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Fritzlar verschläft Start

Markranstädt. Die Aufholjagd kam zu spät. Mit 24:26 (11:16) unterlagen die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar nach einer schwachen ersten Halbzeit beim starken Liganeuling SC Markranstädt und kassierten damit die erste Saisonniederlage in der 3. Liga Ost.

Melina Horns Doppelschlag zum 2:1 (4.) markierte die einzige Germania-Führung in der gesamten Partie. Denn fortan bestimmten die Gastgeberinnen das Spiel und zogen über 4:2 (8.) und 7:3 (14.) bis auf 13:6 (25.) davon. Besonders die flinke Linksaußen Vivien Walzel sowie SCM-Spielmacherin Thea Schwarz waren von der SVG-Defensive zunächst nicht in den Griff zu bekommen. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren“, ärgerte sich SVG-Trainerin Viktoria Marquardt, „denn wir haben zu wenig Druck auf die Abwehr gemacht, die sicheren Torchancen nicht genutzt und waren in manchen Situationen einfach zu hektisch.“

Erst gegen Ende der ersten Hälfte fanden die Domstädterinnen, die nur über eine Auswechselspielerin verfügten und bei denen zudem noch Vanessa Maier (Übelkeit) ausfiel, besser in die Partie. Rechtsaußen Lena Kerwin (2) und Johanna Fischer verkürzten bis zur Pause noch auf 11:16.

Nach Wiederanpfiff steigerten sich die SVG-Handballerinnen. „Wir haben nicht schön, abereffektiv gespielt, sind endlich mit Druck auf das Tor gegangen und in die Nahtstellen gestoßen“, erklärte Marquardt. Nach einem Doppelschlag von Horn und einem Treffer von Fischer war die Germania beim 14:17 (35.) wieder auf Tuchfühlung. Beim 19:23 durch Fischer (54.) drohte die Partie zu kippen. Denn SCM-Regisseurin Schwarz sah nach ihrer dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Was Esther Meyfarth, Lena Dietrich und Fischer nutzten, um auf 24:22 (57.) zu verkürzen, während SCM-Torjägerin Jasmin Helen Müller einen Siebenmeter gegen Nilla Oross vergab.

Hannah Puntschuh gelang vom Kreis der Anschlusstreffer zum 24:25 (60.). Die verbleibenden 30 Sekunden spielten die Gastgeberinnen jedoch clever herunter. Kreisläuferin Vicky Schütze erzielte mit der Schlusssirene den 26:24-Endstand. „Ich bin stolz, dass wir gekämpft haben. Aber wir hatten zu wenig Wechselmöglichkeiten, während Markranstädt auf allen Positionen ausgeglichen besetzt war“, fand die SVG-Trainerin. • SVG: Oross - Dietrich 2, Huck 2/1, Fischer 6, Ahrend, Puntschuh 2, Horn 6, Kerwin 2, Meyfarth 4. (mgx)

hna.de 25.09.2016

Marquardt-Sieben bei starkem Neuling

Fritzlar/Markranstädt. Den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar bleibt nicht viel Zeit, den ersten Heimsieg zu bejubeln. Am Samstag (19 Uhr) erwartet die Domstädterinnen beim Liganeuling SC Markranstädt ein erster Härtetest.

Denn die Sachsen sind kein normaler Aufsteiger. Selbstbewusst hat das Trainergespann Michael Zita und Robert Flämmlich eine Platzierung zwischen Rang eins und fünf als Saisonziel ausgegeben. Angesichts des hochkarätig besetzten Kaders keine unrealistische Vorgabe.

Das Tor des SCM hütet die 32-Jahre alte ehemalige polnische Nationaltorhüterin Patrycja Mikszto, im Rückraum wechseln sich die 80-fache litauische Nationalspielerin Jurate Kiskyte, die ehemalige slowakische Nationalspielerin Simona Pilekova, die bereits über Erfahrung aus der Bundesliga und Champions League verfügt, sowie Jasmin Helen Müller, Lisa Loehnig und Krystyna Kowazeska ab. Auf den Flügeln sind Jana Fokasova, Vivien Walzel und Kim Brettschneider gesetzt. Als Kreisläuferin fungiert die Ex-Marienbergerin Vicky Schütze, die 2010 Polizei-Europameisterin wurde.

