3. Liga: Fritzlar ist in Magdeburg hoher Favorit
Sieg ist Pflicht bei harmlosen Bandits
Von Michael Koch
Fritzlar/Magdeburg. Katrin Schmalz (10 Tore), Anna Miszczyj (6) und Sabine Kirmse (5) könnten es zu dritt schon schaffen. Denn das Trio war beim jüngsten 33:30-Sieg gegen Hildesheim erfolgreicher für Germania Fritzlar als der kommende Gegner als Team. Die SpG Bandits Magdeburg/Barleben versprühten gegen Kirchhof (14) und in Osterode (18) kaum Torgefahr und verloren neun Mal am Stück. Dementsprechend ist ein Sieg in der 3. Liga Ost für Fritzlar Pflicht (Samstag, 17 Uhr, Mittellandhalle/Barleben).

„Wenn wir Magdeburg sofort den Schneid abkaufen und uns früh absetzen können, müssen es zwei Punkte werden. Aber wenn sie erst einmal Lunte riechen, kann es schwierig werden“, sagt Susanne Bachmann. Was nicht heißt, dass Fritzlars Trainerin ernsthaft bange wäre vor der Aufgabe. Zumal sich die Angriffsprobleme der akut abstiegsgefährdeten Bördestädterinnen auch in der Tabelle wiederspiegeln. 315 Treffer sind der mit Abstand schlechteste Wert, vier Punkte hat der Vorletzte erst eingeheimst.
Sorgenfalten sind aber angebracht, wenn man die Entwicklung der Defensivleistung von Fritzlar betrachtet. Zu Beginn der Saison stellte die Germania die beste Abwehr der Liga. 396 Gegentreffer sind immer noch gut, lediglich Osterode Harz (372), Leipzig II (385) Stemmer/Friedewalde (392) haben nach 15 Begegnungen weniger, in den letzten vier Partien wurden aber dreimal 30 oder mehr Gegentore kassiert. Da fehlte zu oft die Standfestigkeit über 60 Minuten. Und es ist sorgfältige Ursachenforschung nötig, um die Schwachstellen nicht nur zu orten, sondern möglichst schnell und nachhaltig zu stopfen.
Kopfsache? Einstellung? Kraft? Für Susanne Bachmann Fragen, die nicht eindeutig zu beantworten sind. „Es fällt aber auf, dass es uns fast immer in der zweiten Halbzeit erwischt“, sagt die Übungsleiterin. Also dann, wenn im Vorwärtsgang durch intensives Tempospiel meist schon für einen ausreichend großen Vorsprung gesorgt wurde. Zu Hause jedenfalls, wo bisher auch noch nichts anbrannte. Auswärts hat das jedoch schon einige Punkte gekostet, und deshalb ist auch die Partie beim Tabellen-Vorletzten keineswegs ein Spaziergang. „In fremden Hallen sind wir für fast jede Form von Überraschung gut“, sagt Bachmann zweideutig. Eindeutig zu viel sind die drei jüngsten Niederlage in der Fremde. (kh) Foto: Hahn/nh
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