Frauen Landesliga TSG Dittershausen – SV Germania Fritzlar II 33:32 (16:20)

Frauen Landesliga: TSG Dittershausen – SV Germania Fritzlar II 33:32 (16:20)

Herber Dämpfer für den SV Germania Fritzlar II. Die Landesliga-Handballerinnen kassierten die erste Saisonniederlage und büßten ihre Tabellenführung an den TSV Vellmar ein.
Die Germania führte zwischenzeitlich mit acht Toren und unterlag am Ende trotzdem. „Bis zum 17:9 war alles gut, aber dann ist die Bereitschaft, in die Zweikämpfe zu gehen, komplett verloren gegangen“, ärgerte sich Coach Gunnar Kliesch. Vor allem der Dittershäuser Rückraum mit Kathrin Hoppe (8) und Kathrin Kördel (9) hatte zu viele Freiheiten. Auch eine Umstellung von 6:0 auf 5:1-Deckung fruchtete nicht und Dittershausen verkürzte bereits zur Halbzeit auf 16:20. Direkt nach der Pause hatte Fritzlar nach mehreren Paraden von Torfrau Nina Suchy die Chance wieder davon zu ziehen, lies diese jedoch ungenutzt. So ging Dittershausen in der 53. Minute erstmals in Führung und brachte den Sieg über die Zeit.

Tore SVG: Grothnes 7, Küster 2, Alter 2, Naumann 1, Reimbold 8, Stockschläder 1, Albus 5, Bachmann 2, Puda 4.

HNA-Print /// mm /// 12.11.19

Abwehr und Maier furios bei Fritzlars 27:19 gegen Ketsch II

„Das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich Spielmacherin Esther Lieber. Und auch Lucky Cojocar, Trainer der Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar, war mit dem Auftritt seiner Mannschaft beim 27:19 (13:9)-Erfolg über die TSG Ketsch II vollkommen zufrieden.

Die Domstädterinnen bleiben damit ungeschlagen Tabellenführer. „Das war ein Start-Ziel-Sieg. Wir haben die Partie dominiert“, freute sich der Rumäne. Allein zu Beginn verlief die Begegnung ausgeglichen, weil die Germania vor allem mit einigen Pfostentreffern Pech hatte. Bis zum 8:9 (21.) durch Linkshänderin Cara Reuthal hielten die Gäste noch mit, doch dann zogen die Domstädterinnen bis zur Pause auf 13:9 davon. „Wir haben uns in die Partie reingekämpft“, sagte Lieber.

Hiergeblieben: Fritzlars Maria Kiwa (links) lässt in dieser Szene Rebecca Berg von der TSG Ketsch aussteigen. Drei Treffer trug die Rückraumspielerin zum 27:19-Erfolg ihrer Mannschaft bei. © Pressebilder hahn

Dazu ließen Lorena Lorenz, Xenia Ahrend und Co. besonders in der Defensive kaum eine Chance zu und drängten die TSG häufig ins Zeitspiel. „Daraus hätten wir noch mehr Kapitel schlagen müssen“, merkte SVG-Coach Cojocar an. Dank der starken Defensive überbrückten die Nordhessinnen auch Schwächephasen. „Die Abwehr ist unsere große Sicherheit“, sagte Lieber. Dazu erwischte Vanessa Maier im Tor einmal mehr einen Sahnetag. Bei 19 Paraden kassierte die 26-Jährige nur 16 Gegentore.

Aber auch in der Offensive war Fritzlar kaum zu bremsen und strahlte von allen Positionen Torgefahr aus. So zeichneten sich Maria Kiwa und Janina Dreyer als Torschützen aus. Für Bibiana Huck kam auf Rechtsaußen Kathleen Nepolsky zu ihrem Heimdebüt, ein Treffer blieb der 33-Jährigen aber verwehrt. Einmal allerdings war die Außen nur regelwidrig zu stoppen. Den fälligen Siebenmeter verwertete Xenia Ahrend zum 18:12 (40.).

Ketsch hingegen versuchte alles, stellte von einer 6:0-Formation auf eine 4:2-Variante um. Vergeblich. „Wir hatten immer die richtige Antwort parat“, konnte sich Trainer Cojocar freuen. Als Dreyer mit einem Doppelschlag auf 21:14 (45.) erhöhte, war die Partie entschieden. Bis auf 23:18 (51.) kamen die Gäste, bei denen die Halblinke Verena Oßwald mit sieben Toren am erfolgreichsten war, noch heran. Mehr war aber nicht drin. Xenia Ahrend sorgte mit drei Treffern in Folge für den 27:19-Endstand.

Fritzlar: Maier (1.-60., 19 Paraden/16 Gegentore), Gürbig (bei drei 7m, 0/3) – Dietrich 3, Huck 2, Ahrend 6/3, Lorenz 2, Nepolsky, Lieber 6/3, Dreyer 4, Grothnes, Kiwa 3, Krüger 1.

Ketsch II: Rüttinger (1.-41., 5/17), Wiethoff (41.-60., 5/10) – Goudarzi 1, Puhr 2, Büssecker, Oßwald 7, Reuthal 5/5, Bühl 1, Berg 1, Novichikhina, Vay 2.

SR: Oesker/Ramcke. Zuschauer: 120. Siebenmeter: 6/8:5/7. Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Der Gegner Schreibt:

Die Niederlage beim Tabellenführer SC Germania Fritzlar in der 3. Liga Ost fiel mit 27:19 ein wenig zu eindeutig aus, aber der Erfolg der „Domstädter“ ging in Ordnung.

Lediglich in den ersten zehn Minuten hielten unsere Junior-Bären das Spiel ausgeglichen. Danach baute Fritzlar in der Offensive immer mehr Druck auf, dem die Bären-Abwehr trotz aller Gegenwehr nicht mehr standhalten konnte. Beim Stand von 6:2 nahm ADRIAN FULADDJUSCH eine Auszeit und stellte die Abwehr geschickt um. In Folge kämpfte sich das junge Team wieder heran. Spätestens nach dem Anschlusstreffer von CARA REUTHAL zum 8:9 wurden die Gastgeberinnen doch etwas nervös und nahmen ihrerseits eine Auszeit. Auch danach hatten unsere Bären gute Chancen, aber einige Fehlwürfe und einfache Fehler führten zum 13:9 Pausenstand.

In der zweiten Spielhälfte nahmen die Germanen an Fahrt auf und erhöhten permanent den Druck. Ketsch stellte gleich mehrfach das System in der Defensive um, gewann dadurch auch einige Bälle, aber die Würfe fanden nicht ihr Ziel oder wurden zur Beute der sehr starken Torhüterin des Tabellenführers. Einige Minuten vor dem Schlusspfiff war der Widerstand unserer Junior-Bären gebrochen und Fritzlar erzielte noch einige einfache Tore.

Die Junior-Bären spielten mit
Katrin Rüttinger und Johanna Wiethoff im Tor, Sara Goudarzi 1, Saskia Puhr 2, Pia Büßecker, Verena Osswald 7, Cara Reuthal 5/5, Ina Bühl 1, Rebecca Berg 1, Vavara Novichikhina, Lea Vay 2

Quelle /// (LINK) /// Wolfgang Schwan

Germania Fritzlar baut auf Nepolsky und Lorenz gegen Ketsch II

Der zweite Teil der Heimspielwochen lockt: Nach dem 31:16 gegen die TSG Ober-Eschbach hat die SV Germania Fritzlar in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen die TSG Ketsch II (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle) zu Gast, ehe das Hessenduell mit Zweitliga-Absteiger HSG Gedern/Nidda lockt.

Das sind zwei gute Gelegenheiten, um zwei weitere Kontrahenten abzuhängen. Als Tabellenvierter (7:5-Punkte) liegt Ketsch II derzeit sogar vor Gedern/Nidda (6:4). „Wir sind der Tabellenführer und wir spielen zu Hause“, lässt SVG-Coach Lucky Cojocar keine Zweifel aufkommen, wer die Halle als Sieger verlassen sollte. Bislang wurden unter dessen Regie 16 von 20 Heimspielen gewonnen. Lediglich gegen Borussia Dortmund II beim 25:28 am 17. Februar patzte Fritzlar vor den eigenen Fans.