Angesichts dieser Besetzung überrascht es, dass der Neuling zum Auftakt bei Bad Salzuflen mit 24:29 verlor. SVG-Trainerin Viktoria Marquardt rechnet daher mit einem hochmotiviertem Gegner, der sich in seinem ersten Heimspiel vor den eigenen Zuschauern beweisen will. Dabei muss die Germania auf die reaktivierte Laura Denecke (Klassenfahrt) verzichten. „Wir wollen einen guten Start hinlegen und müssen von Anfang an da sein. Das war gegen Frankfurt noch nicht der Fall“, erklärt Marquardt. Gegen die Gastgeber, die in der Abwehr zwischen einer 3:2:1 und einer defensiven 6:0-Formation wechseln, wird im Angriff erneut Xenia Ahrend ihre Chance bekommen. „Sie hat das gegen Frankfurt gut gemacht, aber noch Luft nach oben“, lobt Marquardt die 21-Jährige. Daneben müssen in der Offensive erneut Esther Meyfarth und Melina Horn Verantwortung übernehmen. Verbesserungsbedarf besteht zudem noch im Umschaltspiel nach vorne. (mgx) Foto: Hahn/nh (hna.de 22.09.2016)

SVG fertigt Frankfurt ab

Fritzlar. Von einem amtierenden Meister wird in der Regel erwartet, dass er auch zum Saisonauftakt ein Ausrufezeichen zu setzen vermag. Zumal, wenn er erneut Titelambitionen hegt.


Führte klug Regie, war aber auch torgefährlich: Die Fritzlarer Spielmacherin Xenia Ahrend, die drei Trefer zum klaren SVG-Erfolg beisteuerte. Foto: Hahn

Die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben diese Aufgabe bravourös gelöst und den ehemaligen Bundesligisten Frankfurter HC mit 31:19 (15:10) abgefertigt. „Wir haben heute schon viele Dinge gut gelöst“, freute sich SVG-Trainerin Viktoria Marquardt, relativierte aber auch: „Frankfurt war der richtiger Gegner zum Auftakt, denn wir haben noch viel Luft nach oben.“

Besonders in der ersten Halbzeit taten sich die Domstädterinnen schwer. Bis zum 4:4 (10.) verlief die Partie ausgeglichen, weil den SVG-Handballerinnen in der Defensive zunächst die nötige Aggressivität fehlte, was besonders Frankfurts Sabrina Gnilke und die Halbrechte Svjetlana Kresovic zu einfachen Toren nutzen konnten. „Die Zusammenarbeit mit dem Kreis in der Abwehr und das Umschaltspiel nach vorne haben in der ersten Halbzeit nicht so gut funktioniert“, bemängelte Marquardt. In der Folge fand Fritzlar jedoch besser ins Spiel, zudem war Vanessa Maier im Tor ein sicherer Rückhalt. So warfen Melina Horn, Johanna Fischer und Xenia Ahrend bis zur Pause noch eine 15:10-Führung heraus.

Nach Wiederanpfiff sorgte die Germania schnell für klare Verhältnisse. Angetrieben von Esther Meyfarth und Ahrend, die im Rückraum den Ausfall von Janina Dreyer vergessen machten, zogen die Gastgeberinnen kontinuierlich davon. Fritzlar überzeugte mit einem druckvollen und schnellen Angriffsspiel und nutzte die sich bietenden Chancen konsequent. Aber auch in der Abwehr ließ der Mittelblock mit Horn und Meyfarth nur noch wenige Torchancen zu. „Das war teilweise schon so, wie ich mir das vorstelle“, freute sich die SVG-Trainerin. Beim 23:13 durch Huck (45.) war die Partie entschieden. Gleichwohl legten die Domstädterinnen offensiv weiter ein hohes Tempo vor.

Ein überraschendes Comeback feierte in der 49. Minute Laura Denecke. Die Halblinke hatte die Germania aus beruflichen Gründen verlassen, war nach dem Ausfall von Dreyer aber eingesprungen. „Zunächst nur für diese Partie“, erklärte Marquardt. Ergänzte aber: „Doch sie hat schon signalisiert, dass sie weiter spielen würde.“ • SVG: Maier (12 Paraden/16 Gegentore), Oross (21.-30., 1/3) - Dietrich 3, Huck 10/6, Fischer 3, Ahrend 3, Puntschuh 1, Denecke 1/1, Horn 6, Kerwin 2, Meyfarth 2, Dreyer. Frankfurter HC: Wagner (bei einem 7m, 0/1), Schneider (4/10), Silva Alfonso (21.-60., 13/20) - Ludewig, Henschel, A. Zacharias 1, B. Zacharias 4, Bayram, Kresovic 5, Mattisseck 1, Mudri 1, Weier, Müller 3, Genilke 4/2. Siebenmeter: 7/8:2/2. Zeitstrafen: 2:6 Minuten. SR: Eckert/Ludwig (Makranstädt). Zuschauer: 100.

