Bachmann-Team hat jede Position mindestens doppelt besetzt - „Wird nicht einfach“

Fritzlar. Neun neue Spielerinnen muss Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar zur Saison 2012/2013 einbauen. Damit wurde die Mannschaft einmal fast völlig ausgetauscht, seit Susanne Bachmann den Job als Trainerin übernahm. Außerdem: „Noch nie in der Geschichte hatten wir 18 Spielerinnen im Kader der Ersten“, sagt Fritzlars 2. Vorsitzender Wolfgang Ziegler. Alle Positionen sind mindestens doppelt besetzt.
Bachmann sieht es positiv: „Da reibt sich niemand im Konkurrenzkampf auf. Es ist eher so, dass ich im Training bremsen muss statt Gas zu geben“. Auch ein Gefälle von den Arrivierten zur Garde der jungen Neuzugänge kann sie nicht erkennen. Denn: „Die sind richtig bissig und bringen frischen Wind rein“. Sicher müssen sich Alisa Groos, Sarah Amberg und Vanessa Maier, alle 19 Jahre jung und aus der Wildunger Vipers-A-Jugend gekommen, mächtig strecken. Das betrifft aber auch die gleichaltrigen Jana Kurzbuch (Zwehren) und Larissa Hohmann (Rotenburg). Sandra Kupke (22) fällt etwas aus dieser Gruppe heraus, weil sie als Spielerin der SVG-Reserve in der letzten Saison schon oft mit trainiert hat.
Esther Meyfarth hat es etwas leichter. Zwar ebenfalls erst 20, aber dafür bei den Vipers schon mit höher klassiger Erfahrung und vor allem als abwehrstark bekannt. Auch Alexandra Kohler (19, Rotenburg) ist schon etwas weiter, momentan aber noch verletzt (Knie). Einzig Jessica Kleinmann (28) hat einen Sonderstatus: sie ist nach Sabine Kirmse (30), Maria Pirvan (29) und Danja Auel (29, geb. Lerch) die viertälteste und mit ihrer Erstliga-Erfahrung zunächst praktisch gesetzt.
An der Schnelligkeit fehlt es dem Team momentan noch etwas. Daran will Bachmann arbeiten, „sobald die Müdigkeit vom bisherigen Training raus ist“. So zeigt sie Verständnis dafür, dass der Ball noch nicht so läuft wie geplant und auch das Rückzugsverhalten Mängel aufweist. Dazu kommt, dass Pirvan und Bibiana Huck nach ihren Kreuzbandrissen noch nicht wieder auf altem Stand sind: „Da sind noch athletische Mängel. Den beiden muss man die Zeit geben, die sie brauchen“.
Taktisch gibt es durch den größeren Kader natürlich mehr Optionen. Kirmse und Anne Breitschuh gemeinsam am Kreis wird man vermutlich öfter sehen. Allerdings wird sich das Team erst über die Saison einspielen können. Und deshalb bleibt Bachmann trotz aller positiven Aspekte skeptisch: „Es wird kein einfaches Jahr. Viel hängt davon ab, wie wir reinkommen und ob wir von Verletzungen verschont bleiben.“ (ko)