Alternative auf Außen: Kathleen Nepolsky ist mit Fritzlar gegen Ketsch II gefordert. © Pressebilder Hahn

Gegen eine Erstliga-Reserve also wie der kommende Gegner. „Ketsch ist gut im Eins-gegen-Eins, deckt sehr aggressiv und wird unbekümmert auftreten“, sagt Cojocar. Vor allem die offensive 3:2:1-Deckung gilt es zu knacken. Mit Torfrau Leonie Moormann, der Halblinken Lara Eckhardt, der vier Tore in der 1. Liga beim 30:27 gegen Bad Wildungen gelangen, und der Halbrechten Verena Oßwald kamen zuletzt drei Akteurinnen aus der Ersten Mannschaft im Team der Juniorbären zum Einsatz.

Fritzlars Abwehr erneut top

Besonders Eckhardt und Oßwald gilt es neben Top-Talent Jule Haupt im Rückraum zu beachten. Viel Arbeit für die Domstädterinnen, die unter 48 Drittligisten aktuell mit 127 Gegentreffern aus sechs Spielen hinter dem TV Hannover-Badenstedt (100 aus 5) die zweitbeste Abwehr stellen. Ihren Anteil daran hat die reaktivierte Lorena Lorenz, die am Sonntag ihren dritten Einsatz nach dem eigentlichen Karriereende im Sommer fliegen wird. Da Luisa Krüger die Weisheitszähne gezogen wurden, kann die Germania auf deren Qualitäten nicht verzichten.

Erneut werden nur acht Feldspielerinnen auf dem Spielbericht stehen, weil auch Anna Holeczy (Montage) passen muss. Alternativ auf beiden Außen steht dafür Kathleen Nepolsky zur Verfügung. Die erstliga-erprobte Rechtshänderin feierte gegen Ober-Eschbach ihren Einstand nach auskuriertem Kreuzbandriss. „Ihre Erfahrung tut uns gut“, betont Cojocar.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Landesliga Frauen: TSG Dittershausen – SV Germania Fritzlar II

Landesliga Frauen: TSG Dittershausen – SV Germania Fritzlar II (So., 15.30 Uhr).

SVG-Coach Gunnar Kliesch warnt vor der individuellen Qualität der Gastgeberinnen: „Mit Kathrin Hoppe haben sie eine Spielmacherin, die im Eins-gegen Eins jeder Mannschaft gefährlich werden kann.“ Dazu kommt mit Kathrin Kördel eine Torjägern, die sowohl als Schützin aus der zweiten Reihe als auch als Kreisläuferin für Gefahr sorgt. „Da müssen wir im Mittelblock hellwach sein“, erklärte Kliesch. Hier wird Anamaria Puda viel Verantwortung übernehmen. Im Angriff erwartet die SVG voraussichtlich eine 5:1-Deckung. Darauf sieht der Trainer sein Team gut vorbereitet, warnt allerdings vor dem guten Konterspiel der TSG.

HNA-Print /// mm /// 07.11.19

Fritzlar steckt Krügers Ausfall weg und feiert souveränen 31:16-Erfolg

Trotz eines weiteren Ausfalls setzte der SV Germania Fritzlar seine Erfolgsserie in der 3. Handball-Liga auch gegen die TSG Ober-Eschbach fort.

Nein, dieses Rumpfteam kann nichts erschüttern. Auch ein neuerlicher Ausfall – der vierte – nicht. Ebenso wenig eine überragende Gäste-Torfrau, die in der Anfangsphase ihren Kasten zuzunageln drohte. All dem trotzte der SV Germania Fritzlar und feierte beim souveränen 31:16 (16:10) gegen die TSG Ober-Eschbach im sechsten Spiel den fünften Sieg und holte sich damit die Tabellenführung in der 3. Handball-Liga Ost zurück.

Nicht zu halten: SVG-Kreisläuferin Lorena Lorenz (l.) setzt sich gegen Lena Rosenberg durch und erzielt einen ihrer drei Treffer beim 31:16-Erfolg.© Pressebilder Hahn

„Jeder weiß, was zu tun ist und setzt das auch um“, beschreibt SVG-Trainer Cojocar das Erfolgsgeheimnis. So hatten seine Schützlinge auch auf die zähe Anfangsphase eine Antwort, als erst nach 12 Minuten durch Xenia Ahrend das erste Feldtor zum 4:3 gelang, nachdem ihnen zuvor Yvonne Petek einen Wurf nach dem anderen weg genommen hatte und nur bei Fritzlars Tempogegenstößen machtlos war.

Doch was die TSG-Torfrau konnte, konnte ihre Kollegin Vanessa Maier genauso. Gestützt auf eine kompakte Abwehr, die nun Beton anrührte, wurde dann auch die Handbremse im Positionsangriff gelockert. „Wir sind mehr in die Tiefe gegangen und haben unser Spiel breiter angelegt“, erklärte Lorena Lorenz den 7:0-Lauf zum 11:4 (21.), der erst von der zweiten Auszeit von Gästetrainer Grzelachowski unterbrochen wurde. Die Kreisläuferin, die nach ihrem Abschied eigentlich nur „im Notfall“ aushelfen wollte.

Genau der war durch das krankheitsbedingte Ausscheiden von Louisa Krüger eingetreten. Die junge Mutter spielte (60 Minuten lang) so als wäre sie nie weg gewesen. Eine Bank in der 6:0-Deckung, ein wertvolles Bindeglied in der zweiten Welle und ein steter Gefahrenherd am gegnerischen Kreis.

Nach dem 13:6 durch Esther Lieber (23.) ließen es die Gastgeberinnen etwas ruhiger und unkonzentrierter angehen. So verkürzte Ober-Eschbach zur Pause auf 16:10, ohne deshalb an den deutlichen Kräfteverhältnissen rütteln zu können.

Auch nach dem Wechsel nicht, als Schlussfrau Petek erneut glänzte. Weil auf die überragende SVG-Abwehr stets Verlass war und dem Gast ohne Ketia Kunelashvili (Heimaturlaub) die Durchschlagskraft aus dem Rückram fehlte. Lazar Constantin Cojocar war trotzdem unzufrieden, konnte sich mit dem reinen Verwalten des Vorsprungs nicht anfreunden. Und griff per Auszeit ein.

Die Folge: Vier Tore in Folge zum 25:13 (50.), wobei insbesondere Maria Kiwa auftaute. Und sich, wie von ihrem Coach gefordert, „etwas zutraute.“ Zwei sehenswerte Distanzwürfe nämlich, die unhaltbar für Petek im TSG-Tor einschlugen. Dann luchste die Rückraumspielerin auch noch Celine Gehrke den Ball ab, bediente Lorena Lorenz, die sich mit ihrem dritten Treffer zum 29:15 (58.) bedankte. Es wird wohl nicht der letzte Notfall gewesen sein.

HNA Online /// Ralf Ohm /// Foto: Hahn

Der Gegner Schriebt:

Der Tabellenführer erwies sich
als zu stark für unsere Pirates:

Mit 16:31 (10:16) unterlagen unsere „Pirates“ beim neuen Tabellenführer Germania Fritzlar. Bis zur 14. Minute konnte das Ober-Eschbacher Team in Nordhessen mithalten: Da stand es 4:4. Im Anschluss erzielten die Gastgeberinnen sieben Tore in Folge und zogen auf 11:4 davon. Anschließend nahm Trainer Christian Grzelachowski die zweite Auszeit. Danach kamen seine Schützlinge wieder besser ins Spiel und konnten den Rückstand bis zur Pause leicht verkürzen. Die zweite Halbzeit hatte einen ähnlichen Verlauf wie die erste. Eine Viertelstunde lang bis zum 20:13 für die Gastgeberinnen blieben unsere Mädels einigermaßen im Match. Dann war Fritzlar sechsmal hintereinander erfolgreich und beim Stand von 26:13 war die Partie längst entschieden (52. Minute).

Andrea Mertens (3), Greta Bucher (3), Rica Wäscher (3), Martina Pandza (3), Franziska Chmurski (2) und Lisa Lichtlein (2/2) trafen im Piratendress. Diese 16 Tore sind allerdings viel zu wenig. Christian Grzelachowski redete hinterher Klartext. Er sprach von einer „desolaten Angriffsleistung mit vielen Pass- und Fangfehlern und auch technischen Fehlern, die ein Topteam wie Fritzlar gnadenlos bestraft.“ Ein Lichtblick sei die junge Lena Rosenberg gewesen, die auf der Mittelposition Verantwortung übernommen hätte. „Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, aber nun ist die Zeit der Ausreden vorbei“, so der Coach. „Gegen Kleenheim ist von uns ein sportliches und charakterliches Statement gefragt.“ Er glaube an das Team, doch es müssten Taten folgen.