Von Marcel Glaser (hna.de 18.09.2016)

SVG gelingt Überraschung

HNA ONLINE 14.08.2016 / MARCEL GLASER

Fritzlar. Wer war die Überraschung beim hochkarätig besetzten Handball-Turnier des SV Germania Fritzlar? Die Antwort: Germania Fritzlar. Im Spiel um den dritten Platz besiegten die Marquardt-Schützlinge den starken Zweitligisten SV Union Halle-Neustadt mit 23:21 (20:20, 12:11) nach Siebenmeterwerfen, was indes nicht die einzige Überraschung der bärenstarken Gastgeberinnen war.

Augen zu und durch: Fritzlars Xenia Ahrend (links) nimmt es hier mit Leonie Öhme (rechts) und Kjersti Salberg vom Erstligisten BVB Dortmund auf. Foto: Hahn

Angeführt von einer treffsicheren Melina Horn lagen die Fritzlarerinnen gegen die „Wildcats“ lange in Führung. Nach einer Umstellung auf eine 5:1-Abwehr des Zweitligisten wurde es nochmal knapp. Im Siebenmeterwerfen bewiesen die Domstädterinnen dann aber die besseren Nerven. Den entscheidenden Siebenmeter verwandelte Esther Meyfarth.

Tore SVG: Dietrich 1, Meyfarth 2, Horn 7, Huck 6/2, Puntschuh 2, Ahrend 1, Holeczy 1.

In den Gruppenspielen hatte das Fritzlarer Team seine Fans bereits mit einer knappen Niederlage gegen den BVB und zwei Siegen gegen die Zweitligisten Lintfort und Mainz entzückt.

Borussia Dortmund - SV Germania Fritzlar 22:20 (10:8). Die Domstädterinnen spielten frech auf und führten schnell mit 4:2 (8.). Auch in der Folge bot das Team von Trainerin Viktoria Marquardt dem Bundesligisten Paroli, wobei neben Torhüterin Vanessa Maier besonders Bibiana Huck und Janina Dreyer überzeugten. Bis zum 16:15 durch Dreyer verlief die Partie ausgeglichen, dann zogen die Westfalen dank ihrer unwiderstehlichen ersten und zweiten Welle vorentscheidend auf 20:16 (36.) davon.

Tore SVG: Dreyer 4, Horn 2, Huck 7/1, Ahrend 1, Oschmann 1/1, Fischer 3, Meyfarth 2.

Fritzlar - TuS Lintfort 18:13 (10:9). Bis zum 6:3 bestimmten die Gäste die Partie, dann steigerte sich die Germania und hatte beim 8:8 ausgeglichen. Bis zur Pause erkämpften sich die Gastgeberinnen - angetrieben von Spielmacherin Meyfarth - eine 10:9-Führung. Nach Wiederanpfiff zog der Drittliga-Meister auf 14:11 davon und hatte die Partie gegen den Zweitliga-Aufsteiger dank seiner starken Defensive beim 16:12 für sich entschieden.

Tore SVG: Meyfarth 5, Fischer 4, Dietrich 1, Dreyer 2, Huck 3/1, Ahrend 1, Horn 1, Oschmann 1/1.

Fritzlar - FSV Mainz 22:16. Die Germania stand in der Abwehr sicher und ließ dem Zweitligisten um die Ex-Kirchhoferin Laura Spatz kaum eine Chance zum Torwurf. Anders die Marquardt-Schützlinge, die sich mit ihrer starken rechten Seite mit Melina Horn und Bibiana Huck absetzten.

Tore SVG: Oschmann 2/1, Huck 4/3, Ahrend 2, Puntschuh 1, Horn 4, Kerwin 6, Meyfarth 2, Dreyer 1.

Von Marcel Glaser

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