit ins leere Tor.

Über 6:1 (9.), 12:5 (23.) und 21:12 (36.) war spätestens nach einem 7:0-Lauf in acht Minuten zum 29:14 (45.) der Boden für den höchsten Saisonsieg bereitet. Ein einträchtiger Erfolg, denn neben Maier trugen sich zehn Feldspielerinnen in die Liste der Torschützinnen ein. Auch die erneut herausragende Halblinke Vilte Duknauskaite (6), Kreisläuferin Lorena Lorenz (3) und Nele Bittdorf (1), denen in ihrem letzten Einsatz für Fritzlar zusammen zehn Treffer gelangen.

„Ich konnte allen Spielanteile geben und wir hatten dennoch keinen Bruch im Spiel“, betont Cojocar, der etwa Luisa Krüger lange Zeit als Spielmacherin brachte. Das Top-Talent zeigte besonders an den Kreis kluge Pässe, die neben Lorenz auch Hannah Puntschuh (4) zu veredeln wusste. Vor 205 Zuschauern machte Fritzlar 60 Minuten Druck. Geschickt in die Nahtstellen zogen sich die Rückraumspielerinnen, so dass auch Janina Dreyer (5) und Maria Kiwa (4) nochmal Selbstvertrauen tankten. „Schade, dass jetzt Pause ist“, betonte Cojocar, der seiner Mannschaft bis Ende Mai freigegeben hat.

Fritzlar: Maier 1, Gürbig, Dietrich 2, Holeczy, Bittdorf 1, Huck 6/3, Ahrend 2, Puntschuh 4, Lorenz 3, Meyfarth 3, Duknauskaite 6, Dreyer 5, Kiwa 4, Krüger.

SR: Kassing/Wulf. Zuschauer: 205.

Siebenmeter: 7/3:3/3. Zeitstrafen: 4:8-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Erster Neuzugang: SV Germania Fritzlar holt Kathleen Nepolsky

Erster Neuzugang für den SV Germania Fritzlar: Der Handball-Drittligist hat vor dem letzten Auswärtsspiel beim VfL Oldenburg II Kathleen Nepolsky verpflichtet.

Geht nach Fritzlar: Außen Kathleen Nepolsky, hier noch im Böddiger-Trikot. © Pressebilder Hahn

„Kathleen wird uns mit ihrer Erfahrung helfen und ist als Back-up für Bibiana Huck auf Rechtsaußen eingeplant“, sagt der Sportliche Leiter Steffen Schmude. Nepolsky kann auch auf links spielen, wo die Germania weiter auf das Duo Lena Dietrich/Anna Holeczy baut.

Der Neuzugang kommt von Oberligist Eintracht Böddiger, wo ihr bis zu einem Kreuzbandriss 38 Treffer gelangen. Von 2009 bis 2017 ging die Außen für den HC Rödertal bis zur 1. Liga auf Torejagd und trainierte in dieser Saison bereits regelmäßig in der Domstadt mit. Die 32-Jährige wurde vergangene Woche in Leipzig operiert und plant, beim SVG ab Oktober voll anzugreifen.

Als zweite Neue wird Spielmacherin Jana Hoppe aus der Reserve eine Chance im Drittliga-Kader erhalten. Als dritter Abgang wurde jetzt nach Vilte Duknauskaite und Lorena Lorenz (beide Karriereende) Nele Bittdorf verabschiedet. Die Zukunft des Talentes ist aus privaten Gründen offen. Somit trägt dieses Trio am 1. Mai (16 Uhr) in Oldenburg (vorerst) zum letzten Mal das SVG-Trikot.

Zweiter Platz und beste Abwehr als Ziele

Klares Ziel, nachdem zwar die Lizenz für die 2. Liga beantragt wurde, aber die Meisterschaft an den HSV Solingen-Gräfrath vergeben ist: den zweiten Platz festigen und damit die Runde mit so wenigen Gegenpunkten wie nie als Drittligist zu beenden. Aktuell sind es 32:10. Selbst bei dem Titelgewinn 2015/2016 waren es lediglich 28:12.

„Wir sind nicht auf Klassenfahrt in Oldenburg. Ich erwarte wieder eine starke Leistung wie zuletzt beim 32:27 gegen Leverkusen“, betont Trainer Lucky Cojocar. Erneut hat der Handball-Lehrer bis auf Melina Horn (Kniebeschwerden) alle Spielerinnen zur Verfügung.

Beim Tabellenachten warnt er besonders vor Kreisläuferin Maron Schepers, die gute Sperren stellt, und den schnellen Außen Kim Sanders sowie Lina Genz. Denn Fritzlar hat noch ein zweites Ziel: die beste Abwehr zu stellen. Noch hat Leverkusen (496) knapp die Nase vorn vor der Germania (499.).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

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