Quelle /// tsg-frauen.de /// (LINK)

Wesertal nach der Pause vorne zu harmlos

Fritzlar – Das Unterfangen des Frauenhandball-Landesligisten HSG Wesertal, den Spitzenreiter SV Germania Fritzlar II eventuell ins Stolpern zu bringen konnte nur ein wenig mehr als eine Halbzeit aufrecht erhalten werden.

Am Ende stand für die Wesertalerinnen eine deutliche 20:30 (14:16)-Niederlage.

„Es war ein temporeiches Spiel, in dem wir in der ersten Halbzeit gut im Spiel waren. Nach der Pause haben wir vorne zu statisch und drucklos gespielt“, bemängelte HSG-Trainer Jürgen Herbold die zu schwache Angriffsleistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Die Wesertalerinnen kamen gut in die Partie und führten mit 4:2. In dieser Phase ließen sie noch zwei Chancen aus. Eine kleine Schwächephase überstanden sie gut und glichen zum 8:8 aus.

Bis zur Pause führte Fritzlar II zumeist mit zwei oder drei Toren. Durch Siebenmeter von Tessa Herbold und Joana Leibecke kam die HSG auf 13:14 heran. Fritzlar legte danach zwei Treffer noch, doch schaffte Leibecke fünf Sekunden vor der Pause das wichtige 14:16.

In der zweiten Hälfte konnte zwar Ann-Sophie Przyludzki auf 15:17 verkürzen. Danach folgten jedoch acht torlose Minuten, die die Gastgeberinnen dazu nutzten, um auf 21:15 wegzuziehen. Diese übten viel Druck auf die HSG-Abwehr aus, während von den Gästen nur noch wenig nach vorne kam. Dazu hatten sie mit drei oder vier Pfostentreffern Pech. Es gelang noch einmal, auf 17:21 zu verkürzen, ehe die Domstädterinnen in der Schlussviertelstunde endgültig über 27:18 bis auf 30:20 wegzogen.

Tore Fritzlar II: Albus (8/5), Puda (7), Alter (6), Grothnes, Reimbold (je 3), Naumann (2/1), Küster (1).

Wesertal: Henze, Aßhauer – I. Riedel, Kaczor (1), Leibecke (4/2), Jakob, Herbold (2/1), Wessel (3), Martin (3), C. Przyludski, A.-S. Przyludzki (6), Keßeler (1), Kranz, Meth.

Spielstände: 2:4 (6.), 6:4 (10.), 8:8 (16.), 14:11 (25.), 14:13 (28.), 17:15 (31.), 21:15 (39.), 21:17 (44.), 27:18 (53.), 30:20 (60.).

HNA Online /// Michael Wepler /// Foto: Löschner

Fritzlar kann mit Sieg über TSG Ober-Eschbach wieder Tabellenführer werden

Auch mit einem Rumpfkader ist der SV Germania Fritzlar in der 3. Handball-Liga noch ungeschlagen. Und will seine Erfolgsserie gegen die TSG Ober-Eschbach fortsetzen.

Man nehme: zwei überragende Torfrauen hinter einer eingespielten Deckung, dazu einen großen mannschaftlichen Zusammenhalt und einen Coach, der für sein hartes und effektives Training bekannt ist. Schon tritt da ein (Rumpf-) Team auf den Plan, das trotz des Verlustes von vier Spielerinnen nach fünf Partien in der 3. Handball-Liga Ost noch ungeschlagen ist und erst am vergangenen Spieltag ihren ersten Punkt abgab. Gemeint ist der SV Germania Fritzlar, der gegen die TSG Ober-Eschbach (So. 17 Uhr, Sporthalle der KHS) die Chance hat, sich die Tabellenführung zurück zu holen.

Ein Rückhalt der Extraklasse: Fritzlars starke Torfrauen Vanessa Maier (l.) und Lea Gürbig, die auch am Sonntag gegen die TSG Ober-Eschbach gef ordert sind.© Pressebilder Hahn

Kein leichtes Unterfangen, bekommen es die Gastgeber doch mit einem routinierten Gegner zu tun, der die zwischenzeitliche 24:40-Schlappe in Eddersheim verarbeitet hat und danach beim 29:29 in Halle-Neustadt „ohne Fünf“ einen Sechs-Tore-Rückstand aufholte. „Diese Reaktion macht Mut für die kommenden Spiele“, freute sich Trainer Grzelachowski.

In Fritzlar kann er wieder auf die Ex-Kirchhoferin Rica Wäscher und auf die ehemalige Domstädterin Franziska Chmurski zurückgreifen – zwei von insgesamt fünf starkien Rückraumspielerinnen (neben Wäscher und Chmurski noch Selin Gehrke, Andrea Mertens und der georgische Neuzugang aus der ersten französischen Liga, Ketia Kunelashvili), die der Germania zusammen mit Kreisläuferin Greta Bucher, einen Strich durch die Rechnung machen könnten.

Christian Grzelachowski, schon der dritte TSG-Trainer nach Alexander Adamski und Holger Hölzinger, der die Mannschaft in der Abstiegsrelegation der letzten Saison in der Klasse hielt, sieht seine Schützlinge zwar in der „Außenseiterrolle“, die aber kein Nachteil sein muss. Denn: „Wir können befreit aufspielen.“ Ähnliche Voraussetzungen wie am vierten Spieltag bei Gedern/Nidda, als die Mannschaft einen 22:20-Überraschungscoup landete.

Für SVG-Coach Cojocar ist klar, „dass wir wieder hundert Prozent gehen müssen, um erfolgreich zu sein“. Das heißt vor allem: viel laufen. In der Hoffnung auf Ballgewinne der Vorderleute von Vanessa Maier und Lea Gürbig, um über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren zu kommen.

Das würde den Fritzlarer Positionsangriff entlasten, der besonders unter den Ausfällen leidet. Der aber ebenfalls zusammen gerückt ist d.h. jeder hilft jedem und jeder kann fast jede Position spielen. Auch das ist Teil des bisherigen Erfolgsplans.

HNA Online /// Ralf Ohm /// Foto: Hahn

Xenia Ahrend und Vanessa Maier retten SV Germania Fritzlar späten Punkt

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben ihren ersten Punktverlust in der 3. Liga Ost hinnehmen müssen. Allerdings verbucht der Spitzenreiter das 19:19 (9:7) bei der HSG Kleenheim/Langgöns durchaus als Erfolg.

Denn in der packenden Schlussminute lief alles für die Gäste. 21 Sekunden vor dem Ende nahm SVG-Coach Lucky Cojocar an alter Wirkungsstätte eine Auszeit. Die fruchtete. Xenia Ahrend gelang mit einem Schlagwurf aus halbrechter Position das 19:19. Daraufhin nahmen auch die Gastgeberinnen noch eine Auszeit. Und kamen zum Abschluss. Zwei Sekunden vor der Sirene zog Katharina Weber aus sechs Metern ab und fand in der überragenden Torfrau Vanessa Maier ihren Meister.

Viel Widerstand: Fritzlars Maria Kiwa (l.) beißt sich hier an Kleenheims Kim Win kes die Zähne aus. © Jens Demarczyk

„Vanne hat ein perfektes Spiel abgeliefert“, lobte Cojocar den Rückhalt, der 60 Minuten zwischen den Pfosten ein Fels in der Brandung war. 16 teils spektakuläre Paraden gelangen. Mit dem Fuß, der Hand, von außen, aus der Nahwurfzone. Dank überragendem Stellungsspiel und mit guten Seitwärtsbewegungen war Maier zur Stelle. Auch der Mittelblock mit zunächst Esther Lieber und Maria Kiwa sowie später auch Janina Dreyer und Luisa Krüger wusste zu überzeugen.

In einem Kampfspiel, in dem sich die HSG auch ohne die verletzte Regisseurin Stina Karlsson nicht abschütteln ließ. „Wir haben es nicht geschafft, uns entscheidend abzusetzen. 18 Fehlwürfe und 14 technische Fehler waren zu viel“, wusste Handball-Lehrer Cojocar, der seinem Team indes kämpferisch die Note Eins mit Sternchen verlieh. Einfache Tore aus dem Rückraum fehlten den Gästen. Da traf Dreyer nur einmal und Maria Kiwa gar nicht. Auch Lieber (4) und Ahrend (2, zudem zwei Siebenmeter) können es besser.

Kleenheim verkraftet Nadelstiche gut

Selbst der Doppelschlag Liebers zum 9:7 (30.) gereichte nicht zur Besserung, weil Lisa-Marie Kneller und die starke Kreisläuferin Weber nach der Pause ausgleichen konnten (35.). Torfrau Maier, deren Gegenüber Rixa Hahn ebenfalls stark parierte, veredelte ihre gehaltenen Bälle durch Harpunen zu Tempogegenstößen. Diese wussten die formstarken Außen Lena Dietrich (2) und Anna Holeczy zu drei Treffern auszunutzen.

Nadelstiche, die jedoch bei Kleenheim kaum Wirkung zeigten. „Ich frage mich, warum solch ein starkes Team zuvor bereits fünf Punkte abgeben konnte“, zollte Cojocar der HSG Respekt. Und war froh, nicht verloren zu haben. Das verhinderten in erster Linie Xenia Ahrend und Vanessa Maier, die bis zum Schluss hellwach waren.

Fritzlar: Maier, Gürbig – Dietrich 3, Holeczy 3, Huck 2, Ahrend 4/2, Lieber 4, Dreyer 1, Kiwa, Krüger 2.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Jens Demarczyk

Der Gegner schriebt:

Spitzenreiter Punkt abgeknöpft

Eine hochdramatische Partie sahen 200 Zuschauer am Samstagabend in der Weidig-Sporthalle in Oberkleen, wo sich die HSG Kleenheim-Langgöns in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen mit dem bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer Germania Fritzlar duellierte. Und um ein Haar hätte es für die Gastgeberinnen nach Elena Schuchs Treffer für den doppelten Punktgewinn gereicht, doch Xenia Ahrend sicherte dem Team von Ex-SGK-Coach Lazar Cojocar in der Schlussminute noch das 19:19 (9:7)-Unentschieden. Dieser Gegentreffer änderte aber nichts am starken Gesamteindruck, den die Gastgeberinnen hinterlassen hatten.

Packendes Duell: Kim Winkes von der HSG Kleenheim-Langgöns (M.) holt beim 19:19-Unentschieden gegen Spitzenreiter Germania Fritzlar gegen Xenia Ahrend (l.) und Bibiana Huck einen Siebenmeter heraus.© ras

„Ich habe mich mit ›Lucky‹ nach dem Spiel unterhalten. Wir sind beide der Meinung, dass es ein gerechtes Remis war. Wir haben zwei extrem starke Abwehrreihen auf beiden Seiten gesehen mit exzellenten Torhüterinnen dahinter. Bei meiner Mannschaft hat mir sehr gut gefallen, wie sie mit den Rückschlägen – sei es personeller Natur oder denen während der 60 Minuten – umgegangen ist. Wir haben uns immer wieder zurückgekämpft“, war SGK-Coach Marc Langenbach stolz, dass sein Team dem Primus den ersten Punkt abgeknöpft hatte.

Dabei mussten die Kleenheimer schon vor dem Anpfiff die Hiobsbotschaft verdauen, dass Spielmacherin Stina Karlsson aufgrund einer Achillessehnenverletzung nicht eingesetzt werden konnte. Was sich im HSG-Angriffsspiel doch bemerkbar machte, allerdings kompensierten die Gastgeberinnen dies mit hingebungsvollem Abwehrspiel. Über die gesamte Dauer der ersten Hälfte agierten beiden Teams auf Augenhöhe (2:2, 6., 3:3, 10., 5:5, 15.), weil die Langenbach-Sieben nach Tanja Schorradts 7:6 aber sechs Minuten ohne Tor blieb, ging Fritzlar mit einer 9:7-Führung in die Kabinen.

Doch Kleenheim-Langgöns schlug schnell zurück (10:10, 36.) und ließ sich auch von einem neuerlichen Zwei-Tore-Rückstand (13:15, 46.) nicht schocken. Die Abwehr arbeitete fortan ebenso intensiv wie aggressiv, und wenn die SGK-Deckung doch einmal überwunden wurde, war eine bärenstarke Rixa Hahn zwischen den Pfosten zur Stelle, die über 60 Minuten toll hielt. So konnten die Kleebachtalerinnen beim 15:15 wieder ausgleichen (49.), bis in die absolute Schlussphase hinein stand die Partie auf des Messers Schneide. Lisa-Marie Kneller (57.) und Elena Schuch (59.) wandelten den 17:18-Rückstand in eine 19:18-Führung um, ehe Ahrend der Ausgleich gelang. Zwar bot sich Kleenheim-Langgöns in den Schlusssekunden noch ein letzter kurzer Angriff, ein weiterer Treffer wollte aber nicht mehr gelingen. So blieb es bei einer Punkteteilung, mit der alle Beteiligten am Ende gut leben konnten. „Sicherlich haben wir im Angriff noch Verbesserungspotential, dennoch bin ich stolz, wie andere Spielerinnen nach Stinas Ausfall Verantwortung übernommen haben. Einstellung und Moral waren zudem vorbildlich“, lobte Langenbach.

Kleenheim-Langgöns: Hahn, Buhlmann; Barnusch, Bachenheimer (2/2), Schuch (1), Rüspeler, Schorradt (2), vom Hagen (1), Fischer, Kiethe (3), Weber (5), Langenbach (1), Karlsson, Kneller (3), Winkes (1).

Fritzlar: Maier, Gürbig; Dietrich (3), Holeczy (3), Huck (2), Ahrend (4/2), Lieber (4), Dreyer (1), Kiwa, Krüger (2).

Im Stenogramm: SR: Müller/Notbohm (Arnsberg/Wahlsheide). – Zu.: 200. – Zeitstrafen: 4:8 Min. – Siebenmeter: 4/2:2/2.

Giessener Allgemeine /// (Link) /// Marc Steinert /// Foto: ras

Besonderes Wiedersehen für Fritzlars Trainer Lucky Cojocar in Kleenheim

Sie haben aus der Not eine Tugend gemacht. Aus einem Rumpfteam eine erfolgreiche Einheit. Die Mannschaft des SV Germania Fritzlar, die nach vier Siegen die Tabelle der 3. Handball-Liga Ost der Frauen anführt.

Und am Samstag (20 Uhr) bei der HSG Kleenheim-Langgöns vor dem nächsten Prüfstein steht. Denn das Team aus dem mittelhessischen Landkreis Wetzlar strebt einen Spitzenplatz an. Gleich 20 Spielerinnen tummeln sich im Kader. Weitere Talente aus der zweiten Mannschaft (Landesliga) und A-Jugend (Oberliga) scharren mit den Hufen. „Kleenheim ist ein gut geführter Verein, bei dem sich die Jugendarbeit auszahlt“, betont Lucky Cojocar. Fritzlars Coach muss es wissen, denn von 2011 bis 2017 war er der Trainer der HSG.

Gibt die Richtung vor: Fritzlars Trainer Lucky Cojocar.© Pressebilder Hahn

Überaus erfolgreich sogar, denn mit vergleichbar bescheidenen Mitteln gelang dem A-Lizenz-Inhaber 2016 die Meisterschaft in der 3. Liga West und 2017 mit 28:32 Punkten der souveräne Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Allein aus wirtschaftlichen Gründen zog Kleenheim seine Mannschaft danach zurück – und der Rumäne heuerte im Januar 2018 in Fritzlar an. Weiter an Bord von damals sind Rückraumspielerin Tanja Schorradt und Kreisläuferin Katharina Weber, die unter ihrem Mädchennamen Wagner 2014 beinahe bei der SG 09 Kirchhof gelandet wäre.

Ehefrau des Trainers spielt auf Linksaußen

Herausragend beim Tabellenfünften ist zudem die erstliga-erprobte Spielmacherin Stina Karlsson (TuS Metzingen). Wirkungsvoll auf den Flügeln wirbeln auf rechts Lisa Marie Kiethe, die im Nachwuchsbereich des Thüringer HC reifte, und Janina Langenbach, die Ehefrau von HSG-Coach Marc Langenbach. Der heute 37-Jährige stieg selbst mit dem TV Hüttenberg 2011 in die 1. Bundesliga auf.

„Das Umschaltspiel wird noch wichtiger“, betont Cojocar vor dem Vergleich mit seinem Ex-Verein. Zwei Torhüterinnen und acht Feldspielerinnen müssen es weiterhin richten. Wobei mit Janina Dreyer eine Schlüsselspielerin aufgrund Adduktoren-Beschwerden fraglich ist. Noch etwas Geduld ist bei Kathleen Nepolsky gefragt, die weiter im Aufbautraining steckt. Bei beiden gilt die Maxime: Kein Risiko. Schließlich soll aus der neuen Tugend keine neue Not entstehen.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Der Gegner Schreibt:

Der Spitzenreiter kommt

Ein alter Bekannter stellt sich am Samstagabend (20 Uhr) in der Weidig-Sporthalle in Oberkleen vor, wenn die HSG Kleenheim-Langgöns in der 3. Frauenhandball-Liga (Staffel Ost) ihr drittes Heimspiel bestreitet. Ein Geschenk in Form von Punkten hat Lazar Cojocar aber für seine alte Mannschaft sicherlich nicht vorgesehen, denn mit Germania Fritzlar möchte der ehemalige SGK-Trainer die Tabellenführung verteidigen. Die bislang weiße Weste der Nordhessen besudeln will dagegen das Team von Trainer Marc Langenbach.

„Fritzlar ist Tabellenführer, hat bislang alle seine Spiele souverän gewonnen, weshalb wir am Wochenende krasser Außenseiter sind“, sind für den SGK-Coach die Rollen vor dem Duell am späten Samstagabend zwar klar verteilt. Dennoch gibt sich Langenbach vorher noch lange nicht geschlagen. „Wir wollen zu Hause einfach ein gutes Spiel zeigen und müssen dafür in der Abwehr wieder so gut stehen wie in der bisherigen Saison. Dazu muss es uns gelingen, noch mehr ins Tempo zu kommen, um mehr einfache Tore zu erzielen.“

Was allerdings alles andere als einfach werden dürfte, denn die Fritzlarerinnen spielen bislang eine blitzsaubere Saison. Die beiden bisherigen Auswärtsspiele (30:26 beim Thüringer HC II, 25:21 bei der TSG Eddersheim) wurden ebenso siegreich gestaltet wie die zwei Heimauftritte (31:27 gegen Rodgau/Nieder-Roden, 27:18 gegen Halle-Neustadt II). Dabei ist die Liga für die Nordhessinnen in gewisser Weise Neuland, im vergangenen Jahr lief das Team von „Lucky“ Cojocar noch in der West-Staffel auf und wurde dort Vizemeister. Dass die Mannschaft aus dem Schwalm-Eder-Kreis damit auch in dieser Saison zu den hochgehandelten Teams gezählt wird, überrascht daher nicht. Und ganz so unbekannt ist den „ungünstig gelegenen“ Fritzlarerinnen die Ost-Staffel dann doch nicht, bereits zum sechsten Mal in den letzten neun Jahren musste die Germania die Klasse wechseln. „Fritzlar hat eine seit Jahren eingespielte Mannschaft und beispielsweise mit Esther Lieber oder Bibana Huck tolle Spielerinnen. Insgesamt ist es aber schwer, sich auf einzelne Akteure zu konzentrieren, denn jede Spielerin besitzt individuelle Klasse“, hat Langenbach eine hohe Meinung vom Tabellenführer, sieht in der Außenseiterrolle aber auch Vorteile. „Wir sind diesmal nicht der Favorit und stehen daher nicht so unter Druck, sondern können befreit aufspielen.“

Personell sind vor dem Wochenende noch ein paar wenige Fragen offen. Die zuletzt fehlende Tanja Schorradt lag auch bis zur Wochenmitte noch mit einer Grippe flach, weshalb hinter ihrem Einsatz doch ein großes Fragezeichen steht. Janina Langenbach plagt sich seit der Partie in Herzogenaurach mit Nacken- bzw. Rückenproblemen herum, dürfte am Samstag aber im Kader stehen.

Giessener Allgemeine /// Marc Steinert /// (LINK)

Reimbold lässt Fritzlar jubeln

SV Germania Fritzlar II – TV Hersfeld 29:28 (13:14)

RR/RM/RL - 17.06.2000 - Im Verein seit 2019

Chantal Reimbold – RR/RM/RL – 17.06.2000 – Im Verein seit 2019

Herzschlagfinale in Fritzlar. Erst 15 Sekunden vor Schluss war es Chantal Reimbold, die mit ihrem siebten Treffer den Sieg der Domstädterinnen perfekt machte. Zuvor hatte das Team von Gunnar Kliesch große Probleme mit den Gästen. „Hersfeld hat das Spiel langsamer gemacht und immer wieder den Weg über der Eins-gegen-Eins gesucht“, gestand der SVG-Coach. Vor allem TV-Torjägerin Luisa Teichmann war nicht zu stoppen und erzielte elf Tore. Dagegen ließ der Gastgeber beste Möglichkeiten liegen. Als Hersfeld Mitte der zweiten Hälfte erstmals mit zwei Toren in Führung ging reagierte Kliesch: „Wir sind dann Risiko gegangen, haben auf 5:1 gestellt und das hat letztlich die endscheidende Wende gebracht:“ Auch, weil die zuvor schon mit zweimal zwei Minuten vorbestrafte Anamaria Puda ihren Job jedoch hervorragend erledigte.

Tore Fritzlar: Küster 3, Alter 4, Naumann 3, Reimbold 7, Stockschläder 1,
Albus 5/3, Puda 3, Werner 1, Bücker 2.

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Germania siegt souverän und bleibt Tabellenführer

Fritzlar – Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben ihre Siegesserie fortgesetzt. Mit 27:18 (15:9) gewann das Team von Trainer Lucky Cojocar gegen die Zweitliga-Reserve des SV Union Halle-Neustadt.

„Wir haben heute vieles richtig gemacht“, stellte SVG-Coach Cojocar zufrieden fest. Denn die Germania begann in der Offensive mit ordentlich Tempo, vor allem Esther Lieber und Xenia Ahrend stießen mutig in die Lücken und suchten selbst den Abschluss oder legten auf die beiden Außen Lena Dietrich und Bibiana Huck ab. Dazu machte auch Maria Kiwa ihre Sache im rechten Rückraum gut. Über 2:0 (3.) und 4:1 (8.) erspielten sich die Gastgeberinnen eine 7:2-Führung (13.).

Abgezogen: SVG-Rückraumspielerin Xenia Ahrend war kaum zu bremsen und trug sechs Treffer zum 27:18-Erfolg über Halle-Neustadt II bei. © Pressebilder Hahn

Dann leistete sich Fritzlar jedoch eine Schwächephase in der Offensive. „Wir haben unsere Linie etwas verloren“, monierte Cojocar. Bei den Gästen hingegen machte sich die Hereinnahme der Halblinken Julia Redder und von Kreisläuferin Tina Stehlik bemerkbar. Vor allem gegen die Distanzwürfe von Redder fand Fritzlar zunächst kein Mittel. Die Rückraumschützin verkürzte auf 7:8 (18.).

Den richtigen Impuls setzte Coach Cojocar. Denn er vertraute auf sein Bauchgefühl und schickte Vanessa Maier für die bis dato gut aufgelegte Lena Gürbig ins Tor. Und das mit Erfolg, denn Maier parierte prompt einen Strafwurf von Justine Schmitz. „Die beiden Torfrauen sind unser großes Plus“, lobte der SVG-Trainer das Duo. Jetzt nahm auch der Fritzlarer Angriff wieder an Fahrt auf. Anna Holeczy und Lena Dietrich sorgten jeweils mit einem Doppelschlag für die komfortable 15:9-Pausenführung.

Nach Wiederanpfiff ließen die Domstädterinnen keinen Zweifel mehr an ihrer Überlegenheit aufkommen. Ahrend und Meyfarth führten klug Regie, während vor allem Lena Dietrich auf Linksaußen immer wieder gekonnt in Szene gesetzt wurde. Als sie zum 24:15 (51.) traf, war die Partie entschieden.

„Der Ball lief, wir haben ordentlich Tempo gemacht und den richtigen Zeitpunkt zum Torwurf abgewartet“, sagte Cojocar. Und: „Das Spiel aber haben wir in der Abwehr gewonnen.“ Denn da war auf die 6:0-Deckung und das Torwartduo Maier/Gürbig verlass.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Germania Fritzlar peilt trotz großer Personalprobleme vierten Sieg im vierten Spiel an

Fritzlar – „Da müssen wir durch“, lautet die Reaktion von Lucky Cojocar, dem Trainer der Handballerinnen des SV Germania Fritzlar, auf die Verletztenmisere beim heimischen Drittligisten. Der dieser bisher phänomenal trotzte.

Und nun gegen die Zweitliga-Reserve des SV Union Halle-Neustadt (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle) den vierten Sieg im vierten Spiel einfahren will. Vom SVG-Coach ist im Training zur Zeit Fingerspitzengefühl gefragt. „Ich muss aufpassen, dass die Belastung nicht zu viel wird“, sagt Cojocar. Denn die personelle Situation ist weiterhin angespannt. So droht auch Rückraumspielerin Janina Dreyer (Adduktorenprobleme) auszufallen. Gegen Eddersheim stellte sich die Halblinke noch in den Dienst der Mannschaft und biss auf die Zähne. Daneben fehlen weiterhin Jana Hoppe, Kathleen Nepolsky und Hannah Puntschuh (alle Knieverletzung). Chantal Reimbold und Nina Albus aus der SVG-Reserve könnten also wieder ins Team rücken.

Sprang bisher effektvoll in die Bresche: Rückraumspielerin Maria Kiwa (rechts), die im Fritzlarer Angriff immer mehr Verantwortung übernimmt. © Pressebilder Hahn

Diese Probleme haben die Domstädterinnen SVG-Handballerinnen bisher gut weggesteckt. Neben Spielmacherin Esther Lieber haben sich vor allem Xenia Ahrend und Maria Kiwa zu Leistungsträgerinnen aufgeschwungen. „Sie haben beide große Fortschritte gemacht“, lobt Cojocar die Rückraumspielerinnen. Neben der gut aufgelegten Vanessa Maier im Tor sprangen zuletzt auch Lena Dietrich und Luisa Krüger gerade in der Abwehr effektvoll in die Bresche.

Mit der Zweitliga-Reserve erwartet die SVG auf dem Papier eine vermeintlich leichte Aufgabe, denn der Drittliga-Neuling hat bisher alle seine vier Partien verloren. Dennoch warnt Cojocar vor dem Schlusslicht: „Wir schauen nicht auf die Tabelle. Bei Reserveteams weiß man nie, wer spielt.“

So könnten aus dem Zweitliga-Team Linksaußen Isabell Rösner oder Kreisläuferin Toni Reppe mitreisen. Aufpassen muss die SVG-Offensive vor allem auf die linke Angriffsseite des Teams von Trainer Jan-Henning Himborn, wo insbesondere Justine Schmitz und Lena Smolik für Torgefahr sorgen.

HNA Online /// LINK /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar stürmt nach 25:21 in Eddersheim die Tabellenspitze

Auch eine Verletzungsmisere kann die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar nicht stoppen. Im Spitzenspiel gegen die bisher ungeschlagene TSG Eddersheim gewann das Team von Trainer Lucky Cojocar 25:21 (10:11) und führt nun als einzig verlustpunktfreie Mannschaft die Tabelle an.

„Wir sind etwas verkrampft ins Spiel gegangen“, bekannte der Coach. Einzig beim 4:3 (5.) durch Esther Lieber lagen die Gastgeberinnen in Führung, ansonsten liefen die Domstädterinnen über 5:6 (11.) und 7:9 (19.) stets einem Rückstand hinterher, weil zu viele Chancen ungenutzt blieben.

Starke Vorstellung: Luisa Krüger feierte mit Germania Fritzlar den dritten Sieg in Serie. © Pressebilder Hahn

Dies änderte sich nach Wiederanpfiff. Bibiana Huck brachte die Germania beim 13:12 (38.) nach vorn, Luisa Krüger erhöhte auf 19:16 (43.). Lieber sorgte mit drei Treffern in Folge gar für einen 19:16-Vorsprung (48.). Und in der Defensive rührten die Gäste nun Beton an. Dietrich rückte in der Deckung auf Halb und schaltete TSG-Torjägerin Franziska Feick aus. „Sie hat in der Abwehr ein Bombenspiel gemacht“, lobte Cojocar die Linksaußen.

Eddersheims Halblinke Lilly König fand zudem kein Mittel gegen Luisa Krüger. Dazu steigerte sich Vanessa Maier im SVG-Tor. Und Xenia Ahrend sowie Lieber fanden immer wieder Lösungen gegen die 5:1- und 4:2-Abwehrvariante der Gastgeberinnen. Für Verschnaufpausen im Rückraum sorgte zudem Chantal Reimbold, die wie Nina Albus aus der SVG-Reserve mit nach Südhessen gereist war.

Huck und Krüger sichern Coup

Eng wurde es noch einmal, als Maria Kiwa nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah (52.) und Eddersheims Spielmacherin Hanna Özer auf 19:20 verkürzte (53.). Auch als die Germania durch Huck und Lieber zum 22:19 (55.) konterte, war der Sieg noch nicht sicher, weil Özer und Linda Brocke umgehend wieder den Anschluss herstellten (21:22, 56.).

Erst nach einer Auszeit von Coach Cojocar sicherten Huck und Krüger den Coup zum 25:21 (60.). „Die Mannschaft hat trotz der zahlreichen Ausfälle eine tolle Moral bewiesen und eine super Leistung gezeigt“, lobte der Handball-Lehrer.

Fritzlar: Maier, Gürbig – Dietrich, Huck 4, Ahrend 10/3, Albus, Lieber 6, Reimbold, Dreyer 1, Kiwa, Krüger 4.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Germania Fritzlar ersatzgeschwächt zum Tabellenführer

Fritzlar – Hohe Hürde für die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar: Die Domstädterinnen treten am Sonntag (15 Uhr) bei Tabellenführer TSG Eddersheim an. „Für mich der Aufstiegsfavorit Nummer eins“, sagt SVG-Trainer Lucky Cojocar. Und: „Eddersheim hat eine tolle Vorbereitung gespielt und gute, eingespielte Mannschaft.“

Die Schützlinge von Trainer Fischer sind mit 21,8 Jahren Durchschnittsalter eines der jüngsten Teams der Liga. Der personelle Umbruch hat sich bei den Südhessinnen in Grenzen gehalten, nur Anna Lena Kempf (Karriereende) und Linkshänderin Stefanie Güter (zum Zweitligisten SV Werder Bremen) haben den Verein verlassen. Dazugekommen sind die beiden A-Jugendlichen Ariane Hilbig (Budenheim) und Clara Wimmer (Bensheim/Auerbach).

Kehrt zum Topspiel in den SVG-Kader zurück: Kreisläuferin Luisa Krüger.© Pressebilder Hahn

Tobias Fischer setzt auf eine offensiv ausgerichtete 6:0-Abwehrformation mit Lisa Brennigke im Tor. Vor allem im Rückraum ist das Team hervorragend besetzt. Spielmacherin Franziska Feick setzt Kreisläuferin Lena Thoß immer wieder in Szene und ist wie die „Halben“ Hanna Özer und Lilly König stark im Eins-gegen-Eins. Dazu ist die Rückraumlinke König auch aus der zweiten Reihe torgefährlich. Dazu kommt mit Tabea Schweikart eine hochtalentierte Rechtsaußen.

Die personelle Situation bei der Germania ist weiterhin angespannt. Luisa Krüger und Esther Lieber kehren zwar wieder in den Kader zurück. Neben Melina Horn (Karriereende nach Knieverletzung) und Hannah Puntschuh (Kreuzbandriss) fehlt den Domstädterinnen aber Bibiana Huck (krank) und Anna Holeczy (beruflich verhindert). Auch Jana Hoppe steht noch nicht zur Verfügung. Bei Kathleen Nepolsky wird sich kurzfristig entscheiden, ob die Linksaußen eine Option ist. Im Rückraum stehen Coach Cojocar damit nur noch Xenia Ahrend, Maria Kiwa, Janina Dreyer und Lieber zur Verfügung.

Dennoch: Bange machen gilt nicht. „Wir haben schon bewiesen, dass wir auch mit einem kleinen Kader bestehen können“, sagt Cojocar: Sein Rezept lautet: „Wir müssen einen frühen Rückstand vermeiden und wollen die Partie solange wie möglich offen halten.“

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Kooperation mit der König-Heinrich-Schule


Nach mehreren Gesprächen haben sich die Verantwortlichen des SV Germania Fritzlars mit dem Schulleiter Herr Neumark und der schulinteren Sportkoordinatorin Frau Ahlers geeinigt, dass nach den Herbstferien eine Handball-AG für Mädchen in den Klassenstufen 5, 6 und 7 angeboten wird. Diese wird von unserer erfahrenen lizensierten Trainerin Susanne Bachmann geleitet. Die Auftaktveranstaltung findet am 17.10.2019 von 15:30 Uhr – 17:00 Uhr statt und wird zukünftig wöchentlich donnerstags um diese Uhrzeit in der Sporthalle der König-Heinrich-Schule durchgeführt. In der vergangenen Woche wurden die entsprechenden Verträge unterschrieben und jetzt kann es losgehen.

Schock: Fritzlars Kapitänin Melina Horn muss Handball-Karriere beenden

Gleich zwei Hiobsbotschaften müssen die Handballerinnen des Drittligisten SV Germania Fritzlar verkraften. Kreisläuferin Hannah Puntschuh hat sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen. Noch schlimmer sieht es bei Melina Horn aus.

Denn die Kapitänin muss ihre Karriere wegen eines Knorpelschadens im Knie auf Anraten von Dr. med. Hans-Günter Schafdecker beenden. Seit dem 7. April, als sie mit vier Toren am 32:21 gegen den 1. FC Köln beteiligt war, hatte das Rückraum-Ass pausiert. Immer wieder wurde das Knie dick, selbst Treppensteigen schmerzt. Im November muss sie sich einer Arthroskopie unterziehen und weiß dann, was sportlich und im Alltag noch möglich ist.

Stets ein Vorbild: Melina Horn, hier gegen Salzuflen, muss ihre Karriere beenden. © Pressebilder Hahn

„Es tut weh, so aufhören zu müssen. Den Zeitpunkt hätte ich gern selbst bestimmt“, sagt die 31-Jährige. Die Vollbluthandballerin wird der Germania indes erhalten bleiben und fungiert nun als Co-Trainerin von Coach Lucky Cojocar. Bis 2010 reifte die Linkshänderin bei der HSG Bad Wildungen mit ihren langjährigen Wegbegleiterinnen Vilte Duknauskaite, Lorena Lorenz (beide bis zum Sommer in Fritzlar) und Esther Meyfarth, die nun nach ihrer Hochzeit als Frau Lieber die letzte Verbliebene dieses Parade-Jahrgangs ist.

Nach einer Saison bei der SG 09 Kirchhof schloss sich Horn 2011 der Germania an, wo sie stets zu den treffsichersten SVG-Spielerinnen in der 3. Liga zählte. Größte Erfolge waren die Meisterschaft 2016 und die Vizemeisterschaft in diesem Jahr. „Melina war immer eine Vorzeigespielerin mit viel Disziplin. Das ist ein herber Verlust“, betont Cojocar.

Unwiderstehlich: Kreisläuferin Hannah Puntschuh wird Germania Fritzlar lange fehlen. © Pressebilder Hahn

Umso bitterer, dass zusätzlich Hannah Puntschuh mindestens sechs Monate ausfällt. Für die 32-Jährige ist der Riss des vorderen Kreuzbandes die erste schlimme Verletzung. „Aber das ist immerhin die bessere von den beiden schlechten Möglichkeiten beim Kreuzband. Dennoch ist die Saison wohl gelaufen“, betont die Kreisläuferin, die seit 2014 Stammkraft in der Domstadt ist und die zusätzlich mit Katja Frommann und Tanja Bick die zweite Mannschaft ihres Heimatvereins TSV Eintracht Böddiger trainiert. Am 18. Oktober wird Puntschuh von Dr. med. Christian Gröll in Baunatal operiert.

Somit reduziert sich der Drittliga-Kader von 14 auf 12. Die zuletzt fehlenden Esther Lieber (erkrankt), Anna Holeczy (Beruf) und Luisa Krüger (Klassenfahrt) kehren mit Blick auf das Spitzenspiel bei der TSG Eddersheim (13. Oktober) zurück. Im Idealfall mit Jana Hoppe und Kathleen Nepolsky (beide Aufbautraining) auf der Platte.

Bei Kreisläuferin Lorenz, die beim 30:26 beim THC II erfolgreich ausgeholfen hatte, besteht indes keine Hoffnung auf eine dauerhafte Rückkehr. „Lolo hat klar gesagt, sie hilft uns in Ausnahmesituation gern, aber wir sollen ihr kein neues Trikot beflocken“, erklärt der Sportliche Leiter Steffen Schmude, der externe Verstärkungen bis zum Winter ausschließt.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Fotos: Hahn

Landesliga Frauen

HSG Lohfelden/Vollmarshausen – SV Germania Fritzlar II 17:33 (9:19)

RR/RM/RL - 17.06.2000 - Im Verein seit 2019

Chantal Reimbold – RR/RM/RL – 17.06.2000 – Im Verein seit 2019

„Meine Mannschaft ist das Spiel von Beginn an sehr konzentriert angegangen und hat gerade defensiv hervorragend gearbeitet“, lobte Fritzlars-Coach Gunnar Kliesch sein Team. Durch die gute Abwehrarbeit erarbeiteten sich die Domstädterinnen viele Chancen aus der ersten und zweiten Welle, die vor allem Rechtsaußen Nina Albus (11) und Chantal Reinbold (9) zu nutzen wussten. Nach der Halbzeitpause fanden die Gastgeberinnen dann gar kein Mittel mehr und erzielten in zwanzig Minuten gerade einmal zwei Tore. Bis zur 50. Minute (31:11) ließ Kliesch seine Mannschaft durchspielen. Dann nutzte er die Schlussphase für einige Experimente und erlaubte den Gastgebern so noch etwas Ergebniskosmetik. „Wir hatten mit etwas mehr Gegenwehr gerechnet, aber wir haben das sehr ordentlich über die Bühne gebracht“, zeigte sich der SVG-Coach zufrieden mit dem Auftritt.

Tore SVG: Küster 1, Alter 3, Nauman 2, Reimbold 9, Stockschläder 4, Albus 11/5, Puda 3.

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Germania Fritzlars Rumpfteam siegt „phänomenal“ beim THC II

Der Ausflug nach Arnstadt hat sich gelohnt. Das Abenteuer Mini-Kader, mit dem die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar mit 30:26 (15:13) in der 3. Liga Ost beim Thüringer HC II gewannen

Und somit vor der dreiwöchigen Pause optimal mit zwei Siegen gestartet sind. „Das war phänomenal, wie die Mädels Charakter gezeigt haben“, lobte SVG-Coach Lucky Cojocar seine sieben verbliebenen Feldspielerinnen und die erneut starke Torfrau Vanessa Maier.

Treffsicher: Fritzlars Maria Kiwa. © Pressebilder Hahn

Denn als ob die Lage nicht schon ernst genug gewesen wäre, musste kurzfristig Esther Lieber wegen Fiebers passen. Somit begann die reaktivierte Lorena Lorenz am Kreis, und im Mittelblock hatten Janina Dreyer und Maria Kiwa 60 Minuten Schwerstarbeit zu leisten. Lediglich anfangs mit Kreisläuferin Jolina Huhnstock (3) und insgesamt mit der Halblinken Arwen Rühl (5) hatte Fritzlar seine Mühe.

Im Angriff lief der Ball beim SVG wie am Schnürchen. Xenia Ahrend, die angeschlagen war, machte laut Cojocar ein „Bombenspiel“. Auf der Mitte führte die 24-Jährige klug Regie, traf nach Belieben selbst und setzte ihre Mitspielerinnen klug in Szene. Über die erste Welle nutzten Bibiana Huck und Lena Dietrich ihre Chancen eiskalt. Auf Halbrechts kannte Maria Kiwa kein Erbarmen und überzeugte besonders durchsetzungsstark im Eins-gegen-Eins.

Lediglich beim 1:2 (4.) lagen die Gäste ein Mal in Rückstand. Dann ließ das Cojocar-Team direkt einen 8:1-Lauf zum 9:3 (12.) nach Treffern von Dreyer, Kiwa, Ahrend (2), Huck (2) und Dietrich (2) folgen. Die laufstarken Thüringerinnen leisteten mit ihrer robusten 6:0-Abwehr zwar Widerstand, waren jedoch den abgezockten Domstädterinnen unterlegen. Selbst, als Lorenz eine Minute nach ihrem Tor zum 25:20 (45.) ihre dritte Zeitstrafe und somit die Rote Karte kassierte, ließ Fritzlar – auch mit Unterstützung von Hannah Grothnes aus dem Landesliga-Kader – nichts anbrennen.

SVG: Maier, Gürbig – Ahrend 9/1, Dietrich 3, Dreyer 2, Grothnes, Huck 7/1, Kiwa 7, Lorenz 2.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Mehr Frauenpower am Ball: Förderprojekt für Handballerinnen startet in Fritzlar

Drei Sportbegeisterte des SV Germania Fritzlar hatten kürzlich eine Idee: Mit zusätzlichen Fördertrainings wollen sie Mädchen aus Nordhessen eine Brücke von der Jugend in höherklassige Ligen bauen.

Talentierte Handballerinnen gibt es in der Region viele. Doch an individuellen Trainings mangelt es. Der Startschuss für das Förderprojekt fällt am Samstag, 28. September.

Erster Fördertraining schon geplant: Steffen Schmude, Jule Schmude und Hans-Werner Horn vom SV Germania Fritzlar rufen ein neues Handball-Projekt für junge Mädchen ins Leben.© Daria Neu

Das Ziel

„Wir wollen motivierte Spielerinnen die Chance geben, mit erfahrenen, lizenzierten Trainern individuell an ihrer Technik, Taktik und Koordination zu feilen“, erklärt Steffen Schmude, sportlicher Leiter des SV. Es soll deutlich werden: Eine Konkurrenz zu den Vereinen gibt es nicht. „Es ist ein Zusatzangebot.“

Die Zielgruppe des Förderprojekts sind Handballerinnen im Alter von 15 bis 18 Jahren. „Der Sprung von der Jugend in die leistungsorientierteren Ligen ist enorm groß“, erklärt Hans-Werner Horn, zweiter Vorsitzender des Vereins. Mit den ergänzenden Trainingseinheiten soll dieser Sprung etwas leichter werden.

Der Ablauf

Jugendwartin Jule Schmude weiß, wie es im normalen Vereinstraining abläuft: „Häufig bleibt zu wenig Zeit, um sich auf einzelne Spieler zu konzentrieren.“ Beim Förderprojekt will das Team dafür sorgen, die jungen Sportlerinnen rundum zu schulen. „Dann geht es nicht nur um Abwehr- und Angriffstechniken“, sagt Schmude. Auch Themen wie gesunde Ernährung, Krafttraining und die leichtathletischen Elemente, die wichtig für eine gute Handballerin sind, werden behandelt.

Die Teilnehmerinnen

Eingeladen sind längst nicht nur Mädchen aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Ob Hersfeld-Rotenburg, Waldeck-Frankenberg, Kassel oder Werra-Meißner-Kreis – jede, die den Willen hat, darf sich beim ersten Schnuppertraining einen Eindruck verschaffen.

Beim ersten Training, das mit der ersten Damenmannschaft des SV Germania Fritzlar stattfindet, sind gleich vier Trainer vor Ort. Mit dabei sind unter anderem Jugendtrainer Harald Birk von der Eintracht Baunatal und Susanne Bachmann, Athletiktrainerin und Schulkoordinatorin.

Die Zukunft

Geplant ist es, das Fördertraining im kommenden Jahr etwa 14-tägig anzubieten. „Wie und in welchen Abständen das Ganze dann tatsächlich stattfindet, darüber wollen wir mit den Teilnehmerinnen im Gespräch bleiben“, so der sportliche Leiter.

Finanziert wird das Projekt bislang durch den SV Germania Fritzlar. Für jeden weiteren Sponsoren ist der Verein dankbar. „Handball ist eine Sportart für jeden“,betont Jule Schmude. „Es ist ein Training für den ganzen Körper und eine tolle Möglichkeit, sich auszupowern.“ Diese Überzeugung möchte sie an den Nachwuchs weitergeben.

Das erste Training

Das erste Fördertraining findet am Samstag, 28. September, von 11 bis 12.30 Uhr statt. Nach einer Mittagspause beginnt dann das zweite Training von 14 bis 15.30 Uhr. Anmeldungen sind bei Jule Schmude unter 0 15 22 / 1 69 08 10 und bei Carolin Hartmann unter 01 71 / 7 53 25 66 und c.hartmann@germania-fritzlar.de möglich.

HNA Online /// Daria Neu /// Foto: Daria Neu

SVG Fritzlar reaktiviert Lorena Lorenz für Gastspiel beim Thüringer HC

Und schwupp ist die halbe Mannschaft weg: Nur sechs von zwölf Feldspielerinnen stehen den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar für das Spiel beim Thüringer HC II (So. 13 Uhr, Am Jahnsportpark, Arnstadt) zur Verfügung.

Denn nach den Langzeitverletzten Melina Horn (Knie), Jana Hoppe sowie Kathleen Nepolsky (beide Auftraining) müssen nun Luisa Krüger (Klassenfahrt), Anna Holeczy (beruflich verhindert) und Hannah Puntschuh passen. Die Kreisläuferin hat sich im Training ohne Fremdeinwirkung das Knie verdreht. Eine Diagnose wird kommende Woche nach einem MRT-Termin erwartet.

Hilft Fritzlar aus: Kreisläuferin Lorena Lorenz, die ihre Karriere eigentlich beendet hatte.© Pressebilder Hahn

Hilft Fritzlar aus: Kreisläuferin Lorena Lorenz, die ihre Karriere eigentlich beendet hatte.© Pressebilder Hahn

„Das ist für uns natürlich eine Katastrophe. Aber da jammern nie etwas nützt, fahren wir mit dem klaren Ziel zwei Punkte zum THC“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Und hat immerhin doch noch zwei Ersatzspielerinnen auftreiben können. Per Handy wurde direkt nach dem Training Lorena Lorenz reaktiviert. Die Kreisläuferin hatte im Sommer eigentlich ihre Karriere beendet, um mehr Zeit für Mann und Sohn zu haben. Zudem rückt die Ex-Kirchhoferin Hannah Grothnes aus dem Landesliga-Team auf.

Die Anfangsformationen bilden die flexible Xenia Ahrend am Kreis, Esther Lieber, Maria Kiwa und Janina Dreyer im Rückraum sowie die Außen Bibiana Huck und Lena Dietrich. Volle Auswahl bietet allein die Torhüterposition mit Vanessa Maier und Lea Gürbig. Verbunden mit der Mahnung an alle, ein zweites Borussia Dortmund zu vermeiden. Denn vergangene Serie verhinderten zwei Niederlagen gegen den BVB II die mögliche Meisterschaft.

Anschließend drei Wochen Pause

Fast identisch ist jetzt die Altersstruktur beim THC II, wo sich in erster Linie 17-Jährige beweisen. Ebenso wie Fritzlar (31:27 gegen Nieder-Roden) startete Thüringen mit einem Sieg. Durchaus eindrucksvoll mit 27:22 beim stark eingeschätzten TS Herzogenaurach.

„Thüringen wirft viele einfache Tore, zu 70 Prozent aus dem Rückraum. Zudem sind sie im Positionsangriff stark“, betont Cojocar, der vor der Rückraumachse mit Spielmacherin Chiara Thorn, der Halblinken Arwen Rühl sowie vor Shooterin Klara Schlegel warnt. Rücksicht nehmen muss das SVG-Rumpfteam, das von einem Fanbus begleitet wird, indes nicht. Denn anschließend hat Fritzlar drei Wochen Spielpause.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn